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Wie merkt man dass man Parodontitis hat?

Gefragt von: Siglinde Göbel  |  Letzte Aktualisierung: 6. April 2026
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Parodontitis-Symptome sind oft erst spät deutlich, beginnend mit rotem, geschwollenem Zahnfleisch, das leicht blutet (oft beim Zähneputzen), anhaltendem Mundgeruch, Rückgang des Zahnfleischs, freiliegenden Zahnhälsen, empfindlichen Zähnen und manchmal Eiterbildung sowie lockeren Zähnen, die sich verschieben können. Eine frühzeitige Diagnose durch den Zahnarzt ist wichtig, da die Entzündung oft schleichend verläuft und im fortgeschrittenen Stadium zu Knochenverlust führt.

Was sind die ersten Anzeichen von Parodontitis?

Die ersten Anzeichen für eine Parodontitis sind geschwollenes, blutendes und gerötetes Zahnfleisch sowie Mundgeruch (Halitosis). Mit zunehmender Knochenschädigung lockern sich die Zähne und verändern ihre Position, was Schmerzen beim Kauen hervorruft. Häufig neigen sich die Schneidezähne nach vorne.

Woher weiß ich, ob ich Parodontose habe?

Parodontitis erkennen Sie an Zahnfleischbluten, Rötung, Schwellung, Mundgeruch, zurückgehendem Zahnfleisch (längere Zähne), empfindlichen Zahnhälsen, Eiterbildung und lockeren Zähnen; oft beginnt es schleichend, daher sind regelmäßige Zahnarztbesuche zur PSI-Messung wichtig, um die tiefen Zahnfleischtaschen zu entdecken, bevor die Zähne wackeln, warnt die DAK-Gesundheit, die von der DG PARO bestätigt werden.
 

Wie fängt Parodontitis an?

Das Anfangsstadium einer Parodontose (Parodontitis) zeigt sich oft durch Zahnfleischbluten beim Putzen, gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch und empfindliche Zahnhälse, da die Zahnfleischränder sich leicht zurückziehen. Da diese Anzeichen oft mild sind und keine Schmerzen verursachen, werden sie häufig ignoriert, obwohl die Entzündung bereits den Zahnhalteapparat angreift. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch den Zahnarzt sind entscheidend, um das Fortschreiten zu stoppen.
 

Was sind die Symptome einer leichten Parodontitis?

Eine leichte Parodontitis ist eine frühe Zahnfleischentzündung, oft durch Plaque verursacht, die sich durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten zeigt und bei guter Mundhygiene gestoppt, aber meist nicht vollständig geheilt werden kann. Wichtig ist der sofortige Zahnarztbesuch zur professionellen Reinigung, um die Entzündung durch gründliches Putzen, Zahnseide/Interdentalbürsten und regelmäßige Kontrollen zu stoppen und ein Fortschreiten zu verhindern.
 

Wie erkennt man eine Parodontitis?

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Was tötet Parodontitis-Bakterien ab?

Parodontitis-Bakterien werden durch eine Kombination aus professioneller Zahnreinigung (PZR), gezielten antibakteriellen Mitteln wie Chlorhexidin oder Lasertherapie, Antibiotika (bei schweren Fällen) und unterstützenden Maßnahmen wie speziellen Mundspülungen und gesunder Ernährung bekämpft, um die Bakterien im Zahnfleisch unter dem Zahnfleischrand zu reduzieren und das gesunde Bakterienmilieu wiederherzustellen, wie von Zahnarzt Dr. Rick beschrieben. 

In welchem Alter tritt Parodontitis auf?

Parodontitis ist eine altersabhängige Erkrankung, die mit dem Alter häufiger wird und oft ab 30 Jahren beginnt, aber besonders stark nach dem 40. Lebensjahr zunimmt; bei über 75-Jährigen sind bis zu 90 % betroffen, da das Immunsystem schwächer wird, die Abwehrkräfte sinken und Vorerkrankungen wie Diabetes das Risiko erhöhen. Kinder sind selten betroffen, können aber bei genetischer Veranlagung oder schlechter Hygiene ebenfalls eine aggressive Form entwickeln. 

Was fehlt dem Körper bei Parodontitis?

