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Wie komme ich raus aus meinem Job?

Gefragt von: Frau Prof. Ramona Bender MBA.  |  Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2026
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Um aus einem Job herauszukommen, gibt es mehrere Wege: einen Aufhebungsvertrag mit dem Arbeitgeber aushandeln, fristlos kündigen (nur bei wichtigem Grund), die Kündigungsfrist einhalten (oft am besten mit einem neuen Job in der Tasicht), professionell kündigen (schriftlich, mit gutem Zeugnis) und sich frühzeitig bei der Agentur für Arbeit melden, um eine Sperrzeit zu vermeiden. Zuerst sollten Sie Ihre Motivation klären und sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen (Kündigungsfrist, Arbeitsvertrag) informieren, sowie versuchen, die Situation durch Gespräche zu verbessern, bevor Sie den endgültigen Schritt gehen.

Wie komme ich schnell aus dem Job raus?

Welche Möglichkeiten gibt es, um vorzeitig aus dem Arbeitsvertrag zu kommen? Wenn du die Kündigungsfrist umgehen möchtest, stellen ein Aufhebungsvertrag, die fristlose Kündigung, Verzicht auf Resturlaub oder das Auszahlen von Überstunden mögliche Auswege dar.

Wann ist es sinnvoll, zu kündigen?

Man sollte kündigen, wenn dauerhafte Unzufriedenheit, gesundheitliche Probleme (Stress, Burnout-Anzeichen) oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten herrschen, aber erst nach Zusage für einen neuen Vertrag. Wichtig ist eine schriftliche Kündigung mit Vorlaufzeit (meist zum Monatsende), idealerweise nach einer Phase der Selbstreflexion und nachdem alle Optionen zur Verbesserung der Situation ausgeschöpft wurden.
 

Wie kann ich kündigen, ohne Sperre zu bekommen?

Um eine Sperre beim Arbeitslosengeld bei einer Eigenkündigung zu vermeiden, brauchen Sie einen wichtigen Grund (z.B. Mobbing, unzumutbare Arbeitsbedingungen, gesundheitliche Probleme belegt durch Atteste) oder müssen einen neuen Job antreten; auch ein Aufhebungsvertrag mit neuer Stelle kann helfen, aber keine Lust oder ein besser bezahlter Job sind keine Gründe; Sie müssen sich rechtzeitig arbeitslos melden und alle Nachweise dem Arbeitsamt vorlegen. 

In welchem Monat kündigen die meisten?

Interessant ist auch der Zeitpunkt der Kündigung innerhalb des Monats. Hier zeigt sich: Über die Hälfte aller Kündigungen (51,6 Prozent) werden zum Monatsende ausgesprochen. 29,5 Prozent erfolgen in der Monatsmitte und nur 18,9 Prozent der Kündigungen werden in den ersten zehn Tagen eines Monats ausgesprochen.

Wie kommt man schnell aus seinem Job raus?

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Wann ist der beste Wochentag zum kündigen?

Die Frage des besten Tages für ein Kündigungsgesprächs ergibt sich schon daraus, dass die Kündigung keinesfalls an einem Freitag ausgesprochen werden sollte. Wenn möglich, ist die erste Wochenhälfte für Kündigungsgespräche zu bevorzugen.

Ist es besser, am Anfang oder am Ende des Monats zu kündigen?

Viele Versicherungen zahlen die Prämien zu Monatsbeginn . Wenn Ihr letzter Arbeitstag also am Monatsanfang ist, sind Sie möglicherweise den ganzen Monat über versichert. Ist Ihr letzter Arbeitstag hingegen am Monatsende, endet der Versicherungsschutz möglicherweise dann. Die genauen Bedingungen variieren je nach Versicherung, daher sollten Sie dies gegebenenfalls überprüfen.

Kann ich meinen Chef darum bitten, mich zu kündigen?

Kann ich meine Arbeitgebenden bitten, mich zu kündigen? In der Regel ist die Kündigung eine Entscheidung, die ausschließlich von Arbeitnehmer:innen getroffen wird. Ein Chef oder eine Chefin kann nicht dazu gezwungen werden, ein Arbeitsverhältnis zu beenden.

Kann ich meinen Job wegen Burnout kündigen?

