Wie läuft eine Einzelabnahme ab?
Gefragt von: Natascha Opitz | Letzte Aktualisierung: 30. Juli 2026sternezahl: 4.8/5 (18 sternebewertungen)
Eine Einzelabnahme (nach § 19 Abs. 2 oder § 21 StVZO) ist eine umfassende Prüfung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen (AAS) für Fahrzeuge mit nicht genehmigten Umbauten oder Importfahrzeugen, bei der alle technischen Nachweise (Gutachten, Prüfberichte) sowie die konkrete Umsetzung am Fahrzeug geprüft werden, um eine neue Betriebserlaubnis oder einen Nachtrag zu erwirken, da keine einfache Änderungsabnahme (z.B. mit ABE/Teilegutachten) möglich ist, was aufwändiger und teurer ist. Der Prozess beinhaltet das Mitbringen von Fahrzeugschein und Unterlagen, die intensive Prüfung durch den Experten, die Erstellung eines Gutachtens und die anschließende Vorlage bei der Zulassungsstelle zur Erteilung der neuen Betriebserlaubnis.
Wie viel kostet eine Einzelabnahme?
Eine Einzelabnahme kostet in der Regel zwischen 150 € und 500 €, je nach Aufwand, da der Prüfer alles genau prüfen muss, wenn keine ABE oder Teilegutachten vorhanden sind, plus ca. 15–30 € für die Zulassungsstelle zur Eintragung, wobei einfache Fälle bei ca. 100 € starten und komplizierte Umbauten (z.B. Auspuffanlagen mit Geräuschmessung) deutlich mehr verursachen können.
Wie viel kostet die Einzelabnahme beim TÜV?
Die Fristen für Fahrzeuge aller Art finden Sie hier. Die "normale" Hauptuntersuchung kostet im Durchschnitt 90 Euro, doch meist ist eine Kombination von HU und AU sinnvoll. Schließlich fällt beides in der Regel gleichzeitig an. Dabei ergeben sich Kosten von rund 150 Euro.
Wie lange ist eine Einzelabnahme gültig?
Wie lange sind Einzelabnahmen gültig? Die Gültigkeit einer Einzelabnahme ist unbegrenzt, solange keine weiteren Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, die erneut geprüft werden müssen. Wenn das Fahrzeug weiterhin in unverändertem Zustand bleibt, sind keine zusätzlichen Abnahmen erforderlich.
Was passiert bei einer Einzelabnahme?
Was ist eine Einzelabnahme? Die Einzelabnahme ist ein gesondertes Verfahren, dass in der Regel dann erforderlich wird, wenn ein Fahrzeug nicht den allgemeinen Vorschriften entspricht oder eine bauliche Veränderung an einem Fahrzeug vorgenommen worden ist.
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Was braucht man für eine Einzelabnahme?
Für die Einzelabnahme wird der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) sowie alle vorliegenden Dokumente wie Prüfbericht, Festigkeitsgutachten, Vergleichsgutachten, Laborberichte und technische Berichte benötigt.
Was kostet ein Eintrag im Fahrzeugschein?
Welche Gebühren fallen an? Die Eintragung der einer Änderung kostet 12,00 €. Muss aufgrund der Änderung eine neue Betriebserlaubnis erteilt werden, fallen zusätzliche Gebühren in Höhe von 39,80 € an. Es können daneben noch weitere Gebühren anfallen.
Wer darf eine Einzelabnahme machen?
Wer darf eine Einzelabnahme durchführen? Nur amtlich anerkannte Sachverständige dürfen eine Einzelabnahme machen. Die findest Du bei Organisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS oder FSP.
Was kostet eine H-Abnahme?
Eine H-Abnahme (Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO plus Hauptuntersuchung) kostet insgesamt oft zwischen 180 € und 300 €, aufgeteilt in ca. 100 € bis 200 € für das Gutachten und 80 € bis 100 € für die HU, zuzüglich Zulassungsgebühren von 30 €–40 € und Nummernschildkosten von ca. 40 €. Die Gesamtkosten variieren je nach Fahrzeug, Prüforganisation (TÜV, DEKRA etc.) und Region.
Was passiert mit den Oldtimern nach 2035?
Für Oldtimer ändert sich durch das geplante EU-Verbrenner-Aus ab 2035 nichts Grundlegendes: Bereits zugelassene Oldtimer behalten ihren Bestandsschutz, dürfen weiter gefahren, gehandelt und betankt werden, da das Verbot nur für neue PKW-Zulassungen gilt. Auch wenn die EU-Kommission die Regeln gelockert hat, um auch Neuwagen mit E-Fuels zuzulassen, bleibt der Bestandsschutz für bestehende Fahrzeuge bestehen. Allerdings könnten Kraftstoffpreise und die Verfügbarkeit von Tankstellen langfristig ein Thema werden.
Wo macht man eine Einzelabnahme?
Alle Prüforganisationen dürfen eine Einzelabnahmen nach § 21 StVZO durchführen. Neben den bundesweiten TÜV-Prüfzentren dürfen das auch Dekra, GTÜ, KÜS und darauf spezialisierte Sachverständige.
Was ist billiger, TÜV oder DEKRA?
Die Preisdifferenz zwischen TÜV und DEKRA liegt meist bei 5-20 Euro pro Hauptuntersuchung. Größere Unterschiede findest Du oft bei zusätzlichen Leistungen wie Gutachten für Unfallschäden oder Oldtimer-Bewertungen. Regionale Preisunterschiede sind oft ausschlaggebender als die Wahl zwischen TÜV und DEKRA.
Was ist der Unterschied zwischen der Einzelabnahme nach § 19.2 und der Einzelabnahme nach § 21?
