Zum Inhalt springen

Wie hoch kann man Rapskernöl erhitzen?

Gefragt von: Theresia Dittrich  |  Letzte Aktualisierung: 27. September 2026
sternezahl: 4.9/5 (25 sternebewertungen)

Rapsöl lässt sich je nach Sorte und Verarbeitung unterschiedlich hoch erhitzen: Raffiniertes Rapsöl ist sehr hitzestabil und eignet sich mit einem Rauchpunkt von ca. 200–220 °C gut zum Braten und Frittieren. Kaltgepresstes (natives) Rapsöl ist empfindlicher; es sollte nur bis etwa 170 °C erhitzt werden oder besser in der kalten Küche verwendet werden, da es bei höheren Temperaturen schnell raucht und sich zersetzt, was seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Welches Öl kann man bis 250 Grad erhitzen?

Öle wie raffiniertes Sonnenblumenöl, Arganöl und Rapsöl können mit Rauchpunkten um die 240-250 °C hoch erhitzt werden, ebenso wie Erdnussöl (bis ca. 230 °C) und raffiniertes Olivenöl (bis ca. 220 °C), die sich gut zum scharfen Anbraten eignen; generell sind raffinierte Öle für hohe Temperaturen besser geeignet als native Varianten. 

Was passiert, wenn man Rapsöl zu stark erhitzt?

Wenn man Rapsöl zu stark erhitzt, zersetzen sich die wertvollen Fettsäuren und Vitamine, das Öl beginnt zu rauchen und unangenehm zu riechen, und es können gesundheitsschädliche Stoffe wie Acrolein entstehen, was die Speisen ungenießbar macht und eine Entsorgung des Öls erfordert. Kaltgepresstes Rapsöl ist weniger hitzebeständig (Rauchpunkt ca. 120-190°C) als raffiniertes Öl, das höhere Temperaturen verträgt, aber bei Überhitzung selbst dann schädliche Transfette bilden kann. 

Kann man Rapsöl auf 180 Grad erhitzen?

Natives Olivenöl ist bis zu 180 Grad Celsius hitzestabil. Rapsöl ist ebenfalls gut hitzebeständig. So eignen sich beide zum schonenden Braten und auch Frittieren.

Wie erhitze ich Öl auf 170 Grad?

Öl auf 170 °C zu erhitzen ist oft ideal zum Frittieren, besonders für Öle wie raffinierte Rapsöle, Erdnussöl oder Olivenöl, solange es nicht qualmt. Nutzen Sie ein Ölthermometer oder prüfen Sie die Temperatur, indem Sie einen Holzkochlöffel eintauchen: Bilden sich um den Stiel kleine Bläschen, ist die Temperatur perfekt. Bei zu hoher Temperatur oder falschem Öl kann es zu Rauch und der Bildung schädlicher Stoffe kommen.
 

Top 5 Öle zum Essen & Braten: Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Leinöl & Co wirklich gesund?

27 verwandte Fragen gefunden

Was passiert, wenn man Olivenöl über 180 Grad erhitzt?

Der sogenannte Rauchpunkt von Olivenöl liegt nämlich bei circa 180 Grad Celsius. Jenseits dieser Temperatur verbrennt das Öl und verliert dabei nicht nur seine gesunden Bestandteile – es entstehen auch gefährliche Nebenprodukte wie das giftige Acrolein, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Warum Rapsöl nicht über 175 Grad?

Öle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren beginnen bereits ab 175° C zu oxidieren und sich zu zersetzen und bilden gesundheitsgefährdende Aldehyde6. Sie sollten deshalb nicht erhitzt werden. Die landläufige Meinung ist, dass ein hoher Rauchpunkt ausreicht, um mit einem Öl zu braten.

Warum ist Rapsöl nicht zum Braten geeignet?

Manche Sorte Rapsöl eignet sich nur bedingt zum Braten, weil kaltgepresstes (natives) Rapsöl hitzeempfindlich ist und beim starken Erhitzen wertvolle Inhaltsstoffe verliert und bitter werden kann, während raffiniertes Rapsöl hitzestabiler ist und sich besser zum Braten eignet, aber auch weniger gesundheitliche Vorteile hat. Generell gilt: Je niedriger der Rauchpunkt und je höher der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren (wie Omega-3), desto besser ist das Öl zum schonenden Dünsten und schlechter zum scharfen Anbraten, wo hitzestabilere Öle (wie raffiniertes Rapsöl oder spezielle Bratöle) besser sind, um die Bildung schädlicher Stoffe zu vermeiden. 

