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Wie rechne ich ambulante Operationen ab?

Gefragt von: Ute Unger MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 30. Mai 2026
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Die Abrechnung ambulanter Operationen erfolgt über den ** Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM)** für gesetzlich Versicherte, basierend auf dem OPS-Code des Eingriffs, wobei Zuschläge (z.B. nach GOÄ-Nrn. 442-445 für den Aufwand) und spezielle Kostenträgerverträge (z.B. § 115b SGB V) die Vergütung bestimmen, wobei die höchstbewertete Operation zählt und Zuschläge nicht addiert werden.

Wie wird ambulantes Operieren abgerechnet?

Die Abrechnung des ambulanten Operierens in Deutschland erfolgt primär nach § 115b SGB V über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), wobei der AOP-Katalog die durchführbaren Eingriffe festlegt und die Vergütung von Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen verwaltet wird. Es gibt spezielle GOPs (Gebührenordnungspositionen) im EBM, teils mit Zuschlägen für Aufwand (z. B. GOP 31233), sowie separate Abrechnungsmöglichkeiten für Sachkosten oder Zuschläge wie Schweregradzuschläge (seit 2025) oder längere Nachbeobachtungen. 

Wie wird eine ambulante Behandlung im Krankenhaus abgerechnet?

Die ambulante Abrechnung im Krankenhaus ist komplex und erfolgt je nach Leistungstyp unterschiedlich: Für spezielle ambulante Operationen und Eingriffe (AOP) wird meist der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) genutzt, oft über Quartalspauschalen oder Einzelleistungen abgerechnet, primär durch die zuständige Kassenärztliche Vereinigung. Bei bestimmten Behandlungen (z.B. Notfälle, spezielle Ambulanzen) kann direkt mit den Krankenkassen abgerechnet werden, teilweise nach dem EBM oder der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) (GOÄ bei Privatpatienten). Moderne Ansätze sind auch Hybrid-DRGs für Ein-Tages-Fälle, die direkt mit dem Versicherer abgerechnet werden. 

Was kostet eine ambulante OP?

Ein ambulant erbrachte Vollnarkose, die bis zu einer Stunde dauert, kostet in etwa 300-400 Euro. Wer das für teuer hält, sollte sich folgendes bewusst machen: Eine Narkose außerhalb des Krankenhauses kann bzw. darf nur von einem Facharzt bzw.

Wann muss ich 88115 abrechnen?

Die Pseudo-Ziffer 88115 wird abgerechnet, wenn Sie als weiterbehandelnder Arzt Begleit- oder Nachsorgeleistungen im Rahmen einer ambulanten Operation (§ 115b SGB V) erbringen; sie markiert einen neuen Schein für diese extrabudgetären Leistungen, die mit dem Operateur koordiniert werden, und erfordert die Angabe des Operationsdatum sowie des OPS-Codes auf dem Überweisungsschein des Chirurgen und Ihrem Abrechnungsschein. Sie müssen die 88115 auf dem Schein anlegen, um die extrabudgetäre Vergütung zu erhalten, wenn Sie Leistungen wie Vorbereitung, Sonographie oder postoperative Betreuung erbringen, die im AOP-Katalog aufgeführt sind. 

Voraussetzungen für ambulante Operationen

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Wie hoch ist der Hygienezuschlag für ambulante Operationen?

Die Höhe der Zuschläge richtet sich unter anderem nach dem Aufwand der Sterilisation der Instrumente und nach der Dauer der Operation. Dadurch gibt es insgesamt 66 Zuschläge, deren Spanne von 3,34 Euro bis 62,18 Euro reicht. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und damit für jeden Eingriff in voller Höhe.

Wie wird ambulant abgerechnet?

Diese ambulanten Leistungen der Krankenhäuser werden entweder direkt durch die Krankenkassen vergütet oder über die jeweils zuständige Kassenärztliche Vereinigung, wobei entweder der für niedergelassene Ärzte entwickelte EBM Vergütungsgrundlage ist oder eine Vergütung auf Landesebene bzw. Ortsebene vereinbart wurde.

Was zählt als ambulante Operation?

Eine ambulante OP ist ein operativer Eingriff, bei dem der Patient am selben Tag wieder nach Hause entlassen wird und sich in seiner gewohnten Umgebung erholt, anstatt stationär im Krankenhaus aufgenommen zu werden. Diese Art der Operation ist dank moderner, schonender Techniken wie der minimal-invasiven Chirurgie möglich geworden und findet oft in speziellen Tageskliniken oder Praxiskliniken statt, wobei die Nachsorge meist durch den Hausarzt erfolgt.
 

Was sind OPs-Ziffern?

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel ( OPS ) ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen. Das BfArM gibt den OPS im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit heraus, er ist gemeinfrei.

Was ist der ambulante Operieren-Vertrag nach § 115 b SGB V?

Der sog. AOP-Vertrag (Vertrag nach § 115 b Abs. 1 SGB V - Ambulantes Operieren und stationsersetzende Eingriffe im Krankenhaus) soll dazu dienen, einheitliche Rahmenbedingungen zur Durchführung ambulanter Operationen und stationsersetzender Eingriffe im niedergelassenen Bereich und im Krankenhaus zu schaffen.

