Zum Inhalt springen

Wie schnell darf ein Raum abkühlen?

Gefragt von: Herr Dr. Heinz-Joachim Lindner B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 5. Februar 2026
sternezahl: 4.7/5 (13 sternebewertungen)

Ein Raum kühlt je nach Dämmung, Außentemperatur und Luftaustausch unterschiedlich schnell ab; typischerweise kann die Temperatur bei Heizungsausfall im Winter um 2–3 °C pro Stunde sinken, nachts auch stärker, während im Sommer die Abkühlung langsamer ist, aber bei Stoßlüften zu frühmorgendlichen kühlen Werten führt, wobei eine Absenkung von 6–8 °C zur Außentemperatur gesundheitlich ideal ist. Es gibt keine feste "Maximalgrenze", aber eine zu schnelle Abkühlung (z.B. durch starkes Kipplüften im Winter) kann Schimmel fördern, während eine zu langsame Abkühlung im Sommer die Wohnung nicht angenehm macht.

Wie schnell kühlt eine Wohnung ohne Heizung aus?

Bei einem durchschnittlichen deutschen Winter kühlen unbeheizte Wohnräume auf circa 7 bis 8°C herunter – diese Werte wurden im Rahmen einer energetischen Simulation an unserer Professur errechnet.

Wie schnell kühlt sich ein Raum ab?

Ein Raum kühlt je nach Dämmung, Außentemperatur und Luftaustausch unterschiedlich schnell ab; gut isolierte Räume verlieren nur 1-2 Grad pro Nacht, während schlecht isolierte Räume bei geöffnetem Fenster 3 Grad oder mehr in wenigen Stunden verlieren können, wobei die Wände und Massen des Raumes die Abkühlung verlangsamen. Mobile Klimageräte brauchen 40-80 Minuten für eine Abkühlung, Split-Geräte nur 10 Minuten. 

Wie stark darf eine Wohnung auskühlen?

Eine Wohnung darf tagsüber (6-23 Uhr) nicht unter 20-22°C fallen, das Bad sogar 21-22°C, nachts sind 16-18°C üblich; bei dauerhafter Unterschreitung liegt ein Mangel vor, der zur Mietminderung berechtigt, da Gerichte die Temperaturen als Standard für normale Nutzung festlegen, auch wenn es kein direktes Gesetz gibt. Das Umweltbundesamt empfiehlt 20°C in Wohnräumen, 18°C in der Küche und 16-17°C im Schlafzimmer, da weniger Grad Energie sparen. 

Wie kalt darf ein Raum im Winter sein?

Räume sollten im Winter nicht unter 15°C fallen, um Schimmel und Gesundheitsprobleme zu vermeiden, wobei Wohnräume tagsüber idealerweise 19-22°C haben sollten, Schlafzimmer 16-18°C und weniger genutzte Bereiche 16-18°C. Es ist wichtig, die Temperatur je nach Nutzung anzupassen, nachts abzusenken (aber nicht zu stark) und regelmäßig Stoßlüften, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.
 

Heat pump in an old building: My conclusion after 1 year – Is it really worth it?

37 verwandte Fragen gefunden

Welche Temperatur hat ein kalter Raum?

Der Kühlraum hält Temperaturen zwischen 1 °C und 5 °C , was ideal für die Lagerung von Lebensmitteln ist, die gekühlt, aber nicht gefroren werden müssen, wie Obst, Gemüse, Milchprodukte und Getränke. So wird Verderb verhindert, ohne dass es zu Frostschäden kommt.

Welche Rechte haben Mieter bei einer Mindestraumtemperatur?

Die Höhe der Mietminderung hängt allerdings immer vom Einzelfall ab. Das Gericht Berlin-Charlottenburg sah bei Temperaturen unter 18 Grad Celsius 10 Prozent Minderung als angemessen an. Das Amtsgericht Köln ließ bei Temperaturen von 16 bis 18 Grad Celsius sogar 20 Prozent Mietminderung zu (Az. 19 C 1249/74).

Wie lange dauert es, bis meine Wohnung abgekühlt ist?

