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Wie richtig Armieren?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Domenico Neuhaus B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2026
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Richtig armieren bedeutet, eine Armierungsmasse mit einer Zahnkelle aufzutragen, das Armierungsgewebe faltenfrei einzubetten (mind. 10 cm Überlappung), es mit einer weiteren dünnen Schicht Mörtel zu überdecken und glatt abzuziehen, wobei an Ecken eine zusätzliche Diagonalarmierung für Stabilität sorgt. Wichtig sind die richtige Schichtdicke (ca. 6-8 mm), das Einhalten der Überlappungen und das Vermeiden von Falten. YouTube +4

Welche Dicke sollte Armierungsputz haben?

Beim Armierungsputz ist die richtige Dicke unabdingbar. Diese entscheidet nämlich, ob und inwiefern der Armierungsputz auch wirkt. Im Allgemeinen wird eine Schichtstärke von etwa 5 bis 10 Millimetern empfohlen. So kann der Putz eine stabilisierende Funktion erfüllen und ist gleichzeitig nicht zu schwer.

Wie glatt muss Armierung sein?

ARMIEREN DER FLÄCHE Grundsätzlich ist auf eine ausreichende Überlappung des HECK AGG (Armierungsgewebe fein) an Stößen und Schnittstellen zu achten (mindestens 10 cm). Das Armierungsgewebe muss bei Armierungs-Schichtdicken bis 4 mm mittig und größer 4 mm im oberen Drittel der Armierungsschicht liegen.

Wie lange muss eine Armierung trocknen?

Die Gewebebahnen werden dabei mit einer Überlappung von 10 cm an allen Stoßbereichen mit anderen Bahnen, Gewebeeckwinkel, etc. eingebettet. Nach Abschluss der Fassadensanierung muss der Spachtel mindestens 4 Tage komplett durchtrocknen.

Wie wird Armierungsgewebe angebracht?

Armierungsgewebe wird in eine frische Putz- oder Spachtelschicht eingebettet, indem es faltenfrei verlegt und mit einer Zahnkelle angedrückt wird, sodass es vollständig bedeckt ist (im oberen Drittel der Schicht), ohne sichtbar zu bleiben, wobei Bahnen sich immer um ca. 10 cm überlappen müssen, um Risse zu verhindern. Für Ecken empfiehlt sich eine Diagonalarmierung mit zusätzlichen Streifen, um Stabilität zu gewährleisten.
 

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Wie stark kann man Armierung auftragen?

Für einen besseren Halt kann der Putz oder Mörtel vorher mit einer Zahnkelle durchkämmt werden. Die gesamte Armierungsschicht sollte insgesamt eine Dicke zwischen 3 und 4 cm haben. Bevor die eigentliche Putzschicht aufgetragen werden kann, muss die Unterschicht gemäß den Herstellerangaben trocknen.

Wie dämme ich eine Außenwand richtig?

Eine Außenwand dämmt man am besten mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS), indem man Dämmplatten (z.B. aus Polystyrol, Mineralwolle) von außen auf die Wand klebt und dübelt, überputzt und armiert, oder mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade; alternativ kann man bei Hohlräumen eine Einblasdämmung nutzen; wichtig ist die Einhaltung der Energieeinsparverordnung (GEG) und das Einholen von Förderungen vorab.
 

Was kommt nach der Armierung?

Nach der Armierung kannst du dich entscheiden, wie du deinen Sockel gestalten möchtest. Beispielsweise mit einem Filzputz oder Mosaikputz. Nach der Fertigstellung und Trocknung der Endbeschichtung muss abschließend noch der Feuchteschutz aufgetragen werden.

Wie lange warten bis Putz reiben?

Der Putz muss vor dem Reiben ein wenig antrocknen, darf jedoch nicht zu stark getrocknet sein. Bei einem Mineralputz fangen Sie mit dem Strukturieren an, wenn die Putzoberfläche nicht mehr glänzt, aber noch nicht hell(er) geworden ist – das ist üblicherweise nach 10-15 Minuten der Fall.

Welche Zahnkelle zum Armieren?

Die Brillux Zahnkelle 3749 ist rostfrei und stirn- und längsseitig gezahnt. Verwendet werden kann sie unter anderem für die Ausbildung der Armierungsschicht mit WDVS Pulverkleber oder WDVS Klebe- und Armierungsmörtel L 3500 mit einer Schichtstärke von ca. 4 mm.

Kann man Armierungsgewebe auf alten Putz verwenden?

Ja, Armierungsgewebe ist ideal für alten Putz, um Risse zu verhindern und die Haftung zu verbessern, indem es in eine Schicht Armierungsmörtel eingebettet wird, idealerweise „nass-in-nass“, wobei das Gewebe im oberen Drittel des Mörtels liegen muss, um Spannungen aufzunehmen und verschiedene Materialien zu entkoppeln, was eine langlebigere Oberfläche schafft. Zuerst den Untergrund prüfen, lose Teile abschlagen und dann das Gewebe faltenfrei einbetten und mit einer weiteren Schicht Mörtel überziehen.
 

Warum Gewebe beim Verputzen?

Es besteht häufig aus Glasfasern oder Textilien, die in ein Netzgewebe eingewebt sind. Dieses Gewebe wird zwischen die Putzschichten gelegt und sorgt so für zusätzliche Stabilität. Damit hilft das Armierungsgewebe, Risse zu verhindern, die durch Spannungen im Putz entstehen können.

Ist Kleb- und Armierungsmörtel wasserdicht?

Wie die meisten Klebe- und Armierungsmörtel ist der Klebespachtel Allround wasserabweisend (Wc2), aber nicht wasserdicht.

