Wie lange gibt es noch Kurzarbeit?
Gefragt von: Franz Josef Fuhrmann | Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (75 sternebewertungen)
Die Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld beträgt grundsätzlich 12 Monate, kann aber durch aktuelle Verordnungen befristet auf bis zu 24 Monate verlängert werden (aktuell bis Ende 2025/2026). Nach Ablauf der maximalen Frist können Betriebe erst nach einer dreimonatigen Unterbrechung und erneuter Anzeige wieder Kurzarbeitergeld beantragen, wobei ab 2027 wieder die 12-Monats-Regel gilt.
Wie lange ist aktuell Kurzarbeit möglich?
Ab 01.01.2027 kann Kurzarbeitergeld wieder längstens für 12 Monate bezogen werden. Wie wirkt sich ein Hinzuverdienst / eine Nebenbeschäftigung auf die Höhe des Kurzarbeitergeldes aus? Hat die oder der Beschäftigte schon vor Beginn der Kurzarbeit eine Nebentätigkeit durchgeführt, hat das keine Auswirkungen.
Wie lange ist Kurzarbeit möglich 2025?
Die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld beträgt weiterhin 24 Monate. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Betroffene Unternehmen haben damit Planungssicherheit bis Ende 2026.
Wird die Kurzarbeit 2026 verlängert?
Das Bundeskabinett hat am 17. Dezember die »Vierte Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld« beschlossen. Damit wird die Bezugsdauer für das KUG auf bis zu 24 Monate, längstens bis 31.12.2026 verlängert.
Welche Alternativen gibt es zur Kurzarbeit?
Drei Alternativen zur Kurzarbeit.
- Urlaubsgewährung. ...
- Flexi II. ...
- Altersteilzeit.
Short-time work: The seven most important questions for employees
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Welche Mitarbeiter dürfen keine Kurzarbeit machen?
Von Kurzarbeit ausgeschlossen sind hauptsächlich Minijobber, Rentner, Bezieher von Krankengeld und Auszubildende (es sei denn, sie werden übernommen). Auch Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis gekündigt ist oder durch einen Aufhebungsvertrag endet, haben keinen Anspruch. Werkstudenten können ebenfalls oft ausgeschlossen sein, je nach vertraglicher Gestaltung und Sozialversicherungspflicht, und Personen, die geförderte Weiterbildungsmaßnahmen besuchen.
Welche Nachteile hat Kurzarbeit für den Arbeitnehmer?
Nachteile der Kurzarbeit für Arbeitnehmer sind reduziertes Nettoeinkommen (trotz Ausgleich), die Gefahr einer Steuernachzahlung wegen des Progressionsvorbehalts, geringere Rentenansprüche (wenn auch abgefedert) und mögliche psychische Belastungen sowie Existenzängste; auch können bürokratentliche Aufwände für Anträge anfallen und es besteht das Risiko der willkürlichen Steuerung durch den Arbeitgeber.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter der Kurzarbeit nicht zustimmt?
Wenn diese Zustimmung verweigert wird, dürfen Arbeitgeber nicht deshalb kündigen. Sie können aber eine Änderungskündigung oder eine Beendigungskündigung aussprechen.
Wann bekommt man 80% Kurzarbeitergeld?
Kinderlose Beschäftigte erhalten nun bis zu 80 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts ersetzt – abhängig von der Dauer des Bezugs. Für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind, das im gleichen Haushalt lebt, wird das Kurzarbeitergeld auf bis zu 87 Prozent erhöht.
Was passiert, wenn Kurzarbeit endet?
Beispiel: Durch Betriebsvereinbarung ist geregelt, dass bei Beendigung des Kurzarbeitergeldes der Arbeitnehmer wieder voll beschäftigt wird. In dem Fall muss der Arbeitnehmer wieder seine normale Arbeitszeit leisten und erhält bis zum Ablauf der Kündigungsfrist auch sein volles Gehalt.
Was passiert nach 12 Monaten Kurzarbeit?
Nach 12 Monaten Kurzarbeit endet der Anspruch auf Kurzarbeitergeld, und Arbeitnehmer kehren zur regulären Arbeitszeit zurück, sofern keine Verlängerung gewährt wird; ab 2026 gilt wieder die reguläre Höchstbezugsdauer von 12 Monaten, wobei Ausnahmen für Betriebe, die vor 2026 in Kurzarbeit waren, möglich sind, und Arbeitgeber planen müssen, ob sie zur Vollarbeit zurückkehren, umstrukturieren oder Alternativen prüfen.
Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die Rente aus?
Kurzarbeit wirkt sich nur geringfügig negativ auf die Rente aus, da Arbeitnehmer weiter rentenversichert bleiben und Arbeitgeber zusätzliche Beiträge auf Basis von 80 % des ausgefallenen Entgelts zahlen. Das bedeutet, die Beiträge werden auf Basis des reduzierten Lohns plus einem Aufstockungsbetrag berechnet, was den Rentenverlust minimiert und die spätere Rente nur unwesentlich mindert, z.B. nur wenige Euro pro Jahr Kurzarbeit.
Was passiert bei Krankheit während Kurzarbeit?
Wenn jemand während Kurzarbeit krank wird, behält er seinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG) für die Ausfallzeiten, erhält aber zusätzlich Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber (oft nur das gekürzte "Ist-Entgelt") für die tatsächlichen Arbeitstage, bis die sechswöchige Lohnfortzahlungspflicht endet, danach gibt's Krankengeld von der Krankenkasse. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach dem ursprünglichen, ungekürzten Gehalt, was finanziell besser sein kann als die Kurzarbeit selbst.