Aber wie lange dauert es, ein Haus abzukühlen, wenn es draußen so heiß ist wie in einer Sauna? Im Durchschnitt kann eine gut funktionierende Klimaanlage die Temperatur in Ihrem Haus um ein Grad pro Stunde senken. Wenn es also in Ihrem Haus 27 °C warm ist und Sie es auf angenehme 22 °C herunterkühlen möchten, benötigen Sie etwa 8 Stunden .

Ist 20 Grad Zimmertemperatur kalt?

In ihren Richtlinien zu Wohnen und Gesundheit empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine grundlegende Raumtemperatur von 18 °C für gesunde und angemessen gekleidete Personen. Für sehr kleine Kinder, ältere Menschen und kranke Personen wird jedoch eine Raumtemperatur von 20 °C empfohlen.

Wie kalt darf es in einer Mietwohnung sein?

In einer Mietwohnung darf es tagsüber normalerweise nicht unter 20-22 °C (Wohn-/Schlafräume) fallen, nachts sind 18 °C ausreichend, sonst liegt ein Mangel vor, der zur Mietminderung berechtigt. Während der offiziellen Heizperiode (meist 1. Okt. bis 30. Apr.) muss der Vermieter für diese Mindesttemperaturen sorgen; bei dauerhaft zu niedrigen Temperaturen kann Mietminderung drohen, besonders bei Heizungsausfall im Winter.
 

Wie lange muss man lüften, um eine Wohnung abzukühlen?

Im Sommer empfiehlt sich eine etwas längere Lüftung von 20 Minuten. In dieser Zeit findet ein ausreichender Luftaustausch statt. Schließen Sie die Fenster dann aber wieder richtig, da ansonsten in den wärmeren Stunden zu viel heiße Sommerluft in die Räume gelangt. Lüften heißt in diesem Falle idealerweise Querlüften.

Warum friere ich bei 20 Grad in der Wohnung?

Sie frieren bei 20 °C, weil nicht nur die Lufttemperatur zählt, sondern auch kalte Oberflächen (Wände, Fenster), Zugluft, niedrige Luftfeuchtigkeit und Ihr individueller Stoffwechsel (Durchblutung, Muskelmasse) eine Rolle spielen, die dem Körper Wärme entziehen oder die Wärmeregulierung beeinträchtigen. Schlechte Dämmung führt zu kälteren Oberflächen, während Zugluft die warme Luft vom Körper wegträgt, was das Frieren verstärkt, selbst wenn die Luft "warm" ist. 

Wie kalt darf ein ungenutzter Raum sein?

Senken Sie die Raumtemperatur nachts oder tagsüber, wenn Sie einige Stunden lang nicht da sind, auf etwa 18 °C ab. Bei Abwesenheit von wenigen Tagen kann die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit sogar noch etwas niedriger eingestellt werden.

Wie lange dauert es bis eine Wohnung abkühlt?

Eine Wohnung kühlt je nach Dämmung, Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich schnell aus; in gut isolierten Neubauten dauert es länger, während Altbauten mit schlechter Dämmung bei Frost nachts auf 7-10°C absinken können, aber die Wände als Wärmespeicher deutlich länger warm bleiben, bevor die Raumtemperatur stark fällt, wobei Feuchtigkeit die gefühlte Temperatur erheblich beeinflusst.
 

Wie lange darf eine Wohnung ohne Heizung sein?

Tatsächlich gibt es juristisch keinen festgelegten Zeitraum, in dem die Heizung laufen muss. Vielmehr kommt es auf die tatsächlichen Temperaturen an. Als Mieter haben Sie Anspruch darauf, dass Ihre Wohnung zumindest zwischen Oktober und Ende April tagsüber nicht unter 20 Grad Celsius kalt sein darf.

Wie weit darf eine Wohnung auskühlen?

„Die Temperatur in der Wohnung sollte nicht dauerhaft unter 15 bis 16 Grad liegen“, sagt Steinfeldt. Dann droht Schimmel. Die Wohnung über längere Zeit komplett auskühlen zu lassen, ist deshalb keine gute Idee.

Wie lange dauert es, bis ein Raum warm ist?

