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Wie kriegt man am besten ein Attest?

Gefragt von: Lars Pape  |  Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2026
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Um ein Attest zu bekommen, meldet man sich am besten frühzeitig telefonisch bei seinem Arzt (Hausarzt oder Facharzt), um die Arbeitsunfähigkeit festzustellen, wobei oft auch eine Videosprechstunde oder spezielle Apps wie arzt-direkt oder TeleClinic genutzt werden können, um die digitale elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zu erhalten, die dann digital an die Krankenkasse übermittelt wird, von wo der Arbeitgeber sie abrufen kann. Bei schweren Erkrankungen ist ein persönlicher Besuch notwendig, aber leichtere Fälle (wie Atemwegsinfekte, Magenprobleme) können oft auch telefonisch oder digital geklärt werden, besonders wenn der Patient der Praxis bereits bekannt ist.

Was kann man beim Arzt sagen für ein Attest?

Um ein Attest zu bekommen, sagen Sie dem Arzt einfach ehrlich, dass Sie arbeitsunfähig sind und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) benötigen, weil Sie Ihren Job aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht ausüben können (z.B. starke Bauchschmerzen, Migräne, psychische Probleme, Rückenschmerzen oder Grippe). Erläutern Sie Ihre Beschwerden, damit der Arzt eine Diagnose stellen kann, und bitten Sie um die eAU (elektronische AU), die er direkt an die Krankenkasse übermittelt.
 

Woher bekomme ich ein Attest?

Grundsätzlich gilt dabei, dass Krankschreibungen bzw. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vom Arzt sowohl online als auch vor Ort ausgestellt werden können.

Wie viel kostet ein Attest beim Arzt?

Die Kosten für eine Bescheinigung nach der Nr. 70 GOÄ betragen je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und Umstand zwischen 2,33 Euro (einfacher Satz) und 8,16 Euro (3,5facher Satz). Der 2,3fache Gebührensatz beträgt 5,36 Euro, ein Überschreiten dieses Satzes ist gemäß § 5 Abs. 2 GOÄ gesondert zu begründen.

Was sind die Gründe für ein Attest?

Die Top-5 Gründe für eine Krankschreibung 2024

  1. Atemwegserkrankungen. Atemwegserkrankungen waren auch 2024 wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung. ...
  2. Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen. ...
  3. Psychische Erkrankungen. ...
  4. Verletzungen und Vergiftungen. ...
  5. Infektionen.

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Was ist der beste Grund, sich krankschreiben zu lassen?

Der "beste" Grund für eine Krankschreibung ist der, der deine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit beschreibt; häufige medizinische Ursachen sind psychische Erkrankungen (Burnout, Depression), Muskel-Skelett-Probleme (Rückenschmerzen) und Atemwegserkrankungen (Infektionen), wobei psychische Ursachen oft zu längeren Ausfällen führen, während Atmungsprobleme die meisten Fehltage insgesamt verursachen. Arbeitgeber müssen den genauen Grund nicht wissen, nur dass du arbeitsunfähig bist (außer bei meldepflichtigen Krankheiten).
 

Was sind die häufigsten Krankmeldungen?

Die häufigsten Krankmeldungen in Deutschland betreffen Atemwegserkrankungen (Erkältungen, Bronchitis, Corona), gefolgt von psychischen Erkrankungen (Depressionen, Angststörungen) und Muskel-Skelett-System-Erkrankungen (Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle). Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen führen zu langen Ausfallzeiten, wobei Atemwegsinfekte die meisten Fehltage im Sinne der Häufigkeit verursachen, während psychische und muskuläre Probleme oft länger andauern.
 

Kann mein Hausarzt mir eine Krankschreibung verweigern?

Ein Arbeitgeber sollte von seinem Arbeitnehmer erst ab dem siebten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen. Ein Arzt kann die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor dem siebten Tag verweigern.

Wie lange ist ein Attest gültig?

