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Wie schwer ist es in die Bundeswehr zu kommen?

Gefragt von: Wiebke Groß  |  Letzte Aktualisierung: 23. März 2026
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Der Weg in die Bundeswehr ist anspruchsvoll, da er neben der deutschen Staatsbürgerschaft und einem einwandfreien Führungszeugnis vor allem einen bestehenswerten Eignungstest durchläuft, dessen Durchfallquote hoch sein kann (bis zu 80 % gemeldet), gefolgt von einem Soldatischen Eignungstest und medizinischen Checks; die Schwierigkeit hängt stark von der gewünschten Laufbahn ab, wobei für Mannschaften ein Schulabschluss (mind. Hauptschulabschluss) und für höhere Laufbahnen Abitur oder Fachhochschulreife gefordert sind, ergänzt durch hohe Anforderungen an körperliche Fitness und Disziplin.

Wie hoch ist die Durchfallquote bei der Bundeswehr?

Die Durchfallquote bei der Bundeswehr ist generell hoch, Schätzungen zum Einstellungstest (CAT-Test) liegen oft bei 60 % bis 80 %, wobei 30–50 % beim computergestützten Teil durchfallen können und spezielle Einheiten noch höhere Quoten haben, wobei die Gründe vielfältig sind (Vorbereitung, Fitness, Eignung) und die Abbrecherquoten auch in der Ausbildung (ca. 20 % bei Offizieren in den ersten Monaten) beachtlich sind.
 

Ist die Bundeswehrausbildung schwer?

Ja, die Bundeswehr-Ausbildung ist anspruchsvoll und fordernd, besonders die dreimonatige Grundausbildung (AGA) mit körperlicher und mentaler Belastung, Disziplin und wenig Schlaf, aber sie ist für die meisten machbar, wenn man sich anstrengt und fit ist, wobei Spezialisierungen wie die zum Kampfschwimmer oder Einzelkämpfer noch deutlich härter sind. Es kommt stark auf deine persönliche Fitness, deine Motivation und die gewählte Laufbahn an.
 

Wie hoch ist die Chance, bei der Bundeswehr angenommen zu werden?

12000 Bewerben sich im Durchschnitt jährlich, 6000 werden eingeladen und 3000 werden angenommen. Also ja, 25% sind richtig, wobei man argumentieren kann, ob die 6000 nicht eingeladenen auch dazu gehören sollten.

Kann jeder zur Bundeswehr gehen?

Nein, nicht jeder kann zur Bundeswehr, aber viele können, wenn sie die Staatsbürgerschaft besitzen, bestimmte Alters- und Gesundheitsanforderungen erfüllen und bereit sind, sich an die Regeln zu halten, inklusive potenzieller Auslandseinsätze. Hauptvoraussetzungen sind die deutsche Staatsbürgerschaft, meist ein Mindestalter von 17 oder 18 Jahren (mit Einverständnis der Eltern für 17-Jährige), erfüllte Schulpflicht und gesundheitliche Eignung, wobei die genauen Anforderungen je nach Laufbahn (Mannschaften, Unteroffiziere, Offiziere) variieren. Es gibt auch die Möglichkeit des Ersatzdienstes für Kriegsdienstverweigerer. 

Bin ich bereit für die Bundeswehr? | Deswegen solltest du zur Bundeswehr gehen!

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Wie viel verdient ein Soldat pro Monat?

Ein Soldat verdient monatlich zwischen etwa 2.700 € (Mannschaften) und über 5.000 € (Offiziere) brutto, abhängig von Dienstgrad, Laufbahn, Dienstjahren und Zulagen; im Freiwilligen Wehrdienst steigt das Gehalt ab 2026 auf ca. 2.700 €. Zum Grundgehalt kommen Familienzuschläge, Auslandseinsatz- und Funktionszulagen hinzu, was das Gehalt deutlich erhöht. 

Welche Noten braucht man für die Bundeswehr?

Ebenso muss ein Bewerbungsbogen und ein Zusatzfragebogen ausgefüllt werden, sowie eine Datenschutzerklärung. Bei den Noten sollte man in jedem Fall besser als 4.0 oder 3.5.

Was ist das schwerste bei der Bundeswehr?

Die Ausbildung zum Kampfschwimmer des Kommando Spezialkräfte der Marine ist einer der intensivsten und anspruchsvollsten innerhalb der Bundeswehr.

Kann man bei der Bundeswehr abgelehnt werden?