Der Unterschied zu normalen Eintragungen nach §19
Der Prüfer schaut sich die Änderung an, trägt sie ein – und fertig. Anders sieht es bei §21-Abnahmen aus: Hier gibt es keine einfache Basis wie ein Gutachten. Der Prüfer muss das komplette Fahrzeug in seiner Gesamtheit bewerten.
Kann ich Felgen ohne Gutachten per Einzelabnahme eintragen lassen?
Ja, Felgen ohne ABE können per Einzelabnahme (§21 StVZO) eingetragen werden. Voraussetzung: Ein Prüfer mit Sondergenehmigung (TÜV, Dekra, KÜS) muss die Felgen begutachten.
Ist eine Einzelabnahme ohne Papiere möglich?
Ohne gültiges Prüfzeugnis muss die Veränderung am Fahrzeug im Einzelfall begutachtet werden. Bei gewissen Umbauten wie etwa Felgen mit Festigkeitsgutachten oder einem Motorradlenker ohne Papiere ist eine Einzelbetriebserlaubnis nicht möglich.
Wann erlischt die Abe?
Die ABE findest du im Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung II) und lautet beispielsweise „ABE 9637/4“ oder „e1*2001/116*0420*“. Diese Betriebserlaubnis bleibt grundsätzlich so lange gültig, bis das Fahrzeug endgültig außer Betrieb gesetzt wird.
Welche Nachteile hat ein H-Kennzeichen?
Ein H-Kennzeichen bringt Nachteile wie anfängliche Kosten für Gutachten, strenge Auflagen für Umbauten (Originalität muss gewahrt bleiben), oft limitierte jährliche Fahrleistung durch die spezielle Versicherung sowie die Notwendigkeit eines Zweitwagens für den Alltag, da viele Versicherer kommerzielle Nutzung oder hohe Kilometerzahlen ausschließen, wobei es sich finanziell nicht immer lohnt, besonders bei kleinen Fahrzeugen, wie dieADAC-Webseite und Württembergische Versicherung-Webseite betonen.
Ist ein Auto mit 25 Jahren ein Oldtimer?
Autos und Motorräder mit historischem Kennzeichen
22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung . 1997 wurde das "historische Kennzeichen", auch H-Kennzeichen genannt, eingeführt. Demnach sind Oldtimer Pkw oder Motorräder, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gebracht wurden, "in einem guten Erhaltungszustand".
Welche Unterlagen brauche ich für eine H-Abnahme?
Für ein H-Gutachten und damit ein H-Kennzeichen muss ein Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein, sich weitestgehend im Originalzustand befinden (zeitgenössische Reparaturen, keine starken Mängel), fahrtüchtig sein und eine gültige Hauptuntersuchung (HU) bestehen, die vom Gutachter (TÜV, DEKRA, GTÜ etc.) bestätigt wird, der das Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO erstellt. Das Fahrzeug dient als "kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut".
Was kostet eine Einzelabnahme ohne Gutachten?
Die Kosten für eine Einzelabnahme nach §19 (2) StVZO variieren je nach Umfang und Art der Fahrzeugänderungen. Typischerweise liegen sie zwischen 100 und 300 Euro.
Kann ich als Einzelunternehmer einen Firmenwagen haben?
Für Einzelunternehmer und Freiberufler
Einzelunternehmer und Freiberufler können ebenfalls Firmenwagen nutzen und die Kosten dafür steuerlich geltend machen.
Wie bekomme ich ein abgemeldetes Fahrzeug zum TÜV?
Um ein abgemeldetes Auto wieder fit für den TÜV zu machen, müssen Sie es entweder mit einem Kurzzeitkennzeichen direkt zur Prüfstelle fahren (wenn es nur kurz abgemeldet war) oder – falls es schon länger abgemeldet ist oder die Frist verstrichen ist – die Wiederzulassung beantragen, wofür Sie die alte HU-Bescheinigung und die Fahrzeugdokumente benötigen, um danach erst zur HU zu können. Für die Fahrt zur HU mit Kurzzeitkennzeichen ist ein Nachweis des Termins nötig, und die Fahrt muss direkt zur Prüfstelle erfolgen.
Ist es erlaubt, ohne Fahrzeugschein ins Ausland zu fahren?
Wenn Sie den Fahrzeugschein im Ausland vergessen oder verloren haben, müssen Sie sofort die örtliche Polizei informieren und eine Verlustbescheinigung ausstellen lassen, die Sie bei Kontrollen vorlegen können und für den Neuantrag in Deutschland benötigen. Kontaktieren Sie auch die deutsche Botschaft oder das Konsulat für Unterstützung und beantragen Sie den Ersatz bei der zuständigen deutschen Zulassungsbehörde (Kfz-Zulassungsstelle) mit dieser Bestätigung sowie Personalausweis/Reisepass und HU-Bericht.
Wie teuer ist eine Eintragung beim TÜV?
Die Kosten für eine TÜV-Eintragung variieren stark, meist zwischen 35 € und 70 € für Standard-Änderungen (z.B. Felgen mit Teilegutachten) und bis zu 120 € - 150 € oder mehr für Einzelabnahmen, wenn keine Papiere vorliegen, da dies mehr Zeit und Aufwand bedeutet. Hinzu kommen oft Gebühren bei der Zulassungsstelle (ca. 10-30 €) und ggf. weitere Kosten für eine neue Betriebserlaubnis bei größeren Änderungen.
Wie teuer sind Kfz-Nummernschilder?
Kfz-Kennzeichen kauft man bei uns bis zu 70% billiger als beim Schildermacher an der Zulassungsstelle. Während an der Zulassungsstelle bis zu 40€ für ein Paar Nummernschilder fällig werden, können Sie bei uns Autokennzeichen bereits ab 5,25€ bestellen.
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