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Wie macht sich eine Herzmuskelentzündung bemerkbar?

Gefragt von: Dietmar Böhme-Frank  |  Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026
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Symptome einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sind vielfältig und oft unspezifisch, beginnen häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit, gefolgt von Brustschmerzen oder Engegefühl, Herzrasen, Herzstolpern und Kurzatmigkeit, besonders bei Belastung. Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen sind ebenfalls möglich, und manchmal treten auch Schwindel oder Ohnmachtsanfälle auf. Die Beschwerden können schleichend einsetzen oder plötzlich auftreten, auch Wochen nach einem Infekt, weshalb eine Abklärung wichtig ist, wenn solche Symptome nach einer Erkältung bestehen bleiben.

Wie kann man feststellen, ob man eine Herzmuskelentzündung hat?

Die Diagnose einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) erfolgt durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Labortests (Entzündungsmarker, Herzenzyme), Elektrokardiogramm (EKG) und vor allem Bildgebung wie Herz-MRT (Magnetresonanztomographie), das Entzündungsherde im Herzmuskel sichtbar macht; eine definitive Bestätigung kann eine Myokardbiopsie (Gewebeprobe) liefern. 

Kann eine Herzmuskelentzündung alleine heilen?

Ja, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt in der Mehrzahl der Fälle von selbst und folgenlos aus, besonders bei leichten Verläufen. Entscheidend für eine vollständige Genesung sind jedoch strikte körperliche Schonung (oft mehrere Monate) und ärztliche Kontrolle, um Komplikationen wie Herzschwäche oder Herzversagen zu vermeiden, die auch auftreten können.
 

Wo schmerzt es bei Herzmuskelentzündung?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) treten Schmerzen meist als drückendes Engegefühl oder Stechen hinter dem Brustbein auf, können aber auch in Arm, Hals oder Oberbauch ausstrahlen und ähneln manchmal einem Herzinfarkt, oft verbunden mit Luftnot, Herzrasen, Müdigkeit und Schwellungen in den Beinen. Die Schmerzen sind typischerweise nicht nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe spürbar und ein sofortiger Arztbesuch ist ratsam. 

Was darf man bei einer Herzmuskelentzündung nicht machen?

Dauer einer Herzmuskelentzündung

Trotz vielfältiger Möglichkeiten der Behandlung gilt eine Regel immer: Patientinnen und Patienten sollten sich schonen und körperliche Belastung vermeiden. Das kann sogar Bettruhe während der akuten Phase bedeuten. Sport oder Schulsport sind mindestens drei Monate lang tabu.

Lebensgefahr Herzmuskelentzündung: Wenn durch Viren, Stress und Erkältung das Herz beschädigt wird

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Wie lange dauert es, bis eine Herzmuskelentzündung weg ist?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt oft in einigen Wochen bis Monaten vollständig aus, aber die Dauer ist individuell und hängt von der Schwere ab; das Wichtigste ist strikteste körperliche Schonung für mindestens drei bis sechs Monate, um bleibende Schäden zu verhindern, da selbst leichte Fälle lange Auszeiten benötigen können. Leichte Formen heilen meist schnell, schwere Fälle können chronisch werden oder zu Komplikationen führen.
 

Was sollten Sie vermeiden, wenn Sie an Myokarditis erkrankt sind?

Eine gesunde Herzfunktion kann durch Lebensstiländerungen unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem die Reduzierung der Natriumzufuhr, der Verzicht auf Alkohol und die Raucherentwöhnung. Menschen mit Myokarditis wird häufig geraten, während einer akuten Entzündungsphase auf Leistungssport zu verzichten.

Was sind die Auslöser einer Herzmuskelentzündung?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) wird meist durch Viren (z.B. Grippe-, Erkältungs-, Herpes-, Coronaviren) ausgelöst, oft durch verschleppte Infekte, aber auch Bakterien, Pilze und Parasiten sind möglich. Weitere Auslöser sind Autoimmunreaktionen bei Krankheiten wie Lupus, bestimmte Medikamente, Drogen (Alkohol, Kokain), Schwermetalle und selten auch Impfungen oder Strahlung. 

