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Wie oft kann man eine Knochenmarkspende erhalten?

Gefragt von: Frau Prof. Swetlana Brinkmann MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 14. August 2026
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Man kann grundsätzlich bis zu zweimal Knochenmark- oder Stammzellspenden geben, meist für denselben Patienten bei einem Rückfall, aber auch für andere, wobei Spenderdatei-Organisationen (wie die DKMS) darauf achten, die Belastung gering zu halten. Eine erneute Spende ist möglich, weil sich Stammzellen schnell regenerieren, aber die Gesundheit des Spenders steht im Vordergrund. Nach einer ersten Spende wird man oft für eine zweite für den gleichen Patienten „reserviert“, um die Chancen zu wahren.

Wie oft darf man Knochenmark spenden?

Man kann grundsätzlich mehrfach Stammzellen spenden, aber in der Praxis sind meist maximal zwei Spenden pro Person möglich, da die Gesundheit des Spenders geschützt werden soll und die Stammzellen sich innerhalb weniger Wochen regenerieren. Die erste Spende kann für einen Patienten sein, bei einem Rückfall kann eine Zweitspende für denselben Empfänger notwendig werden, was jedoch nur selten vorkommt. Spender werden oft für einen bestimmten Patienten „reserviert“ und nach zwei Jahren für neue Spenden freigeschaltet, um Mehrfachspenden zu vermeiden. 

Warum darf man ab 61 keine Stammzellen spenden?

Die Daten der Spender werden bei Erreichen des 61. Geburtstag automatisch aus dem Register gelöscht. Gewisse Erkrankungen schließen jedoch eine Spende aus. Hierdurch wird sichergestellt, dass für Spender und Patient durch eine Spende kein erhöhtes Risiko besteht.

Wie viel Geld bekommt man, wenn man Knochenmark spendet?

Gibt es bei einer Stammzellenspende Geld als Entschädigung? Nein, für eine Knochenmarks- bzw. Stammzellenspende wird kein Geld gezahlt. Allerdings werden mit der Spende verbundene Kosten erstattet, wie etwa Verdienstausfall, Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung.

Wie hoch ist die Chance, Stammzellenspender zu werden?

Die Chance, tatsächlich Stammzellspender zu werden, liegt nach Registrierung bei etwa 1 % bis 3 %, da viele Spender nicht als genetischer Zwilling für einen Patienten benötigt werden, aber dennoch ein wichtiger Teil der Datei sind und die Spenderbereitschaft hoch ist; dennoch finden immer noch etwa 10 % der Patienten keinen passenden Spender, weshalb mehr Registrierungen wichtig sind. 

Kurz erklärt: Wie funktioniert eine Stammzellenspende?

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Wie hoch ist die Überlebenschance nach einer Stammzellenspende?

Fünf- und Zehn-Jahres-Daten. Die Wahrscheinlichkeit, fünf und zehn Jahre nach der Stammzelltransplantation leukämiefrei zu leben, betrug nach Angaben der Onkologen 86 Prozent und 76 Prozent. Die kumulative Rezidiv-Inzidenz lag nach fünf Jahren bei 11 Prozent und nach zehn Jahren schließlich bei 16 Prozent.

Welches Organ wird am häufigsten gespendet?

Die Niere ist das am häufigsten transplantierte Organ.

Wie schmerzhaft ist eine Stammzellenspende?

Eine Stammzellspende ist nicht direkt schmerzhaft, da die zwei Hauptmethoden unterschiedlich ablaufen: Die moderne Blutstammzellspende ist schmerzfrei, verursacht aber grippeähnliche Symptome durch Medikamente; die seltenere Knochenmarkspende wird unter Vollnarkose durchgeführt, sodass man währenddessen nichts spürt, danach aber Schmerzen an der Einstichstelle hat, ähnlich wie bei einer Prellung. Der Schmerz bei der Blutspende (Gliederschmerzen, Kopfschmerzen) lässt sich gut mit Schmerzmitteln behandeln, während der Druckschmerz nach der Knochenmarkspende nach wenigen Tagen verschwindet. 

Warum Stammzellenspende nur bis 40?

Es ist medizinisch erwiesen, dass die Stammzellen jüngerer Spender oder Spenderinnen im Körper des Patienten besser anwachsen und die Heilungschancen ungleich höher sind. Deshalb bevorzugen Transplanteure jüngere Spender.

Kann man mit 70 Jahren noch Stammzellen Spenden?

Nein, mit 70 Jahren kann man nicht mehr für eine Registrierung zur Stammzellspende in Deutschland in Betracht gezogen werden, da die Neuregistrierung nur bis 55 Jahre möglich ist und die Daten mit 61 Jahren aus dem Register gelöscht werden, um Risiken für Spender und Empfänger auszuschließen, aber als bereits registrierter Spender kann man bis 61 spenden, wobei der Fokus auf allgemeiner Gesundheit liegt. 

Bei welchen Erkrankungen kann man keine Stammzellen Spenden?