Wie lange dauert die Kurzarbeit 2025?
Aufgrund der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat die Bundesregierung die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von zwölf auf bis zu 24 Monate erhöht. Die Verordnung zur verlängerten Bezugsdauer tritt am 1. Januar 2025 in Kraft.
Ist 100% Kurzarbeit möglich?
Tatsächlich arbeiten Beschäftigte in Kurzarbeit „kürzer“ als es in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist oder auch gar nicht, dann befinden sie sich in Kurzarbeit 0 oder zu 100 Prozent in Kurzarbeit. Wichtig dabei ist: Nur vorübergehend wird die regelmäßige Arbeitszeit im Betrieb reduziert oder ausgesetzt.
Ist eine Kündigung trotz Kurzarbeit möglich?
Ja, eine Kündigung während der Kurzarbeit ist möglich, sowohl durch Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber, wobei die üblichen Kündigungsfristen gelten, aber der Anspruch auf Kurzarbeitergeld mit Zugang der Kündigung entfällt. Arbeitgeber müssen für betriebsbedingte Kündigungen höhere Gründe als nur den vorübergehenden Arbeitsmangel darlegen, während Arbeitnehmer bei Eigenkündigung eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld riskieren. Die Gehaltszahlung bis zum Ende der Frist hängt von Vereinbarungen ab, oft gibt es das volle Gehalt, aber rechtlich ist das umstritten.
Wie viel Urlaub muss ich vor der Kurzarbeit einnehmen?
Arbeitnehmende müssen grundsätzlich vor dem Bezug von Kurzarbeitergeld vorrangig ihren Resturlaub aus dem Vorjahr einsetzen. Etwas anderes gilt nur, wenn vorrangige Urlaubswünsche der Arbeitnehmenden zur anderweitigen Nutzung des Resturlaubs entgegenstehen.
Was spart der Arbeitgeber durch Kurzarbeit?
67 % der Soll-Entgelt-Differenz (= Unterschiedsbetrag aus pauschaliertem Nettoentgelt zwischen Soll-Entgelt und Ist-Entgelt). Zwar ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Kurzarbeitergeld an den Arbeitnehmer vorzustrecken, er spart hier jedoch effektiv die Nettolohnkosten für die entfallenden Arbeitsstunden.
Wer darf nicht in Kurzarbeit?
Von Kurzarbeit ausgeschlossen sind hauptsächlich Minijobber, Rentner, Bezieher von Krankengeld und Auszubildende (es sei denn, sie werden übernommen). Auch Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis gekündigt ist oder durch einen Aufhebungsvertrag endet, haben keinen Anspruch. Werkstudenten können ebenfalls oft ausgeschlossen sein, je nach vertraglicher Gestaltung und Sozialversicherungspflicht, und Personen, die geförderte Weiterbildungsmaßnahmen besuchen.
Wie viele Stunden darf man bei Kurzarbeit arbeiten?
Bei Kurzarbeit werden die vertraglich vereinbarten Arbeitsstunden reduziert, meist zwischen 10 und 100 Prozent (Kurzarbeit Null), wobei Arbeitnehmer die tatsächlich gearbeiteten Stunden leisten und für die ausgefallenen Stunden Kurzarbeitergeld (60-67 % des Nettolohns) erhalten. Die genaue Stundenzahl hängt vom Betrieb ab, muss aber dokumentiert werden, und der Arbeitsausfall muss mindestens 10 % der üblichen Arbeitszeit betragen.
Können gekündigte Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden?
Nein, Kurzarbeit (KUG) ist mit einer Kündigung grundsätzlich nicht vereinbar, da der Anspruch auf KUG mit dem Zugang der Kündigung entfällt, egal ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber kündigen. Der Sinn des KUG ist der Erhalt des Arbeitsplatzes, der durch die Kündigung wegfällt. Mit der Kündigung übernimmt der Arbeitgeber wieder die volle Lohnzahlung bis zum Vertragsende, wobei die genaue Höhe der Vergütung oft durch Arbeits- oder Tarifverträge geregelt wird.
Können nur einzelne Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen?
Die Kurzarbeit kann sich auf den ganzen Betrieb beziehen oder in Abteilungen im Betrieb eingeführt werden. Einzelne Arbeitnehmer können jedoch nicht willkürlich herausgepickt werden.
Warum muss man bei Kurzarbeit so viel Steuern nachzahlen?
Warum kann es dennoch in zahlreichen Fällen zu einer Steuernachzahlung kommen? Grund dafür ist der sogenannte “Progressionsvorbehalt”. Das heißt: Das Kurzarbeitergeld erhöht den Steuersatz. Auf die steuerpflichtigen Einkünfte müssen also höhere Steuern gezahlt werden.
Wie viel Geld verliert man durch Kurzarbeit?
Bei Kurzarbeit zahlt die Bundesagentur für Arbeit den betroffenen Beschäftigten 60 Prozent des üblichen Gehaltes für die ausgefallene Arbeit. Menschen mit Kindern erhalten ein Kurzarbeitergeld in Höhe von 67 Prozent des ausgefallenen Anteils des Nettoentgelts.
Kann mein Chef mich kurzfristig aus der Kurzarbeit holen?
Wenn die Arbeitszeit während der Kurzarbeitsphase reduziert wird, stellt sich auch die Frage nach der Abrufbereitschaft während der Kurzarbeit. Dem Arbeitgeber ist es grundsätzlich möglich, den Arbeitnehmer zurückzurufen, damit er direkt wieder voll beschäftigt wird.
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