Bei Burnout ist eine Kündigung schwierig, aber möglich, oft durch Aufhebungsvertrag mit Abfindung oder krankheitsbedingte Kündigung nach langen Fehlzeiten, wobei der Arbeitgeber strenge Auflagen erfüllen muss (Negative Gesundheitsprognose, betriebliche Beeinträchtigung). Wichtig ist, zuerst ärztliche Hilfe zu suchen, Überlastungsanzeigen zu machen und sich rechtlich (Anwalt, Betriebsrat) beraten zu lassen, um Nachteile wie Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zu vermeiden. Gesundheit geht vor; eine sofortige Kündigung ist riskant, kann aber bei akuten Gefahren sinnvoll sein, erfordert aber Vorsicht. 

Wie bekomme ich Arbeitslosengeld trotz eigener Kündigung?

Um nach eigener Kündigung trotzdem Arbeitslosengeld (ALG I) zu bekommen, müssen Sie einen wichtigen Grund für die Kündigung haben (z.B. Mobbing, gesundheitliche Gründe), den Sie mit Belegen (ärztliche Atteste, Protokolle) nachweisen können, und sich fristgerecht bei der Agentur für Arbeit melden, um eine Sperrzeit zu vermeiden. Ohne wichtigen Grund droht meist eine Sperrzeit von 12 Wochen, da die Arbeitsagentur von eigenem Verschulden ausgeht. Auch ein guter Aufhebungsvertrag kann helfen, wenn er rechtzeitig verhandelt wird, idealerweise in Verbindung mit einer Kündigungsschutzklage. 

Soll man kündigen, wenn man unglücklich ist?

Eine Kündigung sollte immer dann in Betracht gezogen werden, wenn die Arbeit dauerhaft unzufrieden macht, die Gesundheit leidet oder keine Perspektiven für Weiterentwicklung und Wertschätzung bestehen. Wichtig ist, dass Sie sich vor der Entscheidung ausreichend Zeit für Selbstreflexion nehmen und alle Optionen prüfen.

Bei welchen Anzeichen sollte man den Job wechseln?

Anzeichen für einen Jobwechsel sind chronische Unzufriedenheit, mangelnde Entwicklungsperspektiven, schlechte Work-Life-Balance, fehlende Wertschätzung, finanzielle Unzufriedenheit oder gesundheitliche Probleme wie ständiger Stress und Burnout. Wenn Sie sich jeden Tag müde fühlen, demotiviert sind, Ihre Werte nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmen oder Sie sich im Hamsterrad fühlen, ist es Zeit, über eine Veränderung nachzudenken. 

Warum kündigen die besten Mitarbeiter?

Gute Mitarbeiter kündigen meist wegen fehlender Wertschätzung, schlechter Führung, mangelnder Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und unzureichender Bezahlung, oft in Kombination mit zu wenig Flexibilität, toxischen Kollegen, unklaren Zielen oder übermäßiger Arbeitsbelastung, da sie attraktivere Alternativen bei Arbeitgebern finden, die ihre Bedürfnisse besser erfüllen. Es geht selten nur um das Gehalt, sondern um die Gesamtumstände und die Enttäuschung über verpasste Perspektiven. 

Wie merkt man, dass man kündigen sollte?

Die folgenden Anzeichen sprechen dafür, dass es Zeit ist, weiterzuziehen:

  • Sie kommen morgens schlecht aus dem Bett und denken mit Unlust an die Arbeit.
  • Ihnen fehlen die Motivation und Konzentration, Ihre Aufgaben gut und fehlerfrei zu erledigen.
  • Sie fühlen sich leer und gelangweilt.

Warum ist ein Aufhebungsvertrag besser als eine Kündigung?

Ein Aufhebungsvertrag ist oft besser als eine Kündigung, weil er Flexibilität, Verhandlungsmöglichkeiten (z.B. Abfindung, Zeugnis, Zeitpunkt) und die Vermeidung von Gerichtsprozessen ermöglicht, während eine Kündigung oft rechtliche Auseinandersetzungen und Unsicherheiten mit sich bringt, aber bei Eigenkündigung auch zu Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld führen kann – ein Risiko, das bei einem gut gestalteten Aufhebungsvertrag minimiert werden kann. 

Welche Alternativen gibt es zur Kündigung?

Grundsätzlich kann ein Aufhebungsvertrag für Arbeitnehmer eine interessante Alternative zur Kündigung sein, um das Arbeitsverhältnis zu beenden. Pluspunkte des Aufhebungsvertrags sind z. B. die Zahlung einer Abfindung und ein makelloses Arbeitszeugnis.

Wie lange darf ein Hausarzt bei Burnout krankschreiben?