Was ist gesünder zum Braten, Rapsöl oder Olivenöl?

14 % aus gesättigten Fettsäuren. Somit enthält Olivenöl ca. 87 % Fettsäuren, die als hitzebeständig oder hitzestabil gelten. Im Gegensatz dazu enthält Rapsöl, welches oftmals zum Braten verwendet wird, einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist somit zum Braten weniger gut geeignet.

Welches Öl kann am stärksten erhitzt werden?

Öle mit dem höchsten Rauchpunkt und damit höchster Hitzebeständigkeit sind meist High-Oleic-Öle (speziell gezüchtetes Raps-, Sonnenblumen-, Distelöl), **raffiniertes Rapsöl, raffinierte Sonnenblumenöle und raffinierte Maiskeimöle, die oft über 200°C (bis 230°C) aushalten und sich ideal zum scharfen Braten, Frittieren und Backen eignen, da sie weniger schäumen und verbrennen als kaltgepresste Öle. Für sehr hohe Temperaturen bis 300°C sind spezielle Silikonöle wie LOBOTHERM BAP die Wahl, aber nicht für die Küche gedacht.
 

Was ist der Unterschied zwischen Rapsöl und Rapskernöl?

Der Hauptunterschied liegt in der Herstellung: Rapskernöl wird aus den geschälten, inneren gelben Kernen gewonnen, was es milder und nussiger macht und Bitterstoffe vermeidet. Rapsöl (oft raffiniert) wird aus der ganzen, ungeschälten Saat gepresst, wodurch es kräftiger, manchmal herber schmeckt, aber auch vielseitiger in der heißen Küche einsetzbar ist. 

Kann man mit Rapskernöl anbraten?

Es eignet sich perfekt zum hohen und langen Erhitzen bis 180 °C. Für das Öl werden die von den Bitterschalen befreiten Rapskerne schonend kaltgepresst und mild gedämpft. So bekommt es seinen extra milden Geschmack, damit das Bratgut bestens zur Geltung kommen kann.

Welches Öl hält 300 Grad aus?

Shell Heat Transfer Oil S2 ist für den Einsatz in geschlossenen Wärmeübertragungsanlagen mit folgenden Grenztemperaturen geeignet: Max. Filmtemperatur : 320°C Max. Tanktemperatur: 300°C.

Was ist höher erhitzbar, Rapsöl oder Sonnenblumenöl?

Sonnenblumenöl ist weniger hitzestabil als Raps- und Olivenöl. Ölsäurereiche Sonnenblumenöle aus speziellen Züchtungen, auch „high oleic“ genannt, haben gute Brateigenschaften. Sonnenblumenöl, das kalt gepresst ist, hat ein kernig-fruchtiges, nussiges Aroma.

Wie hoch ist der Flammpunkt von Rapsöl?

Der Flammpunkt von Rapsöl liegt typischerweise zwischen 275 und 290 °C, kann aber je nach Raffinierungsgrad und Prüfmethode variieren, wobei der Flammpunkt von Rapsölkraftstoff (Biodiesel) niedriger bei etwa 173 °C liegt. Für das Kochen und Frittieren ist eher der Rauchpunkt (ca. 130–230 °C) relevant, der deutlich unter dem Flammpunkt liegt und bei Erhitzung die Grenze der Zersetzung anzeigt.
 

Warum ist Rapsöl besser als Olivenöl?

Neben Olivenöl sind auch andere pflanzliche Öle reich an wertvollen Fettsäuren. Rapsöl beispielsweise gilt ernährungsphysiologisch als mindestens gleichwertig zu Olivenöl. Rapsöl hat im Vergleich zu Olivenöl sogar etwas mehr Vitamin E sowie einen höheren Gehalt der wertvollen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure.

Ist kaltgepresstes Rapskernöl zum Braten geeignet?

