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Wie läuft eine Kaminofen Abnahme ab?

Gefragt von: Frau Dr. Brunhilde Ruf B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2026
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Die Abnahme eines Kaminofens erfolgt durch den zuständigen Schornsteinfeger vor der ersten Inbetriebnahme und prüft Brandschutz, Dichtigkeit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (Abstände, Luftzufuhr). Der Ablauf beinhaltet die Anmeldung, eine Begehung zur Prüfung der gesamten Anlage (Schornstein, Ofen, Rauchrohre) sowie der Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Funkenschutzplatte, Fensterkontaktschalter) und endet mit einem Abnahmeprotokoll. Wichtig: Erst nach der erfolgreichen Abnahme darf der Ofen befeuert werden.

Was wird bei einer Kaminabnahme gemacht?

Der Experte prüft dann, ob der vorhandene Schornstein geeignet ist. Er erklärt, worauf es bei einem neuen Schornstein ankommt und welche Eigenschaften der neue Ofen erfüllen muss. Aufstellbedingungen im Handbuch beachten: Alle Öfen müssen gewisse Mindestabstände zu Wänden oder brennbaren Materialien einhalten.

Was kostet die Abnahme eines Kaminofens beim Schornsteinfeger?

Die Kosten für die Abnahme eines Kaminofens durch den Schornsteinfeger variieren je nach Region und Aufwand, liegen aber meist zwischen 40 und 150 Euro, wobei viele Preise eher im unteren Bereich (<100 €) angesiedelt sind, oft inklusive der Erstellung des Feuerstättenbescheids. Es ist ratsam, vorab ein Angebot vom zuständigen Schornsteinfeger einzuholen, da die Preise nicht bundesweit einheitlich sind. 

Wer darf einen Kaminofen abnehmen?

Im Rahmen der Feuerstättenschau muss jeder neue Kaminofen, Kamin oder Kachelofen vor der Inbetriebnahme durch den zuständigen, bevollmächtigten Schornsteinfeger abgenommen werden. Vor der Abnahme darf ein solcher Einzelofen nicht in Betrieb genommen werden.

Wie wird ein Kamin vom Schornsteinfeger stillgelegt?

Kaminanschluss verschließen: Soll der Kamin dauerhaft stillgelegt werden, wird die Wandöffnung nach der Entfernung des Rauchrohres zugemauert und verputzt. Schornstein verschließen: Die Schornsteinmündung wird mit einer Beton- oder Metallplatte verschlossen.

Was muss man beim Aufstellen eines Kaminofens beachten? | ofenseite.com

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Was kostet es, einen Kamin zu stilllegen?

Die Kosten für die Stilllegung eines Kaminofens variieren je nach Aufwand, aber eine einfache Stilllegung durch eine Fachkraft kann bei etwa 200 Euro liegen, während das Verschließen von Rauchrohr und Schornsteinöffnung durch Mauern und Verputzen hinzukommt. Der Schornsteinfeger ist der wichtigste Ansprechpartner für die offizielle Außerbetriebnahme, welche oft eine schriftliche Erklärung erfordert. Die Entsorgung des Ofens selbst kann zusätzlich Kosten verursachen, je nach Zustand und Material. 

Wie verschließt man einen ungenutzten Schornstein?

Kaminballons oder -kissen gehören zu den einfachsten und günstigsten Methoden, einen Kamin abzudichten . Sie bestehen aus robustem Kunststoff oder Gummi, werden in den Schornsteinzug eingeführt und aufgeblasen, um eine Abdichtung zu schaffen, die Zugluft und das Eindringen von Schmutz verhindert.

Wie einfach ist es, einen Kamin zu entfernen?

Einen Elektrokamin zu entfernen ist so einfach wie ihn aus der Steckdose zu ziehen und ihn wegzustellen . Andere, fest installierte Kaminarten erfordern etwas mehr Aufwand. Gaskamine sind zwar auch komplex, aber deutlich einfacher zu entfernen als ein traditioneller gemauerter Kamin.

