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Wie lange ist der Führerschein weg bei 3 Promille?

Gefragt von: Hans-Martin Schuster  |  Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2026
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Bei 3 Promille liegt eine schwere Straftat vor, die den Entzug der Fahrerlaubnis für 6 Monate bis 5 Jahre (oder sogar lebenslang) nach sich zieht, plus Geld-/Freiheitsstrafe, Punkte und oft eine MPU-Auflagen (ab 1,6 Promille), weil die „absolute Fahruntüchtigkeit“ (ab 1,1 Promille) mit Unfallfolgen oder schwerem Fehlverhalten einhergeht, was die Sperrfrist massiv verlängert.

Was passiert bei 3 Promille?

Bei 3 Promille tritt eine schwere akute Alkoholvergiftung ein, die zu Bewusstlosigkeit, Atemlähmung und Koma führen kann – Lebensgefahr besteht ab etwa 3,5 Promille, oft mit tödlichem Ausgang durch Atemstillstand. Körperlich sind starke Kreislauf- und Gleichgewichtsstörungen, tiefe Schläfrigkeit, Muskelerschlaffung, Gedächtnislücken und Erbrechen die Folge. Individuelle Toleranzen existieren, aber 3 Promille bedeuten fast immer den Verlust der körperlichen und geistigen Kontrolle bis hin zum lebensbedrohlichen Zustand. 

Wie lange kann man 3 Promille abbauen?

Für den Abbau von 3 Promille benötigt der Körper mindestens 15 Stunden, eher 20 bis 30 Stunden oder länger, da die Leber im Durchschnitt nur 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde abbaut und dieser Vorgang nicht beschleunigt werden kann. Bei 3 Promille können es also ca. 15 Stunden (bei 0,2 Promille/Std.) bis ca. 30 Stunden (bei 0,1 Promille/Std.) sein, wobei Faktoren wie Geschlecht, Gewicht und Lebergesundheit eine große Rolle spielen. 

Wann erhält man ein 9-Monate-Fahrverbot?

Es geht auch noch länger: 9 Monate Fahrverbot

Wer ein 9-Monate-Fahrverbot erhält, hat – so wie auch schon bei einem Sechsmonats-Fahrverbot – nicht nur eine Verkehrsordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat begangen. Wurde diese mit drei Punkten in Flensburg bestraft, droht ein 9-Monate-Fahrverbot.

Wie lange verliert man den Führerschein bei 1,4 Promille?

Beträgt der Alkoholgehalt im Blut 1,6 Promille oder mehr, ist der Führerschein zumindest sechs Monate weg. Im Wiederholungsfall für die Dauer von zumindest zwölf Monaten. Geisterfahrer: 6 Monate in jedem Fall. Eine Geisterfahrt auf der Autobahn wird mit einem Führerscheinentzug von mindestens sechs Monaten bestraft.

Keine MPU bei 1,3 Promille Alkohol am Steuer

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Darf man nach einem Fahrverbot sofort wieder fahren?

Wenn sich Ihre Sperre dem Ende nähert, können Sie die Wiedererteilung Ihrer Fahrerlaubnis beantragen. Hierfür ist eine Gebühr an die DVLA zu entrichten. Sobald dies geschehen ist, können Sie wieder fahren, sobald die Sperre abgelaufen ist , auch wenn Sie die Fahrerlaubnis noch nicht physisch zurückerhalten haben.

Wann 6 Monate Führerscheinentzug?

Ein 6-monatiger Führerscheinentzug droht meist wegen schwerer Verkehrsdelikte (Alkohol/Drogen, illegale Autorennen, Unfallflucht mit Personenschaden), dem Erreichen von 8 oder mehr Punkten in Flensburg oder bei medizinisch-psychologischen Mängeln (Krankheiten, charakterliche Eignung). Im Gegensatz zu einem Fahrverbot bei Ordnungswidrigkeiten (bis max. 3 Monate), was den Führerschein nur vorübergehend einzieht, muss bei Entzug die Fahrerlaubnis nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden.
 

Kann man trotz Fahrverbot zur Arbeit fahren?

Nein, trotz Fahrverbot darf man nicht zur Arbeit fahren, da dies eine Straftat (Fahren ohne Fahrerlaubnis) ist und empfindliche Strafen wie Geld- oder sogar Haftstrafen nach sich ziehen kann. Ausnahmen gibt es nur in extrem seltenen Härtefällen, wenn ein drohender Jobverlust nachgewiesen wird und keine zumutbaren Alternativen (ÖPNV, Fahrrad, etc.) existieren. In der Regel muss man den Führerschein abgeben und auf andere Verkehrsmittel ausweichen. 