Wie merkt man, ob eine Erkältung aufs Herz geht?

Erkältungs- und Grippeviren können selten den Herzmuskel befallen und eine Myokarditis auslösen. Warnzeichen wie Müdigkeit, Schwäche, Brustschmerzen und Herzstolpern sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei einem Infekt keinen Sport treiben und auf körperliche Anstrengungen verzichten.

Wie habt ihr eine Herzmuskelentzündung gemerkt?

Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen werden anfangs meist dem Infekt zugeordnet. Erste Anzeichen einer Myokarditis bemerken Betroffene meistens einige Wochen nach einer durchgemachten Infektion.

Welche Tabletten helfen gegen Herzmuskelentzündung?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) werden je nach Ursache und Schweregrad entzündungshemmende Medikamente (wie Ibuprofen, Cortison, Colchicin) gegen die Entzündung, Betablocker zur Entlastung des Herzens, ACE-Hemmer oder Diuretika bei Herzschwäche verordnet, sowie bei bakteriellen Ursachen Antibiotika; oft ist aber vor allem strikte körperliche Schonung entscheidend. Die Therapie zielt darauf ab, die Entzündung zu bekämpfen, die Herzfunktion zu unterstützen und die Pumpleistung zu stabilisieren. 

Ist der Blutdruck bei einer Herzmuskelentzündung hoch oder niedrig?

Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann der Blutdruck sowohl hoch als auch niedrig sein, aber **oft tritt ein niedrigerer Blutdruck (Hypotonie) zusammen mit Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen und Atemnot auf, weil das Herz geschwächt ist. Es können aber auch Herzrhythmusstörungen und Herzrasen vorkommen, die indirekt mit Blutdruckschwankungen zusammenhängen oder auch zu Bluthochdruck führen können. 

Wie äußert sich Herzhusten?

Herzhusten äußert sich durch hartnäckigen, oft trockenen Husten, der sich im Liegen und nachts verstärkt und oft mit Atemnot einhergeht, besonders beim Aufwachen. Manchmal kommt es zu rasselnden Atemgeräuschen und es kann weißlicher oder schaumiger Auswurf auftreten, da sich Flüssigkeit in der Lunge staut (Asthma cardiale/Lungenödem). Weitere Symptome sind schnelle Ermüdung, Leistungsknick und ein beschleunigter Puls. 

Wie fühlen sich Herzmuskelschmerzen an?

Schmerzen im Herzmuskel (oft bei einer Entzündung, Myokarditis) äußern sich als dumpfes Druck- oder Engegefühl hinter dem Brustbein, begleitet von Symptomen wie Atemnot, Herzrasen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Herzstolpern, Schwindel und manchmal grippeähnlichen Zuständen (Fieber). Diese Beschwerden können unspezifisch sein und in Arme, Hals oder Kiefer ausstrahlen, weshalb bei Brustschmerzen immer ein Arzt aufgesucht werden sollte.
 

Wie bekommt man eine Herzmuskelentzündung wieder weg?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt man hauptsächlich durch konsequente körperliche Schonung über Wochen bis Monate aus, um das Herz zu entlasten und Schäden zu verhindern; je nach Ursache können entzündungshemmende Medikamente, ACE-Hemmer, Beta-Blocker oder Antibiotika (bei bakterieller Ursache) unterstützend eingesetzt werden, aber Ruhe ist das Wichtigste für das Immunsystem, bis eine vollständige Genesung durch kardiologische Kontrollen bestätigt ist. 

Ist ein EKG bei einer Herzmuskelentzündung unauffällig?

Ja, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann durchaus ein unauffälliges EKG haben, da EKG-Veränderungen oft unspezifisch sind oder fehlen, besonders in frühen Phasen; die Diagnose erfordert meist eine Kombination aus Herz-MRT, Bluttests (z. B. Troponin) und Herzultraschall (Echokardiographie), um Entzündung, Schwellung oder Pumpfunktionsstörungen nachzuweisen. 

Wie fühlt sich eine beginnende Herzmuskelentzündung an?