Kann man den Kaminfeger frei wählen?

Mehr Freiheiten!

Vielleicht ist man aus persönlichen Gründen mit dem Kaminkehrer unzufrieden oder zweifelt an der fachlichen Kompetenz des bisherigen Schornsteinfegers - dann ist es per Gesetz seit dem 01.01.2013 möglich den Schornsteinfeger zu wechseln und einen neuen frei zu wählen.

Kann man einfach einen Kaminofen selber anschließen?

Ja, man darf einen Kaminofen selbst anschließen, aber nur unter der strengen Bedingung, dass vorher der zuständige Schornsteinfeger informiert wird und die gesamte Installation anschließend von ihm abgenommen und genehmigt werden muss, um die Sicherheit zu gewährleisten und Brände oder Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu vermeiden. Eine unsachgemäße Montage ist gefährlich, daher ist es ratsam, die Anweisungen genau zu befolgen und bei Unsicherheiten einen Fachmann hinzuzuziehen, da Sie andernfalls riskieren, alles neu montieren zu müssen. 

Ist eine Feuerstättenschau für Kaminofen Pflicht?

Die Feuerstättenschau ist eine gesetzlich vorgeschriebene, hoheitliche Prüfung Ihres Kaminofens durch den Bezirksschornsteinfeger, die mindestens alle sieben Jahre zweimal stattfinden muss und der Brandschutz- sowie Betriebssicherheit dient, wobei die Ergebnisse im Feuerstättenbescheid festgehalten werden, der auch Reinigungsfristen bestimmt. Geprüft werden u.a. Aufstellraum, Mindestabstände und Abgassysteme, um Gefahren wie Brände oder Kohlenmonoxidvergiftungen zu vermeiden. 

Was passiert, wenn der Schornsteinfeger die Heizung nicht abnimmt?

Wenn der Schornsteinfeger eine Heizung nicht abnimmt, darf sie nicht betrieben werden, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist; sonst drohen Bußgelder (bis 50.000 €), die Stilllegung der Anlage, Versicherungsschutzverlust und gesundheitliche Gefahren durch Mängel, wie z.B. Gasaustritt oder Rauchgasrückführung, was zu erheblichen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen führt, bis alle Mängel behoben sind. Der Schornsteinfeger meldet das Versäumnis der zuständigen Behörde, die dann Sanktionen verhängt, bis die Abnahme erfolgt ist. 

Welche Öfen müssen ab 2025 stillgelegt werden?

Ab dem 1. Januar 2025 muss laut der "Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes" (1. BImSchV) für die Öfen nachgewiesen werden, dass in den Abgasen nicht mehr als 0,15 Gramm Staub und vier Gramm Kohlenstoffmonoxid pro Kubikmeter Abgasluft enthalten ist.

Kann der Ofen an sein, wenn der Schornsteinfeger kommt?

Ja, der Ofen darf normalerweise an sein, wenn der Schornsteinfeger kommt, und ist oft sogar von Vorteil, da er die Reinigung und Prüfung im laufenden Betrieb (nach Bundes-Immissionsschutzverordnung) erleichtern kann, aber Sie sollten immer den zuständigen Bezirksschornsteinfeger fragen, da der Ofen vor der Inbetriebnahme (z.B. nach längerer Standzeit) oder bei bestimmten Arbeiten kalt und prüfbereit sein muss. 

Wie oft muss ein Kamin abgenommen werden?

Wie oft der Kamin ausgebrannt werden muss, hängt stark von der Nutzung ab; bei häufigem Heizen mit Holz sind oft mehrere Kehrungen pro Jahr (2-4 Mal) durch den Schornsteinfeger nötig, mindestens aber eine jährliche Reinigung gesetzlich vorgeschrieben, um Risiken wie Rußbrand zu vermeiden. Für die laufende Wartung sollte der Schornstein nach jeder Heizperiode gereinigt werden, bei intensiver Nutzung auch öfter, was aber nicht das professionelle Ausbrennen ersetzt. 

Bin ich an den Bezirksschornsteinfeger gebunden?

