Wie lange darf man in Kurzarbeit sein?
Gefragt von: Elfriede Geyer | Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2026sternezahl: 4.8/5 (61 sternebewertungen)
Kurzarbeit kann aktuell bis zu 24 Monate dauern, eine Verlängerung durch die Bundesregierung gilt für Betriebe bis Ende 2026, danach greift wieder die gesetzliche Regeldauer von maximal 12 Monaten. Die Verlängerung auf 24 Monate gilt einheitlich für das gesamte Unternehmen oder eine Betriebsabteilung und muss bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt werden, um Planungssicherheit zu schaffen.
Was passiert nach 12 Monaten Kurzarbeit?
Nach 12 Monaten Kurzarbeit endet der Anspruch auf Kurzarbeitergeld, und Arbeitnehmer kehren zur regulären Arbeitszeit zurück, sofern keine Verlängerung gewährt wird; ab 2026 gilt wieder die reguläre Höchstbezugsdauer von 12 Monaten, wobei Ausnahmen für Betriebe, die vor 2026 in Kurzarbeit waren, möglich sind, und Arbeitgeber planen müssen, ob sie zur Vollarbeit zurückkehren, umstrukturieren oder Alternativen prüfen.
Wie lange darf man maximal Kurzarbeit machen?
Die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld beträgt weiterhin 24 Monate. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Betroffene Unternehmen haben damit Planungssicherheit bis Ende 2026.
Kann man Kurzarbeit nach 12 Monaten verlängern?
Eine Verlängerung darüber hinaus ist nicht möglich.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter der Kurzarbeit nicht zustimmt?
Wenn diese Zustimmung verweigert wird, dürfen Arbeitgeber nicht deshalb kündigen. Sie können aber eine Änderungskündigung oder eine Beendigungskündigung aussprechen.
#19 Nebentätigkeit und Kurzarbeit
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Welche Mitarbeiter dürfen nicht in Kurzarbeit?
Von Kurzarbeit ausgeschlossen sind hauptsächlich Minijobber, Rentner, Bezieher von Krankengeld und Auszubildende (es sei denn, sie werden übernommen). Auch Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis gekündigt ist oder durch einen Aufhebungsvertrag endet, haben keinen Anspruch. Werkstudenten können ebenfalls oft ausgeschlossen sein, je nach vertraglicher Gestaltung und Sozialversicherungspflicht, und Personen, die geförderte Weiterbildungsmaßnahmen besuchen.
Können gekündigte Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden?
Nein, Kurzarbeit (KUG) ist mit einer Kündigung grundsätzlich nicht vereinbar, da der Anspruch auf KUG mit dem Zugang der Kündigung entfällt, egal ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber kündigen. Der Sinn des KUG ist der Erhalt des Arbeitsplatzes, der durch die Kündigung wegfällt. Mit der Kündigung übernimmt der Arbeitgeber wieder die volle Lohnzahlung bis zum Vertragsende, wobei die genaue Höhe der Vergütung oft durch Arbeits- oder Tarifverträge geregelt wird.
Wie wirkt sich Kurzarbeit auf die Rentenversicherung aus?
Wer in Kurzarbeit geht, bleibt gesetzlich rentenversichert. Betroffene erhalten in dieser Zeit ein geringeres Entgelt, für das auch niedrigere Beiträge auf dem Rentenkonto eingezahlt werden. Auf die spätere Rente wirkt sich Kurzarbeit trotzdem nur wenig aus.
Wie viel Pause zwischen Kurzarbeit?
Unterbrechungen der Kurzarbeit
Anschließend verlängert sich der Anspruch entsprechend. Meldet ein Betrieb nach mindestens 3 Monaten ohne Kurzarbeit (auch ohne Saisonkurzarbeit) erneut Kurzarbeit an, beginnt hingegen ein neuer Bezugszeitraum von erneut bis zu 12 Monaten.
Wann muss Kurzarbeit beendet werden?
Wie schnell können Unternehmen das Ende der Kurzarbeit veranlassen? Es gibt dafür keine gesetzliche Frist. Das heißt, der Arbeitgeber kann die Kurzarbeit grundsätzlich jederzeit für beendet erklären. Er kann dies auch einseitig tun.
Können nur einzelne Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen?
Die Kurzarbeit kann sich auf den ganzen Betrieb beziehen oder in Abteilungen im Betrieb eingeführt werden. Einzelne Arbeitnehmer können jedoch nicht willkürlich herausgepickt werden.
Welche Nachteile hat Kurzarbeit?
Nachteile der Kurzarbeit sind Einkommenseinbußen, reduzierte Sozialversicherungsbeiträge (was die spätere Rente schmälern kann) und ein bürokratischer Aufwand, zudem droht eine Steuernachzahlung durch den Progressionsvorbehalt; psychologisch kann es zu Demotivation führen, während Unternehmen Produktivitätseinbußen und Abhängigkeit von Staatshilfen erleben.
Kann ein Arbeitnehmer während der Kurzarbeit kündigen?
Ja, Arbeitnehmer können auch während Kurzarbeit kündigen, müssen aber die normalen Kündigungsfristen einhalten und verlieren ihren Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wobei oft nur das reduzierte Gehalt gezahlt wird und eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld droht. Wichtig sind die vertraglichen/gesetzlichen Fristen, die schriftliche Form und dass der Anspruch auf KUG entfällt, weshalb eine vorherige Klärung der Vergütung und eine Absprache mit der Arbeitsagentur ratsam sind, um Nachteile zu vermeiden.