Ein ärztliches Attest, meist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), ist so lange gültig, wie die im Attest angegebene Dauer der Arbeitsunfähigkeit, die der Arzt aufgrund des Krankheitsverlaufs festlegt – oft nur wenige Tage bis eine Woche bei leichten Erkrankungen, aber auch länger. Die Gültigkeit endet mit Ablauf des letzten Tages der Bescheinigung, kann aber bei fortbestehender Krankheit durch eine Verlängerung (Folgebescheinigung) angepasst werden, wofür oft ein neuer Praxisbesuch nötig ist. 

Kann man bei einem anderen Arzt ein Attest holen?

Deshalb der Hinweis: Jeder Arzt kann die Bescheinigung ausstellen, selbst wenn er nicht mit der Krankenkasse abrechnen darf und deshalb nur Privatpatienten behandelt. Eine lückenlose Krankschreibung ist besonders wichtig, wenn Sie Krankengeld erhalten.

Kann der Arzt ein Attest verweigern?

Darf mir ein Arzt eine Krankschreibung verweigern? Natürlich kann er das, sagt Sabine Wolter. „Es ist immer das fachliche Dafürhalten des Arztes, ob er jemanden krankschreibt oder nicht. Er darf keine Gefälligkeitskrankschreibung ausstellen.

Welche Symptome kann der Arzt nicht kontrollieren?

Welche Krankheiten kann der Arzt nicht prüfen?

  • Bauchschmerzen.
  • Übelkeit.
  • Rückenschmerzen.
  • Kopfschmerzen.
  • Magen-Darm-Erkrankungen.
  • Allgemeines Unwohlsein.

Wie lange ist man bei einer Erkältung krankgeschrieben?

Bei einer Erkältung dauert die Krankschreibung meist nur wenige Tage, oft 1-3 Tage, kann aber bei starken Symptomen auch bis zu einer Woche oder länger gehen, bis Sie wieder fit sind und Kolleg*innen nicht anstecken, wobei der Arzt individuell entscheidet, meist aber nur für die Dauer der akuten Beschwerden. Bei Fieber sollte man auf jeden Fall zuhause bleiben, bis man wieder fieberfrei und belastbar ist.
 

Was ist der beste Grund für ein ärztliches Attest?

Ärztliche Atteste liefern umfassende Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten . Diese Informationen sind unerlässlich, um die Fähigkeit des Patienten zur Ausübung seiner Pflichten zu bestätigen, die durch eine Erkrankung beeinträchtigt sein könnte. Kurz gesagt, sie dienen als Nachweis des allgemeinen Gesundheitszustands des Patienten zum jeweiligen Zeitpunkt.

Was sind gute Ausreden für eine Krankmeldung?

Gute Ausreden für eine Krankmeldung sind meist harmlose, aber glaubwürdige Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme, starke Kopfschmerzen, Migräne oder ein grippaler Infekt (Erkältung), die sich gut mit einer AU (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vom Arzt decken. Auch Rückenschmerzen (Muskel-Skelett-Erkrankungen), die Leistung einschränken, sind häufig und werden anerkannt, ebenso wie psychische Probleme (Burnout, Stress), die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. 

Wie kriegt man beim Arzt ein Attest?

Um ein ärztliches Attest (z.B. eine Krankschreibung) zu bekommen, müssen Sie in der Regel einen Arzt aufsuchen, entweder persönlich, per Video- oder Telefonsprechstunde, wobei der Arzt eine Diagnose stellen und die Arbeitsunfähigkeit feststellen muss; gesetzlich Versicherte erhalten die AU heutzutage digital, während Privatversicherte Papierformulare benötigen, und für das Attest selbst können je nach Aufwand Gebühren anfallen. 

Wo bekomme ich ein Attest her?

Eine Krankschreibung kann von jedem Arzt oder Ärztin ausgestellt werden. Patient:innen können ebenfalls einen Arzt oder Ärztin über die Doktor. De-App konsultieren und von diesem bei Bedarf eine Online-Krankschreibung erhalten.

