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Wie nennt man Menschen mit Kontrollzwang?

Gefragt von: Bernhard Reimer  |  Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026
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Menschen, die alles kontrollieren wollen, nennt man umgangssprachlich Kontrollfreaks oder Kontrollzwanghafte, was auf eine psychologische Tendenz zur Kontrollsucht oder eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung hinweisen kann, die sich durch übermäßigen Drang nach Perfektion und Ordnung äußert. In Beziehungen können sie als herrschsüchtig auftreten, oft verbunden mit Narzissmus, da sie Macht über andere ausüben wollen und wenig Freiraum lassen.

Wie nennt man Menschen, die alles kontrollieren?

Menschen, die alles kontrollieren wollen, nennt man umgangssprachlich Kontrollfreaks oder Kontrollzwanghafte, was auf eine psychologische Tendenz zur Kontrollsucht oder eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung hinweisen kann, die sich durch übermäßigen Drang nach Perfektion und Ordnung äußert. In Beziehungen können sie als herrschsüchtig auftreten, oft verbunden mit Narzissmus, da sie Macht über andere ausüben wollen und wenig Freiraum lassen.
 

Wie nennt man einen Kontrollzwang?

Was ist Kontrollzwang? Unter Kontrollzwang versteht man eine Form der Zwangsstörung (engl. Obsessive Compulsive Disorder, kurz OCD), was eine schwere psychische Störung ist.

Wie nennt man zwanghaftes Verhalten?

Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) Zwangsstörungen sind durch Zwangsvorstellungen, Zwangshandlungen oder beides gekennzeichnet. Zwangsvorstellungen sind wiederkehrende, anhaltende, unerwünschte, beängstigende, aufdringliche Ideen, Vorstellungen oder Triebimpulse.

Was steckt hinter Kontrollzwang?

Menschen, die an einem Kontrollzwang leiden, haben ständig Angst, Katastrophen zu verschulden. Sie befürchten, durch Fahrlässigkeit einen Brand, eine Überschwemmung oder einen Einbruch verursacht zu haben. Andere haben den Gedanken, einen Menschen überfahren zu haben, ohne es zu merken.

Zwangsstörung: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten | AOK

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Wie Verhalten sich kontrollsüchtige Menschen?

Kontrollsüchtige Menschen verspüren den inneren Zwang, über alles und jeden bestimmen zu müssen — was in einer Gruppe nicht möglich ist, weshalb sie es bevorzugen, ein Einzelgänger zu sein. Ist das nicht möglich, versuchen Kontrollfreaks, in der Gruppe die Führung zu übernehmen.

Welche Psychologie steckt hinter Kontrolle?

In der Psychologie bezeichnet Kontrolle die Fähigkeit oder die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeit, sich selbst, andere, die eigenen Lebensumstände, die Umwelt oder sonstige Gegebenheiten zu beeinflussen . Die Kontrolle über sich selbst oder andere kann sich auf die Regulierung von Emotionen, Gedanken, Handlungen, Impulsen, Erinnerungen, Aufmerksamkeit oder Erfahrungen erstrecken.

Was ist ein zwanghafter Persönlichkeitstyp?

Die anankastische bzw. zwanghafte Persönlichkeitsstörung ist eine psychische Störung, bei der ein hohes Maß an Ordnung, Perfektion und Kontrollstreben auf Kosten von Flexibilität, Aufgeschlossenheit und Effizienz angestrebt werden.

Was kann man gegen Kontrollzwang tun?

Gegen Kontrollzwang hilft vor allem eine professionelle psychotherapeutische Behandlung, insbesondere die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition, um Ängste auszuhalten und Rituale zu vermeiden; zusätzlich unterstützen können Selbsthilfe durch Atemtechniken, Achtsamkeit, Stressmanagement und das bewusste Setzen von Grenzen und Vertrauen. Medikamente (SSRIs) können bei Bedarf unterstützend eingesetzt werden, doch der Kern liegt in der Therapie, die Ursachen zu verstehen und Bewältigungsstrategien zu lernen. 

Welche Menschen neigen zu Zwangsstörungen?

Eine familiäre Häufung wurde mehrfach beobachtet, so leiden 3 bis 12% der Verwandten ersten Grades (Geschwister, Eltern oder Kinder) ebenfalls an einer Zwangserkrankung, zwischen 8 und 30% zeigen zumindest gewisse Zwangssymptome oder zwanghafte Verhaltensweisen.

Wie gehe ich mit Menschen mit Kontrollzwang um?

Versuchen Sie dem Betroffenen immer wieder deutlich zu machen, dass Sie seine Zwangssymptome – und nicht ihn oder sie als Person – zurückweisen. Zwänge entstehen nicht dadurch, dass jemand etwas falsch gemacht hat. Geben Sie deshalb möglichst weder sich – noch dem Betroffenen – die Schuld an der Störung.

Welche Persönlichkeitsstörung ist manipulativ?

Die Hauptstrategien von Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung sind Manipulation und Täuschung, mit dem Ziel, einen persönlichen Vorteil oder ein persönliches Vergnügen zu erlangen (z.B. Sex, Geld oder Macht). Außerdem neigen die betroffenen Personen zu aggressivem und reizbarem Verhalten.

Sind Narzissten kontrollsüchtig?

Ja, Narzissten sind oft stark kontrollsüchtig, weil sie versuchen, ihre unsichere Grandiosität und ihr instabiles Selbstwertgefühl zu schützen, indem sie ihr Umfeld manipulieren und dominieren. Diese Kontrolle dient dazu, ihre Macht zu sichern, Partner an sich zu binden und zu verhindern, dass andere ihre vermeintliche Überlegenheit in Frage stellen. 

