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Wie melde ich meine Schwangerschaft dem Arbeitgeber?

Gefragt von: Rosmarie Gerber  |  Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2026
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Sie sollten Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft möglichst bald mitteilen, idealerweise persönlich, sobald Sie davon wissen, um gesetzlichen Kündigungsschutz und notwendige Schutzmaßnahmen zu aktivieren, da der Mutterschutz erst mit der Meldung beginnt; ein ärztliches Attest kann angefordert werden, Kosten trägt der Arbeitgeber, und Sie müssen nicht jede Tätigkeit mehr ausführen; eine schriftliche Bestätigung (z.B. per E-Mail) ist aus Beweisgründen ratsam.

Welchen Nachweis braucht der Arbeitgeber bei Schwangerschaft?

Der Arbeitgeber benötigt auf Verlangen ein ärztliches Zeugnis oder das einer Hebamme/eines Entbindungspflegers, das den voraussichtlichen Entbindungstag enthält, als Nachweis für die Schwangerschaft und die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes. Sie müssen dem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft mitteilen, sobald Sie davon wissen, am besten schriftlich, damit dieser die notwendigen Schutzmaßnahmen ergreifen kann; ein Einblick in den Mutterpass ist nicht erforderlich.
 

Wie teile ich meinem Arbeitgeber mit, dass ich schwanger bin?

Es empfiehlt sich, dies per E-Mail oder Brief zu übermitteln, da Ihr Arbeitgeber möglicherweise eine schriftliche Bestätigung wünscht. Ihr Arbeitgeber könnte ein ärztliches Attest oder das Formular „MAT B1“ verlangen . Dieses erhalten Sie ab der 20. Schwangerschaftswoche von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Wie beantrage ich Mutterschutz bei meinem Arbeitgeber?

Den Mutterschutz beantragen Sie nicht direkt beim Arbeitgeber, sondern Sie informieren ihn über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungstermin (VET), meist mit einer ärztlichen Bescheinigung. Der Arbeitgeber ist dann für die Umsetzung des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) zuständig, was einen Kündigungsschutz und die Einhaltung der Schutzfristen (6 Wochen vor, 8 Wochen nach Geburt) beinhaltet; den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld beantragen Sie bei der Krankenkasse (mit Zeugnis), der Arbeitgeber zahlt dann automatisch die Differenz zum vollen Gehalt, wie Familienportal des Bundes und TK zeigen. 

Wie viel kostet ein Schwangerschaftsattest für den Arbeitgeber?

Die Kosten für eine Schwangerschaftsbescheinigung trägt nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) der Arbeitgeber, wenn er diese verlangt, da die Ausstellung hauptsächlich in seinem Interesse liegt. Es reicht oft ein formloses Schreiben, aber falls ein ärztliches Attest benötigt wird, muss der Arbeitgeber die Kosten übernehmen, auch wenn Sie die Bescheinigung bereits haben. 

▶ Schwanger - wann und wie dem Arbeitgeber sagen?

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Wer zahlt die Schwangerschaftsbestätigung?

(3) Die Kosten für die Zeugnisse nach den Absätzen 1 und 2 trägt der Arbeitgeber.

Wer zahlt die Arztbestätigung?

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, eine Krankenstandsbestätigung vorzulegen, wenn der Arbeitgeber dies ausdrücklich verlangt. Die Kosten für eine etwaige Krankenstandsbestätigung sind vom den Mitarbeitenden zu tragen.

Was muss ich vor der Geburt beim Arbeitgeber einreichen?

Benötigte Unterlagen?

  • Frauenärztliche Bescheinigung über die Schwangerschaft bzw. den Geburtstermin.
  • Formular von der Krankenversicherung oder formloser Brief.
  • Arbeitgeberbescheinigung, Bescheinigung über Entbindungstermin.

Wird Mutterschaftsgeld automatisch vom Arbeitgeber bezahlt?

Ihr Arbeitgeber ist zur Leistung des Zuschusses verpflichtet, wenn Ihr durchschnittlicher kalendertäglicher Nettolohn vor Beginn der Mutterschutzfristen höher ist als 13 Euro. Also ab einem monatlichen Nettolohn von 390 Euro. Sie erhalten im Juni, Juli und August ein monatliches Nettogehalt von 1.800 Euro.

Wie informiert man den Arbeitgeber über Mutterschutz?

