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Wie merke ich ob Muttermund geöffnet ist?

Gefragt von: Hanno Sander  |  Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2026
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Anzeichen für die Öffnung des Muttermundes sind der Abgang des Schleimpfropfens (klar bis blutig), ein tieferes Absenken des Bauches, verstärkter Druck auf Blase und Becken ("Baby-Tropfen"), sowie das Einsetzen von regelmäßigen, stärker werdenden Wehen, die in Rücken und Unterbauch ausstrahlen und nicht durch Bewegung verschwinden. Manche spüren die Öffnung direkt, andere nicht, aber der Schleimpfropf und zunehmende Wehen sind deutliche Hinweise auf die bevorstehende Geburt.

Wie merke ich, dass mein Muttermund sich öffnet?

Wenn der Schleimpfropf gegen Ende der Schwangerschaft abgeht, kann das mit einer leichten Blutung einhergehen. Man nennt diesen Vorgang deshalb auch „Zeichnen“. Der Muttermund beginnt nun langsam, sich zu verkürzen und zu öffnen – ein Anzeichen für die Geburt.

Wie fühlt sich ein geöffneter Muttermund an?

Während der Menstruationsblutung ist der Gebärmutterhals normalerweise tiefsitzend und hart und leicht geöffnet, damit das Blut abfließen kann. Er fühlt sich an wie die Nasenspitze .

Wie fühlt sich ein reifer Muttermund an?

Damit die Geburt überhaupt beginnen kann, muss der Muttermund „reif“ sein. Das heißt, er muss entspannt und weich sein, damit er sich für die Geburt öffnen kann.

Was sind die Anzeichen eines offenen Muttermunds?

Die Zervixdilatation bezeichnet die Öffnung des Gebärmutterhalses, wodurch das Baby aus der Gebärmutter durch den Geburtskanal treten kann. Anzeichen für eine beginnende Zervixdilatation sind unter anderem der Abgang des Schleimpfropfs, leichte Blutungen, Unterleibs- und Beckenschmerzen sowie Rückenschmerzen .

Hebamme Andrea erklärt: Was bedeutet geöffneter Muttermund

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Wie fühlt sich ein geöffneter Muttermund an einer Geburt an?

Eröffnungsphase (Latenzphase)

Die Kontraktionen sind zunächst unregelmäßig, werden jedoch fortschreitend stärker und rhythmischer. Die Beschwerden sind minimal, können aber mit der Zeit ansteigen. Der Muttermund wird dünner und erweitert sich auf ungefähr 4 bis 5 Zentimeter.

Wie kann ich zu Hause feststellen, ob mein Muttermund geöffnet oder geschlossen ist?

Bei der Untersuchung des Gebärmutterhalses sucht man nach einer ringförmigen Struktur im vorderen oder oberen Bereich der Vagina . Diese Struktur kann hart oder weich sein, und der Muttermund (die Öffnung) kann je nach Phase des Menstruationszyklus geöffnet oder geschlossen sein.

Kann man selbst ertasten, ob der Muttermund offen ist?

Benutze einen oder zwei Finger: Führe nun ein oder zwei saubere Finger in die Scheide ein. Versuche, den Muttermund zu ertasten, der in die Scheide hineinragt. Ist der Muttermund offen, spürt man eine deutliche Vertiefung. Ist er geschlossen, so spürt man nur eine leichte Unebenheit.

Was hilft, den Muttermund zu öffnen?

Um den Muttermund zu öffnen (Geburtseinleitung), helfen natürliche Methoden wie Bewegung (Spaziergänge, Beckenkreisen), Geschlechtsverkehr, Brustwarzenstimulation, scharfe Speisen oder Akupunktur, sowie medizinische Verfahren wie Prostaglandin-Gele, Ballonkatheter oder Oxytocin-Tropfen, wobei dies immer in Absprache mit Arzt oder Hebamme erfolgen sollte, da die Reifung des Muttermundes oft der erste Schritt ist, gefolgt von Wehenförderung, um den Geburtskanal zu öffnen und zu erweitern. 

Wie lange dauert es noch, bis der Muttermund 3-4 cm offen ist?

Wenn sich der Muttermund auf 3-4 cm öffnet, befinden Sie sich in der aktiven Phase der Eröffnungsphase, die typischerweise noch Stunden dauern kann (oft 3-5 Stunden), bis er vollständig für die Geburt bei 10 cm offen ist, wobei die Öffnung von 3-4 cm auf 10 cm im Durchschnitt etwa 1 cm pro Stunde beträgt – aber das ist nur ein Richtwert und kann bei Erstgebärenden länger dauern als bei Folgeschwangerschaften. 

