Wie lange bekommt man bei einem 450 Euro Job Krankengeld?
Gefragt von: Winfried Schlegel | Letzte Aktualisierung: 27. März 2026sternezahl: 4.7/5 (37 sternebewertungen)
Bei einem 450-Euro-Job (Minijob) erhalten Sie maximal 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, wenn Sie länger als 4 Wochen beschäftigt sind; danach gibt es in der Regel kein Krankengeld von der Krankenkasse, da Minijobber meist nicht in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen und somit keinen Anspruch haben, es sei denn, es liegt eine freiwillige Mitgliedschaft vor. Nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung endet der Anspruch meist, und Sie müssen sich bei längerer Krankheit selbst um eine Finanzierung kümmern, da der reguläre Anspruch auf Krankengeld durch die Krankenkasse entfällt.
Was passiert, wenn ein Minijobber länger als 6 Wochen krank ist?
Wenn ein Minijobber länger als sechs Wochen krank ist, endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach diesen sechs Wochen, und der Minijobber erhält in der Regel kein Krankengeld von der Krankenkasse, da sie im Minijob nicht vollwertig krankenversichert sind und auch keine Beiträge für Krankengeld gezahlt werden; stattdessen muss der Minijobber seine Einkommenslücke aus eigenen Mitteln (Ersparnisse) decken, bis er wieder arbeiten kann, und der Arbeitgeber meldet die Unterbrechung bei der Minijob-Zentrale.
Wie lange Krankengeld bei 450 Euro Job?
Als Arbeitgeber von Minijobbern müssen Sie eine Lohnfortzahlung nur bis zum 42. Krankentag gewährleisten.
Wie hoch ist das Krankengeld im Minijob?
Dieses beträgt grundsätzlich 70% des Bruttogehalts und maximal 90% des Nettogehalts. Minijobber haben keinen Anspruch auf Krankengeld, denn sie zahlen im Rahmen ihrer geringfügigen Beschäftigung nicht in die Krankenkasse ein und sind daher auch nicht dort versichert.
Wie hoch ist das Krankengeld für geringfügig Beschäftigte?
Als Minijobber haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse, da Sie krankenversicherungsfrei sind; stattdessen haben Sie aber bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber bei Krankheit, sofern das Arbeitsverhältnis länger als vier Wochen besteht. Der Arbeitgeber zahlt den normalen Lohn weiter, danach gibt es aber kein Krankengeld mehr von der Kasse. Der einzige Unterschied zu Hauptberufstätigen ist also der fehlende Anspruch auf Krankengeld nach den sechs Wochen.
Lohnfortzahlung & Krankengeld als Minijobber (450-Euro-Job)
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Hat man bei geringfügiger Beschäftigung Anspruch auf Krankengeld?
Als Minijobber haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse, da Sie krankenversicherungsfrei sind; stattdessen haben Sie aber bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber bei Krankheit, sofern das Arbeitsverhältnis länger als vier Wochen besteht. Der Arbeitgeber zahlt den normalen Lohn weiter, danach gibt es aber kein Krankengeld mehr von der Kasse. Der einzige Unterschied zu Hauptberufstätigen ist also der fehlende Anspruch auf Krankengeld nach den sechs Wochen.
Wie lange muss man arbeiten, um Krankengeldanspruch zu haben?
Um Krankengeld zu bekommen, muss man zunächst 4 Wochen ununterbrochen gearbeitet haben, damit der Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht; Krankengeld von der Kasse gibt es dann, wenn man länger als 6 Wochen am Stück krank ist (ab dem 43. Tag), wobei vorher der Arbeitgeber zahlt, aber auch bei kürzeren Arbeitsverhältnissen die Kasse einspringt.
In welchen Fällen bekommt man kein Krankengeld?
Keinen Anspruch auf Krankengeld haben meist Familienversicherte, Studierende, Praktikanten, Minijobber, Empfänger von Bürgergeld, hauptberuflich Selbstständige (ohne spezielle Wahl) sowie Rentner, die eine volle Alters- oder Erwerbsminderungsrente beziehen. Auch Personen mit bestimmten anderen Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I) oder nach Ablauf der 78-Wochen-Grenze für Krankengeldbezug haben keinen Anspruch, da dann die Deutsche Rentenversicherung zahlt (Erwerbsminderungsrente) oder die Leistung endet.
Kann man am 1. Tag krank von einem Minijobber eine Krankmeldung verlangen?