Kann man 3 Tage zu Hause bleiben ohne Krankmeldung Arbeit?

Dieses legt in § 5 fest, dass der Arbeitnehmer ohne ein ärztliches Attest drei Kalendertrage zu Hause bleiben kann. Ansonsten droht der Verlust von Leistungen durch den Arbeitgeber und durch die Krankenkasse. Spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag, also an dem vierten Tag, muss eine Krankschreibung vorliegen.

Wie schnell erhält man ein ärztliches Attest?

Ist darin nichts zur Krankmeldung geregelt, gilt das Gesetz: Wenn Du länger als drei Kalendertage nicht arbeiten kannst, musst Du am darauffolgenden Arbeitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) vorlegen – also meist am vierten Tag der Krankheit (§ 5 Abs. 1 EntgFG).

Wie bekomme ich eine Krankschreibung wegen Stress?

Besorgen Sie sich ein ärztliches Attest.

Sie können sich bis zu sieben Tage ohne ärztliches Attest krankschreiben lassen, indem Sie dies per Selbstbescheinigung tun. Benötigen Sie eine längere Abwesenheit, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Hausarzt, um zu besprechen, ob er Ihnen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen kann .

Ist Stress ein triftiger Grund für eine Krankmeldung?

Dies kann hilfreich sein, wenn Stress den körperlichen oder seelischen Zustand verschlechtert . Benötigt ein Arbeitnehmer eine Auszeit vom Beruf, sollte er sich an die Krankheitsrichtlinien seines Unternehmens halten, sofern solche vorhanden sind. Unter Umständen besteht Anspruch auf Krankengeld.

Dürfen Ärzte mit einer Erkältung arbeiten?

Fast alle Ärzte einer neuen Studie gaben an, auch mit einer Erkältung zur Arbeit zu gehen , und mehr als ein Drittel sagte, sie würden sogar mit einer Grippe arbeiten. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 474 Ärzten eines Universitätsklinikums in Kalifornien, die sich in verschiedenen Phasen ihrer beruflichen Laufbahn befinden.

Welche Krankheiten können nicht nachgewiesen werden?

Krankheiten, die schwer nachweisbar sind, umfassen oft seltene genetische und Stoffwechselerkrankungen, bei denen die Symptome unspezifisch sind (z.B. Ehlers-Danlos-Syndrom, Fabry-Krankheit), unsichtbare chronische Krankheiten (z.B. Multiple Sklerose, Fibromyalgie, einige psychische Störungen), funktionelle Störungen (z.B. Reizdarmsyndrom, Chronisches Fatigue-Syndrom), und neurologische Erkrankungen mit variablen Symptomen (z.B. Stiff-Person-Syndrom, einige Formen von Epilepsie), die oft eine lange "Diagnoseodyssee" durchmachen, da sie nicht immer durch Standardtests abgebildet werden können.
 

Welche Krankheit hat die längste Krankschreibung?

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Burn-out sind unangefochten die Spitzenreiter, wenn es um langfristige Krankschreibungen geht. Mit durchschnittlich 35 bis 50 Fehltagen pro Fall übertreffen sie andere Krankheitsbilder wie Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme bei Weitem.

Wie oft im Jahr krank ohne AU?

Sie dürfen gesetzlich bis zu drei Kalendertage ohne Attest fehlen (z.B. Montag-Mittwoch), wobei der Arbeitgeber aber verlangen kann, dass Sie früher eine AU (elektronisch) einreichen, oft schon am ersten Tag. Eine allgemeingültige Obergrenze, wie oft Sie pro Jahr fehlen dürfen, ohne dass der Arbeitsplatz gefährdet ist, gibt es nicht; entscheidend sind die Gründe und die Gesamtdauer der Fehlzeiten, aber mehr als ca. 30 Fehltage (6 Wochen) pro Jahr können als unzumutbar gelten. 

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