Wie lange gilt ein Fahrverbot bei Trunkenheit am Steuer?

Die Dauer, wie lange der Führerschein weg ist, hängt stark vom Promillewert ab: Bei 0,5 bis 1,09 Promille droht ein ein- bis dreimonatiges Fahrverbot (Ordnungswidrigkeit); bei 1,1 Promille und mehr wird der Führerschein entzogen (Straftat), mit Sperrfristen von mindestens 6 Monaten bis 5 Jahren (oft 10-12 Monate bei 1,8 Promille), oft verbunden mit einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung), besonders bei Unfällen oder Wiederholungstätern. 

Wie lange dauert es bis ein Strafbefehl kommt für Trunkenheit?

Nach einer Trunkenheitsfahrt dauert es meist mehrere Wochen bis wenige Monate, bis ein Strafbefehl ergeht, abhängig von der Auslastung der Staatsanwaltschaft/Gericht und der Komplexität des Falls (Blutprobeauswertung, Ermittlungen). In einfachen Fällen kann es 4-6 Wochen nach der Kontrolle dauern, komplexere Fälle auch 4-6 Monate oder länger. Schnelle Post gibt es meist vom Labor (2-4 Wochen), dann folgt der eigentliche Bescheid. 

Kann man mit 3 Promille noch laufen?

Nein, mit 3 Promille kann man normalerweise nicht mehr sicher gehen, da dies eine extrem hohe Blutalkoholkonzentration ist, die zu starker Sedierung, Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit und Koma führen kann und die motorischen Fähigkeiten stark beeinträchtigt, sodass selbst das Laufen extrem unsicher oder unmöglich ist. Obwohl es keine offizielle Promillegrenze fürs reine Gehen gibt, sind die körperlichen Auswirkungen bei diesem Wert lebensbedrohlich.
 

Was spült Alkohol aus dem Körper?

Alkohol wird hauptsächlich in der Leber abgebaut, wo er in Acetaldehyd und dann in harmlose Essigsäure umgewandelt wird, die als Wasser und Kohlendioxid ausgeschieden wird. Ein kleiner Teil wird über Atemluft, Schweiß und Urin direkt ausgeschieden, aber das beschleunigt den Abbau nicht wirklich, da die Leber mit konstanter Geschwindigkeit arbeitet (ca. 0,1–0,2 Promille/Stunde). Kaffee, Duschen oder Bewegung helfen nicht beim „Ausschwitzen“, sie können den Abbau der Leber nicht beschleunigen.
 

Hat man nach 10 Stunden noch Restalkohol?

Nach der Faustformel, dass nur ca. 0,1 Promille stündlich abgebaut werden, dauert es folglich 10 Stunden, bis eine Blutalkoholkonzentration von 1,0 Promille vom Körper verarbeitet wird.

Wann muss man wegen Alkohol zur MPU?

Eine MPU wegen Alkohol wird in Deutschland in der Regel ab 1,6 Promille zwingend angeordnet, aber auch schon ab 1,1 Promille, wenn zusätzliche Anzeichen für Alkoholmissbrauch vorliegen, wie z.B. fehlende Ausfallerscheinungen (kein Torkeln, Schlangenlinienfahren), was auf eine Gewöhnung hindeutet. Wiederholte Fahrten unter Alkohol können auch bei Werten unter 1,1 Promille eine MPU nach sich ziehen. 

Wann bei Alkohol ins Krankenhaus?

Bei einer Alkoholvergiftung muss sofort der Notruf (112 in Deutschland) gewählt werden, wenn die Person bewusstlos ist, unregelmäßig oder gar nicht atmet, Krampfanfälle hat, sich unterkühlt anfühlt oder stark zittert und schwitzt, da dies lebensbedrohliche Zustände sind. Auch anhaltendes Erbrechen oder eine schwere Verwirrung sind Gründe, um professionelle Hilfe zu rufen, da eine starke Vergiftung tödlich enden kann. 

Wie fühlt man sich bei 3 Promille?

ab 3,0 Promille:

  1. Bewusstlosigkeit.
  2. Gedächtnisverlust.
  3. schwache Atmung.
  4. Unterkühlung.
  5. Reflexlosigkeit.

Wie lange Führerscheinsperre bei Alkohol?

