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Wie lange Unterhalt nach 25 Ehejahren?

Gefragt von: Luigi Krause  |  Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2026
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Nach 25 Ehejahren besteht oft ein Anspruch auf unbefristeten nachehelichen Unterhalt, da die lange Ehedauer typischerweise „ehebedingte Nachteile“ begründet, die eine Befristung unwahrscheinlich machen; der Unterhalt endet spätestens mit Wiederheirat oder Tod des Empfängers, aber auch eine Kürzung bei Unbilligkeit oder Erhalt einer Altersrente aus dem Versorgungsausgleich ist möglich.

Wie lange muss ein Ehemann seiner Frau Unterhalt zahlen?

Fehlt es an ehebedingten Nachteilen, wird in der Praxis der nacheheliche Unterhalt üblicherweise auf eine Zeit von 1/3 bis 1/4 der Ehedauer begrenzt. Dauerte die Ehe zum Beispiel von der (standesamtlichen) Heirat bis zur Zustellung des Scheidungsantrags 12 Jahre, ist der Unterhalt für 3-4 Jahre zu bezahlen.

Wie lange nachehelicher Unterhalt nach 20 Jahren Ehe?

Solange ehebedingte Nachteile bestehen, scheidet eine Befristung fast immer aus. Bei einer Ehe von mehr als 20 Jahren kann das Familiengericht Unterhalt auch unbefristet zusprechen (§ 1587b BGB). Allerdings kommt es auch hier auf den Einzelfall an.

Wie lange muss ein Ehegatte nach der Scheidung Unterhalt zahlen?

Nach der Scheidung gibt es Ehegattenunterhalt (nachehelicher Unterhalt) nur in Ausnahmefällen, wenn ein Partner seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann, z.B. wegen Kinderbetreuung, Krankheit oder Alter (Erwerbslosigkeit/Altersteilzeit). Der Anspruch basiert auf Gründen wie Kinderbetreuung (mindestens bis 3 Jahre nach Geburt), Betreuungsunterhalt, Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit oder Aufstockungsunterhalt bei Einkommensunterschieden, wobei die Höhe meist nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet wird (ca. 43-45% des bereinigten Nettoeinkommens des Zahlenden abzüglich Selbstbehalt) und zeitlich befristet sein kann, außer bei ehebedingten Nachteilen. 

Wann fällt der Ehegattenunterhalt weg?

Der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt erlischt mit der Wiederverheiratung, der Begründung einer Lebenspartnerschaftoder dem Tod des Berechtigten. Beim Versterben des Unterhaltspflichtigen erlischt der Unterhaltsanspruch hingegen nicht. Die Verpflichtung geht vielmehr auf dessen Erben über.

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Wann muss man keinen Unterhalt mehr zahlen für die Frau?

Man muss als Ehemann keinen Unterhalt für die Frau zahlen, wenn die Ehefrau selbst genug Einkommen hat, um ihren Lebensbedarf zu decken (Bedürftigkeit entfällt), wenn sie in einer neuen, verfestigten Partnerschaft lebt oder wenn der Unterhaltspflichtige nicht genug eigenes Einkommen hat (Selbstbehalt unterschritten wird). Auch bei bestimmten Gründen, die keine ehebedingten Nachteile darstellen (z.B. kurze Ehe), kann nachehelicher Unterhalt entfallen oder befristet werden.
 

Wann muss man keinen nachehelichen Unterhalt mehr bezahlen?

In § 1579 BGB finden Sie Kriterien, die den nachehelichen Unterhalt ausschließen oder mindern können: Die Ehe hielt weniger als 2 Jahre. Der unterhalsberechtigte Partner hat ein schweres Verbrechen begangen. Der Unterhaltsberechtigte lebt in einer sogenannten verfestigten Lebensgemeinschaft.

Wann ist man zum Ehegattenunterhalt verpflichtet?

Ehegattenunterhalt (Trennungs- und nachehelicher Unterhalt) wird gezahlt, wenn nach Trennung oder Scheidung ein Partner bedürftig ist und der andere leistungsfähig, um den Lebensstandard der Ehe zu sichern oder aufgrund von Kinderbetreuung, Krankheit, Alter oder Erwerbslosigkeit. Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht bereits ab der Trennung (wenn ein Partner ausgezogen ist), nachehelicher Unterhalt wird nach der Scheidung gezahlt, wenn die Bedürftigkeit fortbesteht und Gründe wie Kinderbetreuung (mind. 3 Jahre), Krankheit oder Alter die Erwerbstätigkeit verhindern. 

Wie viel Unterhalt steht einer Frau nach der Scheidung zu?

