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Wie lange kann man in der Schweiz abtreiben?

Gefragt von: Herr Dr. Ismail Horn MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 1. April 2026
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In der Schweiz kann eine Schwangerschaft bis zur 12. Schwangerschaftswoche (gerechnet ab der letzten Menstruation) selbstbestimmt abgebrochen werden, wobei die Frau ein Beratungsgespräch führen muss. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Abbruch nur noch straffrei, wenn eine medizinische Indikation besteht, die eine schwerwiegende körperliche oder seelische Notlage abwendet, wobei der Grad der Gefahr mit fortschreitender Schwangerschaft zunimmt. Der medikamentöse Abbruch ist meist bis zur 9. Woche möglich, danach erfolgt er oft durch einen chirurgischen Eingriff.

Bis wann darf abgetrieben werden in der Schweiz?

Fristenregelung. In der Schweiz kann eine Frau bis zur 12. Schwangerschaftswoche selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden (Strafgesetzbuch, Art. 119).

Bis wann kann man spätestens abtreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Kann man im 7. Monat abtreiben?

Nach der neuen Rechtslage ist ein Abbruch auch im 7. Bis 8. Monat möglich.

Kann man nach der 12. SSW noch abtreiben?

Ja, eine Abtreibung nach der 12. Schwangerschaftswoche (gerechnet ab letzter Regelblutung) ist in Deutschland möglich, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, entweder aus medizinischer Indikation oder bei Vorliegen einer kriminologischen Indikation (z.B. Vergewaltigung) oder aufgrund einer schwerwiegenden psychischen Notlage der Frau, die durch eine Indikationsbescheinigung belegt werden muss, was einen intensiveren Beratungsprozess erfordert. Die reguläre Fristenregelung (Beratungspflicht) endet mit der 12. Woche nach Empfängnis (ca. 14. Woche nach letzter Regel).
 

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Kann man im 4. Monat abtreiben?

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate ohne Vorliegen eines medizinischen Grundes abgebrochen werden kann. Voraussetzung ist, dass vor dem Abbruch ein Aufklärungsgespräch stattfindet und der Abbruch von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird.

Wann ist die Spättabtreibung?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Kann man im 9. Monat abtreiben?

Ein medikamentöser Abbruch ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche seit Beginn der letzten Menstruation (Monatsblutung) möglich. Er erstreckt sich über mehrere Tage. Wo kann ich einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen?

Wie funktioniert Spättabtreibung?

Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.
 

Wie lange abtreiben bei Trisomie 21?

Ein Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist in Deutschland bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) ohne besondere Begründung möglich (Fristenlösung) und danach bis zur 22. SSW als medizinische Indikation, wenn eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, was durch eine Diagnose der Behinderung des Kindes erfüllt sein kann, wobei bei späten Abbrüchen eine Tötung des Fötus vor der Geburtseinleitung nötig ist. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert oft eine intensive Beratung.
 

Ist Abtreibung schmerzhaft für das Kind?

Sie kann in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Zur örtlichen Betäubung bekommen Sie eine Spritze rechts und links vom Muttermund, dies ist wenig oder gar nicht schmerzhaft. In einigen Praxen wird vor dem Eingriff ein Beruhigungsmittel gegeben, wodurch Sie ein wenig schläfrig werden.

Kann man im 2. Monat abtreiben?

Ja, ein Abbruch im 2. Monat (ca. 8 Wochen nach letzter Periode) ist in Deutschland möglich und unter bestimmten Bedingungen straffrei, nämlich wenn seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind, eine verpflichtende Beratung erfolgt ist und der Abbruch ärztlich durchgeführt wird. Der medikamentöse Abbruch ist oft bis zur 9. Woche möglich, während chirurgische Methoden bis zur 12. Woche nach Empfängnis angewendet werden können.
 

Was tun bei ungewollter Schwangerschaft?

Bei einer ungewollten Schwangerschaft solltest du dich umgehend an eine ärztliche Beratungsstelle (z.B. Pro Familia, AWO) oder deinen Gynäkologen/ Hausarzt wenden, um alle Optionen (Schwangerschaftsabbruch, Austragen mit Unterstützung) zu besprechen und einen notwendigen Beratungsschein zu erhalten; auch anonyme Hilfe gibt es beim Hilfetelefon 0800 40 40 020. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und ergebnisoffen, um dir bei der Entscheidungsfindung zu helfen, bevor du ggf. eine Abtreibung in Betracht ziehst, die in Deutschland meist innerhalb der ersten 12 Wochen straffrei möglich ist.
 

