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Wie lange darf man abtreiben?

Gefragt von: Moritz Ott  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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In Deutschland kann ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich bis zur 12. Woche nach Empfängnis straffrei durchgeführt werden, wenn eine Beratung vorausgegangen ist, aber auch danach bei medizinischer oder kriminologischer Indikation (z.B. Gefahr für die Gesundheit der Mutter oder schwere Fehlbildungen des Kindes), wobei die Frist bei Spätabbrüchen bis zur 22. SSW gilt, wenn eine Beratung und ärztliche Bescheinigung vorliegt. Der medikamentöse Abbruch ist kürzer, meist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Kann man im 4. Monat noch abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch („Abtreibung“) ist bis zum Ende der 9. Schwangerschaftswoche (63. Tag) seit Beginn der letzten Monatsblutung möglich.

Wann ist es zu spät abzutreiben?

Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen (14 Wochen nach dem ersten Tag der letzten Regel) vergangen sein. Der Schwangerschaftsabbruch darf nicht von dem Arzt oder der Ärztin vorgenommen werden, der oder die die Indikation ausgestellt hat.

Wann ist eine Spättabtreibung erlaubt?

Ein Spätabbruch ist straffrei, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – beispielsweise, wenn pränataldiagnostische Untersuchungen, die erst nach der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden können, Hinweise auf schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben.

Bis wann kann man legal abtreiben?

Wenn der Schwangerschaftsabbruch nach Beratung von einer Ärztin oder einem Arzt vorgenommen wird und seit der Empfängnis nicht mehr als 22 Wochen verstrichen sind, ist die Schwangere nicht strafbar (§ 218a Absatz 4 Satz 1 StGB).

Abtreibung - wie funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch mit Tabletten?

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Bis wann ist die Spättabtreibung?

„Vor allem fiel jedoch die Grenze, jenseits derer ein Abbruch nicht mehr möglich ist – die 22. Schwangerschaftswoche.

Kann man in der 12. SSW noch abtreiben?

Liegt eine medizinische Indikation vor, ist der Schwangerschaftsabbruch auch nach der 12. Schwangerschaftswoche straffrei möglich.

Ist eine Abtreibung im 7. Monat möglich?

Nach der neuen Rechtslage ist ein Abbruch auch im 7. Bis 8. Monat möglich. Dadurch entsteht die Gefahr, daß auch ein ungewolltes, behindertes Kind eine Abtreibung überlebt.

Wie viel kostet eine Spättabtreibung?

Kosten nach der Beratungsregelung

Für einen Schwangerschaftsabbruch muss man mit Kosten zwischen 300 und 700 Euro rechnen, je nach gewählter Methode (operativ oder medikamentös) und Narkoseart. Der medikamentöse Abbruch kostet weniger als der operative, da keine Narkose notwendig ist.

Kann man in der 4. SSW schon abtreiben?

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist bis zur 9. Schwangerschaftswoche (SSW) möglich.

Kann man nach 3 Wochen noch abtreiben?

Ein medikamentöser Abbruch ist laut Zulassung der Medikamente bis zur 9. Schwangerschaftswoche möglich – genauer: bis zum 63. Tag nach dem ersten Tag der letzten Monatsblutung. Eine Narkose ist nicht nötig.

Wie viel kostet abtreiben?

Die Kosten für den eigentlichen Schwangerschaftsabbruch werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Die von Ihnen zu tragenden Kosten belaufen sich auf ungefähr 300 bis 800 € je nach Praxis, Methode und Versicherung.

Wie lange hat man Zeit bis zur Abtreibung?

Abtreibung nach der Beratungsregelung: Seit der Empfängnis dürfen nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein. Das entspricht der 14. Schwangerschaftswoche, wenn vom ersten Tag der letzten Monatsblutung aus gerechnet wird.

Kann man im 6. Monat abtreiben?

Ab der 13. Schwangerschaftswoche findet die Abtreibung immer unter Sedierung, also im Dämmerschlaf, statt. Nach einem Eingriff unter Sedierung dürfen Sie während 24 Stunden nicht selbst Auto, Fahrrad oder Motorfahrrad fahren.

Welche ist die späteste natürliche Schwangerschaft?

Statistisch gesehen ist eine Frau in Deutschland bei der Geburt ihres ersten Kindes 30,2 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor lag das Durchschnittsalter noch bei 29,0 Jahren. Der EU-Durchschnitt liegt derzeit bei 29,5 Jahren für die erste Geburt – wobei Frauen in Italien und Spanien am spätesten Mutter werden (31,6 Jahre) .

Hat eine Abtreibung Folgen für spätere Schwangerschaft?

In den meisten Fällen bleibt die Fähigkeit, eine Schwangerschaft auszutragen, vollständig erhalten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Frauen, die eine Abtreibung hatten, später größere Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, als vor dem Eingriff.

Welche Strafe droht bei Abtreibung?

(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluß der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.

Kann man im 2. Monat abtreiben?

nach der „Beratungsregelung“ bis spätestens 12 Wochen nach der Empfängnis (Ende der 14. Schwangerschaftswoche): Voraussetzung ist, dass sich die Frau mindestens drei Tage vor dem Abbruch in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle hat beraten lassen und dies nachweisen kann.

Welche Gefühle erleben Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch?

Die meisten Frauen fühlen sich nach dem Abbruch erleichtert. Viele erleben aber nebeneinander ganz unterschiedliche oder wechselnde Gefühle – zum Beispiel Trauer, Verlust oder Befreiung. All dies ist völlig normal. Eine dauerhafte Belastung ist ein Abbruch für die meisten Frauen jedoch nicht.

Bis wann darf man legal abtreiben?

Frauen dürfen straffrei abtreiben, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind, der Abbruch durch einen Arzt erfolgt und sie sich zuvor haben beraten lassen – dies entschied der Deutsche Bundestag am 29. Juni 1995 in der Neufassung des Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes.

Ist ein harter Bauch im 7. Monat normal?

Wehen und harter Bauch

In den letzten Wochen der Schwangerschaft wird der Babybauch ab und zu hart. Solche Kontraktionen gehören zu den normalen Beschwerden, denn Ihr Körper bereitet sich nun auf die Geburt vor. Ab der 37. Schwangerschaftswoche können Vorwehen oder Senkwehen auftreten.

Wie groß ist ein Baby im 7. Monat?

Ihr Baby wiegt jetzt etwa 1000g und ist ca. 35 cm groß. Wenn es jetzt zur Welt käme, hätte es schon recht gute Überlebenschancen. Seine Atem- und Verdauungsorgane sind jedoch noch nicht voll ausgebildet.

Bei welchen Behinderungen darf man abtreiben?

In der Praxis heißt es, dass ein Kind mit Behinderung abgetrieben werden darf, sofern es die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter gefährdet. Egal, ob im zweiten, im fünften oder im neunten Monat.

Wann ist die Spättabtreibung?

Schwangerschaftsabbrüche nach der 25. Woche werden oft als „Spätabtreibung“ bezeichnet, was eine Verkürzung von ‚Spättrimesterabtreibung' ist.

Hat das Baby Schmerzen bei der Abtreibung?

Ein Forschungsbericht im British Medical Journal deutet darauf hin, dass Föten keinen Schmerz empfinden und dass sich Schmerzempfinden erst nach der Geburt entwickelt.