Ja, kaltgepresstes Rapsöl ist ein vielseitiger Allrounder und eignet sich gut zum Braten, Dünsten und Backen, besonders bei mittleren bis höheren Temperaturen (ca. 170-190 °C). Es hat einen milden, nussigen Geschmack, der Gerichte nicht überlagert, und punktet mit einem günstigen Fettsäureprofil, ist aber für sehr scharfes Anbraten weniger geeignet als raffinierte Öle. Bei zu hohen Temperaturen (über 190 °C) oder Rauchentwicklung sollte man das Öl wechseln, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten und die Bildung unerwünschter Stoffe zu vermeiden.
 

Warum kein Olivenöl in beschichtete Pfanne?

Keramik-Beschichtung nicht mit Olivenöl nutzen

Die Antihaft-Beschichtung aus Keramik verträgt allerdings kein kalt gepresstes Olivenöl, weil durch die darin enthaltenen Teerharze die Beschichtung verkleben kann. Im ungünstigsten Fall ist die Pfanne schon nach einmaligem Braten mit kalt gepresstem Olivenöl kaputt.

Welche maximale Temperatur verträgt Rapsöl?

Rapsöl lässt sich je nach Sorte und Verarbeitung unterschiedlich hoch erhitzen: Raffiniertes Rapsöl ist sehr hitzestabil und eignet sich mit einem Rauchpunkt von ca. 200–220 °C gut zum Braten und Frittieren. Kaltgepresstes (natives) Rapsöl ist empfindlicher; es sollte nur bis etwa 170 °C erhitzt werden oder besser in der kalten Küche verwendet werden, da es bei höheren Temperaturen schnell raucht und sich zersetzt, was seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört. 

Wie erkenne ich 170 Grad in der Pfanne?

Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn sich um das Holz herum kleine Bläschen bilden und nach oben steigen. Dann hat das Öl eine Temperatur von etwa 170 Grad Celsius und somit die optimale Temperatur zum Frittieren.

Was ist das beste Öl zum Braten?

Das beste Öl zum Braten hängt von der Temperatur ab, aber Rapsöl, Sonnenblumenöl (raffiniert), Kokosöl und spezielle High-Oleic-Öle sind ideal für hohe Hitze, da sie einen hohen Rauchpunkt haben und stabil sind. Olivenöl (raffiniert) ist ebenfalls gut geeignet, während native (kaltgepresste) Öle eher für niedrigere Temperaturen oder Salate gedacht sind, da ihre hitzempfindlichen Inhaltsstoffe bei starker Hitze zerstört werden können.
 

Welches Öl ist bis 230 Grad erhitzbar?

Öl zum Braten: Temperaturen – welches Öl ist hoch erhitzbar?

  • Arganöl (250 Grad Celsius)
  • Sojaöl (230 Grad Celsius)
  • Erdnussöl (230 Grad Celsius)
  • Sesamöl (230 Grad Celsius)
  • Heißgepresstes Olivenöl (230 Grad Celsius)
  • Palmöl (220 Grad Celsius)
  • Sonnenblumenöl (220 Grad Celsius)
  • Kokosöl (200 Grad Celsius)

Warum kein natives Olivenöl zum Braten?

Tatsächlich sollte man vor allem naturtrübes Olivenöl nicht zum Braten benutzten: Die Aromastoffe, also der typische Geschmack dieses Öls, verflüchtigen sich, wenn sie zu stark erhitzt werden.

Kann man Schnitzel in Olivenöl Braten?

Ja, man kann Schnitzel in Olivenöl braten, besonders wenn man ein mildes, raffiniertes Olivenöl (Leichtes Olivenöl) oder ein Olivenöl mit hohem Rauchpunkt wählt, da diese hitzestabiler sind und den Geschmack nicht dominieren. Es ist aber ratsam, die Temperatur unter 180°C zu halten, da native Olivenöle (Extra Vergine) bei zu hoher Hitze bitter werden und die gesunden Inhaltsstoffe verlieren können, wobei viele mediterrane Gerichte traditionell mit Olivenöl zubereitet werden.
 

← Vorheriger Artikel
Warum sind Kleingarten so teuer?
Nächster Artikel →
Warum tötet Odin Ymir?