Bei Parodontitis fehlt dem Körper vor allem die Fähigkeit, die schädlichen Bakterien effektiv zu bekämpfen, da eine chronische Entzündung das Bindegewebe und den Kieferknochen zerstört, was zu Zahnlockerung und -verlust führt. Der Körper leidet auch unter einem Mangel an bestimmten Nährstoffen, die wichtig für die Immunabwehr und Heilung sind, wie z.B. Vitamin C, Vitamin D, Folsäure, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren, da diese oft nicht ausreichend aufgenommen werden.
 

Kann man eine Parodontitis stoppen?

Man kann Parodontose (Parodontitis) stoppen, indem man eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen lässt, um Bakterien und Zahnstein tief unter dem Zahnfleisch zu entfernen, kombiniert mit konsequenter häuslicher Mundhygiene (Zähneputzen, Zahnseide, Interdentalbürsten) und einer gesunden Lebensweise (Nichtrauchen, vitaminreiche Ernährung). Ziel ist es, die Entzündung zum Stillstand zu bringen, da eine vollständige Heilung oft nicht möglich ist.
 

Was ist die Vorstufe der Parodontitis?

Die Vorstufe der Parodontitis ist die Gingivitis, eine reine Zahnfleischentzündung, die durch Plaque-Bakterien verursacht wird und sich durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten äußert, aber noch heilbar ist, da Knochen und Zahnhalteapparat nicht betroffen sind; bleibt die Gingivitis unbehandelt, kann sie zu einer Parodontitis fortschreiten, bei der der gesamte Zahnhalteapparat (Knochen, Fasern) geschädigt wird und Zähne wackeln und verloren gehen können. 

Wie fühlt sich Parodontitis an?

Parodontitis fühlt sich oft zuerst wie eine harmlose Zahnfleischentzündung an: gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, das beim Zähneputzen leicht blutet und einen schlechten Atem verursacht; später kommt es zu empfindlichen Zahnhälsen, Zahnfleischrückgang (längere Zähne), Eiter und Schmerzen beim Kauen, bis hin zu lockeren Zähnen und Zahnverlust. Da die Erkrankung oft schmerzarm beginnt, wird sie häufig erst spät erkannt, wenn bereits der Zahnhalteapparat geschädigt ist.
 

Ist Parodontitis im Blut nachweisbar?

Bei der Parodontitis ist eben auch der Kieferknochen selbst entzündet. Erreger und Entzündungsstoffe sind im Blut nachweisbar.

Ist Parodontitis heilbar?

Nein, eine Parodontitis ist in der Regel nicht vollständig heilbar, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt; aber sie ist sehr gut behandelbar, kann gestoppt werden, um weiteren Zahnverlust zu verhindern, und erfordert lebenslange Nachsorge und konsequente Mundhygiene, um die Entzündung in Schach zu halten. Früherkennung und frühzeitige Behandlung verbessern die Erfolgsaussichten erheblich.
 

Wie testet man Parodontitis?

Bei einer Kontrolluntersuchung untersuchen Zahnärzte und Zahnärztinnen die Zähne, das Zahnfleisch und den Mund insgesamt. Unter anderem kann bei einer Routineuntersuchung der sogenannte Parodontale Screening-Index (PSI) bestimmt werden.

Wie oft sollte man bei Parodontitis die Zähneputzen?

Bei Parodontitis müssen Sie mindestens zweimal täglich gründlich Zähne putzen (mindestens zwei Minuten) und täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten reinigen, um Bakterien zu entfernen und die Entzündung zu stoppen. Nach einer abgeschlossenen Behandlung sind zusätzlich regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (PZR) alle 3 bis 6 Monate entscheidend, um Rückfälle zu verhindern.
 

Was sollte man nicht essen bei Parodontitis?

Bei Parodontitis sollten Sie Zucker, harte/klebrige Speisen, stark Gewürztes, sehr Heißes/Kaltes, Scharfes und entzündungsfördernde Fette (wie in Wurst, rotem Fleisch) meiden, da diese die Entzündung verstärken und das Zahnfleisch reizen; auch Nikotin ist schädlich. Stattdessen sind weiche, vitaminreiche (A, C, E) Lebensmittel wie gedünstetes Gemüse und Fisch (Omega-3) empfehlenswert, um die Heilung zu fördern.
 

Was tötet Parodontitis-Bakterien?

