Wie lange ist die Kündigungsfrist bei 10 Jahren?
Gefragt von: Sabine Funke-Heim | Letzte Aktualisierung: 8. Mai 2026sternezahl: 5/5 (73 sternebewertungen)
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitgeber vier Monate zum Ende des Kalendermonats, gemäß § 622 Abs. 2 Nr. 4 BGB; für Arbeitnehmer gilt in der Regel die kürzere Frist von einem Monat, falls nichts anderes vereinbart, aber der Arbeitgeber muss die längere Frist einhalten.
Welche Kündigungsfrist habe ich nach 10 Jahren?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitgeber vier Monate zum Ende eines Kalendermonats, § 622 Abs. 2 Nr. 4 BGB. Für Arbeitnehmer bleibt die reguläre Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende bestehen, es sei denn, der Arbeits- oder Tarifvertrag sieht längere Fristen vor, die aber nicht kürzer sein dürfen.
Was habe ich für eine Kündigungsfrist, wenn ich selber kündige?
Wenn Sie selbst kündigen, gilt grundsätzlich eine gesetzliche Mindestkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 BGB). In einem Arbeits- oder Tarifvertrag können jedoch längere Fristen vereinbart sein, die Sie einhalten müssen; oft wird auch für Arbeitnehmer die verlängerte Frist des Arbeitgebers übernommen. Während der Probezeit sind es zwei Wochen.
Wie hoch ist die Abfindung nach 10 Jahren?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die Regelabfindung oft das 0,5-fache Ihres Bruttomonatsgehalts pro Jahr, also etwa 5 Monatsgehälter (z.B. bei 3.500 € Gehalt ca. 17.500 €), was sich als grobe Faustformel durchsetzt, aber individuell verhandelt wird, da kein genereller gesetzlicher Anspruch besteht (außer bei betriebsbedingter Kündigung).
Welche Kündigungsfristen gelten, wenn der Arbeitnehmer kündigt?
Die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer beträgt grundsätzlich vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 BGB). Während der Probezeit (max. 6 Monate) sind es zwei Wochen zu jedem beliebigen Tag. Die Frist kann sich durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder den Arbeitsvertrag ändern, wobei längere Fristen meist nur für den Arbeitgeber gelten, aber auch für Arbeitnehmer vereinbart werden können, insbesondere bei längerer Betriebszugehörigkeit (z.B. 1 Monat ab 2 Jahren, 2 Monate ab 5 Jahren, bis zu 7 Monaten ab 20 Jahren).
Notice periods: What you should know
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Wie lange hat man Kündigungsfrist, wenn man selber kündigt?
Wenn Sie selbst kündigen, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Diese Frist kann sich durch längere Vereinbarungen im Arbeits- oder Tarifvertrag verlängern, darf aber nicht kürzer sein als die gesetzliche Mindestfrist. Es gibt auch kürzere Fristen während der Probezeit (meist zwei Wochen) oder die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung bei wichtigen Gründen.
Was steht mir nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit zu?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit haben Sie oft eine stärkere Verhandlungsposition bei einer Kündigung, insbesondere bezüglich einer Abfindung (oft nach Faustformel: 0,5 Monatsgehälter pro Jahr), und einen Anspruch auf eine längere gesetzliche Kündigungsfrist (mindestens 4 Monate für Sie). Auch in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) können sich Vorteile durch längere Laufzeiten ergeben, und Sie haben spätestens nach 10 Jahren einen Anspruch auf eine eigene gesetzliche Rente.
Bei welcher Kündigung gibt es Abfindung?
Eine Abfindung bei Kündigung gibt es nicht automatisch, sondern meist als Ergebnis einer Verhandlung, oft im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses (als Vergleich) oder durch einen Aufhebungsvertrag, um das Prozessrisiko für Arbeitgeber zu minimieren. Auch ein Sozialplan bei Betriebsänderungen oder § 1a KSchG bei betriebsbedingten Kündigungen können zu Abfindungen führen. Die Zahlung wird fällig, sobald das Arbeitsverhältnis endet, meist nach der Kündigungsfrist, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Was bleibt mir netto von einer Abfindung?