Was passiert, wenn der Muttermund offen ist?

Ist der Muttermund vollständig geöffnet, schließt sich die Austreibungsperiode an. In dieser Phase springt die Fruchtblase, d. h. sie platzt, der so genannte Blasensprung, und das Kind rutscht in den Geburtskanal. Jetzt wird vermehrt das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, was wiederum zu verstärkten Kontraktionen führt.

Kann sich der Muttermund auch ohne Schmerzen öffnen?

Bei Muttermundschwäche passiert diese Erweichung vorzeitig und ohne Wehen, der Gebärmutterhals verkürzt sich und der Muttermund kann sich vorzeitig öffnen. Eine Muttermundschwäche tritt in der Regel im zweiten Schwangerschaftsdrittel auf und betrifft etwa eine von 100 Schwangeren.

Was passiert, wenn der Muttermund sich nicht öffnet?

Wenn sich der Muttermund während der Geburt nicht richtig öffnet, kommt es zu einem Geburtsstillstand (Partus arrestatus), da das Baby nicht durch den Geburtskanal nach unten rutschen kann, was den Geburtsfortschritt stoppt und eine vaginale Geburt unmöglich machen kann, sodass eventuell ein Kaiserschnitt notwendig wird, um Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden. Mögliche Ursachen sind eine zu schwache Wehentätigkeit, ein Missverhältnis zwischen Babys Größe und dem Becken der Mutter oder eine ungünstige Kindslage.
 

Wie fühlt sich Druck auf den Muttermund an?

Druck auf den Muttermund fühlt sich an wie ein starkes Ziehen, Dehnungsgefühl oder ein „auf etwas Großem sitzen“-Gefühl, besonders während der Geburt (Presswehen), aber auch in der späten Schwangerschaft, wenn das Baby tiefer rutscht. Es kann als „Fremdkörpergefühl“ in der Scheide beschrieben werden, manchmal mit Stechen oder elektrischen Schlägen und oft verbunden mit dem Drang mitzupressen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen. 

Wie lange dauert es noch, bis der Muttermund 2 cm offen ist?

Wenn der Muttermund 2 cm offen ist, kann die Geburt noch Stunden, Tage oder sogar Wochen dauern, da dies oft in der frühen Latenzphase passiert, aber es bedeutet noch keine unmittelbare Geburt. Bei Erstgebärenden dauert es im Schnitt länger, bis der Muttermund sich auf 10 cm (vollständig) öffnet, oft 8-12 Stunden oder mehr, während es bei Folgeschwangerschaften schneller gehen kann. 

Was deutet auf eine baldige Geburt hin?

Eine baldige Geburt kündigt sich durch regelmäßige, stärker werdende Wehen, den Abgang des blutigen Schleimpfropfs (Zeichnen), häufigeren Stuhldrang (eventuell Durchfall), Rückenschmerzen, Übelkeit/Erbrechen und körperliche Unruhe oder Müdigkeit an, wobei der Blasensprung ein eindeutiges und sofortiges Signal ist, bei dem Sie sofort Ihre Hebamme oder den Arzt kontaktieren sollten. 

Wie fühlt es sich an, wenn sich der Muttermund öffnet?

Das sich öffnende Muttermund fühlt sich durch kräftige, wellenartige Wehen an, die ziehende Schmerzen im Unterbauch, Rücken und der Leistengegend verursachen, während sich der Bauch hart anfühlt und der Druck nach unten zunimmt, als würde das Baby tiefer ins Becken rutschen; dies geht von sanften Druckwellen bis zu intensiven Schmerzen, bei denen eine Unterhaltung kaum noch möglich ist, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist und der Pressdrang einsetzt.
 

Welche Übungen öffnen den Muttermund?

Um den Muttermund zu öffnen, eignen sich sanfte Bewegung (Spazierengehen, Treppensteigen), Entspannungsübungen (Pezziball-Kreisen), Yoga-Posen wie tiefe Hocke (Malasana) und Beckenöffnungs-Übungen (Schmetterling, Kniekreisen) sowie Beckenbodenübungen, um das Baby tiefer ins Becken zu bringen und Wehenhormone freizusetzen; wichtig ist dabei immer, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht zu überanstrengen.
 

Wie lange dauert die Geburt noch, wenn der Muttermund offen ist?

Wenn der Muttermund vollständig (auf ca. 10 cm) geöffnet ist, beginnt die Austrittsphase (Pressphase), die bei Erstgebärenden meist etwa 1 bis 2 Stunden dauert, bei Mehrgebärenden oft nur 1 Stunde, aber auch länger dauern kann, besonders bei einer PDA. Das ist der Zeitraum, in dem das Baby durch den Geburtskanal gedrückt wird und die Frau aktiv presst, bis es geboren ist. Die Eröffnungsphase (bis zum vollständig geöffneten Muttermund) ist der längste Teil und dauert bei Erstgebärenden 8-14 Stunden, bei weiteren Geburten kürzer.
 

Wie wird kontrolliert, ob der Muttermund offen ist?

Ein geöffneter Muttermund, vor allem während der Geburt, sieht aus wie eine trichterförmige Öffnung (oft als „Trichterbildung“ bezeichnet), die sich von anfänglich wenigen Zentimetern auf vollständige 10 cm weitet, weich und entspannt wird, um Platz für das Baby zu schaffen, und bei der die zentrale Öffnung (das Osz-Os) sich von einem kleinen Punkt zu einem großen, runden Loch öffnet, durch das das Kind austritt. Er wird durch Wehen dünner und weicher, bis er vollständig geöffnet ist.
 

Kann man den Muttermund mit dem Finger öffnen?

Das „Öffnen“ des Muttermundes mit dem Finger ist eine medizinische Methode namens Zervix-Stripping (Eipollösung) zur sanften Geburtseinleitung, bei der Hebammen oder Ärzte einen Finger einführen, um die Eihäute sanft von der Gebärmutterwand zu lösen, was Prostaglandine freisetzt und Wehen anregen kann; dies sollte nur professionell durchgeführt werden, da unsachgemäße Manipulation (besonders in der Schwangerschaft) Wehen auslösen kann und Hygiene wichtig ist, um Infektionen zu vermeiden. Für die Zyklusbeobachtung kann man den Muttermund auch selbst ertasten, um seine Position und Beschaffenheit zu fühlen. 

Wann öffnet sich der Muttermund vor der Periode?

Der Muttermund öffnet sich nicht wirklich vor der Periode im Sinne einer großen Öffnung, sondern wird in den Tagen davor weicher, sinkt ab und schließt sich dann wieder, um während der Menstruation leicht geöffnet zu sein, damit das Blut abfließen kann, bevor er sich nach dem Eisprung (etwa 1-2 Wochen vorher) verschließt und erst zur nächsten Blutung wieder leicht öffnet, um tiefer zu sitzen. Typischerweise senkt sich der Muttermund etwa eine Woche bis zehn Tage vor der Periode ab, ist dann fester und tiefer, aber erst mit dem Einsetzen der Blutung wird er etwas lockerer und tiefer, um den Blutfluss zu ermöglichen.
 

Kann sich der Muttermund unbemerkt öffnen?

Ja, der Muttermund kann sich schleichend öffnen, ohne dass man es sofort stark merkt, besonders in der frühen Eröffnungsphase mit leichten Wehen oder bei einer Muttermundschwäche, aber meistens gibt es deutliche Anzeichen wie Druck, regelmäßige Wehen, den Abgang des Schleimpfropfs oder ein Absinken des Bauches, gerade bei einer ersten Geburt kann das subtil beginnen. Manchmal spürt man nur leichte Kontraktionen, die sich gut wegatmen lassen, und es kann lange dauern, bis der Muttermund vollständig geöffnet ist. Achte auf den Blasensprung oder Blutungen – dann solltest du sofort eine Hebamme rufen oder ins Krankenhaus.
 

Wie kontrolliert der Frauenarzt den Muttermund?

Für die Untersuchung entfaltet der Arzt die Scheidenwände mit einem Metallspatel, dem Spekulum, und positioniert ein spezielles Untersuchungsmikroskop vor der Scheide. Mit diesem so genannten Kolposkop kann er die Scheide und den Muttermund beleuchten und 6 bis 40fach vergrößern.

Wie testet man den Muttermund?

Muttermund abtasten – so geht's:

Mit dem Finger kannst Du die Stellung Deines Muttermundes feststellen. Dafür musst Du täglich, nach dem Entleeren der Blase, den Muttermund ertasten. Führe dafür in einer bequemen Position ein oder zwei saubere Finger in die Vagina ein und bewege sie nach hinten und oben.

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