Wie werden Kassenpatienten abgerechnet?

Kassenpatienten erhalten in der Regel keine direkte Rechnung vom Arzt, da die Leistungen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden (Sachleistungsprinzip). Sie haben jedoch ein Recht auf eine Quittung über die abgerechneten Leistungen (§ 305 Abs. 2 SGB V). Eine Rechnung wird nur fällig, wenn Sie IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) in Anspruch nehmen oder eine Privatbehandlung wählen (mit vorheriger schriftlicher Vereinbarung). 

Warum gilt der Grundsatz ambulant vor stationär?

In Deutschland werden viele Patientinnen und Patienten stationär behandelt, obwohl sie auch ambulant versorgt werden könnten. Das ist nicht nur deutlich teurer, sondern bindet ohnehin knappe Ressourcen in Krankenhäusern. Die KBV setzt sich deshalb dafür ein, dass hierzulande der Grundsatz gilt: ambulant vor stationär.

Wie hoch ist die Eigenbeteiligung?

Gesetzlich Versicherte können sich von der Zuzahlungspflicht befreien lassen, wenn die individuelle Belastungsgrenze erreicht ist. Die persönliche Belastungsgrenze beträgt 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke gilt: 1 Prozent der Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.

Welche Zuschläge gibt es für ambulante Operationen?

Für die Anwendung eines Operationsmikroskops kann bei ambulanten operativen Leistungen der Zuschlag gem. der GOÄ-Nr. 440 (23,31 €) abgerechnet werden. Wie alle anderen Zuschläge darf auch dieser nicht gesteigert werden.

Was muss ich bei einer ambulanten Operation beachten?

Für ambulante Operationen sind die gleichen Regeln einzuhalten wie bei großen stationär durchgeführten Eingriffen:

  • Nüchternheit mindestens sechs Stunden.
  • Kein Nikotingenuss für die gleiche Zeitspanne.
  • Schmuck und Piercings vorher entfernen.

Was kostet eine OP als Selbstzahler?

Die Kosten für private Operationen variieren stark je nach Eingriff, Klinik und Arzt, können aber von wenigen hundert Euro für kleinere Eingriffe bis zu vielen tausend Euro (z.B. Herz-OPs über 100.000 €) reichen, wobei die Abrechnung über die private Krankenversicherung (PKV) oder als Selbstzahler erfolgt und oft nach dem 3,5-fachen GOÄ-Satz berechnet wird, inklusive Chefarztbehandlung und Ein-Bett-Zimmer, falls gewünscht. 

Wie werden OPS abgerechnet?

Abrechnungsgrundlage für alle Operationen und sonstigen Eingriffe des AOP-Katalogs ist – gemäß den Bestimmungen des Paragrafen 115b SGB V – der EBM. Die im AOP-Katalog hinterlegten Eingriffe können somit auch von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten zulasten der GKV abgerechnet werden.

Was ist ein OPS-Rechner?

Ein Einschubcomputer OPS ist die perfekte Lösung, um interaktive Displays, Whiteboards oder Präsentationssysteme ohne zusätzlichen Kabelaufwand in leistungsfähige Computer zu verwandeln. Im SchulIT.

Was bedeutet der OPS-Code 8-930?

OPS-Code: 8-930 Monitoring von Atmung, Herz und Kreislauf: Monitoring von Atmung, Herz und Kreislauf ohne Messung des Pulmonalarteriendruckes und des zentralen Venendruckes.

Welche OPs gehen ambulant?

Zahlreiche Operationen, die früher nur in Krankenhäusern durchgeführt wurden, können ambulant erfolgen. Dazu zählen einfache Eingriffe an den Gelenken, zum Beispiel dem Kniegelenk oder dem Sprunggelenk, sowie einfache, wenig komplexe Eingriffe der Handchirurgie oder der Fußchirurgie.

Was bedeutet ambulante Chirurgie?

Heutzutage können immer mehr Operationen unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Ambulant heißt, Sie kommen morgens zur Operation in unsere Klinik und können im Laufe des Tages wieder nach Hause in Ihre gewohnte Umgebung zurückkehren.

Was zählt als Operation?

Definition. Eine Operation ist ein mit Hilfe von medizinischen Instrumenten durchgeführter, chirurgischer Eingriff in den Organismus unter Verletzung der körperlichen Integrität ("invasiv") zu Zwecken der Heilung oder Forschung.

Wie hoch ist die Vergütung für ambulante Operationen?

GKV-Spitzenverband

Die Honorarerhöhung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2024. Die zusätzliche Vergütung fließt in Form von Zuschlägen auf ambulante Operationsleistungen, die sich je nach Art und Schwere des Eingriffs zwischen 3,34 Euro und 62,18 Euro bewegen.

Wie wird ein Kassenpatient abgerechnet?

Kassenpatienten erhalten in der Regel keine direkte Rechnung vom Arzt, da die Leistungen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden (Sachleistungsprinzip). Sie haben jedoch ein Recht auf eine Quittung über die abgerechneten Leistungen (§ 305 Abs. 2 SGB V). Eine Rechnung wird nur fällig, wenn Sie IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) in Anspruch nehmen oder eine Privatbehandlung wählen (mit vorheriger schriftlicher Vereinbarung).