Welche 4 Typen von Narzissmus gibt es?

Narzissmus wird oft in vier Haupttypen unterteilt, die sich in ihrer Offenheit und Tiefe unterscheiden: der grandiose (offene) Narzisst, der dominant und überheblich wirkt; der vulnerable (verdeckte/fragile) Narzisst, der unsicher ist, aber nach Bewunderung giert; der maligne Narzisst, der zusätzlich zu narzisstischen Zügen antisoziale und aggressive Tendenzen zeigt; und oft wird auch der exhibitionistische Narzisst (nahe dem grandiosen) oder der amoröse Narzisst als eigener Typ genannt, der sich verführerisch gibt. Diese Typen beschreiben unterschiedliche Verhaltensweisen, die alle auf einem fragilen Selbstwertgefühl basieren. 

Ist Kontrollzwang eine Persönlichkeitsstörung?

Ein ausgeprägter Kontrollzwang verursacht daher einen erheblichen Leidensdruck. Diese Form der Zwangsstörung bezieht sich auf die Kontrolle von Gegenständen. Ein zwanghaftes Verhalten, das sich auf die Kontrolle über andere Menschen bezieht, weist eher auf eine Persönlichkeitsstörung hin.

Welche 5 Schwächen haben Narzissten?

Fünf zentrale Schwächen von Narzissten sind: mangelnde Empathie (Unfähigkeit, die Gefühle anderer zu teilen), < !nav>fehlende Selbstreflexion (Unfähigkeit zur Selbstkritik), die < !nav>unstillbare Gier nach Bewunderung, die < !nav>Unfähigkeit, konstruktive Kritik anzunehmen (was oft zu Wut führt) und die starke < !nav>Abhängigkeit von Status und äußeren Bestätigungen, da ihr Selbstwertgefühl fragil ist. Diese Schwächen machen sie anfällig für Frustration, Konflikte und eine oberflächliche Lebensführung, da sie emotionale Tiefe und echtes Verständnis meiden. 

Was ist das berühmteste Zitat über Angst?

Angst ist keine gute Ratgeberin bei Entscheidungen.

Ein Held, der keine Angst hat, braucht keinen Mut. Die Angst ist eine ständige Begleiterin. Ohne Angst lebt kein Grenzgänger lange. Die Angst ist die andere Hälfte von Mut.

Welches Bedürfnis steckt hinter der Kontrolle?

Das Bedürfnis nach Kontrolle und Selbstbestimmung ist sogar eines unserer Grundbedürfnisse. Wir möchten eigene Entscheidungen treffen können, was vollkommen in Ordnung ist. Zum Problem wird unser Kontrollbedürfnis erst, wenn wir zu viel kontrollieren und uns dadurch nicht mehr entspannen können.

Was sind das für Menschen, die andere ständig kontrollieren?

Wie funktioniert Gaslighting? Häufig manipulieren Menschen, die wenig Empathie besitzen und sich selbst über andere stellen. Soziopathische und narzisstische Persönlichkeiten neigen eher zum Gaslighten. Das Ziel der manipulierenden Person ist es, die Gedanken, Gefühle und Handlungen des Opfers zu kontrollieren.

Was ist der gefährlichste Persönlichkeitstyp?

Der maligne oder bösartige Narzissmus wird von Experten als die gefährlichste Form angesehen. Diese Typen kombinieren narzisstische Züge mit antisozialen Verhaltensweisen und können extrem manipulativ und rachsüchtig sein. Laut Geo Wissen neigen maligne Narzissten oft zu körperlicher und psychischer Gewalt.

Wie nennt man Menschen, die ständig diskutieren?

Solche Menschen heißen auch "Talkaholics". Und häufig ist ihnen nicht bewusst, dass ihr ununterbrochener Redefluss andere stören kann. Denn mitunter sendet das Gegenüber ein falsches Signal.

Woher kommt eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung?

Die Ursachen einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung sind komplex und oft eine Mischung aus Genetik, frühen Erfahrungen (strengen, kontrollierenden Eltern) und psychologischen Faktoren wie Perfektionismus, die das Bedürfnis nach Kontrolle und Regeln fördern, da grundlegende Bedürfnisse nach Autonomie und Zuneigung oft vernachlässigt wurden, was zu starren Denk- und Verhaltensmustern führt, die durch hohe Ansprüche und Angst vor Fehlern aufrechterhalten werden. 

Wie merke ich, ob ich einen Psychologen brauche?

Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme. Auch immer wiederkehrende Probleme mit nahestehenden Menschen, zwischenmenschliche Probleme im Arbeitsbereich oder mit der Leistung in der Arbeit, können solche Hinweise sein.

Was bedeutet Kontrolle in der Psychologie?

In der Psychologie ist Kontrolle ein vielschichtiges Konzept, das die Fähigkeit beschreibt, das eigene Verhalten, die Umgebung oder Ergebnisse zu beeinflussen, zu steuern und zu regulieren, um Ziele zu erreichen, wobei es zwischen externer Kontrolle (Einfluss der Umwelt) und interner Selbstkontrolle (Selbstregulierung) unterscheidet. Es geht um das Gefühl der Wirksamkeit, um Planbarkeit und Sicherheit, aber auch um die Fähigkeit, Versuchungen zu widerstehen (Selbstkontrolle). 

Was können Psychologen diagnostizieren?

Diagnostik Psychologie: Einsatz und Bedeutung

Gemessen werden dabei unter anderem kognitive Fähigkeiten, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Reaktionszeit, emotionale Stabilität, soziale Kompetenzen oder berufsspezifische Eignungskriterien.