Als Hauseigentümer sind Sie an Ihren Bezirksschornsteinfeger gebunden und können nicht einfach so einen anderen Betrieb beauftragen, sofern es um die Feuerstättenschau, den Feuerstättenbescheid, das Führen des Kehrbuchs und die Abnahme neuer Anlagen geht.

In welche Räume muss der Schornsteinfeger?

Der Schornsteinfeger muss Zugang zu allen Räumen haben, in denen sich Feuerstätten (Heizungen, Öfen, Kamine), Rauch- und Abgasrohre, Lüftungsanlagen oder dazugehörige Anschlüsse befinden, sowie zu Dachzugängen und Sicherheitsvorrichtungen wie Leitern. Das beinhaltet beispielsweise den Heizungskeller, Wohnzimmer bei Kaminöfen, Dachböden und bei Bedarf sogar andere Räume, wenn dort Abgaswege oder Lüftungssysteme verlaufen, um Brand- und Betriebssicherheit zu gewährleisten. 

Wann muss der Schornsteinfeger den Kamin abnehmen?

Die Abnahme eines neuen Kaminofens durch den Schornsteinfeger ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, bevor er in Betrieb genommen werden darf, um Brandschutz, die Eignung des Schornsteins und die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte (wie des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) zu prüfen. Erst nach dieser Abnahme besteht Versicherungsschutz, weshalb man vorab nicht heizen sollte. Die Kosten liegen meist zwischen 40 und 150 Euro und sind regional unterschiedlich. 

Wie oft muss ich die Asche aus einem Kamin entfernen?

Sie sollten die Asche im Kamin regelmäßig entfernen, idealerweise wenn der Aschekasten etwa zur Hälfte gefüllt ist (ca. alle paar Wochen bis monatlich), aber nie vollständig leer sein sollte, da eine dünne Schicht das Anzünden erleichtert und die Verbrennung verbessert; häufige Nutzung erfordert häufigeres Leeren, während eine tiefe Reinigung der Brennkammer und des Ofens mindestens einmal pro Heizsaison fällig ist. Die Asche muss immer vollständig ausgekühlt sein, um Brandgefahr zu vermeiden, was bis zu 48 Stunden dauern kann. 

Wie weit muss ein Kamin vom Haus entfernt sein?

Mindestabstand zu nicht brennbaren Wänden und Decken: 20 cm. Mindestabstand zu brennbaren Wänden und Decken: 40 cm. Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen (z.B. Möbel, Teppiche) bei Öfen mit Sichtfenster: 80 cm.

Was neutralisiert Kaminrauch?

Was neutralisiert Rauchgeruch? Essig ist dafür bekannt, dass er Gerüche neutralisieren kann. Sie können einen Eimer Wasser mit weißem Essig mischen, ein Tuch damit befeuchten und es im Raum verteilen.

Wie viel kostet es, einen Schornstein zu stilllegen?

Die Kosten für die Stilllegung eines Kamins variieren, aber eine fachgerechte Stilllegung durch einen Schornsteinfeger kostet oft rund 200 Euro für die reine Abnahme und Dokumentation; komplexere Arbeiten wie das Ausbauen des Einsatzes können je nach Aufwand ab 195 € oder mehr kosten, wobei auch Kosten für einen eventuellen Kaminsanierung (500-1.000 €) anfallen können, wenn der Schacht instandgesetzt werden muss. Wichtig ist eine fachkundige Abnahme und die ordentliche Abdichtung mit einer Haube, um Schäden durch Feuchtigkeit zu verhindern, was zusätzliche geringe Kosten verursacht.
 

Wie löscht man einen Schornstein?

Kann der Schornstein trotz eingeleiteter Maßnahmen nicht offen gehalten werden, muss der Kamin gelöscht werden. Dazu muss von unten Löschpulver (Feuerlöscher ABC-Pulver) eingesetzt werden. In der Regel reicht der Inhalt eines 12-Kilogramm- Feuerlöschers aus, um das Feuer zu ersticken.

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