Das bedeutet, dass in der Bundesrepublik Deutschland alle Soldaten der Bundeswehr gemäß Artikel 4 Grundgesetz im Dienst den Kriegsdienst nach Absatz 3, auch FWDL-Soldaten, SaZ 4, SaZ 8 und SaZ 12 (Soldat auf Zeit), Berufssoldaten und Reservisten, verweigern können und einen Kriegsdienstverweigerungsantrag stellen ...

Wie hoch ist die Suizidrate bei der Bundeswehr?

Aus den ausgewerteten Daten der Suizide innerhalb der Bundeswehr im Zeitraum 2010–2014 ist festzustellen, dass die Anzahl der Suizide leicht steigt. Hier wird eine durchschnittliche Suizidziffer von 10,2 erreicht.

Was ist die härteste Ausbildung bei der Bundeswehr?

Die härtesten Ausbildungen der Bundeswehr sind die zu Kampfschwimmern (Marine) und Heeresbergführern, aber auch die zu Fernspähern und die des Kommando Spezialkräfte (KSK) zählen zu den extremsten, da sie an die psychischen und physischen Grenzen gehen, spezielle Fähigkeiten in Unterwasser-Nahkampf, Hochgebirge oder Überlebensstrategien trainieren und oft nur sehr wenige Anwärter bestehen. 

Wie grüßt man richtig bei der Bundeswehr?

Der Gruß in der Bundeswehr ist eine militärische Ehrenbezeugung, bei der die rechte Hand schnell zur Schläfe (oder zum Schirm der Kopfbedeckung) geführt wird und mit dem Mittelfinger am Rand anliegt, der Ellbogen etwa auf Schulterhöhe, wobei die Handfläche leicht nach vorne gekippt wird. Er wird meist nur einmal täglich in geschlossenen Liegenschaften gegenüber Vorgesetzten höherer Dienstgradgruppen gemacht, kann verbal ergänzt werden, ist aber nicht bei jedem Vorbeigehen Pflicht, wenn der Vorgesetzte nicht anwesend ist, und wird in der Regel nur einmal am Tag vollzogen. Der Ursprung liegt im Rittertum (Visier heben), um sich zu erkennen, und der modernen Friedensbekundung (leere Handfläche zeigen).
 

Wie hart ist die Ausbildung beim Militär?

Ist die Grundausbildung hart? Die Grundausbildung ist anspruchsvoll und soll dich dazu bringen, dein volles Potenzial auszuschöpfen . Sie wird dir helfen, dich mental und körperlich weiterzuentwickeln und Dinge zu überwinden, die du für unmöglich gehalten hättest. Du wirst auch feststellen, dass das Militär und die Ausbilder nicht da sind, um dich zu brechen.

Was ist der härteste Job bei der Bundeswehr?

Die Kampfschwimmer des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM) gelten als eine der härtesten Spezialeinheiten der Bundeswehr. Die Ausbildung der Kampfschwimmer dauert drei Jahre und ist in insgesamt vier Phasen unterteilt.

Ist es schwer, das Grundausbildungslehrgang der Armee zu bestehen?

Es ist ein harter, aber lohnender Prozess , den viele Soldaten ihr Leben lang schätzen. Um im Bootcamp erfolgreich zu sein, sollten Sie sich körperlich und mental vorbereiten.

Wie viele Liegestütze sollte man schaffen Bundeswehr?

Bei der Bundeswehr gibt es keine feste Mindestzahl an Liegestützen für die Einstellung, aber sie sind Teil der körperlichen Eignungstests, besonders im Assessmentcenter, wo es um allgemeine Fitness geht, die auch Liegestütze beinhaltet, aber oft durch andere Disziplinen wie Pendellauf, Klimmhang und 1000m-Lauf ergänzt wird, wobei Männer in ihren 20ern eher 15-30 Wiederholungen anstreben sollten, um als durchschnittlich fit zu gelten. Für Bewerber in Führungspositionen werden spezielle Anforderungen gestellt, aber die Bundeswehr legt Wert auf eine gute Grundfitness, die im Sportprogramm der Grundausbildung trainiert wird. 

Wie viele fallen beim Bundeswehr Einstellungstest durch?

Die Durchfallquote beim Bundeswehr Einstellungstest ist sehr hoch, Schätzungen liegen oft zwischen 60 % und 80 %, wobei insbesondere der Computertest (CAT) viele Bewerber aussortiert (30-50 % Durchfall). Bewerber fallen oft wegen unzureichender Vorbereitung im kognitiven Bereich (Logik, Mathe, Sprache) sowie bei Sport und medizinischer Eignung durch; eine Nicht-Bestehung im CAT führt zum sofortigen Ausscheiden, eine erneute Bewerbung ist erst nach zwei Jahren möglich.
 

