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Wie kann man Durchblutungsstörungen im Ohr feststellen?

Gefragt von: Herr Dr. Hartmut Arnold B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026
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Durchblutungsstörungen im Ohr, oft als Hörsturz (eine Form der Innenohrschwerhörigkeit) bekannt, erkennt man an plötzlichem, meist einseitigem Schwerhörigkeit, oft begleitet von Ohrgeräuschen (Tinnitus), Druckgefühl oder einem "Watte"-Gefühl, manchmal auch Schwindel. Eine definitive Diagnose stellt der HNO-Arzt durch gezielte Untersuchungen wie Hörtests (Audiometrie), Ohrmikroskopie, Blutdruckmessung und Ausschlussverfahren, da die Ursache oft eine gestörte Durchblutung der Haarzellen im Innenohr ist.

Wie merkt man Durchblutungsstörungen im Ohr?

Eine Durchblutungsstörung im Ohr (oft als Hörsturz bekannt) äußert sich durch plötzliche einseitige Schwerhörigkeit, ein dumpfes Gefühl oder "Watte im Ohr", oft begleitet von Ohrgeräuschen (Tinnitus), Druckgefühl und manchmal Schwindel oder Übelkeit. Diese Symptome können plötzlich auftreten und erfordern eine umgehende HNO-ärztliche Untersuchung, da eine schnelle Behandlung die Heilungschancen verbessert.
 

Was verursacht Durchblutungsstörungen im Ohr?

Eine verminderte Durchblutung ist typischerweise die Folge von Durchblutungsstörungen und kann die Sauerstoffversorgung des Innenohrs beeinträchtigen. Zu den Erkrankungen, die die Durchblutung beeinflussen, gehören Sichelzellenanämie, Diabetes und Herzerkrankungen.

Was hilft gegen Durchblutungsstörungen im Ohr?

Ohrmassage. Häufige Ursache für Ohrgeräusche ist eine schlechte Durchblutung des Innenohrs. Mit einem einfachen Trick können Sie die Durchblutung schnell und einfach anregen: Massieren Sie Ihre Ohren! Dazu legen Sie Ihren Zeige- und Mittelfinger entweder direkt vor oder hinter das Ohr.

Welche Symptome treten bei Kristallen im Ohr auf?

Kristalle im Ohr (Otolithen) verursachen meist den gutartigen Lagerungsschwindel (BPPV), der sich durch plötzliche, kurze Drehschwindel-Attacken äußert, ausgelöst durch Kopfbewegungen wie Hinlegen, Aufstehen oder Drehen im Bett, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und unwillkürlichen Augenbewegungen (Nystagmus). Diese „Ohrensteinchen“ reizen die Bogengänge, was die Schwindelsymptome auslöst, aber mit speziellen Manövern gut behandelbar ist.
 

Hörsturz – Symptome, Ursachen & Behandlung 👂⚡ | AOK

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Was verursacht die Störungen der Kristalle in Ihren Ohren?

Alles, was die Kristalle aus dem Utriculus löst, kann BPPV auslösen . Eine frühere Kopfverletzung ist eine häufige Ursache. Meistens wird BPPV auf altersbedingte Veränderungen des Innenohrs zurückgeführt. In den meisten Fällen ist jedoch unklar, warum manche Menschen BPPV entwickeln und andere nicht.

Wie bekommt man Kristalle im Ohr wieder weg?

Dazu sollte man sich unbedingt an einen erfahrenen HNO-Arzt wenden. Dieser bringt die Otolithen wieder in ihre ursprüngliche Position zurück und löst das Problem auf diese Weise schnell, wobei die mit dem Syndrom verbundenen Störungen auf ein Minimum reduziert werden.

Welches Medikament bei Durchblutungsstörungen im Ohr?

In Deutschland und Österreich ist der Wirkstoff Pentoxifyllin nur zur Behandlung von peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen und durchblutungsbedingten Funktionsstörungen des Innenohrs zugelassen.

Wie bekommt man Durchblutungsstörungen wieder weg?