Wie sind die Abtreibungsregeln in der Schweiz?

In der Schweiz ist ein Schwangerschaftsabbruch nicht strafbar, wenn die Frau ihn innerhalb von zwölf Wochen nach Beginn ihrer letzten Menstruation schriftlich beantragt und eine Notlage geltend machen kann . Der Arzt muss die Angelegenheit ausführlich mit der Frau besprechen und sie über die verschiedenen Möglichkeiten beraten.

Bis wann spätestens abtreiben?

Spätabtreibungen sind in Deutschland bis zur 22. Schwangerschaftswoche (SSW) nach § 218a Abs. 4 StGB erlaubt, wenn eine ärztlich festgestellte Indikation (z.B. eine schwerwiegende Beeinträchtigung der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Schwangeren) vorliegt und eine Beratung stattgefunden hat. Der Abbruch wird dann als Geburt eingeleitet, oft mit vorherigem Fetozid (Herzstillstand), um ein Überleben zu verhindern.
 

Was ist, wenn ich im dritten Monat schwanger bin und das Baby nicht will?

Im dritten Schwangerschaftsmonat empfiehlt der Arzt in der Regel einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch , in seltenen Fällen wird jedoch ein chirurgischer Eingriff durchgeführt.

Wie viel kostet eine Spättabtreibung?

Kosten nach der Beratungsregelung

Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz?

Der chirurgische Schwangerschaftsabbruch wird in Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Einige Spitäler oder Arztpraxen bieten auch Lokalanästhesie an. Der Eingriff erfolgt im Spital (ambulant oder wenn nötig stationär) oder in einer Arztpraxis, die dafür eingerichtet ist.

Kann man in der 20. SSW noch abtreiben?

Nach 20 Schwangerschaftswochen wird in der Regel vor Induktion des Abbruchs ein Fetozid durchgeführt. Wichtig ist eine angemessene psychische Betreuung und Unterstützung der betroffenen Eltern, auch bei einem frühen Schwangerschaftsabbruch.

Bis wann ist eine Spättabtreibung möglich?

Es dürfen seit der Empfängnis (Befruchtung) nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Dies entspricht der 14. Schwangerschaftswoche, wenn vom ersten Tag der letzten Monatsblutung gerechnet wird.

Kann man in der 12. SSW noch abtreiben?

Liegt eine medizinische Indikation vor, ist der Schwangerschaftsabbruch auch nach der 12. Schwangerschaftswoche straffrei möglich.

In welcher SSW ist die höchste Abortrate?

Die meisten Fehlgeburten ereignen sich in den ersten 12 Schwangerschaftswochen, insbesondere in den Wochen 7 bis 10, da dies eine kritische Phase der Organentwicklung ist und chromosomale Anomalien häufiger auftreten. Danach sinkt das Risiko mit jeder Woche erheblich; nach der 10. Woche liegt es nur noch bei etwa 0,5 %. 

Wie läuft ein Schwangerschaftsabbruch im späten Stadium ab?

Fast alle Schwangerschaftsabbrüche ab der 21. Schwangerschaftswoche werden mittels Dilatation und Kürettage (D&K) durchgeführt (93–95 % laut CDC-Daten). Dabei wird der Gebärmutterhals erweitert und das Schwangerschaftsgewebe mit einer Zange, gegebenenfalls unter Absaugung, entfernt.

Wie lange abtreiben Trisomie 21?

Ein Schwangerschaftsabbruch wegen Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist in Deutschland bis zur 12. Schwangerschaftswoche (SSW) ohne besondere Begründung möglich (Fristenlösung) und danach bis zur 22. SSW als medizinische Indikation, wenn eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter besteht, was durch eine Diagnose der Behinderung des Kindes erfüllt sein kann, wobei bei späten Abbrüchen eine Tötung des Fötus vor der Geburtseinleitung nötig ist. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren ab und erfordert oft eine intensive Beratung.
 

Wie läuft ein später Schwangerschaftsabbruch ab?

Ein Spätabbruch (nach der 12. SSW) wird meist bei medizinischer Indikation (schwere Kindesfehlbildung, mütterliche Belastung) nach Beratung und Untersuchung durchgeführt, wobei ab ca. der 20./22. Woche ein Fetozid (Herzstillstand) per Injektion erfolgt, um das Kind vor der Einleitung der Wehen zu töten, da es sonst lebensfähig wäre. Der Ablauf beinhaltet Beratung, Untersuchung, ggf. Fetozid und die Einleitung der Geburt, oft mit Sedierung, und erfordert eine enge psychologische Begleitung für die Eltern.