Wie schaffe ich es freigestellt zu werden?
Gefragt von: Carlo Mack | Letzte Aktualisierung: 4. Februar 2026sternezahl: 4.7/5 (73 sternebewertungen)
Um freigestellt zu werden, müssen Sie entweder eine einvernehmliche Freistellung mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, oft durch einen Aufhebungsvertrag, oder bei berechtigtem Interesse (z.B. nach Kündigung für Bewerbungen) einen Anspruch geltend machen, wobei der Arbeitgeber meist zustimmen muss, wenn die Weiterbeschäftigung unzumutbar ist oder Auftragsmangel besteht, aber auch Gründe wie Pflegefälle, Weiterbildungen oder Elternzeit (gesetzlicher Anspruch) zählen. Sprechen Sie offen mit Vorgesetzten, um eine Lösung zu finden, da eine einseitige Freistellung durch den Arbeitgeber meist nur unter strengen Auflagen möglich ist.
Welche Gründe sind für eine Freistellung möglich?
Gründe für eine Freistellung sind vielfältig und reichen von gesetzlichen Ansprüchen (z.B. Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Bildungsurlaub), über betriebliche Anlässe (z.B. Wegfall des Arbeitsplatzes, Gefahr des Geheimnisverrats, betriebliche Umstrukturierung) bis hin zu Vereinbarungen bei Kündigungen, Aufhebungsverträgen oder unbezahltem Sonderurlaub für Stellensuche. Sie kann einseitig vom Arbeitgeber, einvernehmlich oder auf Wunsch des Arbeitnehmers erfolgen.
Was muss ich tun, um freigestellt zu werden?
Beispielhafte Gründe für eine Freistellung:
- Wunsch des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin: Urlaubsanspruch oder Zeit zur Stellensuche.
- Wunsch des Arbeitgebers: Verdächtigung eines Arbeitnehmers/einer Arbeitnehmerin einer Straftat.
- Pflege von Angehörigen: Arbeitnehmer:in muss nahen Angehörigen oder Kinder pflegen.
Kann der Arbeitgeber eine Freistellung verweigern?
Gibt es keine vertragliche Freistellungsklausel für den Arbeitgeber im Arbeitsvertrag, gilt der Grundsatz, dass ein Arbeitnehmer - außer für Urlaub - nur freigestellt werden darf, wenn er damit einverstanden ist.
Wie kann ich meinen Arbeitgeber um Freistellung bitten?
Die Freistellung kann einseitig vom Arbeitgeber angeordnet oder einvernehmlich von beiden beiden Parteien vereinbart werden. Der Arbeitgeber versucht sich durch die Freistellung zum Beispiel davor zu schützen, dass ein bereits gekündigter Mitarbeiter weitere Betriebsgeheimnisse erlangt oder den Betriebsablauf stört.
Was gilt bei einer Freistellung von der Arbeit? Welche Rechte haben Arbeitnehmer und Unternehmen?
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Welche Nachteile hat eine Freistellung?
Eine Freistellung hat weitere negative Folgen: Die Führungskraft wird von den Kommunikationswegen des Unternehmens abgeschnitten, er erfährt nicht mehr, was in seiner Abteilung geschieht und hat keinen Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten.
Wie viel Geld bekommt man bei einer Freistellung?
Bei einer Freistellung zahlt der Arbeitgeber in der Regel das Gehalt weiter, bis das Arbeitsverhältnis endet, da die Freistellung auf seine Veranlassung geschieht (z.B. nach Kündigung), aber es gibt auch unbezahlte Freistellungen (z.B. Sabbatical, Pflegezeit), wenn sie auf Wunsch des Arbeitnehmers vereinbart werden. Der Anspruch auf Lohn besteht, solange das Arbeitsverhältnis fortbesteht, aber es kann vertraglich geregelt werden, ob z.B. Urlaub abgegolten wird oder anderweitiger Verdienst angerechnet werden kann.
Was ist besser, Abfindung oder bezahlte Freistellung?