Als Arbeitgeber müssen Sie eine schwangere oder stillende Mitarbeiterin unverzüglich dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt melden, sobald Sie von der Schwangerschaft erfahren, damit der Mutterschutz greifen kann (Schutzmaßnahmen, Beschäftigungsverbote). Die Mitarbeiterin selbst muss Sie über die Schwangerschaft informieren, damit die Schutzvorschriften wirksam werden, idealerweise nach der 12-Wochen-Frist. Die Meldung an die Behörde erfolgt formlos, oft mit Name und Beschäftigungsdaten, und die Verletzung dieser Pflicht kann ein Bußgeld nach sich ziehen. 

Was muss ich beim Arbeitgeber beantragen, wenn ich schwanger bin?

Sie müssen Ihrem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft mitteilen, sobald Sie davon wissen, am besten schriftlich (E-Mail oder Brief) zur Beweissicherung, und auf Verlangen eine ärztliche Bescheinigung oder Hebammenbescheinigung mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin vorlegen. Der Arbeitgeber trägt die Kosten für dieses geforderte Attest, und die Informationen sind wichtig, damit er Mutterschutzvorschriften anwenden kann, die Schutzfristen beginnen und Mutterschaftsgeld berechnet werden kann.
 

Wie sage ich es meinem Chef, dass ich schwanger bin?

Sie sollten Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft möglichst bald mitteilen, idealerweise persönlich, sobald Sie davon wissen, um gesetzlichen Kündigungsschutz und notwendige Schutzmaßnahmen zu aktivieren, da der Mutterschutz erst mit der Meldung beginnt; ein ärztliches Attest kann angefordert werden, Kosten trägt der Arbeitgeber, und Sie müssen nicht jede Tätigkeit mehr ausführen; eine schriftliche Bestätigung (z.B. per E-Mail) ist aus Beweisgründen ratsam.
 

Was muss der Arbeitgeber beachten, wenn man schwanger ist?

Arbeitgeber müssen schwangere Frauen durch eine Gefährdungsbeurteilung schützen, unverantwortbare Risiken vermeiden und Arbeitsplätze anpassen, um Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, schweren Arbeiten oder Stressfaktoren (Hitze, Lärm) auszuschließen; sie müssen zudem Pausen zum Hinlegen und Stillen ermöglichen und einen Kündigungsschutz gewährleisten, wobei die Mitarbeiterin ihre Schwangerschaft mitteilen sollte, aber nicht muss, um diese Rechte zu erhalten, so die Industrie- und Handelskammer und Lexware. 

In welcher SSW muss man den Arbeitgeber informieren?

Du sollst deinen Arbeitgeber informieren, sobald du von der Schwangerschaft weißt, aber die gängige Empfehlung ist, bis zur 12. Woche (13. SSW) zu warten, wenn das Fehlgeburtsrisiko sinkt, um erst dann zu berichten, außer bei gefährdenden Tätigkeiten, wo eine frühe Meldung (sofort!) nötig ist, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Erst ab der Meldung greifen Mutterschutz und Kündigungsschutz, weshalb eine rechtzeitige Information wichtig ist, oft durch ein persönliches Gespräch mit Chef, gefolgt von schriftlicher Bestätigung. 

Welche Anträge muss ich während der Schwangerschaft stellen?

In der Schwangerschaft müssen Anträge für Mutterschaftsgeld (Krankenkasse), Elternzeit (Arbeitgeber), Elterngeld, Kindergeld (Familienkasse), und ggf. finanzielle Hilfen wie Bürgergeld oder Mittel der Bundesstiftung Mutter und Kind gestellt werden, wobei der Mutterpass mit ärztlicher Entbindungsterminbescheinigung zentrales Dokument ist und viele Anträge schon während der Schwangerschaft (z.B. Mutterschaftsgeld, Erstausstattung) gestellt werden sollten.
 

Was benötigt der Arbeitgeber vom Mutterpass?

Wie Sie ebenfalls im § 15 MuSchG nachlesen können, sollen Sie dem Arbeitgeber auf sein Verlangen ein ärztliches Zeugnis (oder das einer Hebamme) vorlegen, welches den voraussichtlichen Tag der Entbindung enthält. Sie brauchen dem Arbeitgeber keinen Einblick in den Mutterpass zu gewähren.

Wann bekommt man eine Bescheinigung über Schwangerschaft für den Arbeitgeber?