Minijobber erhalten eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall schon ab dem 29. Kalendertag ihrer Beschäftigung, wenn das Beschäftigungsverhältnis ununterbrochen bestanden hat. Dabei ist spätestens ab dem vierten Tag der Krankheit, je nach Vorgabe des Arbeitgebers auch früher, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nötig.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem fehlender Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche, eingeschränkter Sozialversicherungsschutz (keine eigene Krankenversicherung) und oft begrenzte Aufstiegschancen, was ihn zur „Niedriglohnfalle“ machen kann, insbesondere für Frauen. Zudem sind die Verdiensmöglichkeiten stark gedeckelt, und es gibt selten Perspektiven für berufliche Weiterentwicklung.
Wer zahlt nach 6 Wochen Krankheit bei Midijobber?
Die Beiträge werden auf Grundlage einer reduzierten beitragspflichtigen Einnahme und dem Beitragssatz der Krankenkasse berechnet. Sind Midijobber oder Midijobberinnen krank, erhalten Sie nach der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin Krankengeld von der Krankenkasse.
Haben Minijobber Anspruch auf Reha?
Ja. Minijobber können durch die Zahlung des Eigenbeitrags Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation erwerben, wenn mindestens sechs Beitragsmonate einer Beschäftigung aus den letzten zwei Jahren vor einem Reha-Antrag angerechnet werden können.
Ist man bei einem Minijob krankenversichert?
Im Minijob (bis 603 €/Monat) sind Sie nicht automatisch krankenversichert und müssen sich anderweitig absichern (z. B. über Familienversicherung, Hauptjob, Studium). Der Arbeitgeber zahlt pauschale Beiträge (13 % KV, 15 % RV) für Sie, aber diese sichern Sie nicht ab. Sie zahlen keinen eigenen Beitrag, haben aber auch keinen Anspruch auf Krankengeld; Ihr Lohnanspruch bei Krankheit bleibt jedoch bestehen. Kurzfristige Minijobs sind komplett sozialversicherungsfrei.
Was muss ich tun, wenn ich länger wie 6 Wochen krank bin?
Wenn du länger als 6 Wochen krank bist, endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und die Krankenkasse übernimmt die Zahlung von Krankengeld (ab dem 43. Tag). Wichtig ist, dass du nahtlose Folgebescheinigungen vom Arzt an die Krankenkasse schickst, um Lücken zu vermeiden, und dich ggf. bei der Agentur für Arbeit meldest, wenn du arbeitslos bist, um Ansprüche zu sichern.
Welche Änderungen gibt es im Minijob ab 2026?
In 2026 steigt die Minijob-Verdienstgrenze auf 603 Euro monatlich (von 556 Euro), da sie dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt ist, der auf 13,90 Euro pro Stunde angehoben wird; dies ermöglicht Minijobbern mehr Verdienst bei gleichbleibender Arbeitszeit, während sich auch die Midijob-Grenze verschiebt und neue Regeln für Beitragsnachweise gelten.
Wer erstattet dem Arbeitgeber die Lohnfortzahlung bei einem Minijob?
Wird Ihr Minijobber krank und Sie leisten eine Lohnfortzahlung bei Krankheit, erstattet Ihnen die Arbeitgeberversicherung 80 Prozent dieser Aufwendungen. Am U1-Verfahren nehmen alle Arbeitgeber teil, die nicht mehr als 30 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen.
Kann ein Minijobber wegen Krankheit gekündigt werden?
Ja, auch im Minijob kann man wegen Krankheit gekündigt werden, da eine Krankschreibung allein nicht vor Kündigung schützt; allerdings braucht der Arbeitgeber starke Gründe, insbesondere wenn das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) greift, was nach 6 Monaten oder in Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern der Fall ist, wo er eine negative Gesundheitsprognose und die Unzumutbarkeit für den Betrieb nachweisen muss. Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeitkräfte, also Anspruch auf Lohnfortzahlung, aber der Arbeitgeber kann kündigen, wenn die Krankheit betriebliche Interessen massiv beeinträchtigt.
Wird die Krankenkasse über einen Minijob informiert?
Ja, Ihre Krankenkasse wird indirekt durch den Arbeitgeber informiert, aber die direkte Meldung geht an die Minijob-Zentrale; der Arbeitgeber muss die Kasse kennen, um elektronische Kranksmeldungen (AU) abzurufen, und Sie müssen Ihre Kasse bei Änderungen (z.B. Familienversicherung) informieren, da Sie nicht durch den Minijob selbst krankenversichert sind.
