Wie lange dauert Neuberechnung Unterhalt?
Gefragt von: Birgitt Ruf | Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (41 sternebewertungen)
Eine Neuberechnung des Unterhalts dauert in der Regel wenige Tage bis Wochen, abhängig davon, wie schnell alle erforderlichen Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen; bei einer Klage vor Gericht kann der Prozess deutlich länger dauern, bis ein neuer Unterhaltstitel erlassen wird, aber die eigentliche Berechnung selbst ist oft schnell erledigt, wenn die Basis stimmt, und wird oft von Anwälten oder dem Jugendamt übernommen. Eine generelle Neubewertung ist alle zwei Jahre möglich, aber auch bei wesentlichen Einkommensänderungen sofort.
Wie lange dauert eine Unterhaltsberechnung beim Jugendamt?
Die Dauer der Unterhaltsberechnung durch das Jugendamt ist nicht pauschal festlegbar, hängt aber stark von Ihrer Mitarbeit ab: Nach einer Beratung (ca. 30-60 Min.) geht es oft schnell, teils in Tagen, wenn Sie alle nötigen Unterlagen sofort liefern, aber es kann sich auch länger ziehen (ggf. Wochen), wenn Dokumente fehlen, Nachweise nötig sind oder der Unterhaltspflichtige schwer zu erreichen ist, wobei eine gerichtliche Klage bis zu 6 Monate dauern kann.
Wann wird der Kindesunterhalt neu berechnet?
Kindesunterhalt wird neu berechnet, wenn sich das Einkommen des Unterhaltspflichtigen ändert (Gehaltserhöhung, Arbeitslosigkeit etc.) oder wenn das Kind älter wird und in eine neue Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle fällt (z.B. 0-5, 6-11, 12-17 Jahre), was alle paar Jahre automatisch passiert, zuletzt 2025 und wieder 2026. Eine Neuberechnung kann auch bei einer Änderung der Betreuungssituation (z.B. Kind zieht aus) oder durch die jährliche Aktualisierung der Düsseldorfer Tabelle erfolgen, die oft mit dem Kindergeld gekoppelt ist.
Kann Unterhalt rückwirkend neu berechnet werden?
Nein, Unterhalt wird grundsätzlich nicht rückwirkend berechnet, sondern erst ab dem Zeitpunkt der Aufforderung oder der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens. Rückwirkend kann Unterhalt nur unter bestimmten Voraussetzungen gefordert werden, hauptsächlich wenn der Unterhaltspflichtige in Verzug gesetzt wurde (z. B. durch eine Mahnung mit Fristsetzung zur Auskunft) oder wenn ein Sonderbedarf geltend gemacht wird (z.B. Erstausstattung Baby, Brille), der unverhältnismäßig hoch ist.
Wie beantrage ich eine Neuberechnung für Unterhalt?
Um eine Unterhaltsneuberechnung zu beantragen, müssen Sie beim Familiengericht eine Abänderungsklage einreichen, wenn sich die Einkommensverhältnisse wesentlich geändert haben (meist >10 %), oder bei Kindesunterhalt zuerst den Unterhaltspflichtigen zur Auskunft auffordern, um rückwirkend ab dem Auskunftsmonat zu fordern. Wichtig ist der Nachweis einer wesentlichen Änderung der Lebensumstände und die Einhaltung der Fristen, um den Anspruch nicht zu verlieren.
Kindesunterhalt einfach erklärt
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Kann der Unterhaltspflichtige eine Neuberechnung beantragen?
Da die Geschäftsgrundlage in diesem Fall mangels Kenntnis der Bemessungsgrundlagen und Umstände für den Unterhalt nicht an die neuen Verhältnisse seit Vertragsschluss angepasst werden kann, hat im Rahmen einer Abänderungsklage eine Neuberechnung des Unterhalts zu erfolgen.
Wird Unterhalt automatisch neu berechnet?
Jede Unterhaltsberechnung ist immer nur eine Momentaufnahme. Sie ist nur gültig, solange sich die Einkommensverhältnisse nicht ändern. Früher oder später ändern sich aber die Einkommensverhältnisse, so dass dann neu zu prüfen ist, ob sich dadurch auch der Unterhalt ändert.
Was kostet eine Abänderungsklage für Kindesunterhalt?
Der Streitwert bestimmt sich grundsätzlich aus dem jährlichen Zahlbetrag. Wird gerichtlich beispielsweise eine Änderung von Unterhalt in Höhe von monatlich 200 € geltend gemacht €, dann beträgt der Streitwert 2400 €. Die Kosten für den Rechtsanwalt betragen dann derzeit 606,10 €.
Wie oft darf Kindesunterhalt neu berechnet werden?
Wie oft kann man den Unterhalt prüfen lassen? Ein Auskunftsanspruch besteht beim Unterhalt alle zwei Jahre.
