Wie oft kann man eine Herzablation machen?
Gefragt von: Herr Dr. Eckhard Lindner | Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2026sternezahl: 4.7/5 (34 sternebewertungen)
Eine Herzablation kann grundsätzlich mehrmals wiederholt werden, wenn Vorhofflimmern zurückkehrt, wobei die Häufigkeit von Faktoren wie Alter, Dauer der Rhythmusstörung und dem individuellen Ansprechen abhängt; oft sind 1-3 Eingriffe nötig, um langfristig Erfolg zu haben, besonders bei länger bestehendem Vorhofflimmern. Je nach Situation können auch kombinierte Verfahren (chirurgisch und katheterbasiert) zum Einsatz kommen, um hartnäckige Fälle zu behandeln, was eine individuelle Entscheidung des Spezialistenteams erfordert.
Wie oft kann man eine Ablation machen lassen?
Eine Ablation kann durchaus wiederholt werden, oft sind sogar mehrere Eingriffe nötig, da sich das Gewebe erholen kann oder neue Rhythmusstörungen auftreten, insbesondere bei länger bestehendem Vorhofflimmern, wobei die Erfolgswahrscheinlichkeit sinkt, je älter man ist und je länger die Störung besteht. Es gibt keine feste Obergrenze, aber die Entscheidung hängt von der individuellen Situation und dem Erfolg früherer Eingriffe ab, wobei eine erfolgreiche Erst-Ablation oft Jahre lang beschwerdefrei hält.
Was tun, wenn die Ablation nicht erfolgreich war?
Wenn eine Ablation nicht hilft, gibt es mehrere Wege: eine erneute Ablation (Redo-Eingriff) ist oft möglich, auch komplexere Ablationsstrategien (z. B. mit zusätzlichen Läsionen) können versucht werden. Wichtig ist auch die Optimierung der Lebensstilfaktoren (Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Gewicht) und die medikamentöse Therapie (Rhythmus- oder Frequenzkontrolle) sowie ergänzende Methoden wie Mind-Body-Medizin (Yoga, Tai-Chi), bis hin zu Herztransplantation bei schwerstem Herzversagen.
Ist es möglich, nach einer Ablation erneut Herzrhythmusstörungen zu haben?
Ja, Herzrhythmusstörungen (oft Vorhofflimmern) können nach einer Ablation wieder auftreten, weil das vernarbte Gewebe heilt und Lücken entstehen lässt, die Störimpulse durchlassen; das ist nicht ungewöhnlich (ca. 30-50% Rezidive, je nach Art des Flimmerns), kann aber durch eine zweite Ablation oder Medikamente behandelt werden. Frühe Rückfälle sind oft entzündungsbedingt, spätere deuten auf eine unvollständige Ablation hin, was eine weitere Prozedur notwendig macht, um die Erfolgsaussichten zu verbessern.
Wie gefährlich ist eine Herzablation?
Eine Herzverödung (Ablation) ist ein sicheres Verfahren mit geringem Risiko, aber wie jeder Eingriff birgt sie seltene Komplikationen wie Blutungen, Infektionen oder Gefäßverletzungen; ernste Komplikationen wie Schlaganfall oder Herzbeutelerguss sind sehr selten, aber möglich, wobei die Risiken je nach Art der Herzrhythmusstörung variieren, weshalb eine ausführliche Aufklärung durch den Kardiologen wichtig ist.
Vorhofflimmern: Wie funktioniert eine Katheterablation?
37 verwandte Fragen gefunden
Wie hoch ist die Lebenserwartung nach einer Ablation?
Die Lebenserwartung nach einer Herzablation ist bei erfolgreicher Behandlung sehr gut, da die Ablation das Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle und Herzschwäche senken kann, obwohl die Langzeitergebnisse von individuellen Faktoren abhängen; viele Patienten leben jahrelang symptomfrei, aber gelegentliche Rückfälle und erneute Ablationen sind möglich, daher ist eine gute Nachsorge entscheidend, um die Prognose zu optimieren und eine vergleichbare Lebenserwartung wie bei herzgesunden Menschen zu erreichen.
Was ist die häufigste Todesursache bei Vorhofflimmern?
Häufigste Ursachen waren dabei Herzinsuffizienz (15,1%) und plötzlicher Herztod (12,1%). Nur 3,9% aller Todesfälle standen in Zusammenhang mit zerebrovaskulären Ereignissen.
Ist eine Ablation ein schwerer Eingriff?