Wie wird Krankheit bei einem Minijob bezahlt?
Bei Krankheit im Minijob haben Sie wie jeder andere Arbeitnehmer Anspruch auf bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber, der Ihren normalen Verdienst zahlt, den Sie ohne die Krankheit verdient hätten (berechnet nach den letzten 4 Wochen). Der Arbeitgeber kann sich die Kosten über das Umlageverfahren U1 bei der Knappschaft erstatten lassen (ca. 80% der Kosten). Wichtig: Sie erhalten kein Krankengeld von der Krankenkasse, da Sie im Minijob nicht pflichtversichert sind, es sei denn, Sie haben einen versicherungspflichtigen Hauptjob, bei dem Sie Krankengeld beziehen.
Wann lehnt die Krankenkasse Krankengeld ab?
Die Krankenkasse darf Krankengeld verweigern oder kürzen, wenn Fristen versäumt werden (z.B. verspätete Meldung der AU), Beiträge nicht gezahlt werden, andere Sozialleistungen (wie Arbeitslosengeld) bezogen werden, eine Rente bezogen wird oder der Medizinische Dienst (MDK) feststellt, dass die Arbeitsunfähigkeit nicht (mehr) besteht. Formfehler, unvollständige Unterlagen oder mangelnde Mitwirkung (z.B. verweigerte MDK-Begutachtung) sind ebenfalls häufige Gründe für Ablehnungen, wobei die Kasse eine umfassende Prüfung durchführen muss.
Wie wirkt sich ein Jahr Krankengeld auf meine Rente aus?
Ein Jahr Krankengeld führt zu geringeren Rentenpunkten als ein Jahr reguläre Erwerbstätigkeit, da die Beiträge auf 80 % des Lohns berechnet werden, was die spätere Monatsrente mindert, aber die Wartezeiten für Rentenansprüche bleiben bestehen, da Krankengeldzeiten als Pflichtbeitragszeiten zählen, allerdings mit geringerer Wertigkeit. Die Minderung ist spürbar, aber nicht dramatisch, und hängt vom individuellen Einkommen ab.
Woher weiß ich, ob ich Anspruch auf Krankengeld habe?
Du weißt, dass du Krankengeld bekommst, wenn dein Arbeitgeber nach sechs Wochen Lohnfortzahlung nicht mehr zahlt, du durchgehend ärztlich arbeitsunfähig geschrieben bist (eAU elektronisch meldet), und deine gesetzliche Krankenkasse dich kontaktiert, um die Details zu klären, da der Anspruch ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit beginnt, aber erst nach der Lohnfortzahlung ausgezahlt wird.
Wie lange darf ein Arzt am Stück krankschreiben?
Ein Arzt darf einen Patienten grundsätzlich so lange krankschreiben, wie die Erkrankung medizinisch notwendig ist, es gibt keine starre Höchstgrenze; allerdings sehen die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) bei Erstbescheinigungen meist maximal zwei Wochen vor, wobei bei länger andauernden oder schweren Krankheiten (z.B. Operationen, chronische Leiden) auch längere Krankschreibungen oder Folgebescheinigungen über Monate möglich sind, oft mit regelmäßiger (z.B. alle zwei Wochen) ärztlicher Überprüfung. Eine telefonische Krankschreibung ist auf maximal fünf Tage beschränkt.
Wann zahlt der Arbeitgeber kein Krankengeld?
Kann der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung verweigern? Arbeitgeber können die Lohnfortzahlung im Allgemeinen nicht verweigern. Eine Ausnahme besteht, wenn der Arbeitnehmer seinen Ausfall aufgrund grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlich selbst verschuldet hat.
Welche Nachteile hat der Bezug von Krankengeld?
Die Hauptnachteile von Krankengeld sind die geringere Höhe (weniger als das Nettoeinkommen), die begrenzte Bezugsdauer (max. 78 Wochen), der Progressionsvorbehalt (erhöhte Steuern), mögliche Zuzahlungen (z.B. Pflege) und die Bindung an die Krankenkasse (3 Jahre). Zudem gibt es oft eine Wartezeit (bis das Krankengeld zahlt) und Lücken im Anspruch, wenn AU-Bescheinigungen fehlen.
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