Erzielt einer der Eheleute kein eigenes Einkommen, beläuft sich der Trennungsunterhalt auf 45 Prozent des vollständigen bereinigten Nettoeinkommens des Partners mit Verdienst. Berufstätigen, die Trennungsunterhalt zahlen müssen, steht dabei ab 2024 ein Selbstbehalt in Höhe von 1.600 Euro zu.

Was steht mir bei einer Scheidung nach 30 Jahren zu?

Nach 30 Jahren Ehe stehen Ihnen bei einer Scheidung vor allem der Versorgungsausgleich (gerechte Teilung der Rentenansprüche) und unter Umständen nachehelicher Unterhalt zu, insbesondere wenn Sie ehebedingte Nachteile haben, der Partner mehr verdient oder Sie nicht arbeiten, da die lange Ehedauer für nachehelichen Unterhalt spricht, der oft auch über einen bestimmten Zeitraum hinaus gewährt wird und die Angleichung der Lebensverhältnisse bis zum Renteneintritt sicherstellen soll. 

Wie hoch ist der Versorgungsausgleich nach 20 Jahren Ehe?

Nach 20 Jahren Ehe wird der Versorgungsausgleich so berechnet, dass alle während dieser Zeit erworbenen Rentenansprüche (gesetzlich, privat, betrieblich) geteilt werden: Jeder Ehepartner gibt die Hälfte seiner während der Ehe erworbenen Anrechte an den anderen ab, was zu einer Halbierung der jeweiligen Rentenanwartschaften führt, um sie fair aufzuteilen. Die genaue Höhe hängt von den individuellen Rentenpunkten oder dem Wert der Anrechte ab, die jeder Partner in diesen 20 Jahren angesammelt hat. 

Wann hat ein Ehepartner Anspruch auf nachehelichen Unterhalt?

Nachehelicher Unterhalt wird gezahlt, wenn ein Partner nach der Scheidung aufgrund bestimmter Gründe (z.B. Kinderbetreuung, Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit) nicht für seinen Lebensunterhalt sorgen kann und der andere Partner leistungsfähig ist, wobei der Anspruch bei rechtskräftiger Scheidung entsteht und begründet werden muss. Er wird nur bei Vorliegen besonderer Tatbestände gewährt und nicht automatisch, um zu verhindern, dass der Bedürftige auf Sozialhilfe angewiesen ist.
 

Wann ist nachehelicher Unterhalt unbillig?

Der nacheheliche Unterhalt kann insbesondere in folgenden Fällen unbillig (§§ 1578b, 1579) sein: Kurze Dauer der Ehe (2-3 Jahre), insbesondere bei der Altersehe. Schwere Verfehlung des Unterhaltsberechtigten gegenüber dem Unterhaltsverpflichteten, z.B. Körperverletzung.

Wie hoch ist der Unterhalt nach 20 Jahren Ehe?

Nach 20 Jahren Ehe sind die Chancen auf längerfristigen oder sogar unbefristeten nachehelichen Unterhalt deutlich erhöht, da die lange Ehedauer selbst als Argument für nacheheliche Solidarität gilt und ehebedingte Nachteile (z.B. Karriere für die Familie zurückgestellt) oft angenommen werden, was eine Befristung erschweren kann, auch wenn Einzelfallprüfung und die Möglichkeit der Wiederheirat oder neuen Lebensgemeinschaft eine Rolle spielen. 

Wann muss man für seine Ex-Frau Unterhalt zahlen?

Man muss als Mann Unterhalt für die Frau zahlen, wenn die Ehe getrennt ist (Trennungsunterhalt) oder nach der Scheidung (nachehelicher Unterhalt), weil sie aufgrund von Kinderbetreuung, Krankheit, Alter oder Arbeitslosigkeit ihren eigenen Bedarf nicht decken kann, der andere Partner leistungsfähig ist und die Ehe lange genug bestand, um Unterhaltsansprüche zu rechtfertigen. Der Unterhalt dient dazu, die ehelichen Lebensverhältnisse während der Trennung aufrechtzuerhalten und sichert den bedürftigen Partner ab, bis dieser für sich selbst sorgen kann (Erwerbsobliegenheit).
 

Kann nachehelicher Unterhalt ausgeschlossen werden?

Ein Verzicht auf nachehelichen Unterhalt ist möglich, muss aber notariell beurkundet werden (oder gerichtlich protokolliert), um wirksam zu sein, und darf nicht sittenwidrig sein oder den Sozialstaat belasten (z.B. durch Existenzgefährdung). Ein Verzicht auf Trennungsunterhalt ist hingegen gesetzlich unzulässig. Solche Vereinbarungen werden oft im Ehevertrag getroffen, um nach der Scheidung klare Verhältnisse zu schaffen. 

Wie lange muss der Ehemann Unterhalt an die Frau zahlen?