Kann ich Armierungsmörtel als Oberputz verwenden?

Ja, Armierungsmörtel kann als Oberputz verwendet werden, besonders nach dem Einbetten von Armierungsgewebe, um eine rissfeste, stabile und langlebige Oberfläche zu schaffen. Er wird oft als vielseitiger Werkmörtel genutzt, der Kleben, Armieren und das Filzen einer Oberflächenstruktur ermöglicht, ist elastisch, diffusionsoffen und für innen sowie außen geeignet.
 

Wie viel cm Putz maximal?

Die optimale Putzdicke hängt in erster Linie von der Putzart ab. Die Dicke des klassischen Putzes sollte 15 mm, maximal 20 mm betragen. Der gängigste Gipsputz wird so verlegt, dass die Schicht maximal 30 mm beträgt, bei Kalk-Zement-Putz sollte die Dicke 40 mm betragen.

Wann Armierungsputz filzen?

Je nach Temperatur und Saugverhalten kannst du nach ca. 3-5 Stunden mit dem Filzen beginnen. Diese Angaben können durch die diversen Baustellenbedingungen nur ein Richtwert sein. Beim Filzen mit der feinen, angefeuchteten Schwammscheibe soll der Putz nicht mehr schmieren.

Was kostet es, eine 100 qm Wand zu verputzen?

Als Preise pro Quadratmeter für den vollständigen Innenputz sollten Sie demnach mindestens Kosten zwischen 30 Euro und 56 Euro einkalkulieren, zuzüglich der Kosten für das Verputzender Decke. Für den vollständigen Außenputz sollten Sie also Kosten zwischen 50 Euro und80 Euro in Ihr Budget einplanen.

Warum ist das Filzen beim Verputzen wichtig?

Putz wird gefilzt, um eine glatte, homogene und ästhetisch ansprechende Oberfläche zu schaffen, die auch die Haftung für weitere Beschichtungen verbessert, wie z. B. Vliestapeten, und eine natürliche Feuchtigkeitsregulierung ermöglicht. Durch das Bearbeiten mit einem Filzbrett werden die obersten Putzpartikel verdichtet, wodurch die Wand eine feine, leicht körnige oder glatte Textur erhält und gleichzeitig atmungsaktiv bleibt.
 

Kann ein Laie eine Wand verputzen?

Die gängigsten Putze für Innenräume sind Gips- und Kalkputze, die sich auch von Laien gut verarbeiten lassen, wohngesund und dabei sehr erschwinglich sind.

Wie bringe ich Armierungsgewebe an?

Um Armierungsgewebe anzubringen, trägt man zuerst eine Schicht Armierungsmörtel auf, bettet das faltenfrei verlegte Gewebe (mit 10 cm Überlappung) darin ein (nass in nass) und zieht eine zweite Schicht Mörtel darüber, bis das Gewebe vollständig bedeckt ist, um Risse zu verhindern, besonders an Ecken (Diagonalarmierung) oder Übergängen verschiedener Materialien. 

Welchen Mörtel für Armierung?

Armierungsmörtel, auch als Armierungsputz, Klebemörtel oder Einbettungsmörtel bekannt, wird zur Verstärkung von Putzschichten verwendet. Der Mörtel besteht aus Sand, Wasser und Bindemitteln wie Kalk, Zement oder Kunstharz, der die Robustheit erhöht.

Kann ich meine Fassade auf alten Putz neu verputzen?

Ja, eine Fassade kann auf alten Putz neu verputzt werden, wenn der Untergrund tragfähig ist; vorher muss die Fläche gereinigt, lose Teile entfernt, Löcher gefüllt und bei Bedarf Armierungsgewebe eingearbeitet sowie grundiert werden, um Risse zu vermeiden und eine dauerhafte Haftung zu gewährleisten. Die richtige Vorbereitung ist entscheidend: Tragen Sie bei stark saugenden Untergründen oder nach Ausbesserungen einen Tiefengrund oder eine Haftbrücke auf, bevor Sie den neuen Putz auftragen. 

Warum nicht mit Styropor dämmen?

Aber ungeeignet ist Polystyrol, da es keine schalldämmenden Eigenschaften hat, für die Dämmung von Trennwänden zwischen Häusern oder Räumen. Polystyrol verrottet zwar nicht, ist aber nicht unverwüstlich. Direkte, starke und lang anhaltende Sonneneinstrahlung kann das Material spröde machen.

Kann ich meine Fassade mit altem Putz dämmen?

Ja, eine Fassadendämmung lässt sich auf alten Putz aufbringen, wenn dieser tragfähig, eben und sauber ist; ansonsten müssen lose Teile entfernt und Unebenheiten ausgeglichen werden, bevor ein WDVS (Wärmedämmverbundsystem) mit Dämmplatten, Kleber und Armierungsmörtel aufgebracht wird, wobei gesetzliche Vorgaben weniger streng sind, wenn der Altputz erhalten bleibt, aber eine fachgerechte Untergrundprüfung (Hohlstellen, Tragfähigkeit) unerlässlich ist.
 

Was tun gegen kalte Außenwände?

Gegen kalte Außenwände helfen kurzfristig Heizkörperfolie hinter dem Heizkörper und das richtige Lüften/Heizen, langfristig sind jedoch eine fachgerechte Innendämmung (z.B. mit Klimavlies oder speziellen Dämmplatten) oder eine Außendämmung die effektivsten Lösungen, um die Wandflächen durchgehend zu erwärmen und Wärmeverluste sowie Schimmel vorzubeugen.
 

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