Eine Abfindung ist eine einmalige Abgeltung für den Verlust des Arbeitsplatzes, während eine bezahlte Freistellung bedeutet, dass der Arbeitnehmer vom Job entbunden wird, aber Lohn bis zum Vertragsende weitergezahlt wird; oft werden beide im Rahmen eines Aufhebungsvertrages kombiniert, um dem Arbeitnehmer Zeit zur Neuorientierung zu geben und gleichzeitig eine einvernehmliche Trennung zu erreichen, wobei die Abfindung steuerpflichtig ist und die Freistellung steuerliche Vorteile bieten kann, da sie das Arbeitslosengeld-Sperrzeit-Risiko mindert.
Ist eine Freistellung eine fristlose Kündigung?
Die Freistellungserklärung des Arbeitgebers ist nicht an eine bestimmte Form gebunden. Gerade Arbeitnehmer sollten aber auf eine schriftliche Erklärung bestehen, damit ihnen beim Wegbleiben vom Arbeitsplatz kein unentschuldigtes Fehlen vorgeworfen werden kann und eine fristlose Kündigung droht.
Wie beantrage ich eine Freistellung von der Arbeit?
Um eine Freistellung zu beantragen, erstellen Sie einen schriftlichen Antrag mit Grund, Zeitraum und ob bezahlt/unbezahlt, idealerweise mit 4 Wochen Vorlauf, und reichen ihn beim Arbeitgeber ein, wobei eine Genehmigung (oft schriftlich) für beide Seiten als Nachweis dient, da ein genereller Anspruch oft fehlt, aber bei besonderen Anlässen wie Vorstellungsgesprächen bestehen kann, während nach Kündigung oft eine einvernehmliche Vereinbarung getroffen wird.
Auf was muss man bei einer Freistellung achten?
Bei einer Freistellung müssen Sie unbedingt auf die Schriftform bestehen, den Unterschied zwischen widerruflicher und unwiderruflicher Freistellung kennen (Vergütungspflicht!), prüfen, ob Urlaub angerechnet wird, und Ihre Erreichbarkeit klären; bei Verdachtsmomenten oder unklarer Situation umgehend einen Anwalt für Arbeitsrecht konsultieren, um Ihre Rechte zu wahren und Sozialversicherungsfolgen zu vermeiden.
Wie formuliert man eine Freistellung von der Arbeit?
Muster für eine Freistellung von der Arbeit (oft nach Kündigung) beinhalten Formulierungen für widerrufliche (Arbeitgeber kann zurückrufen) und unwiderrufliche (endgültig) Freistellungen, meist mit Anrechnung von Resturlaub und Überstunden sowie der Bitte um Rückgabe von Firmeneigentum und der Beachtung von Wettbewerbsverboten, wobei die genaue Formulierung je nach Situation (Arbeitgeber/Arbeitnehmer) variiert und rechtlich genau sein muss.
Wird bei Freistellung das Gehalt weiter gezahlt?
Ja, eine Freistellung von der Arbeit ist oft bezahlt, da der Arbeitgeber die Lohnfortzahlungspflicht meist beibehält, besonders nach einer Kündigung, bis das Arbeitsverhältnis endet. Während der bezahlten Freistellung erhält der Arbeitnehmer sein Gehalt weiter, muss aber oft nicht mehr arbeiten. Es gibt jedoch auch unbezahlte Freistellungen (z.B. für Elternzeit) und Situationen, in denen der Lohn gekürzt werden kann, etwa bei eigener anderweitiger Arbeit.
Was ist eine einseitige Dienstfreistellung?
Was bedeutet Dienstfreistellung? Bei einer Dienstfreistellung verzichtet der Arbeitgeber auf die Erbringung der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer behält allerdings seinen Anspruch auf das Entgelt. Mit diesem Muster können Sie eine einseitige Freistellung aussprechen.
Was passiert mit Urlaubstagen bei Freistellung?
Bei einer Freistellung wird der Urlaub entweder angerechnet (dann ist er "verbraucht") oder der Anspruch bleibt bestehen und wird am Ende als Urlaubsabgeltung (Geldzahlung) ausgezahlt, wenn die Freistellung widerruflich ist oder der Arbeitgeber die Anrechnung nicht klar erklärt hat; der Arbeitnehmer erwirbt während der Freistellung weiterhin Urlaubsanspruch, aber bei unwiderruflicher Freistellung gilt der Urlaub als genommen und der Anspruch entfällt.
Kann man ohne Kündigung freigestellt werden?
