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Wie läuft eine Schilddrüsenoperation ab?

Gefragt von: Felicitas Hecht-Noack  |  Letzte Aktualisierung: 17. März 2026
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Eine Schilddrüsen-OP läuft meist unter Vollnarkose ab, dauert 1-2 Stunden und beginnt mit einem kleinen Schnitt am Hals (Kragenschnitt). Dabei wird krankhaftes Gewebe entfernt, wobei Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) und Nebenschilddrüsen geschont werden, was oft mit speziellen Techniken wie Neuromonitoring und Lupenbrillen überwacht wird. Nach der OP werden Drainagen gelegt, die Wunde vernäht (oft selbstauflösende Fäden). Nachsorge beinhaltet Schmerzmittel, logopädische Übungen bei Stimmproblemen und lebenslange Hormonersatztherapie bei Totalentfernung.

Wie lange muss man im Krankenhaus bleiben nach einer Schilddrüsenoperation?

Normalerweise dauert der Krankenhausaufenthalt nach einer Schilddrüsenoperation zwei bis drei Tage. Bereits am Tag nach der OP dürfen Betroffene aufstehen, normal trinken und essen. Das Wunddrainageröhrchen wird am ersten oder zweiten Tag nach der OP entfernt.

Wie schnell ist man nach einer Schilddrüsen-OP wieder fit?

Im Allgemeinen kann man sagen, dass man nach einer „normalen“ OP wegen einer gutartigen Schilddrüsenerkrankung bei gutem Verlauf etwa 14 Tage nach der OP wieder mit Breitensport (z. B. Joggen, Tennis, Radfahren) beginnen kann.

Wie lange dauert eine Schilddrüsenentfernung bei einer OP?

Nach Spaltung der Haut wird die Halsmuskulatur seitlich verlagert, die Schilddrüse zunächst freigelegt und das erkrankte Gewebe entfernt. Danach wird die Wunde in den anatomischen Schichten verschlossen. Meist dauert dieser Eingriff nicht länger als eine bis zwei Stunden.

Wie hoch ist das Risiko bei einer Schilddrüsenoperation?

Trotz aller Vorkehrungen kann es bei jeder Operation zu einer Entzündung und zu einer gestörten Wundheilung kommen. Das Risiko ist bei Schilddrüsenoperationen gering und liegt im eigenen Krankengut unter einem Prozent.

Schilddrüsen-Operation - leicht erklärt.

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Wie verändert sich das Leben nach einer Schilddrüsenentfernung?

Ohne diese Schilddrüsenhormonersatztherapie leiden Betroffene unter Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisproblemen, unerklärlicher oder übermäßiger Gewichtszunahme, trockener, rauer und/oder juckender Haut, trockenem Haar, Haarausfall, Kältegefühl (insbesondere an Füßen und Händen), Verstopfung, Muskelkrämpfen, Gelenkschmerzen, ...

Kann die Schilddrüse nach einer Schilddrüsenoperation wieder nachwachsen?

Deswegen wird die Schilddrüse – bzw. eine Seite der Schilddrüse – heute komplett oder fast komplett entfernt. Damit ist eine erneute Knotenbildung auf einer bereits operierten Schilddrüsenseite sehr unwahrscheinlich.

Hat man starke Schmerzen nach Schilddrüsen-OP?

Am Tag nach der Operation haben die Schmerzen in aller Regel deutlich nachgelassen. Viele Patienten klagen jedoch über ein raues Gefühl im Hals und Schluckbeschwerden, ähnlich wie bei einer Halsentzündung. In diesem Fall erhalten Sie von uns Lutschtabletten zur Linderung der Beschwerden.

Ist die Entfernung der Schilddrüse ein großer chirurgischer Eingriff?

Eine Schilddrüsenentfernung ist im Allgemeinen sehr sicher, aber es handelt sich um einen größeren Eingriff . Komplikationen sind selten, zu den möglichen Risiken einer Schilddrüsenentfernung gehören jedoch: Starke Blutungen, die die Atemwege blockieren und Atembeschwerden verursachen, sowie Verletzungen, die zu einer Stimmbandlähmung und Heiserkeit führen können.

Kann man direkt nach Schilddrüsen-OP sprechen?

Auch bei intakten Verhältnissen an den Stimmbandnerven kann es unmittelbar nach einer Schilddrüsenoperation gelegentlich zu einer Veränderung der Sprech- oder Singstimme kommen. Diese Veränderungen regulieren sich meist in kurzer Zeit von selbst.

Warum nehme ich nach einer Schilddrüsenentfernung zu?

Wenn die Schilddrüse entfernt wird, sinkt der Stoffwechsel und der Körper beginnt zuzunehmen. Das Ausmass der Gewichtszunahme nach einer Thyreoidektomie ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche Menschen nehmen nur ein paar Kilogramm zu, während andere bis zu 8 kg oder mehr zunehmen.

