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Wie kommt eine Ringelnatter in den Garten?

Gefragt von: Oswald Wetzel B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 7. März 2026
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Ringelnattern kommen in Gärten, weil diese oft ideale Lebensbedingungen bieten: Sie suchen nach Verstecken (Hecken, Totholz, Komposthaufen), Feuchtigkeit (Teiche) und nach warmen Eiablageplätzen wie Mist- oder Komposthaufen, wo die Verrottungswärme die Eier ausbrütet. Hauptsächlich wandern sie im Juni/Juli auf der Suche nach Partnern und Brutplätzen dorthin, da sie oft in der Nähe ihrer Geburtsorte laichen.

Was bedeutet es, wenn man eine Ringelnatter im Garten findet?

Ringelnattern im Garten haben sich nicht verirrt, sondern diesen temporären Aufenthaltsort bewusst ausgewählt. Im Siedlungsraum finden sie häufig bessere Lebensbedingungen vor als in der Landschaft, die vielerorts von Strukturen freigeräumt ist.

Ist eine Ringelnatter meldepflichtig?

meldepflichtig und geschützt nach BArtSchV Anhang 1, BNatSchG (Status B)

Was frisst eine Ringelnatter im Garten?

Ringelnattern ernähren sich überwiegend von Fröschen und Kröten. Aber auch Molche, Kaulquappen und Eidechsen werden gefressen, und auch kleinere Fische und Mäuse stehen auf dem Speiseplan.

Wie kann man Ringelnattern im Garten ansiedeln?

So können Ringelnattern im Garten angesiedelt werden

Neben Versteckmöglichkeiten unter Gebüschen, Hecken, Stein- oder Totholzhaufen und dem Kompost benötigen Ringelnattern auch ein Gewässer mit angrenzendem Feuchtgebiet z.B. Biotope oder große Teiche. Dort können sie sich wärmen und im Wasser schwimmen.

Schlangen in Deutschland | Die Ringelnatter | Reptilien und Amphibien Folge 1

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Wie bekomme ich eine Ringelnatter wieder los?

Es ist verboten die Ringelnatter einzufangen, zu stören oder zu töten. Hier sind empfindliche Strafen vorgesehen. Jedoch kann man die Ringelnatter relativ einfach vertreiben: Ein kräftiges Aufstampfen reicht auch schon aus, um die Schlange in die Flucht zu schlagen.

Wo haben Ringelnatter ihr Nest?

Die Weibchen bevorzugen zur Eiablage Standorte, die durch Verrottung organischer Materialen eine gewisse Eigenwärme produzieren, wie das beispielsweise in Mist-, Schilf- oder Komposthaufen und vermodernden Baumstümpfen der Fall ist. "Moderne" Ringelnattern nutzen auch Fernwärmeleitungen zur Eiablage.

Sind Ringelnattern Standort treu?

Ökologie. Die Ringelnatter ist eine gute Schwimmerin, die bei Gefahr meist ins Wasser flüchtet und abtaucht. Sie ist nicht sehr standorttreu. Es gibt zwar in den Lebensräumen Stellen, wo Tiere gehäuft auftreten, aber einzelne Individuen werden nur selten über längere Zeit an derselben Stelle beobachtet.

Wie bekomme ich Schlangen aus dem Garten?

Schlangen lieben Verstecke. Um sie fernzuhalten, sollte man Unterschlupfmöglichkeiten reduzieren. Dazu gehört das Entfernen von Totholz, Komposthaufen oder dichtem Gestrüpp. Auch Stein- oder Holzstapel bieten ideale Rückzugsorte für Schlangen.

Wie gefährlich ist der Biss einer Ringelnatter?

Ringelnattern gehören zu den besonders geschützten Tierarten. Sie können weder Menschen, noch Haustieren etwas anhaben – vielmehr ist es umgekehrt. Dabei sind Ringelnattern absolut harmlos und nicht giftig. Immer wieder werden Ringelnattern aus Unwissenheit, Angst oder Mutwilligkeit verjagt oder sogar getötet.

Was ist der natürliche Feinde der Ringelnatter?

Zu den Feinden der Ringelnatter zählen Greifvögel (Habicht, Bussard), Reiher, Iltisse, Füchse, Dachse, Marder, Igel, Katzen und in Gewässern Hechte und große Fische, wobei Jungtiere durch kleinere Räuber wie Eidechsen, Ratten und Singvögel noch stärker gefährdet sind; die Ringelnatter wehrt sich mit einem übelriechenden Sekret, Scheinangriffen, Totstellen oder Flucht, aber der größte Feind ist der Mensch durch Lebensraumverlust und Angst.
 

Haben ungiftige Schlangen runde Augen?

Bei unseren einheimischen Schlangen gibt es übrigens ein einfaches Merkmal zur Unterscheidung für giftige und ungiftige Schlangen: die Pupille. Eine runde Pupille bedeutet "ungiftig", eine geschlitzte "giftig".

Wie lange lebt eine Ringelnatter?