Sie wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt? Eine einseitige Freistellung ohne Kündigung zur Verhandlung eines Aufhebungsvertrages ist nicht zulässig.
Kann ich nach meiner Kündigung um Freistellung bitten?
Bittet ein Arbeitnehmer um eine Freistellung nach eigener Kündigung, wird diese in der Regel unbezahlt sein, wenn der Arbeitgeber kein Interesse daran hat, dass der Arbeitnehmer bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht mehr auf der Arbeit erscheint.
Was passiert, wenn ich kündige und nicht mehr zur Arbeit gehe?
Wenn Sie nach der Kündigung einfach nicht mehr zur Arbeit gehen, verstoßen Sie gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten, was zu finanziellen Nachteilen (Schadensersatz, Vertragsstrafen), einer schlechten Zeugnisnote und Problemen bei der Agentur für Arbeit (Sperrzeit) führen kann; schlimmstenfalls droht eine fristlose Kündigung (wenn noch nicht wirksam) oder ein Schadensersatzanspruch durch den Arbeitgeber, da Sie Ihre Kündigungsfrist nicht einhalten.
Kann man während der Freistellung einen neuen Job anfangen?
Ja, bei einer unwiderruflichen Freistellung können Sie grundsätzlich einen neuen Job anfangen, auch wenn Sie noch Lohn vom alten Arbeitgeber beziehen, aber Sie müssen den Arbeitsvertrag, insbesondere Wettbewerbs- und Nebentätigkeitsklauseln, prüfen und dürfen der Konkurrenz nicht schaden; bei widerruflichen Freistellungen besteht oft Abrufbereitschaft und die Annahme eines neuen Jobs ist problematisch. Achten Sie auf Anrechnungsregelungen im alten Vertrag, die einen Teil des neuen Gehalts verrechnen können, und melden Sie die neue Tätigkeit dem alten Arbeitgeber, falls eine Sprinterklausel existiert.
Hat eine Freistellung Nachteile?
Unwiderrufliche Freistellung Nachteile
Nachteile kann eine unwiderrufliche Freistellung sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber haben. Für den Arbeitgeber ist die Freistellung nachteilig, da er keine Arbeitsleistung vom Arbeitnehmer erhält, trotzdem aber den vollen Lohn zahlen muss.
Was muss im Aufhebungsvertrag stehen, um keine Sperrzeit zu bekommen?
Damit Sie im Falle eines Aufhebungsvertrags eine Sperre beim Arbeitsamt vermeiden, müssen Sie wichtige Beweggründe nachweisen, wie zum Beispiel eine drohende, betriebsbedingte Kündigung oder gesundheitliche Probleme. Auch eine Verkürzung der Sperrfrist ist in einigen Fällen möglich.
Wann muss man sich arbeitslos bei einer Freistellung melden?
Bei unwiderruflicher Freistellung müssen Sie sich sofort arbeitssuchend melden, wenn der Wegfall der Beschäftigung in weniger als drei Monaten bekannt wird; andernfalls spätestens drei Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses, um Sperrzeiten zu vermeiden. Die eigentliche Arbeitslosmeldung muss dann am ersten Tag der tatsächlichen Arbeitslosigkeit (Ende der Gehaltszahlung/Beschäftigung) erfolgen.
Was sind Gründe für eine bezahlte Freistellung?
bezahlte oder unbezahlte, widerrufliche oder unwiderrufliche Freistellung. Gründe können u. a. Elternzeit, Pflege von Angehörigen, Störungen im Betrieb (wie Stilllegung), Vertrauensverlust, Weiterbildung oder unbezahlter Urlaub sein.
Ist man bei bezahlter Freistellung krankenversichert?
Bei einer bezahlten Freistellung sind Arbeitnehmer weiter über den Arbeitgeber krankenversichert bis zum Ende der Kündigungsfrist.
Kann ich trotz Freistellung in Frührente?
Kann er trotzdem schon eine gesetzliche Frührente beziehen, neben dem Gehalt in der Freistellung? Die Antwort vom WiWo Coach, Rentenberater Markus Vogts: Es spricht in Ihrem Fall grundsätzlich nichts dagegen, eine Frührente parallel zum Gehalt in der Freistellung zu beziehen.
Haben Sprotten Schuppen?
Was darf Verpächter?