Eine Ablation bei Vorhofflimmern ist ein minimal-invasiver Eingriff, der dazu dient, Vorhofflimmern dauerhaft zu stoppen oder deutlich zu verbessern. Sie ist für Menschen geeignet, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken oder die sich eine langfristige, medikamentenfreie Lösung wünschen.
Warum habe ich immer wieder Herzrhythmusstörungen?
Ursachen und Risikofaktoren
In vielen Fällen liegt eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zugrunde, z.B. Bluthochdruck, ein Herzinfarkt, eine Herzklappenerkrankung oder Herzinsuffizienz. Eine mögliche Ursache sind auch Störungen des Hormonhaushalts. Herzrhythmusstörungen könne auch bei jungen und gesunden Menschen auftreten.
Wie lange braucht das Herz, um sich nach einer Ablation zu erholen?
Die Heilung des Herzgewebes nach der Ablation dauert etwa drei Monate. Während dieser Zeit sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen üblich, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass der Herzrhythmus stabil bleibt.
Wann ist eine Ablation nicht sinnvoll?
Bei älteren Patienten mit länger bestehendem Vorhofflimmern und einer Herzkrankheit ist die langfristige Heilungsrate niedriger und liegt eher im Bereich von 50-60%. Bei sehr lange bestehendem Vorhofflimmern ist die Heilungschance so gering, dass eine Ablation nicht mehr sinnvoll ist.
Wie hoch ist die Erfolgsquote bei einer Ablation?
Die Erfolgsquote der Katheterablation variiert je nach Art der Herzrhythmusstörung, liegt aber oft bei 60–80 % nach einem Eingriff und kann durch Wiederholungen auf 80–90 % (Vorhofflimmern) oder mehr gesteigert werden, wobei akutere Fälle (anfallsartiges Vorhofflimmern) höhere Erfolgschancen haben (bis zu 90 % akut, über 60 % langfristig bei Kammertachykardien). Die Erfolgsrate hängt stark von der Vorerkrankung ab, ist aber besser als Medikamente, erfordert aber oft eine Wiederholung und langfristige Nachsorge.
Wie lange müssen nach der Ablation Blutverdünner eingenommen werden?
Nach der Ablationsbehandlung ist eine Blutverdünnung für mindestens 3 Monate notwendig, um das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln im Herzen zu verringern.
Was kann ich tun, wenn eine Ablation nicht hilft?
Wenn eine Ablation nicht hilft, gibt es mehrere Wege: eine erneute Ablation (Redo-Eingriff) ist oft möglich, auch komplexere Ablationsstrategien (z. B. mit zusätzlichen Läsionen) können versucht werden. Wichtig ist auch die Optimierung der Lebensstilfaktoren (Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Gewicht) und die medikamentöse Therapie (Rhythmus- oder Frequenzkontrolle) sowie ergänzende Methoden wie Mind-Body-Medizin (Yoga, Tai-Chi), bis hin zu Herztransplantation bei schwerstem Herzversagen.
Wie hoch ist die Sterberate bei einer Katheterablation?
Die Sterberate nach einer Katheterablation ist generell niedrig, aber stark vom individuellen Risikoprofil abhängig; Studien zeigen teils sogar eine verringerte Mortalität im Vergleich zur medikamentösen Therapie, besonders bei Patienten mit Herzschwäche, während bei jungen, gesunden Patienten die Erfolgsraten hoch (60-90%) sind und Komplikationen seltener auftreten. Das größte Risiko besteht bei Vorerkrankungen, wobei Fachwissen und Fallzahlen des Behandlers die Komplikationsrate beeinflussen.
Kann man mit Herzrhythmusstörungen alt werden?
Ja, man kann mit Herzrhythmusstörungen alt werden, denn viele sind harmlos und beeinträchtigen die Lebenserwartung nicht, besonders wenn sie gut behandelt werden und keine weiteren Herzerkrankungen bestehen. Wichtig ist eine genaue Abklärung durch einen Arzt, da es auch lebensbedrohliche Formen gibt, die sofort behandelt werden müssen, um Komplikationen wie Schlaganfälle oder Herzversagen zu verhindern.
Sind tägliche Herzrhythmusstörungen gefährlich?
Vorübergehende und leichte Formen von Herzrhythmusstörungen bleiben meist folgenlos und bedürfen keiner Behandlung. Langfristig können Herzrhythmusstörungen jedoch das Herz schwächen. Bei der häufigsten Form der Herzrhythmusstörung, dem Vorhofflimmern, staut sich das Blut im Vorhof des Herzens.