Wann nicht zur Bundeswehr?

Ausschlusskriterien bei der Bundeswehr sind hauptsächlich schwerwiegende körperliche und psychische Erkrankungen (z. B. Krebs, Epilepsie, schwere Depressionen, Schizophrenie), bestimmte Vorstrafen (Verbrechen, politische Delikte), die nicht Erfüllung der Mindest- bzw. Maximalgröße (ca. 155–210 cm), die Nicht-Erfüllung der deutschen Staatsbürgerschaft sowie das Verweigern des Wehrdienstes; die genaue Tauglichkeit wird durch eine ärztliche Untersuchung im Eignungsfeststellungsverfahren (EFV) festgestellt, wobei auch kleinere Einschränkungen (z. B. Plattfuß) zu einer eingeschränkten Tauglichkeit führen können.
 

Warum sollte jemand vom Militär abgelehnt werden?

Bestimmte Erkrankungen – wie Asthma, Diabetes, schwere Allergien, bestimmte Arten von psychischen Störungen und Herzprobleme – können aufgrund der körperlichen und geistigen Anforderungen des Militärdienstes zum Ausschluss vom Militärdienst führen.

Ist die Grundausbildung bei der Bundeswehr hart?

Ja, die Grundausbildung bei der Bundeswehr ist fordernd, anstrengend und eine große Herausforderung für Körper und Geist, mit wenig Schlaf, viel Marschieren, Schießen und dem Erlernen militärischer Disziplinen unter Druck. Viele empfinden sie im Nachhinein als prägend und positiv, weil man die eigenen Grenzen verschiebt und Selbstvertrauen gewinnt, aber es gibt Momente, in denen man zweifelt und kämpfen muss.
 

Was ist der härteste Job beim Militär?

1. Navy SEALs : Die Ausbildung zum Navy SEAL gilt weithin als eine der anspruchsvollsten Aufgaben im US-Militär und erfordert Hingabe, Widerstandsfähigkeit und außergewöhnliche körperliche Ausdauer.

Welche Soldaten sind am besten ausgebildet?

Die folgende Auflistung stellt einen Auszug der stärksten Spezialeinheiten der Welt dar:

  1. GSG9 und SEK aus Südbayern, Deutschland. GSG 9. ...
  2. Sondereinheit Argus, Schweiz. ...
  3. GIGN, Frankreich. ...
  4. Sajeret Matkal, Israel. ...
  5. Navy Seals, USA. ...
  6. SAS, Großbritannien. ...
  7. Spezialeinheit Alfa, Russland. ...
  8. Unidad de Operaciones Especiales, Spanien.

Wie sportlich muss man bei der Bundeswehr sein?

Für den Bundeswehr-Einstellungstest müssen Bewerber den Basis-Fitness-Test (BFT) bestehen, der Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit prüft: ein 11x10-Meter-Pendellauf (max. 60 Sek.), ein Klimmhang (min. 5 Sek.) und ein Ergometer-Test (3000m in max. 6:30 Min. bei 30 Watt). Die Anforderungen steigen je nach gewünschter Bewertung (z.B. Bestzeit Sprint < 42 Sek.), und allgemeine Fitness sowie die Bereitschaft, sich zu verausgaben, sind entscheidend, wobei die Grundausbildung selbst die Fitness steigert. 

Wie lange ist die Verpflichtungszeit bei der Bundeswehr?

Die Verpflichtung bei der Bundeswehr ist heute primär freiwillig, wobei je nach Laufbahn unterschiedliche Mindestdienstzeiten gelten (z.B. 7 Monate Freiwilliger Wehrdienst bis 13+ Jahre als Offizier), und die Wehrerfassung (Musterung) für Männer ab 2008 wieder eingeführt wurde. Es gibt verschiedene Laufbahnen mit unterschiedlichen Verpflichtungsdauern, die von der Mannschaftsebene (mind. 2 Jahre) bis zu den Offizieren reichen, mit der Möglichkeit zur langfristigen Karriere oder sogar zum Berufssoldaten.
 

Wie viel verdient ein Bundeswehr-Soldat?

Ein Soldat bei der Bundeswehr verdient je nach Dienstgrad, Laufbahn und Erfahrung unterschiedlich, wobei Mannschaften in der Besoldungsgruppe A3 bei etwa 2.700 € starten, während Offiziere (z. B. Leutnant) nach drei Jahren rund 3.450 € bis 3.600 € erhalten und höhere Ränge entsprechend mehr verdienen können, mit Zulagen und Sozialleistungen wie freier Bahnreisen als Bonus.