Eine Nettoabfindung ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern (hauptsächlich Einkommensteuer über die sogenannte Fünftelregelung) von einer Bruttoabfindung übrig bleibt; Sozialabgaben fallen keine an, aber der Arbeitgeber zahlt die Abfindung meist brutto, um die steuerliche Last zu minimieren, was eine steuerfreie Auszahlung vortäuschen kann, aber die Steuerpflicht bleibt bestehen und wird im Folgejahr über die Steuererklärung verrechnet. Die Höhe der Nettoabfindung hängt stark von Ihrem individuellen Steuersatz, Steuerklasse und eventuellen weiteren Einkünften ab, weshalb ein Brutto-Netto-Rechner oder Steuerberater für eine genaue Berechnung hilfreich sind, um zu sehen, wie viel tatsächlich nach Abzug der Einkommensteuer übrig bleibt.
Was verliere ich, wenn ich selber kündige?
Ansprüche der Arbeitnehmer:innen
- Lohn/Gehalt bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses,
- anteilige Sonderzahlungen laut Kollektivvertrag oder Arbeitsvertrag bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses,
- Urlaubsersatzleistung.
Ist es besser, selbst zu kündigen oder gekündigt zu werden?
Generell ist es für Arbeitnehmer vorteilhafter, gekündigt zu werden (oder einen Aufhebungsvertrag abzuschließen), da eine Eigenkündigung oft eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ALG) nach sich zieht und die Verhandlungsposition schwächt. Selbst kündigen ist nur ratsam, wenn bereits ein neuer Job sicher ist, um schneller wechseln zu können oder toxische Umfelder zu verlassen; andernfalls sollte man versuchen, den Arbeitgeber zum Handeln zu bewegen, idealerweise über einen Aufhebungsvertrag, der Vorteile wie Abfindungen oder schnellere Freistellung ermöglicht.
Wie kann ich kündigen, ohne Sperre zu bekommen?
Um eine Sperre beim Arbeitslosengeld bei einer Eigenkündigung zu vermeiden, brauchen Sie einen wichtigen Grund (z.B. Mobbing, unzumutbare Arbeitsbedingungen, gesundheitliche Probleme belegt durch Atteste) oder müssen einen neuen Job antreten; auch ein Aufhebungsvertrag mit neuer Stelle kann helfen, aber keine Lust oder ein besser bezahlter Job sind keine Gründe; Sie müssen sich rechtzeitig arbeitslos melden und alle Nachweise dem Arbeitsamt vorlegen.
Welche Kündigungsfrist gilt für einen Arbeitnehmer mit einer Beschäftigungsdauer von 10 Jahren?
Eine Kündigungsfrist von 4 Monaten zum Monatsende gilt gesetzlich für Arbeitnehmer, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 10 Jahre besteht, wobei es sich oft auf den Arbeitgeber bezieht, der verlängerte Fristen hat; maßgeblich sind jedoch Arbeits- oder Tarifvertrag, die davon abweichen können und oft längere Fristen für Arbeitgeber vorsehen, die sich mit der Betriebszugehörigkeit erhöhen (z. B. 4 Monate ab 8 Jahren bei manchen Tarifverträgen). Der letzte Arbeitstag ist dabei immer der 30. oder 31. eines Monats, je nachdem, wie die Kündigung ausgesprochen wurde.
Was sollte in die Kündigung geschrieben werden?
Hiermit kündige ich meine Stelle als [Ihre Berufsbezeichnung] bei [Name des Unternehmens/der Organisation]. Meine Kündigungsfrist beträgt [X Wochen/Monate]. Mein letzter Arbeitstag ist voraussichtlich der [Datum]. Bitte teilen Sie mir mit, falls dies nicht zutrifft. [Optional] Bitte teilen Sie mir mit, wie viel Resturlaub und Gehalt mir noch zusteht.
Kann ein Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag kündigen?
Ja, Arbeitgeber können auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag kündigen, aber nur bei Vorliegen von betrieblichen, personenbedingten oder verhaltensbedingten Gründen (Kündigungsschutzgesetz), nach Ablauf der Probezeit, wenn das KSchG greift, und müssen dabei gesetzliche oder vertragliche Fristen einhalten sowie die Kündigung schriftlich aussprechen (§ 623 BGB). Mündliche Kündigungen oder Kündigungen per E-Mail sind unwirksam.
