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Wie hoch sind die Ergänzungsleistungen in der Schweiz?

Gefragt von: Krystyna Jakob  |  Letzte Aktualisierung: 26. Januar 2026
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Die Höhe der Ergänzungsleistungen (EL) in der Schweiz ist individuell und richtet sich nach dem Bedarf, den Ausgaben (wie Miete, Krankenkassenprämien), Einnahmen und Vermögen; sie werden als Differenz zwischen minimalem Lebensunterhalt und den vorhandenen Mitteln berechnet, wobei Mietzinsmaxima regional (z. B. 1575 CHF für Alleinstehende in Region 1) und jährliche Maximalbeträge für Krankheitskosten (25'000 CHF für Alleinstehende) festgelegt sind.

Wie hoch sind die minimalen Lebenskosten in der Schweiz?

Die aktuelle Empfehlung für einen Einpersonenhaushalt von CHF 1061 trat am 1.1.2025 in Kraft. Sie wurde von der SODK am 11.11.2024 (vgl. Medienmitteilung ) genehmigt.

Wie hoch ist das Wohngeld in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es kein einheitliches „Wohngeld“ wie in Deutschland, sondern Unterstützung wird über die Sozialhilfe (Grundbedarf, inklusive Wohnkosten bis zur ortsüblichen Grenze) und/oder Ergänzungsleistungen (EL) für Betagte und Arme geleistet, wobei die Gemeinden die Mietkosten-Grenzen festlegen. Kantonale Mietbeiträge (z. B. in Basel-Stadt) unterstützen Haushalte mit geringem Einkommen zusätzlich, wenn sie weder Sozialhilfe noch EL beziehen, wobei Einkommen, Vermögen, Haushaltsgrösse und Mietzins entscheidend sind. 

Wie hoch darf die monatliche Miete sein?

Die 40er-Mietregel empfiehlt, maximal 1/40 des Jahresbruttogehalts für die monatliche Miete einzuplanen, bietet aber nur grobe Orientierung. Die 30-Prozent-Regel bezieht sich auf das monatliche Nettoeinkommen und ist realistischer, berücksichtigt jedoch keine individuellen Ausgaben.

Wie viel kostet eine 100 Quadratmeter Wohnung in der Schweiz?

So liegt der mittlere Netto-Quadratmeterpreis für 2-Zimmer-Wohnungen bei 25,4 Franken, für drei Zimmer bei 21,3 und für vier Zimmer bei 19,2 Franken. Eine 100 Quadratmeter grosse 4-Zimmer-Wohnung kostet im Mittel also 1920 Franken pro Monat.

Ergänzungsleistungen (EL) einfach erklärt!

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Wie viel muss man in der Schweiz verdienen, um einen guten Lebensstandard zu halten?

Um in der Schweiz gut zu leben, braucht es je nach Lebenssituation und Wohnort monatlich etwa 5'500 bis 7'000 CHF brutto für Singles und deutlich mehr für Familien, wobei höhere Löhne in Grossstädten wie Zürich nötig sind, um den gleichen Lebensstandard zu halten. Während 4'000 CHF für Singles als absolute Untergrenze gelten, ermöglichen erst ab 6'000 bis 8'000 CHF (oder mehr) ein angenehmes Leben mit weniger finanziellen Sorgen. 

Wie hoch ist die Sozialhilfe in der Schweiz?

Die Sozialhilfe in der Schweiz richtet sich nach den SKOS-Richtlinien, wobei der Grundbedarf für eine Einzelperson seit 2025 bei 1061 Franken pro Monat liegt (für Essen, Kleidung, Hygiene etc.), zuzüglich der Wohnkosten, die je nach Gemeinde variieren. Der Betrag wird für Haushalte mit mehreren Personen nach unten korrigiert, aber es gibt auch zusätzliche, situationsbedingte Leistungen (z.B. für Kinderbetreuung, Ausbildung) sowie Freibeträge für Erwerbstätige, damit Arbeit sich lohnt. 

Wie viel Geld braucht 1 Person im Monat in der Schweiz?

Für eine Einzelperson in der Schweiz benötigt man je nach Lebensstil und Wohnort mindestens 3'000 CHF bis über 5'000 CHF pro Monat, wobei die Hauptkosten Miete (ca. 900–1'600 CHF), Krankenkasse (300–500 CHF) und Verpflegung (400–800 CHF) ausmachen; eine grobe Schätzung liegt bei rund 4'000 bis 5'500 CHF für ein solides Leben, inklusive Nebenkosten wie Internet und Steuern. 

Wie hoch ist das Existenzminimum in der Schweiz?

Das Existenzminimum in der Schweiz ist nicht einheitlich, sondern variiert je nach Situation (Sozialhilfe, Betreibung) und Kanton; es umfasst Grundbedarf (ca. 1000 Fr. für Alleinstehende), Miete, Krankenkassenprämien und andere nötige Ausgaben, wobei die Beträge bei Betreibungen individuell festgelegt werden, z.B. 1200 Fr. für Alleinstehende, 1700 Fr. für Paare, plus Kinderanteile und Kosten für Wohnen und Gesundheit. 

Kann man mit 4000 Franken in der Schweiz leben?

Wieviel du in der Schweiz verdienen solltest, hängt von deinem gewünschten Lebensstandard und deiner Familiensituation ab. Als Single solltest du mindestens 4000 Franken monatlich verdienen, als Paar 5500 Franken und als Familie mit einem Kind 6000 Franken.

Was sind Ergänzungsleistungen in der Schweiz?

Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (EL) helfen, wenn die Renten und das Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht decken.

Wann werden Ergänzungsleistungen gekürzt?

Für die Berechnung von Ergänzungsleistungen wird neben den Renteneinnahmen auch ein Anteil des Vermögens berücksichtigt. Ab 2021 sinken die Freibeträge: für Alleinstehende von 37'500 Franken auf 30'000 Franken und bei Ehepaaren von 60'000 Franken auf 50'000 Franken.

Wie viel Geld sollte man mit 60 auf dem Konto haben?

Mit 60 Jahren solltet ihr demzufolge 400.000 Euro angespart haben. Zum Renteneintritt empfehlen die Experten, dass ihr das Zehnfache eures Jahresgehaltes auf eurem Sparkonto oder Depot haben solltet. Das klingt natürlich erstmal nach sehr viel Geld.

Wie viel Vermögen braucht man, um in die Schweiz auszuwandern?

Um in die Schweiz auszuwandern, brauchen Sie ausreichende finanzielle Mittel für den Lebensunterhalt, wobei es keine offizielle Mindestsumme gibt, aber Erfahrungswerte bei rund 100.000 CHF Jahreseinkommen oder entsprechendem Vermögen liegen, plus eine obligatorische Krankenversicherung; besonders reiche Privatier können Pauschalbesteuerung nutzen, während andere einen Nachweis über genügend Einkommen (z.B. Rente) oder Vermögen zur Sicherung des Lebensstandards erbringen müssen, abhängig vom Kanton. 

Kann man mit 5000 CHF in der Schweiz leben?

Mit 5000 Franken kann man in der Schweiz bloss mit grossen Einschränkungen leben. Nach Krankenkassen, Mieten und Deckung des Grundbedarfs bleibt nur wenig übrig. Für eine Familie ist ein angemessenes Leben mit den kleinen Freiheiten und ohne finanzielle Sorgen schlicht nicht möglich.

Wie viel Geld hat ein normaler Mensch auf dem Konto in der Schweiz?

Zum Vergleich: Einpersonenhaushalte wiesen 2020 ein Äquivalenzreinvermögen von rund 30'000 Franken auf. Etwas höher lag das mittlere Vermögen bei Paaren mit Kindern: Bei den Konkubinaten lag es bei 36'900 Franken und bei den Ehepaaren bei 40'400 Franken.

Kann ich als Deutsche in der Schweiz eine Wohnung mieten?

Anforderungen an deutsche Mieter in der Schweiz. Um eine Wohnung in der Schweiz zu mieten, musst du einige Anforderungen erfüllen. Dazu gehören eine Aufenthaltserlaubnis, eine gültige Arbeitsstelle und finanzielle Nachweise.

Sind Häuser in der Schweiz teurer als in Deutschland?

Aktuell sind die Preise in der Schweiz jedoch noch deutlich über denen der BRD angesiedelt. Im Durchschnitt kostet ein Einfamilienhaus in der Schweiz momentan CHF 7'535 pro Quadratmeter. Im Vergleich: In Deutschland wird ein Einfamilienhaus durchschnittlich für 2.736 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete in der Schweiz?

Die durchschnittliche Miete in der Schweiz liegt bei rund 1450 CHF (2023), wobei die Preise je nach Kanton und Wohnungstyp stark variieren; teuerste Kantone sind Zug und Zürich, günstigste Jura und Neuenburg. Für eine 3-Zimmer-Wohnung zahlt man im Mittel (2021-2023) in Zürich rund 1880 CHF, während die Preise für Neubauten deutlich höher liegen als für ältere Wohnungen. 

Wie viel sollte man in der Schweiz für die Miete ausgeben?

Ob die Miete auf längere Sicht zahlbar ist, lässt sich grob mit der altbewährten 1-Drittel-Faustregel berechnen: Die Ausgaben für die Bruttomiete (Miete inkl. Nebenkosten) sollten demnach maximal ein Drittel des Nettolohns (Lohn nach allen beruflichen Abzügen, wie zum Beispiel Pensionskasse oder AHV) ausmachen.

Wann gilt Miete als Wucher?

Mietwucher beginnt, wenn die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um mindestens 50 % übersteigt und der Vermieter die Zwangslage des Mieters ausnutzt, was eine Straftat darstellt (§ 291 StGB). Liegt die Miete 20 % über der Vergleichsmiete und nutzt der Vermieter eine Mangellage aus, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit (§ 5 WiStG). Beide Fälle erfordern, dass der Mieter keine Alternative findet, was durch den örtlichen Mietspiegel (in Städten über 50.000 Einwohner) bestimmt wird.