Wie viel Geld bekommt man bei 100% Kurzarbeit?
In welcher Höhe wird Kurzarbeitergeld gezahlt? Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeiter erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts.
Wie lange ist Kurzarbeit am Stück möglich?
Kurzarbeit kann grundsätzlich bis zu 12 Monate am Stück bezogen werden, aber durch aktuelle Verordnungen ist die Bezugsdauer bis Ende 2026 auf bis zu 24 Monate verlängert worden, um Betrieben Planungssicherheit zu geben. Danach gilt wieder die gesetzliche Regel von 12 Monaten, aber bei einer Unterbrechung von mindestens drei Monaten kann die Frist von 12 Monaten neu starten.
Wie viel Geld muss man bei Kurzarbeit zurückzahlen?
Durchschnittlich dürften es aber so ca. 15% des Kurzarbeitergeldes sein. Je mehr Kurzarbeitergeld bezogen wird, desto mehr muss nachgezahlt werden. Die Betroffenen sollten rechtzeitig Rat bei ihrem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein einholen.
Wie viele Überstunden darf man bei Kurzarbeit haben?
Dürfen trotz Kurzarbeit Überstunden gemacht werden? Nein. Der Arbeitgeber darf während der Kurzarbeit keine Überstunden anordnen.
Wie hoch ist der Nettolohn bei Kurzarbeit?
Die Höhe des Kurzarbeitergelds hängt von ihrem Gehalt ab, dass sie normalerweise nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt bekommen (Fachbegriff: Nettoentgelt). Als Kurzarbeitergeld erhalten Sie 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts.
Welche Regeln gelten bei Kurzarbeit?
Kurzarbeitregelungen in Deutschland ermöglichen Unternehmen, bei vorübergehendem Arbeitsausfall Entlassungen zu vermeiden, indem die Agentur für Arbeit einen Teil des Lohnentfalls erstattet; die Hauptvoraussetzungen sind ein erheblicher Arbeitsausfall (mind. 1/3 Betroffene mit >10% Entgeltausfall), Unvermeidbarkeit, Anzeige bei der Arbeitsagentur und Fortführung der Beschäftigung, wobei die Bezugsdauer aktuell bis Ende 2025 auf bis zu 24 Monate verlängert wurde, mit Zahlungen von 60-67% des Nettoentgelts bei 60% Arbeitszeit, steuerpflichtig über Progressionsvorbehalt.
Wann bekommt man 80% Kurzarbeitergeld?
Kinderlose Beschäftigte erhalten nun bis zu 80 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts ersetzt – abhängig von der Dauer des Bezugs. Für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind, das im gleichen Haushalt lebt, wird das Kurzarbeitergeld auf bis zu 87 Prozent erhöht.
Warum sind die letzten Jahre vor der Rente so wichtig?
Die letzten Jahre vor der Rente sind wichtig, weil sie strategische Weichenstellungen für den Ruhestand ermöglichen, um Abschläge zu vermeiden, Lücken im Versicherungsverlauf zu schließen, Steuervorteile zu nutzen und die finanzielle Gesamtplanung für einen entspannteren Übergang zu optimieren – nicht, weil diese Jahre die Rente allein bestimmen, sondern weil hier noch hebelwirkungsvolle Korrekturen für die gesamte Lebensarbeitszeit möglich sind. Es geht darum, das finanzielle Fundament zu sichern und die Zeit bis zum Renteneintritt bestmöglich zu gestalten, auch wenn die Rentenhöhe vom gesamten Erwerbsleben abhängt.
Wie viel Geld verliert man in der Kurzarbeit?
Bei Kurzarbeit erhalten Sie Geld vom Staat (Kurzarbeitergeld), das 60 % Ihres ausgefallenen Nettogehalts entspricht, bei mindestens einem Kind sind es 67 %. Ihr Arbeitgeber zahlt weiterhin Ihr reduziertes Gehalt, und die Agentur für Arbeit zahlt das Kurzarbeitergeld als Ausgleich dazu, sodass Ihr Nettoeinkommen zwar sinkt, aber nicht komplett wegfällt, selbst bei "Kurzarbeit Null". Der genaue Betrag hängt von Ihrem üblichen Nettoeinkommen und Ihrer Kinderzahl ab.
Welche Nachteile hat Kurzarbeit für den Arbeitnehmer?
Nachteile der Kurzarbeit für Arbeitnehmer sind reduziertes Nettoeinkommen (trotz Ausgleich), die Gefahr einer Steuernachzahlung wegen des Progressionsvorbehalts, geringere Rentenansprüche (wenn auch abgefedert) und mögliche psychische Belastungen sowie Existenzängste; auch können bürokratentliche Aufwände für Anträge anfallen und es besteht das Risiko der willkürlichen Steuerung durch den Arbeitgeber.
Was passiert, wenn Mitarbeiter der Kurzarbeit nicht zustimmen?
Verweigert der Arbeitnehmer seine Zustimmung, bleibt dem Arbeitgeber, der die Kurzarbeit nicht einseitig durchsetzen kann, im Grunde nur die Möglichkeit einer Änderungskündigung. Diese Maßnahme darf jedoch nur als letztes Mittel erfolgen, nachdem der Arbeitgeber alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat.
Kann ich Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen?
Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer aus der Kurzarbeit zurückrufen und ihn für die Erledigung der angefallenen Arbeit direkt voll beschäftigen. JuraForum.de-Hinweis: Vollbeschäftigung führt zu einer Unterbrechung des Bezugs von Kurzarbeitergeld.
Was heisst sawasdee auf Deutsch?
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