Die Dauer des Unterhalts für die Ex-Frau hängt stark vom Einzelfall ab, wobei der Trennungsunterhalt bis zur Scheidung gezahlt wird und danach der nacheheliche Unterhalt beginnt, der je nach Betreuung der Kinder, Ehedauer, Alter, Gesundheitszustand und Wiedereingliederung ins Berufsleben befristet oder auch unbefristet sein kann – oft wird der Unterhalt an die Kinderbetreuungszeit (mindestens bis zum 3. Geburtstag des Kindes) gekoppelt, aber auch ein lebenslanges Recht bei altersbedingter Erwerbsunfähigkeit ist möglich, wie die Aachener Kanzlei für Familienrecht und die Kanzlei Hasselbach betonen. 

Wie hoch ist der Unterhalt für die Frau bei Scheidung?

Bei einer Scheidung bekommt die Frau je nach Situation Unterhalt (Trennungs- und nachehelicher Unterhalt) sowie einen Anteil am während der Ehe erwirtschafteten Vermögen (Zugewinnausgleich), wenn sie ohne Ehevertrag in der Zugewinngemeinschaft lebten; Anspruch besteht auf Versorgungsausgleich (Rentenanwartschaften) und gegebenenfalls den Ehegattenunterhalt, der sich nach Einkommensdifferenz richtet (oft 3/7 bzw. 45 % des Einkommens des Partners). 

Wie viel Unterhalt bei 3000 € netto?

Bei 3000 € Nettoeinkommen liegt der Kindesunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle (Stand 2025/2026) je nach Alter des Kindes im Bereich von ca. 555 € (0-5 Jahre) bis 798 € (ab 18 Jahre), wobei der konkrete Betrag in der Einkommensgruppe 2.901 € – 3.300 € liegt und nach Abzug des Kindergeldes den Zahlbetrag ergibt, der sich nach unten ändern kann, wenn der betreuende Elternteil ebenfalls gut verdient. 

Wann muss man keinen Unterhalt zahlen für die Frau, neuer Partner?

Verwirkung Trennungsunterhalt bei Zusammenziehen mit neuem Partner. Nach einer aktuellen Entscheidung des OLG Oldenburg kann der Anspruch auf Trennungsunterhalt bereits dann entfallen, wenn der bedürftige Ehepartner seit mehr als einem Jahr in einer verfestigten Lebensgemeinschaft mit einem neuen Partner lebt.

Wie lange muss der Ehegatte nach der Scheidung Unterhalt zahlen?

Nach der Scheidung kann ein Ehepartner nachehelichen Unterhalt fordern, wenn er sich nicht selbst versorgen kann (z.B. wegen Kinderbetreuung, Krankheit, Arbeitslosigkeit), wobei die Höhe oft 43-45 % des bereinigten Nettoeinkommens des besserverdienenden Ex-Partners beträgt, abzgl. Selbstbehalt (ca. 1.600 €). Der Anspruch besteht nur, wenn ein besonderer Grund (z.B. ehebedingte Nachteile) vorliegt und ist zeitlich begrenzt, abhängig von der Ehedauer und dem Unterhaltsgrund.
 

Wann muss der Mann keinen Unterhalt für die Frau zahlen?

Man muss als Ehemann keinen Unterhalt für die Frau zahlen, wenn die Ehefrau selbst genug Einkommen hat, um ihren Lebensbedarf zu decken (Bedürftigkeit entfällt), wenn sie in einer neuen, verfestigten Partnerschaft lebt oder wenn der Unterhaltspflichtige nicht genug eigenes Einkommen hat (Selbstbehalt unterschritten wird). Auch bei bestimmten Gründen, die keine ehebedingten Nachteile darstellen (z.B. kurze Ehe), kann nachehelicher Unterhalt entfallen oder befristet werden.
 

Wann erlischt der nacheheliche Unterhalt?

Nachehelicher Unterhalt muss heutzutage nicht mehr “bis in alle Ewigkeit” geleistet werden. In den meisten Fällen kann der Unterhalt vielmehr über kurz oder lang nach der Scheidung eingestellt werden.

Unter welchen Umständen muss man keinen Unterhalt mehr zahlen?

Für volljährige Kinder muss dann kein Unterhalt mehr gezahlt werden, wenn das Kind entweder ausreichende Einkünfte hat, um sich selbst versorgen zu können oder wenn der Unterhalt zahlende Elternteil nicht genügend verdient.

Wie lange habe ich Anspruch auf nachehelichen Unterhalt?

Wie lange nachehelicher Unterhalt gezahlt werden muss, hängt vom konkreten Einzelfall ab. Maßgeblich sind zum einen die Unterhaltsgründe und zum anderen die Bedürftigkeit der Person, die den Unterhalt empfängt. In der Praxis wird der nacheheliche Unterhalt häufig auf eine Zeit von 1/3 bis ¼ der Ehedauer begrenzt.