Wie hoch sind die Gerichtskosten beim Amtsgericht?
Gefragt von: Herr Eckart Geiger B.Sc. | Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (74 sternebewertungen)
Die Gerichtskosten am Amtsgericht richten sich nach dem Streitwert und werden nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GKG) berechnet, wobei eine einfache Gebühr (oft 3-fach im erstinstanzlichen Zivilprozess) anfällt, die je nach Streitwert steigt; z.B. bei 500 € Streitwert ca. 38 € Grundgebühr (entspricht ca. 114 €), bei 1.000 € ca. 58 € Grundgebühr (entspricht ca. 174 €), aber auch höhere Kosten bei größeren Werten, mit Ermäßigungen bei Einigungen (1,0-fache Gebühr) oder Möglichkeit zur Prozesskostenhilfe.
Wie hoch sind Gerichtskosten in der Tabelle?
Gerichtskosten in Deutschland richten sich nach dem Streitwert und sind in tabellarischen Anlagen zum Gerichts- und Notarkostengesetz (GKG) und Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) festgelegt, wobei die Gebühr mit steigendem Streitwert zunimmt, z. B. für 500 € Streitwert ca. 40 € (einfache Gebühr) und für 1.000 € ca. 61 €, mit Abstufungen je nach Verfahrensart (z.B. 1,0-fach, 3,0-fach).
Was kostet ein Prozess beim Amtsgericht?
Je höher die gerichtliche Instanz, desto teurer werden die Gerichtsgebühren. Ein Beispiel: Beträgt Ihr Streitwert bis zu 5.000 Euro, wäre als Instanz noch das Amtsgericht für den Prozess zuständig und Sie hätten die 1-fache Gebühr von 170,50 Euro zu entrichten.
Wie berechne ich die Gerichtskosten aus?
Die Gerichtskosten für die 1. Instanz in Zivilsachen sind grundsätzlich mit dem 3-fachen Gebührensatz festgesetzt, wenn diese durch ein Urteil beendet wird. Eine 1,0-Gebühr bei einem Streitwert von 10 000 € beträgt 266 € (§ 34 GKG). Somit berechnen sich die Gerichtskosten wie folgt: 3,0 × 266 = 798 €.
Was kostet eine Gerichtsverhandlung, wenn man verliert?
eine Grundgebühr von 40,00 Euro angesetzt, bei einem Streitwert von 501 bis 1000 Euro eine Grundgebühr von 61,00 Euro und bei einem Streitwert von 1001 Euro bis 1500 Euro eine Grundgebühr von 82,00 Euro. der Grundgebühren findet sich in der Anlage zum Gerichtskostengesetz (GKG).
Wie hoch sind die Gerichtsgebühren?
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Was bedeutet Verfahrenswert 4.000 €?
Verfahrenswert, Sorgerecht
In Sorge-oder Umgangsangelegenheiten beträgt der Verfahrenswert meistens 4.000,00 €. Das Gericht kann bei Verfahren mit aufwändiger Sachverhaltsermittlung den Wert höher festlegen.
Welche Kosten zählen zu den Gerichtskosten?
Die Gerichtskosten umfassen die Gebühren des Gerichts selbst sowie die Auslagen des Gerichts (etwa die Entschädigung für Zeugen und die Vergütung für Sachverständige). Die außergerichtlichen Kosten umfassen in erster Linie die Anwaltskosten.
Wie hoch sind die Gerichtskosten bei einem Streitwert von 10.000 Euro?
Berechnung der zu zahlenden Gerichtsgebühr
Bis zu einem Streitwert von 500 € wird eine Grundgebühr von 40 € angesetzt, bei einem Streitwert von 501 bis 1.000 € eine Grundgebühr von 61 € und bei einem Streitwert von 1.001 bis 1.500 € eine Grundgebühr von 82 €.
Wann lohnt sich ein Klageverfahren?
Auch wenn eine Kündigung diskriminierend erscheint oder Sie keine klare Begründung erhalten haben, kann sich eine Klage lohnen. In vielen Fällen führt sie zu einem Vergleich oder einer Abfindung. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zögern zunächst, rechtliche Schritte zu unternehmen und eine Klage einzureichen.
Wie hoch sind die Gerichtskosten bei 3000 Euro?
Die zu tragenden Gerichtskosten - bezogen auf den Streitwert von 3.000 Euro - betragen drei Gebühren zu je 89 Euro, also insgesamt 267 Euro. Die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts richten sich nach dem so genannten Gegenstandswert. Dieser ist bei Zahlungsklagen der Höhe nach regelmäßig identisch mit dem Streitwert.
Was ist der Unterschied zwischen Gerichtskosten und Verfahrenskosten?