Ausschlusskriterien

  • Gewicht. unter 50 kg. ...
  • Atemwegserkrankungen. z. ...
  • Empfänger*innen von Organtransplantation oder Fremd-Gewebe-Transplantation. ...
  • Erkrankungen des Blutes, des Blutgerinnungssystems oder der Blutgefäße. ...
  • Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. ...
  • Erkrankungen des Immunsystems. ...
  • Hormonbehandlungen. ...
  • Infektionserkrankungen.

Wer kommt nicht für eine Stammzelltransplantation in Frage?

Ihr Arzt wird Ihren Gesundheitszustand und Ihr Alter berücksichtigen. Menschen, die für eine Stammzelltransplantation geeignet sind, sind in der Regel jünger als 70 Jahre, haben keine anderen Erkrankungen wie Herzkrankheiten oder Diabetes und verfügen über eine normale Nieren- und Leberfunktion .

Ist Knochenmark Spenden gesund?

Das gesundheitliche Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das allgemeine Risiko, das mit jedem chirurgischen Eingriff einhergeht (Infektion, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen).

Wächst Knochenmark nach, wenn man es spendet?

Wächst Knochenmark nach? Die kurze Antwort: Ja! Ihr Körper regeneriert sowohl periphere Blutstammzellen als auch Knochenmark auf natürliche Weise innerhalb weniger Wochen nach Ihrer Spende.

Kann man auch 250 ml Blut spenden?

Bei einer Blutspende werden 450 bis 500 ml Blut entnommen. Einen Verlust mit bis zu 15% des Blutvolumens innerhalb von 5 bis 10 Minuten kann ein gesunder Mensch ohne klinische Symptome verkraften. Bei einer 50 kg wiegenden Person liegt das Blutvolumen bei 3300 ml, 15% sind demnach 495 ml.

Welche Blutgruppe darf nicht spenden?

Wer die Gruppe AB- besitzt, darf auch nur Blutspenden von Rhesus-negativen Personen erhalten: AB-, A-, B- und 0-. Menschen mit der Gruppe 0+ können nur an Rhesus-positive Menschen spenden: AB+, A+, B+ und 0+. Sie selbst vertragen die Blutgruppen 0+ und 0-.

Kann ein Alkoholiker Stammzellenspender sein?

Nein. Wir nehmen keine Spenden von Personen an, die unter Alkoholeinfluss stehen . Ein Rauschzustand beeinträchtigt Ihre Fähigkeit, den Spenderfragebogen und die Spendererklärung zu verstehen und zu beantworten, sowie die Fähigkeit Ihres Körpers, die Blutentnahme zu tolerieren.

Kann man als Kiffer Stammzellen spenden?

Alkohol. Medikamente. Drogen (der gelegentliche Konsum von Cannabis/Marihuana stellt keinen Ausschlussgrund dar, bei regelmäßigem Konsum erfolgt ein dauerhafter Ausschluss)

Welche Nachteile hat eine Stammzellenspende?

Nachteile der Stammzellspende sind für Spender meist kurzfristige, grippeähnliche Symptome (Knochen-/Muskelschmerzen, Kopfschmerzen) durch Medikamente (G-CSF), vorübergehende Müdigkeit nach Entnahme und bei Knochenmarkspende das Narkose- sowie Wundrisiko, während beim Empfänger Risiken wie die Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit (GvHD) und verzögerte Blutbildung bestehen, die aber oft durch Medikamente gemindert werden. 

Was ist der Unterschied zwischen Stammzellenspende und Knochenmarkspende?

Was ist eine Stammzellspende und was ist eine Knochenmarkspende? Bei einer Stammzellspende werden blutbildende Stammzellen übertragen, um das erkrankte Knochenmark eines Menschen zu ersetzen. Die Stammzellen können aus dem Blut (periphere Stammzellspende) oder aus dem Knochenmark (Knochenmarkspende) gewonnen werden.

Ändert sich die Blutgruppe nach einer Knochenmarktransplantation?

Wenn Spender und Empfänger unterschiedliche Blutgruppen haben, wird sich die Blutgruppe des Empfängers nach der Knochenmarktransplantation mit der Zeit in die des Spenders verändern . Das kann einige Wochen oder sogar Monate dauern, aber es wird geschehen.

Welches Organ wird am seltensten gespendet?

Welches Organ wird am seltensten gespendet? Am seltensten finden Transplantationen des Darms statt. So wurden in Deutschland im Jahr 2024 lediglich zwei Darmtransplantationen durchgeführt.

Welches Organ wird am häufigsten abgelehnt?

Chronische Abstoßungsreaktionen haben sehr unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Organe. Fünf Jahre nach der Transplantation sind 80 % der Lungentransplantate , 60 % der Herztransplantate und 50 % der Nierentransplantate betroffen, während Lebertransplantate nur in 10 % der Fälle betroffen sind.

Wer ist am ehesten ein Organspender?

Frauen sind häufiger Lebendorganspenderinnen als Männer , und eine Erklärung dafür ist, dass sie möglicherweise anfälliger für subtilen Druck sind.

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