Wie viele Jahre muss ich arbeiten, um eine Abfindung zu bekommen?
der Arbeitnehmer ist 50 Jahre oder älter und war mindestens 15 Jahre in dem Betrieb beschäftigt, so kann die Abfindung bis zu 15 Monatsverdiensten betragen, der Arbeitnehmer ist 55 Jahre oder älter und sein Arbeitsverhältnis bestand mindestens 20 Jahre, so ist eine Abfindung bis zu 18 Monatsverdiensten möglich.
Wann ist eine Kündigung ohne Abfindung möglich?
Soziale Rechtfertigung: Eine ordentliche Kündigung ohne Abfindung setzt einen der drei im KSchG genannten Kündigungsgründe voraus: dringende betriebliche Erfordernisse (z.B. Personalabbau), Gründe in der Person des Arbeitnehmers (z.B. langandauernde Krankheit) oder Gründe im Verhalten (z.B. wiederholtes ...
Habe ich Anspruch auf Abfindung, wenn ich selber kündige?
Eine Abfindung bei eigener Kündigung ist grundsätzlich nicht gesetzlich vorgesehen, da der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis selbst beendet. Eine Zahlung ist nur in Ausnahmefällen denkbar, wenn der Arbeitgeber zur Kündigung motiviert hat (z.B. bei Mobbing, schlechten Bedingungen), man sich im gegenseitigen Einvernehmen trennt (Aufhebungsvertrag), oder der Arbeitgeber eine fristlose, berechtigte Eigenkündigung akzeptiert, etwa wegen schwerwiegender Pflichtverletzungen des Arbeitgebers. Ansonsten nimmt man sich durch die Eigenkündigung die Chance auf eine Abfindung.
Wie hoch ist die Abfindung bei 10 Jahre Betriebszugehörigkeit?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit liegt die Regelabfindung oft bei 0,5 bis 1 Bruttomonatsgehältern pro Jahr, was bei 10 Jahren zu einer Spanne von etwa 5 bis 10 Monatsgehältern führt, also beispielsweise 5.000 € bis 20.000 € bei einem Bruttogehalt von 2.000 € bis 4.000 €, wobei die tatsächliche Höhe stark von Verhandlungen, Alter und Kündigungsschutz abhängt und oft auch höher ausfallen kann.
Welche Kündigungsfrist habe ich als Arbeitnehmer nach 10 Jahren?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer immer noch die Standardfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 1 BGB), während sich die Frist für Arbeitgeber auf vier Monate zum Monatsende verlängert (§ 622 Abs. 2 BGB). Arbeits- oder Tarifverträge können längere Fristen vorsehen, aber nie kürzere für Arbeitnehmer, die über 10 Jahre im Unternehmen sind.
Hat man nach 10 Jahren Kündigungsschutz?
Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit verlängern sich die gesetzlichen Kündigungsfristen für Arbeitgeber in Deutschland auf vier Monate zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 2 BGB) und Sie genießen einen gestärkten Kündigungsschutz, da die Interessenabwägung bei einer Kündigung stärker zu Ihren Gunsten ausfällt und die Chance auf eine Abfindung bei einer erfolgreichen Klage steigt.
Wie lange sind die Kündigungsfristen, wenn der Arbeitgeber kündigt?
Während Arbeitnehmer:innen das Dienstverhältnis grundsätzlich unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist zum Monatsletzten beenden können, haben Arbeitgeber:innen (üblicherweise) längere Kündigungsfristen einzuhalten, die abhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses sechs Wochen bis zu fünf Monate betragen.
Wie lang ist meine Kündigungsfrist, wenn ich selber kündige?
Für die Kündigung durch den Arbeitnehmer gilt stets die Mindestkündigungsfrist von vier Wochen bzw. eine eventuelle längere vertragliche Frist. Während der bis zu sechsmonatigen Probezeit beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen, es sei denn, es wurde eine längere Kündigungsfrist vereinbart.
Ist eine Kündigung wegen Krankheit bei einem unbefristeten Vertrag möglich?
Ja, auch ein unbefristeter Vertrag kann wegen Krankheit gekündigt werden, aber nur unter engen Voraussetzungen (personenbedingte Kündigung) nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), falls es greift. Der Arbeitgeber muss eine negative Zukunftsprognose (häufige oder lang andauernde Fehlzeiten), eine erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen und eine Interessenabwägung nachweisen. Eine Kündigung während der Krankheit ist möglich, aber die Kündigung wegen der Krankheit ist strenger geregelt.
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