Kosten, die in einem gerichtlichen Verfahren entstehen, sind die Gerichtskosten und die außergerichtlichen Kosten der Beteiligten des Verfahrens. Es gilt der Grundsatz, dass die im Verfahren unterlegene Partei die Kosten des Verfahrens trägt (§ 154 Abs. 1 VwGO ).
Wie werden die Gerichtskosten ermittelt?
Die Gerichtsgebühren werden nach dem Streitwert berechnet. Der Streitwert ist nicht mit den zu zahlenden Gerichtskosten identisch. Der Streitwert dient lediglich als Grundlage für die Bemessung der Gerichtsgebühren. Die Höhe des Streitwertes bestimmt sich danach, welche Bedeutung die Sache für die Klägerin bzw.
Was kostet eine Klage vor dem Finanzgericht?
Der Wert einer Gebühr beträgt gemäß Anlage 2 zum GKG 82,00 EUR (bzw. bei Klageeingang vor dem 1. Juni 2025: 78,00 EUR), die durch die ermäßigten Gerichtsgebühren entstandenen Kosten betragen 164,00 EUR (bzw.: 156,00 EUR). Wer nicht in der Lage ist, die Kosten eines Verfahrens tragen, kann Prozesskostenhilfe beantragen.
Wie berechne ich Gerichtskosten aus?
Für einen Streitwert von 2.500 Euro beträgt beispielsweise die 1-fache Gebühr 125,50 Euro. Die 1-fache Gebühr ist eine reine Rechengröße, die sich je nach Instanz vervielfacht. So wird in der 1. Instanz bereits die 3-fache, in der Berufung die 4-fache und bei der Revision die 5-fache Gebühr berechnet.
Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 10.000 €?
Bei einem Streitwert von 10.000 € liegen die einfachen Anwaltskosten (1,0-fache Gebühr) laut RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) typischerweise zwischen ca. 558 € und 652 €, abhängig von der genauen Berechnung und den Umständen (z.B. Einzelfall, Erstberatung, Verhandlungen), wobei auch gerichtliche Gebühren hinzukommen, die bei etwa 241 € (3-facher Gebührensatz) liegen können. Die Gesamtkosten variieren je nach Gebührenfaktor (z.B. 1,3-fache Verfahrensgebühr), Vorgerichtskosten und ob es zu einem Vergleich kommt.
Wie hoch sind die Gerichtskosten im Familiengericht?
Die Kosten beim Familiengericht hängen stark vom Verfahrenswert ab und umfassen Gerichtsgebühren (nach FamGKG) und Anwaltskosten (nach RVG), wobei Gutachten und Verfahrensbeistände zusätzliche Kosten verursachen können. Bei Scheidungen trägt jeder Beteiligte oft die eigenen Anwaltskosten und teilt sich die Gerichtskosten. In Kindschaftssachen kann das Gericht die Kosten nach billigem Ermessen verteilen, wobei ein minderjähriger Beteiligter oft keine Kosten tragen muss.
Was zahlt der Verlierer vor Gericht?
In der Regel trägt der Verlierer des Prozesses auch die Gerichtsgebühren des gesamten Verfahrens. Wenn in einem Sozialrechtsprozess die gegnerische Partei eine Behörde ist, müssen die Kosten bei Verlust des Prozesses jedoch nicht von der Privatperson getragen werden.
Wie viele Gerichtskosten gibt es bei einem Versäumnisurteil?
Bei einem Versäumnisurteil aufgrund einer mangelnden Verteidigungsanzeige erhält das Gericht eine 3,0 Gerichtsgebühr. Die Gerichtsgebühr verringert sich somit nicht. Der Klägervertreter erhält die volle 1,3 Verfahrensgebühr. Die Terminsgebühr des Klägervertreters liegt jedoch nur noch bei 0,5 (Nr.
Wie hoch sind die Gerichtskosten nach dem GKG?
Das Gesetz über Gerichtskosten in Familiensachen (FamGKG) regelt in § 28 die Höhe der Wertgebühren. Wenn sich die Gebühren nach dem Verfahrenswert richten, beträgt die Gebühr im Zuge des KostRÄG 2021 bei einem Verfahrenswert bis 500 EUR 38 Euro.
Ist Verfahrenswert gleich Gerichtskosten?
Verfahrenswert ist nicht gleich Scheidungskosten
Der Verfahrenswert wird häufig missverstanden. Er gibt nicht die Gesamtkosten einer Scheidung an, sondern dient lediglich dazu, die Gerichts- und Anwaltsgebühren zu ermitteln. Wie viel Sie letztlich zahlen müssen, hängt von den Gebührenordnungen ab.
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