Durchblutungsstörungen behebt man durch eine Kombination aus Lebensstiländerungen (viel Bewegung, gesunde Ernährung, Rauchstopp), Medikamenten (z. B. Blutverdünner, Blutdruck- oder Fett-Senker) und bei Bedarf medizinischen Eingriffen wie Ballondilatation, Stent-Implantation oder Bypass-Operationen, um Engstellen zu öffnen oder zu umgehen; eine genaue Diagnose durch einen Arzt ist unerlässlich. Hausmittel wie Wechselduschen und Massage können unterstützen, aber ersetzen keine ärztliche Behandlung.
 

Was sind die häufigsten Ursachen für Ohrenbluten?

Häufige Ursachen für Ohrenbluten

Neben medizinischen und audiologischen Eingriffen im Ohr sind die häufigsten Ursachen für Ohrenbluten traumatische Abschürfungen des Ohrs durch gewöhnliche Haushaltsgegenstände wie Wattestäbchen oder perforierte Trommelfelle aufgrund von chronischen Ohrinfektionen oder Ohrentraumata.

Kann Durchblutungsstörungen zu Hörverlust führen?

Durchblutungsstörungen im Innenohr gelten als eine der Hauptursachen des Hörsturzes. Diese können durch verschiedene Mechanismen verursacht werden: Mikroembolien: Kleinste Blutgerinnsel oder Embolien können die feinen Blutgefäße im Innenohr verschließen, was zu einer Minderdurchblutung und einem Hörverlust führt.

Was löst Durchblutungsstörungen aus?

Die Hauptursache von Durchblutungsstörungen ist mit etwa 95 Prozent die Arteriosklerose, die so genannte Arterienverkalkung. Die Beschwerden der Betroffenen reichen von belastungsabhängigen Schmerzen mit Einschränkung der Gehstrecke (Schaufensterkrankheit) bis hin zur amputationspflichtigen Wunden.

Warum höre ich den Blutfluss im Ohr?

Die Fließgeschwindigkeit des Blutes erhöht sich oder das Blut fließt so, dass Turbulenzen entstehen. Das führt zu Wirbeln, die im Ohr hörbar werden. Verantwortlich dafür können beispielsweise Gefäßveränderungen, Tumore, Blutarmut sowie ein erhöhter Blutdruck im Schädel oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein.

Wie kann ich testen, ob ich eine Durchblutungsstörung habe?

Um Durchblutungsstörungen zu testen, gibt es einfache Selbsttests, wie die Rekapillarisierungszeit am Nagelbett (Farbe sollte schnell zurückkehren), aber professionelle Diagnosen erfordern ärztliche Untersuchungen wie die ABI-Messung (Knöchel-Arm-Index) für Beine und Arme, die Ultraschall-Doppler-Sonographie der Gefäße oder spezifische Provokationstests wie die Laufbandergometrie bei Verdacht auf periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Diese medizinischen Tests liefern genauere Ergebnisse über den Zustand der Arterien und Venen. 

Welche Symptome treten bei einem Lymphstau im Ohr auf?

Wegen des Lymphstaus entsteht ein Überdruck im Innenohr. Dadurch reißen feine Membranen ein, welche die verschiedenen Räume des Innenohrs voneinander abtrennen – es kommt zu einer plötzlichen Verlagerung der Flüssigkeiten, wodurch Symptome auftreten.

Wie macht sich eine Durchblutungsstörung im Kopf bemerkbar?

Symptome einer schlechten Durchblutung des Gehirns sind oft Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sowie Sprachstörungen, aber auch Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Gefühlsstörungen (Taubheit, Kribbeln) oder Lähmungen können auftreten, wobei plötzliche, starke Symptome wie Lähmungen oder Sprachausfall ein Notfall (Schlaganfall) sind. Chronische Probleme äußern sich oft schleichend, während akute Durchblutungsstörungen starke Warnzeichen senden können, die sofortige ärztliche Hilfe erfordern.
 