Kann der Vater den Kindesunterhalt neu berechnen lassen?
Um den Unterhalt als Vater neu berechnen zu lassen, müssen Sie einen Abänderungsantrag beim Familiengericht stellen, wenn bereits ein Titel existiert, oder eine Anpassung mit dem Jugendamt oder einem Anwalt besprechen, wenn sich Ihre Einkommensverhältnisse, die Zahl der Kinder oder andere rechtliche Umstände geändert haben (z.B. durch Volljährigkeit des Kindes oder Wechselmodell), da der Unterhalt dynamisch ist und an die aktuelle Situation angepasst werden muss, um ihn zu senken oder zu erhöhen.
Wie lange ist eine Unterhaltsberechnung gültig?
Eine Unterhaltsberechnung dauert in der Regel wenige Tage bis Wochen, abhängig davon, wie schnell alle erforderlichen Unterlagen vorliegen und ob Sie einen Anwalt oder das Jugendamt beauftragen; bei Online-Diensten kann es von 20 Minuten bis zu einigen Tagen dauern, während Gerichtsverfahren länger dauern können und bei Dringlichkeit eine einstweilige Anordnung möglich ist. Der Hauptfaktor ist die Vollständigkeit Ihrer Dokumente (Einkommensnachweise etc.).
Wann darf der Vater den Kindesunterhalt kürzen?
Ein Vater darf den Kindesunterhalt nicht einfach selbst kürzen, sondern nur, wenn sich die Einkommensverhältnisse wesentlich ändern oder bei ausgedehntem Umgang, wobei dann eine Anpassung über das Gericht oder Jugendamt nötig ist. Kürzungen sind möglich bei deutlich reduziertem Einkommen (unter Selbstbehalt), wenn das Kind eigenes Einkommen hat, oder bei sog. "Tabletten-Fällen" im Rahmen des erweiterten Umgangs, wobei dies eine Anpassung des Titels erfordert.
Wie oft prüft das Jugendamt Unterhalt?
Das Jugendamt prüft den Unterhalt nicht regelmäßig nach einem festen Zeitplan, sondern anlassbezogen, wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern (z.B. Gehaltssteigerung oder Arbeitslosigkeit), der Unterhaltspflichtige nicht zahlt oder die Voraussetzungen für Unterhaltsvorschuss jährlich neu geprüft werden müssen. Es fordert bei Bedarf Auskünfte bei Arbeitgebern oder Finanzämtern an, um die korrekte Höhe festzulegen, da jede Berechnung eine Momentaufnahme ist.
Ist die Unterhaltsberechnung vom Jugendamt falsch?
Wenn das Jugendamt den Unterhalt falsch berechnet, dürfen Sie die Berechnung nicht einfach akzeptieren, sondern müssen aktiv werden: Legen Sie schriftlich Widerspruch ein, machen Sie Ihre eigenen Einwände begründet geltend und lassen Sie eine eigene, korrekte Unterhaltsberechnung (am besten durch einen Anwalt) erstellen, um das Risiko einer gerichtlichen Durchsetzung zu vermeiden, falls Sie die Jugendamtsurkunde nicht unterschreiben wollen. Ignorieren Sie die Fristen nicht, aber handeln Sie überlegt und holen Sie sich professionelle Hilfe, da die Materie komplex ist.
Wer trägt Anwaltskosten bei Kindesunterhalt?
Bei Kindesunterhalt trägt in der Regel die Partei die Anwaltskosten, die den Prozess verliert; oft wird aber auch eine Kostenteilung vereinbart, wobei jede Seite ihre eigenen Anwaltskosten zahlt und Gerichtskosten geteilt werden, insbesondere bei Einigung, und bei Zahlungsverzug des Unterhaltspflichtigen können die Anwaltskosten als Verzugsschaden zusätzlich geltend gemacht werden. Wer finanziell nicht in der Lage ist, kann Verfahrenskostenhilfe (VKH) beantragen, die staatliche Unterstützung für Anwalt und Gerichtskosten.
Wann kommt die neue Unterhaltsberechnung?
Unterhalt wird neu berechnet, wenn sich die Einkommensverhältnisse wesentlich ändern (meist 10 %ige Steigerung), bei Aktualisierungen der Düsseldorfer Tabelle (OLG Düsseldorf (jährlich) oder des Kindergeldes, aber auch alle zwei Jahre auf Verlangen (allgemeiner Auskunftsanspruch nach § 1605 BGB). Ein dynamischer Unterhaltstitel passt sich automatisch an, wenn sich die Bedarfssätze ändern, bei statischen Titeln muss eine Neufestsetzung beantragt werden, wenn eine Einkommensänderung (z.B. durch Gehaltserhöhung, Jobwechsel) zu einem höheren Bedarf führt.