Ringelnattern können in der Natur ein beachtliches Alter erreichen, meistens werden sie zwischen 15 und 25 Jahre alt, wobei einige Quellen auch ein Maximalalter von bis zu 19 Jahren nennen. Sie erreichen die Geschlechtsreife nach etwa 4-5 Jahren und leben an Gewässern, wo sie sich von Fröschen, Fischen und Molchen ernähren.
 

Wann kommen Ringelnattern raus?

Vor allem im Juni und Juli, kann es zur Begegnung mit Ringelnattern im eigenen Garten kommen. Die sonst sehr wasserliebenden Schlangen sind in dieser Zeit auf der Suche nach geeigneten Eiablagestellen.

Was ist ein Schwärzling der Ringelnatter?

Am Flachteich lässt sich derzeit eine kleine Besonderheit beobachten: Immer häufiger wird dort eine fast schwarze Schlange gesichtet. Dabei handelt es sich um einen sogenannten «Schwärzling» der Ringelnatter. Trotz der dunklen Färbung erkennt man die hellen, halbmondförmigen Flecken am Kopf.

Wie verhält sich die Ringelnatter, wenn sie vom Menschen bedroht wird?

Ringelnattern sind scheue, harmlose Wasserschlangen, die bei Gefahr meist fliehen, zischen, ihren Körper aufblähen, Scheinbisse vollführen oder sich totstellen (mit geöffnetem Maul und heraushängender Zunge), um Feinde abzuschrecken; sie sondern ein übelriechendes Sekret ab, um Angreifer zu vertreiben, und sind tagaktiv, jagen Amphibien und verstecken sich abends.
 

Können Schlangen die Wände hochklettern?

Beim Bewegen entlang einer Fuge können Schlangen allerdings nicht jene Fortbewegungstechnik nutzen, für die sie bekannt sind. Das typische Schlängeln klappt an einer senkrechten Wand kaum. Stattdessen kommt eine Methode zum Einsatz, die der Biologe Jayne als Ziehharmonikatechnik bezeichnet.

Was mache ich, wenn ich eine Schlange im Garten habe?

Alle Schlangenarten sind laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb man sie auf keinen Fall jagen oder gar töten sollte. Da von hiesigen Arten keine Bedrohung für Menschen ausgeht, gibt es auch keinen Grund dazu. In der Regel suchen die Schlangen schnell das Weite bei Kontakt mit Menschen.

Welchen Geruch hassen Schlangen?

Wenn Sie Schwefel oder Cayennepfeffer rund um Ihren Stall streuen, entsteht eine Geruchsbarriere, die Schlangen lieber meiden würden. Darüber hinaus mögen Schlangen keine starken Gerüche und Knoblauch, Zimt und Nelkenöl fallen in diese Kategorie.

Wo übernachten Ringelnattern?

Als wechselwarme Schlange ist die Ringelnatter auf die Sonne angewiesen, die ihr Wärme spendet. Zum Schlafen und zum Verdauen ihrer Beute ziehen sich Ringelnattern im Garten gerne in den Komposthaufen zurück, wo es durch die Verrottung schön warm ist.

Wo leben Ringelnattern im Garten?

Ringelnattern leben gern in der Nähe von Gewässern, in Auenlandschaften oder auf Feuchtwiesen. Manchmal lassen sich die scheuen Tiere auch am Gartenteich nieder und vermehren sich, wenn sie sich wohl fühlen, Brutplätze finden und ausreichend Nahrung.

Sind Ringelnattern angriffslustig?

Ringelnattern sind ungiftig und nicht angriffslustig. Es ist selbst bei flüchtigem Hinsehen leicht, sie von einer heimischen Giftschlange - wie beispielsweise der Kreuzotter - zu unterscheiden: Unverwechselbar machen die Ringelnatter die beiden Halbmonde am Hinterkopf: Sie sind gelb gefärbt und scharf abgegrenzt.

Ist die Ringelnatter standorttreu?

Ringelnattern sind nicht standorttreu und immer wieder an anderen Orten anzutreffen. Zu ihren Feinden zählen Greifvögel, Katzen, Marder und Füchse. Sie sind sehr scheu und fliehen bei der geringsten Bedrohung. Als gute Schwimmerinnen tauchen sie wenn möglich im Wasser ab.

Welche Feinde hat die Ringelnatter?

Zu den Feinden der Ringelnatter zählen Greifvögel (Habicht, Bussard), Reiher, Iltisse, Füchse, Dachse, Marder, Igel, Katzen und in Gewässern Hechte und große Fische, wobei Jungtiere durch kleinere Räuber wie Eidechsen, Ratten und Singvögel noch stärker gefährdet sind; die Ringelnatter wehrt sich mit einem übelriechenden Sekret, Scheinangriffen, Totstellen oder Flucht, aber der größte Feind ist der Mensch durch Lebensraumverlust und Angst.
 

Wo schlafen Ringelnattern?

Die Ringelnattern halten von Oktober bis April in kleinen Gruppen Winterschlaf in frostfreien Erdhöhlen, hohlen Baumstämmen und auch in Komposthaufen. Sie verbringen die Winterruhe in einer Art Starrezustand und abhängig von der Außentemperatur verlassen sie ihr Versteck März/April.