Kann man nach einer Schilddrüsen-OP Auto fahren?

Wenn Sie Auto fahren möchten: Aus rechtlichen Gründen sollten Sie in den ersten Tagen nach Ihrer Operation nicht selbst Auto fahren. Bis dahin ist Ihr körperliches Reaktionsvermögen noch zu sehr eingeschränkt. Sie sollten sich schmerzfrei bewegen können, ehe Sie sich wieder an das Steuer setzen.

Wie lange dauert der Aufwachraum nach einer Schilddrüsen-OP?

Nach der Operation werden Sie noch ca. 1 Stunde im Aufwachraum überwacht und – nachdem sorgfältig überprüft wurde, dass es Ihnen gut geht – wieder auf die Station gebracht.

Wie lange fällt man nach einer Schilddrüsen-OP aus?

Die Entlassung aus stationärer Behandlung ist üblicherweise am Tag nach Entfernung der Drainagen möglich (ca. 2-3 Tage nach der Operation).

Was bedeutet es, wenn man viele Knoten in der Schilddrüse hat?

Wenn sie mehrere Knoten in der Schilddrüse haben, die szintigraphisch vermehrt Jod speichern ("heiße Knoten") und ihre Schilddrüsenhormone im Blut erhöht sind, so handelt es sich um Knoten, die eigenständig Schilddrüsenhormon produzieren. Man bezeichnet diese dann als "Autonome Adenome" bzw. "Multifokale Autonomie".

Ist eine Schilddrüsenoperation kompliziert?

Die Schilddrüsen-OP ist ein chirurgischer Routineeingriff. Dennoch kann es, wie bei jeder Operation, zu Komplikationen kommen. Mögliche Folgen der Operation können sein: Nachblutung, eventuell mit operativer Entfernung des Blutergusses.

Wann sollte man die Schilddrüse operieren lassen?

Eine Schilddrüsen-OP ist notwendig, wenn krankhaftes Gewebe entfernt werden muss. Bei bösartigen Erkrankungen muss operiert werden, aber auch bei gutartigen Erkrankungen wie z.B. Morbus Basedow kann eine Operation notwendig sein.

Wie lange im Spital bei Schilddrüsen-OP?

In der Regel bleiben Sie nach einer Schilddrüsen-OP ein bis drei Tage im Krankenhaus. Die Schmerzen nach der Operation sind meist gering, wobei individuelle Unterschiede bestehen können. Normalerweise können Sie bereits am ersten Tag nach der Operation wieder normal essen.

Was ist das Risiko einer Schilddrüsenoperation?

Das Risiko ist bei Schilddrüsenoperationen gering und liegt im eigenen Krankengut unter 1 %. Unter konsequenter und richtiger Behandlung heilen Infektionen und Wundheilungsstörungen nach einer Schilddrüsen-OP in der Regel folgenlos aus.

Welche Nebenwirkungen hat man ohne Schilddrüse?

Was passiert, wenn man keine vollständige Schilddrüse mehr hat?

  • Erschöpfung und Müdigkeit.
  • Verstopfung.
  • Gewichtszunahme.
  • kühle, trockene Haut.
  • geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und Augenpartien.
  • stumpfe Haare, Haarausfall.
  • Konzentrationsstörungen.
  • mangelnder Antrieb.

Wie fühlt man sich nach Schilddrüsenentfernung?

Unmittelbar nach dem Eingriff ist Ihr Hals vermutlich geschwollen und fühlt sich verhärtet und taub an. Dies ist völlig normal und lässt mit zunehmender Wundheilung nach. Nach etwa einer Woche sollten Sie Ihren Kopf wieder ohne Schmerzen und Probleme drehen können.

Welche Einschränkungen gibt es nach einer Schilddrüsenoperation?

Nach dem Fadenzug empfehlen wir noch für eine weitere Woche körperliche Schonung. Anschließend sind nach Schilddrüsenoperationen wegen gutartiger Erkrankungen in der Regel keine weiteren körperlichen Einschränkungen mehr erforderlich. Dann kann auch wieder sauniert oder Sport getrieben werden.

Wie hoch ist der Behinderungsgrad nach einer Schilddrüsenentfernung?

In dem Fall, in dem die Schilddrüsenentfernung komplikationslos erfolgt ist, beträgt der GdB im Rahmen der Heilungsbewährung 50.

Was sollte man nach einer Schilddrüsenentfernung nicht essen?

Wurde die Schilddrüse komplett entfernt (Thyreoidektomie), kann man im Prinzip alles essen und trinken, auch mehr oder weniger Jod ist im Prinzip egal.

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