Wie lange dauert eine Klage wegen Unterhalt?
Hinweis: Eine Unterhaltsklage kann insgesamt bis zu 6 Monate dauern. Grundsätzlich ist die Dauer aber individuell – diesbezüglich eine pauschale Aussage zu treffen, ist nicht seriös.
Wie kann ich meinen Unterhaltstitel neu berechnen lassen?
Um einen Unterhaltstitel neu berechnen zu lassen, müssen Sie eine wesentliche Änderung der Verhältnisse (z.B. Einkommenssteigerung, Jobwechsel, Geburt eines weiteren Kindes) nachweisen und entweder eine außergerichtliche Einigung (Jugendamt, Anwalt) oder eine Abänderungsklage beim Familiengericht einreichen, da eine rückwirkende Änderung nur ab dem Zeitpunkt der Klage möglich ist. Ein Fachanwalt für Familienrecht hilft bei der Neuberechnung und dem Verfahren, da dies oft komplex ist und eine fundierte neue Berechnung erfordert.
Hat das Einkommen der Mutter beim Kindesunterhalt berücksichtigt?
Ja, das Einkommen der Mutter ist relevant, aber primär bei volljährigen Kindern und wenn der betreuende Elternteil selbst über ein deutlich höheres Einkommen als der barunterhaltspflichtige Elternteil verfügt – dann kann eine anteilige Beteiligung der Mutter am Barunterhalt gefordert werden, da der Unterhaltsbedarf nach dem gemeinsamen Einkommen beider Elternteile ermittelt wird, wobei der betreuende Elternteil seine Leistung durch Betreuung erbringt. Bei minderjährigen Kindern richtet sich der Unterhalt meist nur nach dem Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils, aber auch hier kann das höhere Einkommen der Mutter zu einer geringeren Quote des anderen Elternteils führen, solange dem Betreuenden noch ein deutlicher Vorteil bleibt.
Wann muss der Kindesunterhalt angepasst werden?
Eine Änderung des Unterhaltsbetrages kann nur verlangt werden, wenn die korrekte Rechnung nach aktuellen Einkommensverhältnissen eine Veränderung um mindestens 10 % ergibt. Die Veränderung der Einkommensverhältnisse muss nachhaltig sein.
Wann macht sich das Jugendamt strafbar?
Das Jugendamt macht sich strafbar, wenn es seine gesetzlichen Pflichten verletzt, etwa bei einer rechtswidrigen Inobhutnahme (z.B. ohne "Gefahr in Verzug" oder richterlichen Beschluss, § 42 SGB VIII), durch Verletzung von Datenschutzpflichten (z.B. Herausgabe von Meldedaten an Dritte ohne Berechtigung, § 68 SGB X), bei Verletzung von Gültigen Umgangsregelungen (z.B. § 235 StGB bei Behinderung des Umgangs) oder durch vorsätzliche falsche Verdächtigungen, die ein gerichtliches Verfahren auslösen (§ 164 StGB). Grundsätzlich muss es eine Abwägung treffen, aber eine Untätigkeit bei akuter Kindeswohlgefährdung kann ebenfalls zu rechtlichen Problemen führen.
Wann darf der Unterhalt neu berechnet werden?
Unterhalt wird neu berechnet, wenn sich die Einkommensverhältnisse wesentlich ändern (meist 10 %ige Steigerung), bei Aktualisierungen der Düsseldorfer Tabelle (OLG Düsseldorf (jährlich) oder des Kindergeldes, aber auch alle zwei Jahre auf Verlangen (allgemeiner Auskunftsanspruch nach § 1605 BGB). Ein dynamischer Unterhaltstitel passt sich automatisch an, wenn sich die Bedarfssätze ändern, bei statischen Titeln muss eine Neufestsetzung beantragt werden, wenn eine Einkommensänderung (z.B. durch Gehaltserhöhung, Jobwechsel) zu einem höheren Bedarf führt.
Wie wert man sich gegen das Jugendamt?
Widerspruch einlegen: Eltern können gegen Entscheidungen des Jugendamts schriftlich Widerspruch einlegen, wenn sie damit nicht einverstanden sind. 3. Gerichtliche Überprüfung: Falls nötig, können Eltern eine Maßnahme des Jugendamtes vor dem Familien- oder Verwaltungsgericht auch gerichtlich überprüfen lassen.
Wer zahlt die Abänderungsklage für Kindesunterhalt?
Wer am Ende für die Kosten des Verfahrens trägt, richtet sich bei der Abänderungsklage den Unterhalt betreffend nach dem Ausgang des Verfahrens: Dem Antrag auf Abänderung des Unterhalts wird stattgegeben: Die Gerichts- und Anwaltskosten sind vom Antragsgegner zu tragen.
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