Welches Vitamin fehlt bei Durchblutungsstörungen?

Vitamine für deine Durchblutung:

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei. Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei. Riboflavin trägt zur Erhaltung normaler roter Blutkörperchen bei. Vitamin B6 trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei.

Welcher Arzt kann Durchblutungsstörungen feststellen?

Eine Durchblutungsstörung ist keine harmlose Erkrankung. Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, sollten sich Patienten rechtzeitig von einem Gefäßspezialisten behandeln lassen. Experten für Durchblutungsstörungen sind Fachärzte für Angiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie.

Welches Hausmittel hilft gegen Durchblutungsstörungen?

Beliebte Hausmittel für eine gute Durchblutung sind unter anderem:

  • Ingwer: kann die Durchblutung anregen. ...
  • Rosmarin: hat durchblutungsfördernde Eigenschaften. ...
  • Cayennepfeffer: Scharfe Speisen können die Durchblutung verbessern.

Wie fühlt sich eine Durchblutungsstörung im Ohr an?

Eine Durchblutungsstörung im Ohr (oft als Hörsturz bekannt) äußert sich durch plötzliche einseitige Schwerhörigkeit, ein dumpfes Gefühl oder "Watte im Ohr", oft begleitet von Ohrgeräuschen (Tinnitus), Druckgefühl und manchmal Schwindel oder Übelkeit. Diese Symptome können plötzlich auftreten und erfordern eine umgehende HNO-ärztliche Untersuchung, da eine schnelle Behandlung die Heilungschancen verbessert.
 

Was kann ich tun, um die Durchblutung in meinem Ohr zu fördern?

Um die Durchblutung im Ohr zu fördern, helfen viel Bewegung, eine magnesium-, zink-, kalium-, selen-, eisen-, omega-3-reiche Ernährung (Nüsse, Samen, Spinat, Bananen, Fisch), der Verzicht auf Metall-Ohrringe, das Massieren der Ohren und die Achtsamkeit gegenüber Stress, da dies die Blutzirkulation durch die Ausschüttung von Cortisol negativ beeinflussen kann; auch Ginkgo-Präparate können unterstützend wirken. 

Was sind die Ursachen für schlechten Hören auf einem Ohr?

Eine einseitige Hörminderung kann durch verschiedene Ursachen wie Infektionen, Ohrenschmalz, Verletzungen oder auch einen Tumor verursacht werden. Lassen Sie dies unbedingt von einem HNO-Arzt abklären. Er kann die genaue Ursache ermitteln und eine passende Behandlung empfehlen kann.

Was macht der HNO-Arzt bei Kristallen im Ohr?

Sobald die Diagnose gestellt und die betroffene Seite / Ohr herausgefunden ist wird der HNO-Arzt auch gleich die Behandlung beginnen: er wird den Patienten einer Positionsänderung unterziehen, bei der die Zentrifugalkraft der Bewegung die Kristalle aus dem Bogengang, in den sie sich fälschlicherweise verirrt haben, ...

Welche Übungen bei Kristallen im Ohr?

Kristalle im Ohr (Otolithen) verursachen Lagerungsschwindel, der mit speziellen Manövern wie dem Epley- oder Sémont-Manöver behandelt wird, bei denen der Kopf und Körper in bestimmten Abfolgen bewegt werden, um die Steinchen aus dem Bogengang zu befördern, was oft Schwindel auslöst, aber schnell hilft; diese Übungen sollten nach Anleitung durch Arzt oder Physiotherapeut durchgeführt werden, da sie bei korrekter Ausführung sehr wirksam sind.
 

Wie merkt man, ob Schwindel vom Ohr kommt?

Symptome der Menière-Krankheit

  1. Drehschwindel, der ohne Vorwarnung auftritt und Minuten bis Stunden anhält.
  2. Hörstörung, die vor allem den Tieftonbereich betrifft, auch Ohrgeräusche sind typisch.
  3. Druckgefühl, das sich tief im Innenohr anfühlt wie feuchte Watte.

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