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Wie schneide ich den Kirschbaum richtig?

Gefragt von: Ottilie May  |  Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026
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Einen Kirschbaum schneidet man richtig, indem man im Sommer nach der Ernte (Süßkirschen) oder im Spätwinter (Sauer- und Süßkirschen, je nach Ziel) mit scharfem, desinfiziertem Werkzeug (Rosenschere, Astschere, Säge) alle kranken, toten oder nach innen wachsenden Äste entfernt und die Krone auslichtet, wobei man immer schräg über eine nach außen zeigende Knospe schneidet, um eine luftige, stabile Form für guten Fruchtansatz zu erzielen und das Wachstum zu regulieren.

Wann und wie schneidet man Kirschbäume zurück?

Viele Obstbauern folgen einer einfachen Regel: Was mit der Gartenschere entfernt werden kann, wird im Sommer oder Spätwinter geschnitten, alle dickeren Äste nur im Sommer. Dafür verwendet man dann je nach Aststärke eine Baumsäge oder Astschere als Werkzeug. Diese Regel gilt für Süß- und Sauerkirschen gleichermaßen.

Welche Äste am Kirschbaum sollte man schneiden?

Für den Pflanzschnitt werden drei bis vier Seitenäste, die gleichmäßig um den Stamm verteilt sein sollten sowie der Mitteltrieb (Stammverlängerung) als Kronengerüst ausgewählt. Alle übrigen Äste werden auf drei bis vier Knospen zurückgeschnitten.

Kann man im März noch Kirschbäume schneiden?

Winter- und Sommerschnitt vertretbar

Ich kann Sie beruhigen, Sie können Ihren Kirschbaum problemlos im Winter (Februar/März) schneiden. Bitte achten Sie darauf, den Baum nicht zu kappen. Die Äste schneiden Sie möglichst auf Astring, ohne das Gewebe des Basisastes zu verletzen.

Warum werden Kirschbäume schräg gepflanzt?

Die Lösung: Der Diagonalbaum

Nun wenden wir die Regel auf den gesamten Baum an: Wir pflanzen ihn schräg, diagonal, mit einem 45 ° Winkel. So wird er als Ganzes weniger wachsen und mehr und früher Früchte tragen, was dann wiederum nochmals zu weniger Wachstum führt.

Einfacher Trick zum Kirschbaumschnitt - So bleiben Bäume gesund und verkahlen nicht!

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Kann man die Höhe eines Kirschbaums reduzieren?

Wenn Sie die Höhe Ihres Baumes reduzieren möchten, können Sie den Leittrieb (den Hauptstamm) auf die gewünschte Länge kürzen . Durch die Reduzierung der Baumhöhe wird ein buschigeres Wachstum der unteren Äste gefördert.

Kann man einen Kirschbaum radikal kürzen?

Eine alte Süßkirsche schneiden Sie im Sommer, da Sie sie mitunter radikal zurückschneiden müssen. So verhindern Sie, dass sich der Fruchtbehang immer weiter an den Kronenrand verlagert und das Kronen Innere verkahlt. Lichten Sie die Krone aus und schneiden Sie die kräftigen Seitenäste stark zurück.

Wann soll man einen Kirschbaum nicht Schneiden?

Der Schnitt während der Vegetationszeit bremst das starke Wachstum und die Schnittstellen verheilen besser. Außerdem kann man Kirschen an hohen Bäumen so ganz bequem abernten. Grundsätzlich gilt: Fällt zu wenig Licht in die Krone, verkahlt sie von innen. Der Baumschnitt ist bis September möglich.

Was sind Augen beim Kirschbaum?

Schlafende Augen sind ruhende Knospen, die sich an den Trieben oder Ästen von Obstbäumen befinden. Sie sind oft nicht sofort sichtbar, da sie von der Rinde bedeckt sind, und bleiben mehrere Jahre inaktiv.

Wann sollte man Stecklinge von Kirschbäumen schneiden?

Sowohl Sauerkirschen als auch Süßkirschen lassen sich durch halbreife und verholzte Stecklinge vermehren. Halbreife Stecklinge werden im Sommer geschnitten, wenn das Holz noch etwas weich und teilweise ausgereift ist . Verholzte Stecklinge werden während der Ruhephase geschnitten, wenn das Holz hart und ausgereift ist.

Kann man Bäume in der Höhe kürzen?

Wer Bäume in der Höhe kürzen möchte, sollte genau wissen, an welchen Stellen geschnitten werden darf. Ein sogenannter „Kappschnitt“, also das Abschneiden ganzer Kronenteile, ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz in der Regel nicht erlaubt, da er die Baumstruktur zerstört.

Wie schneide ich einen Kirschsäulenbaum?

Um eine Säulenkirsche zu schneiden, kürzt man nach der Ernte im Sommer die langen Seitentriebe auf kurze "Zapfen" von 10–15 cm und entfernt schwache Triebe; Alternativ kann im frostfreien Winter (Januar bis März) ein Schnitt erfolgen, um das Wachstum zu begrenzen und die Säulenform zu erhalten. Wichtig ist, scharfes Werkzeug zu nutzen, nicht bei Nässe zu schneiden und immer knapp über einer nach außen oder unten zeigenden Knospe abzusetzen, um Krankheiten vorzubeugen.
 

Wie pflege ich einen Kirschbaum richtig?