Eine leichte Herzmuskelentzündung (Myokarditis) fühlt sich oft unspezifisch an, mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwächegefühl und Atemnot bei Anstrengung; auch Herzstolpern, Herzklopfen oder ein Druck-/Engegefühl in der Brust sind möglich, aber viele Betroffene spüren kaum etwas oder nur allgemeine Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, weshalb eine Abklärung wichtig ist, da auch leichte Verläufe gefährlich sein können, besonders bei körperlicher Aktivität.
 

Wie bemerkt man eine verschleppte Erkältung?

Symptome einer verschleppten Erkältung sind oft anhaltende starke Müdigkeit, hohes Fieber mit Schüttelfrost, intensive Kopf- oder Gliederschmerzen, hartnäckiger Husten (mit eitrigem Auswurf), Brustschmerzen und Atemnot. Sie zeigen sich, wenn die Beschwerden länger als 10 Tage andauern, sich intensivieren oder plötzlich verschlimmern, und deuten auf mögliche Folgeerkrankungen wie Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung oder ernsthaftere Infektionen wie Lungen-, Herz- oder Hirnhautentzündung hin, die eine umgehende ärztliche Abklärung erfordern.
 

Hat man bei Herzmuskelentzündung Husten?

Müdigkeit, Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen – die Symptome einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sind meist wage und unspezifisch. Etwas charakteristischer werden sie unter Belastung: Dann bemerken Betroffene, dass ihr Herz deutlich schneller schlägt, sie außer Atem sind und schneller erschöpft.

Wie überprüft man, ob man eine Herzmuskelentzündung hat?

Um eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) zu testen, werden Bluttests (Entzündungswerte, Herzmuskelenzyme wie Troponin und CK), ein EKG, ein Herzultraschall (Echokardiografie) und oft ein spezialisiertes Herz-MRT eingesetzt; bei Verdacht kann eine Herzbiopsie (Gewebeprobe) notwendig sein, um die Diagnose zu sichern, da routinemäßige Tests oft unauffällig sind.
 

Welche Blutwerte sind bei Herzproblemen erhöht?

Bei Herzproblemen sind vor allem die Biomarker Troponin (bei Herzmuskelschädigung/Herzinfarkt), BNP und NT-proBNP (bei Herzinsuffizienz/Herzschwäche) sowie Entzündungswerte wie CRP und Leukozyten erhöht, die auf eine Belastung oder Schädigung des Herzens hinweisen, aber auch andere Ursachen haben können, während LDL-Cholesterin ein Risikofaktor ist, der zu Herzproblemen führt. 

Wie lange kann man mit einer Herzmuskelentzündung leben?

Die Lebenserwartung bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) hängt stark vom Schweregrad, der Früherkennung und der konsequenten Behandlung ab; bei guter Schonung heilt sie oft folgenlos aus, aber unbehandelt kann sie zu Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder plötzlichem Herztod führen, wobei bei schweren Verläufen (besonders bei Kindern) eine höhere Mortalität besteht. Die Prognose ist besser mit frühzeitiger Diagnose und Therapie, doch unbehandelte Fälle können langfristige Schäden verursachen.
 

Was darf man bei Herzmuskelentzündung nicht essen?

gepökelte und geräucherte Fleisch-, Wurst- und Fischprodukte, unter anderem geräucherter Schinkenspeck, geräucherter und in Öl eingelegter Lachs, Salami, roher Schinken.

Wie kann man eine Herzmuskelentzündung auskurieren?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) heilt man hauptsächlich durch konsequente körperliche Schonung über Wochen bis Monate aus, um das Herz zu entlasten und Schäden zu verhindern; je nach Ursache können entzündungshemmende Medikamente, ACE-Hemmer, Beta-Blocker oder Antibiotika (bei bakterieller Ursache) unterstützend eingesetzt werden, aber Ruhe ist das Wichtigste für das Immunsystem, bis eine vollständige Genesung durch kardiologische Kontrollen bestätigt ist. 

Was schützt vor Herzmuskelentzündung?

Die wichtigste Maßnahme ist, das Herz vor Überlastung zu schützen. Daher sollte man sich in der akuten Phase einer Herzmuskelentzündung strikt körperlich schonen. Auf Sport muss man bei einigen Formen bis zu 6 Monate lang verzichten.