Eine Heizung braucht je nach System, Dämmung und Starttemperatur zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden, um einen Raum zu erwärmen; klassische Heizkörper arbeiten schneller (Minuten bis < 1 Stunde), während Bodenheizungen (30 Min. bis 3 Std.) und gut gedämmte Räume länger brauchen, um die Wärme zu speichern und abzugeben, aber dann auch länger die Wärme halten. Faktoren wie Dämmung, Raumgröße, Außentemperatur und die gewünschte Temperaturdifferenz spielen eine große Rolle. 

Wie warm sollte eine unbewohnte Wohnung im Winter sein?

Im Winter bei Abwesenheit sollte die Heizung nie ganz aus, sondern auf eine Grundtemperatur zwischen 14°C und 16°C eingestellt werden, um Auskühlung und Schimmel zu verhindern, wobei 15°C eine gute Faustregel ist; für kürzere Zeiten (Arbeit) sind 18°C ideal, für längere Reisen (Urlaub) reichen 12°C-15°C je nach Dämmung, um Energie zu sparen, aber die Bausubstanz zu schützen.
 

Welche Raumtemperatur ist unzumutbar?

Grundsätzlich gilt: Die Temperatur in Arbeitsräumen soll 26 Grad nicht überschreiten. Eine Raumtemperatur von mehr als 26 Grad ist nur zulässig, wenn bei Fabriken und Büros auf gute Isolierung gegen Sommerhitze geachtet wird, Fenster und Glaswände einen Sonnenschutz besitzen und die Außentemperatur 26 Grad übersteigt.

Welche Rechte haben Mieter bei Hitze in der Wohnung?

Grundsätzlich gilt: Sämtliche baulichen Veränderungen an und in der Wohnung - sei es eine Klimaanlage, eine Fassadendämmung oder eine Markise - benötigen die Zustimmung der Vermieter. Sonnenschirme oder Ventilatoren sind dagegen kein Problem.

Ist es erlaubt, einen Schuhschrank im Treppenhaus zu haben?

Ein Schuhschrank im Treppenhaus ist meistens nicht erlaubt, da er Brandschutzbestimmungen verletzt, Fluchtwege verengt und eine Stolperfalle darstellt. Es kann jedoch Ausnahmen geben, wenn der Flur besonders breit ist, der Schrank in einer Nische steht, den Rettungsweg nicht behindert (meist 1 Meter Mindestbreite), die Nachbarn nicht stört und keine Regelung im Mietvertrag dagegenspricht. Oftmals ist nur das vorübergehende Abstellen von nassen Schuhen auf der Fußmatte erlaubt.
 

Wie kalt darf ein Raum maximal sein?

Ein Raum darf so kalt sein, wie es für die Bewohner behaglich ist, aber für Wohnräume werden tagsüber mindestens 19-20 °C empfohlen und nachts 16-18 °C, um Schimmelbildung zu vermeiden und Energie zu sparen; für Kinder, ältere und kranke Menschen sind 20 °C oder mehr wichtig. Spezifische Mindesttemperaturen für Mietwohnungen liegen bei ca. 20 °C in Wohn- und Küchenbereichen und 18 °C im Schlafzimmer, während Bäder 22 °C vertragen.
 

Wann ist ein Zimmer zu kalt?

Auch das Umweltbundesamt warnt vor zu kalten Wohnräumen und gibt Empfehlungen für die unterschiedlichen Räume: Schlafzimmer: 17 Grad. Küche: 18 Grad. Wohnzimmer: 20 Grad.

Sind 21 Grad im Wohnzimmer zu kalt?

Wenn Ihnen 21 Grad im Wohnzimmer zu kalt sind, liegt das oft an Zugluft, schlechter Wärmeverteilung (Ventilatoren helfen), niedriger Luftfeuchtigkeit oder schlechter Dämmung; prüfen Sie Heizkörper, dichten Sie Fenster ab, erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (Ventilator), lüften Sie richtig, und bei Dauerfrost könnten Sie den Vermieter kontaktieren, da die Mindesttemperatur 18 Grad sein sollte.