Kirschbaum Pflege umfasst einen sonnigen Standort, gut durchlässigen Boden und eine ausgewogene Bewässerung ( Staunässe vermeiden), Düngung mit Kompost/Volldünger im Frühjahr sowie einen jährlichen Schnitt zur Formgebung (erstes Jahr nach Pflanzung) und Erhaltung, wobei junge Bäume im Winter vor Kälte geschützt werden müssen und auf Schädlingsbefall (z.B. Kirschfruchtfliege, Monilia) zu achten ist. 

Welche Äste sollte man beim Kirschbaum schneiden?

Mitteltrieb und Leitäste um ein Drittel einkürzen. Darauf achten, dass alle Leitäste etwa gleich lang sind und der Schnitt auf eine nach außen zeigende Blattknospe erfolgt. Zweige der Leitäste, die nach Innen wachsen, auf den Zapfen abschneiden.

Wann darf man Obstbäume nicht schneiden?

Man kann allerdings keinen zu groß gewordenen Baum auf Dauer durch Schnitte klein halten. Auch der Gesetzgeber bestimmt den Schnittzeitpunkt bei Obstgehölzen, denn generell sind sehr starke Rückschnitte in der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 30. September nicht zulässig.

Was ist der Buketttrieb bei der Kirsche?

Kirsche: Bei der Süßkirsche befinden sich die Blütenknospen an der Basis, der kräftigen Langtriebe. Diese sind dann seitlich fast nur mit Blattknospen versehen. Das wichtigste Fruchtholz der Süßkirsche ist hierbei der sogenannte Bukett-Trieb (Kranz aus Blütenknospen and den sich bildenden Kurztrieben).

Wie weit kann man einen Kirschbaum runterschneiden?

Schneiden Sie alle 2 bis 3 Jahre Triebe auf etwa 1/3 ihrer Länge zurück. Entfernen Sie in den nächsten 2 bis 3 Jahren die neuen Triebe. Dadurch erhält Ihr Baum einige sehr starke Äste. Kürzen Sie diese in den nächsten 3 bis 4 Jahren so, dass Fruchttriebe entstehen, die dann in den nächsten Sommern die Kirschen tragen.

Welche Fehler sind beim Obstbaumschnitt häufig?

Häufige Fehler beim Obstbaumschnitt sind zu starkes Einkürzen (fördert Wachstum statt Frucht), das Belassen von Aststümpfen, falscher Zeitpunkt (z.B. bei Frost oder Nässe), das Nicht-Entfernen von Wasserschossern und nach innen wachsenden Trieben sowie das Beschneiden von waagerechten, fruchttragenden Ästen. Auch unsaubere Werkzeuge und das Ignorieren der Astring-Methode können schaden. 

Wie kann ich einen Kirschbaum klein halten?

Um einen Kirschbaum klein zu halten, muss man ihn regelmäßig und strategisch schneiden, idealerweise im Sommer nach der Ernte, um ihn schlanker zu machen und die Ernte zu erleichtern. Wichtig ist, nicht zu radikal zu schneiden, um Wasserschosse zu vermeiden, sondern durch behutsames Zurücksetzen von Ästen und Auslichten der Krone über mehrere Jahre die Form zu halten, Licht ins Innere zu lassen und die Fruchtbildung zu fördern. Ein guter Schnitt führt zu leichterer Ernte und besseren Früchten. 

Wie weit darf man einen Baum zurückschneiden?

Man darf einen Baum nicht radikal bis auf den Stamm zurückschneiden, sondern sollte maximal 30 % der Krone pro Schnitt entfernen, um den Baum nicht zu gefährden, und immer nur bis zum Astkragen (Astring) schneiden, um Wundheilung zu ermöglichen; strenge Verbote gelten vom 1. März bis 30. September wegen des Vogelschutzes, außer bei Gefahr oder um Totholz zu entfernen; starke Rückschnitte sind nur im Herbst/Winter erlaubt, aber immer unter Beachtung der lokalen Baumschutzverordnungen und der korrekten Schnittführung. 

Kann man Obstbäume im März schneiden?

Der optimale Zeitpunkt für einen Gehölzschnitt bei Obstbäumen und -sträuchern ist im Februar/März sowie im Juli/August.

Kann man einen Kirschbaum kappen?

Eine der ersten Regel beim Kirschbaum Schneiden lautet: Senkrechte Triebe sind schlechte Triebe. Wachsen die Äste einmal kerzengerade in den Himmel, dann machen sie auch fast nichts anderes. Es bilden sich also kaum Knospen und Früchte. Kappe die Äste oder binde sie so, dass sie waagerechter wachsen.

Wie lange lebt ein Kirschbaum im Durchschnitt?

Ein Kirschbaum wird je nach Sorte unterschiedlich alt: Sauerkirschbäume leben oft nur 15–25 Jahre, während Süßkirschbäume bei guter Pflege 45–55 Jahre erreichen können, aber auch bis zu 100 oder sogar 150 Jahre alt werden können, besonders robuste Wildformen oder bei idealen Bedingungen. Die Lebensdauer hängt stark von der Pflege, dem Standort und Krankheiten ab.
 

Wie kann ich meinen Obstbaum klein halten?

Man kann nur Korrekturen vornehmen. Die Größe des Baumes bestimmt die Unterlage, sie bildet die Stammbasis und den Wurzelbereich. Die Obstsorte wird darauf veredelt und baut die Krone auf. Hochstämme brauchen starkwüchsige Unterlagen, auf schwachwüchsigen bleiben die Bäume klein.