Ihr Hausarzt schreibt Sie bei Burnout zunächst oft für 2 bis 4 Wochen krank, kann aber je nach Schwere der Symptome auch längerfristig krankschreiben, wobei die Dauer individuell festgelegt wird und oft eine Überweisung zum Facharzt erfolgt, der die Therapie begleitet und die Krankschreibung verlängern kann. Die Gesamtdauer kann Wochen bis Monate betragen, da Burnout eine ernsthafte Erkrankung ist und eine ausreichende Heilung wichtig ist, um Rückfälle zu vermeiden.
 

Kann ich kündigen wegen zu viel Stress?

Ab wann dir eine Kündigung wegen psychischer Erkrankung droht. Bist du länger am Stück oder mehrmals im Jahr krank, kann das ein Kündigungsgrund sein – unabhängig davon, ob du an einer psychischen oder körperlichen Krankheit leidest. Dein Arbeitgeber hat aber keinen Freifahrtschein.

Kann ich zum RAV, wenn ich selber kündige?

Ich habe meine Stelle selbst gekündigt. Kann ich mich trotzdem beim RAV arbeitslos melden? Ja, Sie können sich bei Ihrem RAV arbeitslos melden, auch wenn Sie Ihre Stelle selbst gekündigt haben. Sie profitieren von der Beratung durch das RAV und können vielleicht an einem Kurs teilnehmen.

Was sind die 3 Kündigungsgründe?

Die drei Hauptgründe für eine Kündigung nach dem deutschen Arbeitsrecht sind personenbedingt (z.B. Krankheit), verhaltensbedingt (z.B. Arbeitsverweigerung, Pflichtverletzung) und betriebsbedingt (z.B. Auftragsrückgang, Umstrukturierung), wobei diese drei auch die „ordentlichen“ Kündigungsgründe darstellen, die eine soziale Rechtfertigung erfordern. Arbeitnehmer kündigen oft aus Stress, mangelnder Wertschätzung oder fehlenden Aufstiegschancen, während Arbeitgeber rechtlich die drei oben genannten Gründe benötigen. 

Ist lästern über den Chef ein Kündigungsgrund?

Ja, Lästern über den Chef kann ein Kündigungsgrund sein, vor allem wenn es sich um ehrverletzende Äußerungen, Schmähkritik oder Verleumdungen handelt, die das Betriebsklima nachhaltig stören oder den Ruf schädigen; während harmloser Klatsch in vertraulichen Gesprächen oft toleriert wird, führen öffentliche Lästereien oder solche in sozialen Medien schnell zu Abmahnung oder Kündigung, da sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellen. 

Ist es besser, selbst zu kündigen oder gekündigt zu werden?

Generell ist es für Arbeitnehmer vorteilhafter, gekündigt zu werden (oder einen Aufhebungsvertrag abzuschließen), da eine Eigenkündigung oft eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (ALG) nach sich zieht und die Verhandlungsposition schwächt. Selbst kündigen ist nur ratsam, wenn bereits ein neuer Job sicher ist, um schneller wechseln zu können oder toxische Umfelder zu verlassen; andernfalls sollte man versuchen, den Arbeitgeber zum Handeln zu bewegen, idealerweise über einen Aufhebungsvertrag, der Vorteile wie Abfindungen oder schnellere Freistellung ermöglicht. 

Wann ist der beste Zeitpunkt, um zu kündigen?

Man sollte kündigen, wenn dauerhafte Unzufriedenheit, gesundheitliche Probleme (Stress, Burnout-Anzeichen) oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten herrschen, aber erst nach Zusage für einen neuen Vertrag. Wichtig ist eine schriftliche Kündigung mit Vorlaufzeit (meist zum Monatsende), idealerweise nach einer Phase der Selbstreflexion und nachdem alle Optionen zur Verbesserung der Situation ausgeschöpft wurden.
 

Wann kündigen die meisten?

Montag als Spitzenreiter:in unter den Kündigungstagen. Ein frischer Wochenstart, der für viele Arbeitnehmer:innen abrupt endet: Der Montag hat sich laut Auswertung als der häufigste Tag für Kündigungen etabliert. Satte 23,2 Prozent aller Entlassungen werden zu Wochenbeginn ausgesprochen.

Ist das Datum auf der Kündigung wichtig?

Ja, bei einer Kündigung sollte das Datum angegeben werden, aber nicht unbedingt das konkrete Enddatum, sondern das Datum der Erstellung ist üblich und das Datum des Zugangs (wann der Empfänger es erhält) ist entscheidend für die Fristberechnung, weshalb eine klare Angabe der Kündigungsfrist oder des Enddatums hilft, um Verwirrung zu vermeiden. Wichtig ist die Schriftform nach § 623 BGB, damit die Kündigung wirksam ist, und das Datum ist ein wichtiger Bestandteil des Schreibens.