Die Dauer, wie lange der Führerschein weg ist, hängt stark vom Promillewert ab: Bei 0,5 bis 1,09 Promille droht ein ein- bis dreimonatiges Fahrverbot (Ordnungswidrigkeit); bei 1,1 Promille und mehr wird der Führerschein entzogen (Straftat), mit Sperrfristen von mindestens 6 Monaten bis 5 Jahren (oft 10-12 Monate bei 1,8 Promille), oft verbunden mit einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung), besonders bei Unfällen oder Wiederholungstätern. 

Wie lange dauert ein Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer?

Ein Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer dauert unterschiedlich lange: Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren (ab 0,5 Promille) führt meist innerhalb von 4-6 Wochen zum Bußgeldbescheid. Ein Strafverfahren (ab 1,1 Promille oder bei Ausfallerscheinungen) kann mit einem Strafbefehl oder Gerichtsverfahren 3-6 Monate oder länger dauern, abhängig von der Auslastung der Behörden und Gerichte. 

Wann bekommt man 9 Monate Fahrverbot?

9 Monate Fahrverbot werden bei Straftatten im Straßenverkehr verhängt. 9 Monate Fahrverbot: Der Führerschein ist dann erst einmal weg. Wer mit Alkohol am Steuer oder nach der Einnahme von Drogen in eine Polizeikontrolle gerät, behält seinen Führerschein aller Voraussicht nach nicht mehr lange.

Welche Fahrzeuge darf ich trotz Fahrverbot noch fahren?

Fahren von E-Bikes, S-Pedelecs und Mofas nicht erlaubt

Jedoch kann es in einigen Fällen Ausnahmen geben. Wenn das Fahrverbot beispielsweise nur für bestimmte Arten von Kraftfahrzeugen gilt, können unter Umständen E-Bikes, S-Pedelecs, E-Scooter, Mofas und Fahrräder mit elektrischem Antrieb erlaubt sein.

Wird der Arbeitgeber bei Führerscheinentzug informiert?

Merke: Ob der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber über den Führerscheinentzug oder ein Fahrverbot informieren muss, hängt davon ab, wie stark seine Arbeitsleistung davon betroffen ist. §241 Abs. 2 BGB verpflichtet den Arbeitnehmer nur dann zur Mitteilung, wenn der Arbeitgeber dadurch Arbeitsabläufe ändern muss.

Wie lange dauert ein Fahrverbot im Februar?

Besonders häufig erteilen die Behörden ein einmonatiges Fahrverbot. Wie lange ein Monat Fahrverbot genau dauert, hängt ab vom gewählten Monat. Denn ein Fahrverbot wird nach Kalenderzeit bemessen. Das heißt, es kann 28 oder 29 Tage (im Februar), 30 oder 31 Tage (in den anderen Monaten) dauern.

Wann bekommt man seinen Führerschein nicht wieder?

Geschwindigkeitsüberschreitung. Fährst du außerhalb der geschlossenen Ortschaft mehr als 40 km/h zu schnell, erhältst du ein Fahrverbot. Innerorts gilt das ab 31 km/h. Auch Personen, die innerhalb von 12 Monaten zweimal die Geschwindigkeit um mehr als 26 km/h überschritten haben, müssen den Führerschein abgeben.

Wie lange ist der Führerscheinentzug bei Alkohol?

0,40 bis 0,59 mg/l: Bei erstmaliger Begehung Entzug der Lenkberechtigung für 1 Monat und Anordnung eines Verkehrscoachings. 0,60 bis 0,79 mg/l: Bei erstmaliger Begehung Entzug der Lenkberechtigung für mindestens 4 Monate und Anordnung einer Nachschulung.

Wann ist der Führerschein mit 6 Monaten weg?

Ein 6-monatiger Führerscheinentzug droht meist wegen schwerer Verkehrsdelikte (Alkohol/Drogen, illegale Autorennen, Unfallflucht mit Personenschaden), dem Erreichen von 8 oder mehr Punkten in Flensburg oder bei medizinisch-psychologischen Mängeln (Krankheiten, charakterliche Eignung). Im Gegensatz zu einem Fahrverbot bei Ordnungswidrigkeiten (bis max. 3 Monate), was den Führerschein nur vorübergehend einzieht, muss bei Entzug die Fahrerlaubnis nach Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden.