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Wie hoch muss der Blutdruck sein um einen Schlaganfall zu bekommen?

Gefragt von: Wolf Hinz-Riedel  |  Letzte Aktualisierung: 31. März 2026
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Bei einem akuten Schlaganfall sind die Blutdruckwerte oft stark erhöht, typischerweise über 180/110 mmHg (hypertensive Krise), was eine sofortige Behandlung erfordert; bei ischämischen Schlaganfällen wird jedoch oft erst ab Werten um 220/120 mmHg aggressiv gesenkt, um das geschädigte Gehirn noch zu durchbluten, während bei hämorrhagischen (blutungsbedingten) Schlaganfällen eine frühe Senkung auf niedrigere Werte (z.B. <140/90 mmHg) angestrebt wird.

Bei welchem Blutdruck droht Schlaganfall?

Man gilt ab einem Blutdruck von über 140/90 mmHg als gefährdet, einen Schlaganfall zu erleiden, da dies das Risiko erheblich steigert; Werte von 120-139/70-89 mmHg gelten bereits als erhöht, während Werte ab 180/110 mmHg ein lebensbedrohlicher Notfall sind, der sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Hoher Blutdruck schädigt die Gefäße und ist der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfälle, weshalb eine konsequente Behandlung wichtig ist.
 

Was sind die 5 Warnzeichen eines Schlaganfalls?

Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls sind Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie sehr starke Kopfschmerzen. Mit dem FAST-Test lässt sich innerhalb kürzester Zeit der Verdacht auf einen Schlaganfall überprüfen.

Wie tief darf der Blutdruck sinken?

Der Blutdruck darf so tief sinken, wie der Körper es ohne Beschwerden toleriert; generell spricht man ab Werten unter 100/60 mmHg (bei Frauen < 100/60, bei Männern < 110/70) von niedrigerem Blutdruck (Hypotonie), aber erst wenn Symptome wie Schwindel oder Ohnmacht auftreten, wird es bedenklich und kann ein Wert unter 90 mmHg systolisch kritisch werden, da dann die Organe unterversorgt werden können, was eine individuelle Abklärung erfordert. 

Wie ist der Blutdruck vor einem Infarkt?

Der Blutdruck vor einem Herzinfarkt kann unterschiedlich sein: Er kann normal, niedrig oder auch erhöht sein, da die stressige Situation selbst den Druck steigen lassen kann, aber auch ein langfristig unbehandelter Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein wichtiger Risikofaktor, der die Gefäße schädigt und die Wahrscheinlichkeit eines Infarkts erhöht. Eine plötzliche Blutdruckveränderung ist kein zuverlässiges Vorzeichen, die Symptome wie starke Brustschmerzen sind oft eindeutiger.
 

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Was ist die Vorstufe von Herzinfarkt?

Eine Vorstufe eines Herzinfarkts ist oft die instabile Angina pectoris, gekennzeichnet durch starke, länger anhaltende Brustschmerzen (Druckgefühl), die auch in Ruhe auftreten können, oder sich plötzlich bei Belastung zeigen, oft begleitet von Atemnot, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Ausstrahlung in Arm, Kiefer oder Rücken; dies ist ein Notfall (112 rufen), aber auch schleichende Symptome wie ungewohnte Müdigkeit und Leistungsschwäche können Vorboten sein, die dringend ärztlich abgeklärt werden müssen, da ein "stummer" Infarkt ohne klare Beschwerden möglich ist.
 

Ist Blutdruck 160 zu 90 gefährlich?

Ja, ein Blutdruck von 160/90 mmHg ist deutlich zu hoch (Bluthochdruck Grad 2) und gefährlich, da er langfristig Organschäden verursachen kann, auch wenn oft keine akuten Symptome spürbar sind, und sollte umgehend ärztlich behandelt werden, um Risiken wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. Bei anhaltend hohen Werten wie diesen sind Lebensstiländerungen und oft Medikamente notwendig, um das Risiko zu minimieren.
 

Wie tief darf der Blutdruck im Liegen sinken?

Die Blutdruckwerte im Liegen und im Stehen sollten jeweils in den bekannten Normbereichen von < 140 mmHg systolisch und < 90 mmHg diastolisch liegen. Es ist normal, wenn der Blutdruck vom Liegen zum Stehen gleichbleibt bzw. um 15 mmHg systolisch bzw. um 10 mmHg diastolisch ansteigt.

Welcher unterer Blutdruckwert ist gefährlich?

Ein diastolischer (unterer) Blutdruck wird ab 90 mmHg als behandlungsbedürftige Hypertonie (Bluthochdruck) eingestuft, doch bereits Werte ab 80 mmHg gelten als hochnormal und ab 70 mmHg (bei neuen Leitlinien) steigt das Risiko langsam an, weshalb ein Arztbesuch zur Abklärung ratsam ist, insbesondere bei weiteren Risikofaktoren. Gefährlich wird es bei Werten deutlich über 90 mmHg, besonders wenn der systolische Wert über 140 mmHg liegt oder Symptome wie Brustschmerzen oder neurologische Ausfälle auftreten, was einen Notfall darstellt und sofortige Behandlung erfordert.
 

Was kann ich tun, wenn mein Blutdruck 60 zu 40 ist?

Bei einem Blutdruck von 60/40 mmHg sollten Sie sofort aufstehen, sich hinlegen, die Beine hochlagern, viel trinken (Wasser, Saftschorle) und vielleicht einen Kaffee oder schwarzen Tee trinken, da dies auf eine Hypotonie (niedriger Blutdruck) hindeutet, die Schwindel oder Ohnmacht verursachen kann; bei wiederkehrenden Symptomen oder starken Beschwerden ist ein Arztbesuch unerlässlich, um die Ursache abzuklären, da auch ernstere Erkrankungen dahinterstecken können.
 

Welchen Satz sagen bei Schlaganfall?

Der wichtigste Satz bei einem Schlaganfall ist der FAST-Test: Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Bitten Sie die Person, zu lächeln (hängt ein Mundwinkel?), beide Arme zu heben (sinkt ein Arm ab?) und einen einfachen Satz nachzusprechen (Sprache verwaschen?) – wenn eine dieser Aufgaben nicht gelingt, rufen Sie sofort den Notruf 112, da "Time is brain" (Zeit ist Hirn) ist.
 

Was ist die Vorstufe eines Schlaganfalls?

Die Vorstufe eines Schlaganfalls ist die Transitorische Ischämische Attacke (TIA), auch „Mini-Schlaganfall“ genannt, bei der ein Gehirnbereich kurzzeitig durchblutet wird, aber die Symptome (Taubheit, Lähmungen, Sprachprobleme) wieder verschwinden, bevor dauerhafte Schäden entstehen. Eine TIA ist ein wichtiges Warnsignal, das sofortige ärztliche Hilfe erfordert, da sie oft einem größeren Schlaganfall vorausgeht. Bei Auftreten solcher Symptome sofort den Notruf (112) wählen!
 

Wie fühlt man sich kurz vor einem Schlaganfall?

Die Vorstufe eines Schlaganfalls, die sogenannte TIA (Transitorische Ischämische Attacke), zeigt oft die gleichen Symptome wie ein echter Schlaganfall, nur vorübergehend: plötzliche Lähmungen/Taubheitsgefühle (meist einseitig in Gesicht, Arm, Bein), Sprach-/Verständnisstörungen, Sehstörungen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Schluckbeschwerden und sehr starke, plötzliche Kopfschmerzen. Da eine TIA ein großes Risiko für einen folgenden echten Schlaganfall darstellt, gilt: Sofort 112 anrufen, auch wenn die Symptome wieder verschwinden, da nur ein Arzt feststellen kann, was vorliegt.
 

Kann man trotz niedrigem Blutdruck einen Schlaganfall bekommen?

Ja, ein Schlaganfall kann auch bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie) auftreten, da neben hohem Blutdruck auch andere Faktoren wie Gefäßverkalkung, Durchblutungsstörungen oder Herzprobleme eine Rolle spielen, wobei extrem niedriger Druck die Organdurchblutung beeinträchtigen kann und auch als Risikofaktor gilt. Oft sind die Ursachen komplex, wie z.B. ein Blutgerinnsel (ischämischer Schlaganfall) oder eine Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall), die durch schwache Gefäße ausgelöst wird, auch wenn der allgemeine Druck niedrig ist. 

Wie kann ich meinen Blutdruck in 3 Minuten senken?

Um den Blutdruck schnell zu senken, wirken besonders Atemübungen (z.B. 4-6-Atmung), Kälteanwendungen, Summen oder leichte Massagen der Halsschlagader kurzfristig, da sie das Nervensystem beruhigen und die Gefäße beeinflussen, aber langfristig sind eine gesunde Ernährung (wenig Salz, viel Nitrat) und regelmäßige Bewegung entscheidend, betont onmeda.de und NDR.de. 

Welche Symptome im Gesicht können bei Bluthochdruck auftreten?

Ein gerötetes Gesicht, oft mit sichtbaren Äderchen, kann ein Symptom für Bluthochdruck (Hypertonie) sein, zusammen mit Kopfschmerzen (bes. im Hinterkopf), Schwindel, Nasenbluten, Hitzegefühlen, Schlafstörungen und Kurzatmigkeit. Da Hypertonie oft symptomlos ist, sollte man bei diesen Anzeichen immer ärztlichen Rat einholen, um eine genaue Diagnose zu bekommen und Organschäden zu vermeiden.
 

Bei welchem Blutdruck sollte man den Notarzt rufen?

Rufen Sie sofort den Notarzt (112), wenn Ihr Blutdruck dauerhaft über 180/110 mmHg liegt und zusätzlich starke Symptome wie Brustschmerzen/Engegefühl, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrung, Sehstörungen oder Sprachstörungen auftreten – das ist ein hypertensiver Notfall, bei dem Organe geschädigt werden könnten. Bei sehr hohen Werten (z.B. 200/100 mmHg) ohne diese Symptome sollten Sie nach erneuter Messung sofort Ihren Arzt aufsuchen oder die 112 bei Unsicherheit wählen, um die Ursache abklären zu lassen.
 

Wie tief darf der zweite Wert beim Blutdruck sein?

Die Untergrenze für den diastolischen Blutdruck liegt bei Werten unter 60 mmHg, was als niedriger Blutdruck (Hypotonie) gilt und bei Beschwerden wie Schwindel ärztlich abgeklärt werden sollte, da ein zu niedriger Wert die Durchblutung der Organe beeinträchtigen kann. Während Normwerte oft bei etwa 60–84 mmHg liegen, können Werte darunter, insbesondere unter 60 mmHg, auf eine Hypotonie hinweisen, die auch durch Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Herzprobleme oder andere Ursachen bedingt sein kann.
 

Wie niedrig darf der Blutdruck in Ruhe sein?

Normale Blutdruckwerte liegen bei systolisch unter 130 mmHg und diastolisch unter 85 mmHg, hochnormaler Blutdruck bei systolisch unter 140 mmHg und diastolisch unter 90 mmHg. Von einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) spricht man, wenn die Blutdruckwerte unter 100/60 mmHg liegen.

Was hilft sofort gegen niedrigen Blutdruck?

Um niedrigen Blutdruck sofort zu helfen, sind Bewegung, viel Trinken (Wasser, Schorlen), Kaffee (bei Bedarf), eine Prise Salz, Wechselduschen und kalte Arm-/Fußbäder effektiv, da sie den Kreislauf ankurbeln und das Blutvolumen erhöhen; wichtig ist aber, die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Langsam aufstehen und mit erhöhtem Oberkörper schlafen, hilft gegen morgendliche Schwankungen. 

Ist Blutdruck 90 zu 50 gefährlich?

Ein Blutdruck von 90 zu 50 mmHg ist niedrig (Hypotonie), aber nicht automatisch gefährlich; er wird erst bedenklich, wenn Symptome wie Schwindel, Ohnmacht, Müdigkeit, kalte Extremitäten oder Konzentrationsstörungen auftreten, da dann die Organe möglicherweise nicht ausreichend durchblutet werden. Bei gesunden Menschen ohne Beschwerden kann dieser Wert normal sein, bei plötzlichem Auftreten von Symptomen oder chronischen Erkrankungen ist jedoch ein Arztbesuch ratsam, um Ursachen auszuschließen und die richtige Behandlung zu finden, sowww.herzmedizin.de und www.internisten-im-netz.de.
 

Warum soll man den Blutdruck nicht im Liegen messen?

Der Blutdruck wird im Sitzen gemessen. Doch die Messung im Liegen scheint für das Herz-Kreislauf-Risiko aussagekräftiger zu sein, legt eine aktuelle Studie aus den USA nahe.

Bei welchem Wert wird es bei zu niedrigem Blutdruck lebensgefährlich?

Niedriger Blutdruck wird lebensgefährlich, wenn er so stark abfällt, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, oft bei Werten unter 70 mmHg systolisch, was zu Ohnmacht (Kollaps) führen kann, besonders gefährlich z. B. beim Autofahren. Während niedriger Blutdruck (unter 100/60 mmHg bei Frauen, 110/70 mmHg bei Männern) oft harmlos ist, wird er bedenklich, wenn er mit starken Symptomen wie Schwindel, Müdigkeit oder Ohnmacht einhergeht oder eine ernsthafte Grunderkrankung (z. B. Herzschwäche) dahintersteckt, die ärztlich abgeklärt werden muss.
 

Was ist sofort blutdrucksenkend?

Um den Blutdruck schnell zu senken, helfen Atemübungen (4-6-Atmung), kurze Bewegung wie Gehen, kalte Duschen (um die Gefäße zu trainieren) oder ein Glas Zitronenwasser; langfristig sind weniger Salz, mehr Bewegung, Stressabbau und eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse entscheidend. Bei starken Beschwerden oder Notfällen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.
 

Ist ein Blutdruck von 142 zu 90 normal?

Ein Blutdruck von 142 zu 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) wird als Bluthochdruck (Hypertonie) eingestuft, da der Wert die Grenze von 140/90 mmHg überschreitet, ab der Mediziner von einer behandlungsbedürftigen Erhöhung sprechen; dieser Wert ist ein wichtiges Signal, dass eine Abklärung und eventuell Anpassungen des Lebensstils (Ernährung, Bewegung, Stress) oder eine medikamentöse Therapie notwendig sind, um Folgeschäden zu vermeiden.