Parodontitis-Bakterien werden durch eine Kombination aus professioneller Zahnreinigung (PZR), gezielten antibakteriellen Mitteln wie Chlorhexidin oder Lasertherapie, Antibiotika (bei schweren Fällen) und unterstützenden Maßnahmen wie speziellen Mundspülungen und gesunder Ernährung bekämpft, um die Bakterien im Zahnfleisch unter dem Zahnfleischrand zu reduzieren und das gesunde Bakterienmilieu wiederherzustellen, wie von Zahnarzt Dr. Rick beschrieben. 

Wie schmerzhaft ist eine Parodontitisbehandlung?

Ist eine Parodontosebehandlung schmerzhaft? So eine Behandlung findet in der Regel mit lokaler Betäubung statt. Da der Zahnarzt bis zur Oberfläche der Zahnwurzel vordringen muss, erhalten Sie eine Betäubungsspritze an den entsprechenden Stellen. So spüren Sie keine Schmerzen während der Behandlung.

Was passiert bei unbehandelter Parodontitis?

Wenn man Parodontitis nicht behandelt, schreitet die Entzündung voran, was zum Abbau des Kieferknochens und der Zahnhaltefasern führt, die Zähne sich lockern und letztlich ausfallen können. Dies verursacht Schmerzen, Zahnfleischrückgang, Mundgeruch und Eiterbildungen. Systemisch erhöht eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, rheumatische Erkrankungen und Schwangerschaftskomplikationen.
 

Was ist der Auslöser für Parodontitis?

Parodontose (Parodontitis) wird hauptsächlich durch Bakterien im Zahnbelag verursacht, die eine Zahnfleischentzündung auslösen, die sich bei unzureichender Mundhygiene ausbreitet und zu Knochen- sowie Gewebeabbau führt; Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, Stress, genetische Veranlagung, Hormonumstellungen und ein geschwächtes Immunsystem beschleunigen den Prozess, wobei auch schlechte Ernährung oder mechanische Reize eine Rolle spielen können.
 

Ist Milch gut für Parodontitis?

Schon länger wird vermutet, dass neben einer guten Zahnhygiene auch Milch und Milchprodukte zu gesunden Zähnen beitragen. So konnten Wissenschaftler nachweisen, dass ein höherer Milchkonsum mit geringerem Parodontitis-Risiko in Verbindung steht.

Was kann ich selbst gegen Parodontitis tun?

Gegen Parodontitis können Sie selbst durch konsequente, gründliche Mundhygiene (Zähneputzen, Zahnseide, Interdentalbürsten), gesunde Ernährung (entzündungshemmend), Rauchstopp, Stressreduktion und regelmäßige professionelle Zahnreinigung viel tun, um die Erkrankung einzudämmen und vorzubeugen, auch wenn sie eine zahnärztliche Behandlung nicht ersetzt. Spezielle Mundspülungen, Ölziehen oder z.B. Salzwasser können unterstützend wirken, aber die Basis ist die tägliche Pflege und zahnärztliche Kontrolle.
 

Wie sieht beginnende Parodontitis aus?

Typische Parodontitis-Symptome sind: Ein gerötetes und/oder geschwollenes Zahnfleisch, blutendes Zahnfleisch, Schmerzen an den betroffenen Stellen, freiliegende und empfindliche Zahnhälse beziehungsweise Rückgang des Zahnfleisches, Mundgeruch und schlechter Geschmack im Mund, lockere Zähne und Zahnverlust.

Kann man durch Parodontitis Zähne verlieren?

Ja, Parodontitis führt zu Zahnverlust, da die chronische Entzündung den Kieferknochen und die Fasern zerstört, die den Zahn halten, was ihn locker macht und schließlich zum Ausfall führt – die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen, die oft schleichend beginnt und unbehandelt Zähne und sogar die allgemeine Gesundheit gefährdet.
 

Wann müssen bei Parodontose die Zähne raus?

Fortgeschrittene Parodontitis: Zähne aus Schmerzen ziehen

Es kann in akuten Entzündungsphasen allerdings zu Eiterungen und starken Schmerzen kommen. Häufig werden in dieser Phase Zähne gezogen. (Mit)verantwortlich für die Schmerzen sind starke Lockerungen der Zähne (bedingt durch Knochenabbau).