Sie erhalten die Bescheinigung für Ihren Arbeitgeber von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, sobald die Schwangerschaft festgestellt wurde und der voraussichtliche Geburtstermin bekannt ist, oft nach dem ersten Vorsorgetermin oder sobald Sie den Mutterpass erhalten haben; diese Bescheinigung dient als offizieller Nachweis, den der Arbeitgeber verlangen kann, um die Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes umzusetzen. 

Was muss ich vor der Geburt beantragen?

Vor der Geburt müssen Sie vor allem das Mutterschaftsgeld bei Ihrer Krankenkasse beantragen (ca. 7 Wochen vorher) und Ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen, um Mutterschutz und ggf. Mutterschutzlohn zu erhalten, sowie Vaterschaftsanerkennung und gemeinsames Sorgerecht beim Jugendamt/Notar regeln, falls Sie nicht verheiratet sind, um alle Formalitäten für die Elternschaft zu erledigen.
 

Wann sollte ich den Antrag auf Mutterschaftsgeld stellen?

Den Antrag auf Mutterschaftsgeld sollten Sie idealerweise 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin stellen. Sobald Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt den voraussichtlichen Entbindungstermin schriftlich bestätigt, können Sie die Unterlagen bei Ihrer AOK einreichen. Wo beantrage ich Mutterschaftsgeld?

Was muss ich alles erledigen, wenn ich schwanger bin?

Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie sofort einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren für die erste Vorsorgeuntersuchung und den Mutterpass, dann auf gesunde Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Nikotin achten und sich über staatliche Leistungen (Elterngeld, Kindergeld) und Beratungsstellen (z.B. Pro Familia, Bundesstiftung) informieren, um finanzielle Unterstützung und Hilfe für die Erstausstattung zu erhalten, besonders bei Unsicherheit oder Ungewolltsein.

Warum braucht mein Arbeitgeber eine Geburtsurkunde vom Kind?

Arbeitgeber benötigen die Geburtsurkunde der Kinder hauptsächlich für den Nachweis der Elterneigenschaft bei Sozialversicherungen (Pflege-, Arbeitslosenversicherung) zur Anwendung von Vorteilen und zur korrekten Berechnung der Sozialabgaben, sowie zur Bearbeitung von Elternzeit- und Kinderkrankentagen sowie eventuellen steuerlichen Vorteilen, wobei oft die originale Urkunde zur Vorlage und eine Kopie für die Personalakte verlangt wird, um die Anzahl und das Alter der Kinder zu belegen.
 

Was muss der Arbeitgeber einer Schwangere zur Verfügung stellen?

Freistellung für Untersuchungen und zum Stillen

Der Arbeitgeber hat die (werdende) Mutter nach § 7 Abs. 1 MuSchG für die Zeit bezahlt freizustellen, die zur Durchführung der Untersuchungen im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich ist.

Wie hoch ist das Krankengeld bei 2000 € netto?

Bei 2.000 € Netto liegt Ihr Krankengeld typischerweise bei etwa 1.400 € bis 1.800 € pro Monat, da es 70 % Ihres Bruttogehalts oder maximal 90 % Ihres Nettogehalts beträgt – je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. Für 2.000 € netto bedeutet das meist 90 % davon (1.800 €), es sei denn, Ihr Bruttoverdienst (ca. 2.400-2.800 €) wäre niedriger als 90 % Ihres Netto, was unwahrscheinlich ist. Eine genaue Berechnung hängt vom Brutto-Einkommen und der Steuerklasse ab, daher sind Online-Rechner der Krankenkassen hilfreich. 

Was muss der Arbeitgeber der Krankenkasse melden?

Als Arbeitgeber müssen Sie für Ihre Angestellten die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung berechnen und diese mit Hilfe eines Beitragsnachweises bei der Krankenkasse melden und überweisen.

Muss ich meinem Arbeitgeber die Gründe für meine Krankmeldung angeben?

Häufige Gründe für eine Krankmeldung sind Muskel-Skelett-Erkrankungen (Rücken), psychische Probleme (Burnout, Depressionen) und Atemwegsinfekte, wobei Arbeitnehmer dem Chef den genauen Grund (Diagnose) nicht nennen müssen, sondern nur die Arbeitsunfähigkeit melden. Der Arbeitgeber benötigt die Diagnose nur bei ansteckenden Krankheiten zum Schutz der Belegschaft, ansonsten sind Art und Ursache der Krankheit Privatsache.
 

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