Wie lange kann Herzstolpern nach einer Ablation auftreten?
Herzstolpern nach einer Ablation ist in den ersten Wochen bis Monaten normal, da das Herzgewebe heilt (Narbenbildung), was zu vorübergehenden Rhythmusstörungen führen kann, die meist von selbst wieder verschwinden. Die volle Heilung dauert etwa 3 Monate, in denen Nachsorgeuntersuchungen wichtig sind, aber bei anhaltenden starken Beschwerden kann eine erneute Ablation oder Medikamentenanpassung nötig werden.
Können Herzrhythmusstörungen von der Psyche kommen?
Ja, die Psyche kann definitiv Herzrhythmusstörungen auslösen, besonders durch Stress, Angst oder starke Emotionen, die Stresshormone wie Adrenalin freisetzen und das vegetative Nervensystem aktivieren, was zu Herzrasen, Herzstolpern oder unregelmäßigem Schlag führen kann, oft harmlos, aber bei chronischen Problemen ein Risikofaktor, der ärztliche Abklärung erfordert, um ernstere Herzerkrankungen auszuschließen, so Herzmedizin.de, Helios Gesundheit, Dr. med. Nicolai Schineis, Privatklinik Jägerwinkel und Deutsche Herzstiftung e.V.. Das „Broken-Heart-Syndrom“ (Takotsubo-Kardiomyopathie) ist eine extreme Form, die durch massiven Stress ausgelöst wird und eine bedrohliche Herzfunktionsstörung darstellt.
Wie viele Herzablationen sind möglich?
Im Durchschnitt sind etwa zwei Katheterablationen üblich, die Anzahl ist jedoch nicht wirklich begrenzt . In seltenen Fällen sind fünf oder sechs Ablationen gerechtfertigt, dies ist aber äußerst selten.
Wie oft kann man eine Ablation machen?
Eine Ablation kann mehrmals wiederholt werden, da sich Gewebe erholen oder neue Rhythmusstörungen auftreten können, besonders bei länger bestehendem Vorhofflimmern, wobei die Erfolgschance oft von der Erfahrung des Arztes und dem individuellen Fall abhängen; bei Bedarf ist ein weiterer Eingriff ("Redo-Ablation") möglich, um den Erfolg zu sichern oder die Behandlung zu vervollständigen, so swiss-ablation.com, NDR.de und Herzmedizin.de.
Was ist besser, Ablation oder Medikamente?
Ablation von Vorhofflimmern
Die Katheterablation von Vorhofflimmern verhindert Vorhofflimmerrezidive effektiver als eine medikamentöse antiarrhythmische Therapie (9, 14, 44, 45). Zudem wird nach Katheterablation eine bessere Lebensqualität erzielt als unter Antiarrhythmikatherapie (44, 45, 46).
Kann zu wenig trinken Vorhofflimmern auslösen?
Ja, unzureichende Flüssigkeitszufuhr (Dehydration) kann Vorhofflimmern auslösen oder begünstigen, da sie den Körper stresst, den Mineralstoffhaushalt stören und das Herz-Kreislauf-System belasten kann, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann; daher ist es wichtig, ausreichend zu trinken, idealerweise 1,5 Liter oder mehr pro Tag an Wasser und ungesüßten Tees, besonders bei Vorhofflimmern.
Wie führt Vorhofflimmern zum Tod?
Herzinsuffizienz tritt auf, wenn das Herz nicht genügend Blut pumpen kann, um den Bedarf des Körpers zu decken. Bei Vorhofflimmern schlägt das Herz schnell und unregelmäßig. Die Vorhöfe füllen sich nicht ausreichend mit Blut oder pumpen es nicht richtig aus. Dadurch muss das Herz stärker arbeiten, der Herzmuskel wird geschwächt und es kommt zu Herzinsuffizienz .
Wie kündigt sich plötzlicher Herztod an?
Anzeichen für einen drohenden plötzlichen Herztod sind oft ** Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder Ohnmacht**, aber es kann auch ohne Vorwarnung eintreten. Im akuten Moment kommt es zu plötzlicher Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und fehlendem Puls. Sofortiges Handeln ist entscheidend: Notruf 112 wählen und mit der Herzdruckmassage beginnen.
Wie kann ich mir Süßes abgewöhnen?
Wie gut ist der Pool von Aldi?