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Wie hoch ist die Sozialversicherung bei Pensionisten?

Gefragt von: Gunther Funke  |  Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2026
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Die Sozialversicherungsbeiträge für Pensionisten in Deutschland und Österreich unterscheiden sich, wobei in Deutschland der Beitragssatz zur Krankenversicherung 14,6 % (Arbeitnehmeranteil) beträgt, den sich Rentner und Rentenversicherung teilen, während in Österreich der Krankenversicherungsbeitrag bei 6 % der Bruttopension liegt, zuzüglich eines möglichen Pflegeversicherungsanteils und variabler Beträge, wobei der Dienstnehmeranteil an der Pensionsversicherung entfällt, aber ein Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig wird.

Wie hoch ist die Sozialversicherung bei Rentnern?

Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung der Rentner beträgt derzeit einheitlich für alle Krankenkassen 14,6 Prozent. Hiervon tragen Sie und wir jeweils die Hälfte. Wir behalten Ihren Anteil bei der monatlichen Rentenzahlung ein und leiten diesen zusammen mit unserem Anteil an Ihre Krankenkasse weiter.

Welche Beiträge zahlt ein Pensionär?

Pensionen unterliegen in Deutschland der Einkommensteuer (mit progressiver Besteuerung nach dem Alterseinkünftegesetz) und Sozialversicherungsabgaben (Kranken-, Pflegeversicherung), wobei der steuerliche Versorgungsfreibetrag und ein Zuschlag je nach Rentenbeginn sinken, während Arbeitgeber zu Beiträgen zur betrieblichen Altersvorsorge verpflichtet sind. Für Beamte gelten spezielle Abzüge für Krankenversicherung, oft mit Beihilfe und Abschlägen bei Frühpensionierung, aber auch Werbungskosten können abgesetzt werden.
 

Wie hoch sind die Abzüge bei der Pension?

Abzüge bei der Pension umfassen in Deutschland hauptsächlich Steuern (Einkommensteuer, die durch den Versorgungsfreibetrag reduziert wird) und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung; bei vorzeitiger Pensionierung (besonders für Beamte) kommt ein dauerhafter Versorgungsabschlag hinzu (meist 3,6 % pro Jahr), der die Brutto-Pension lebenslang kürzt, plus ggf. Abzüge für Hinterbliebene (Witwen/Waisen). 

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag für Pensionäre?

Der Krankenversicherungsbeitrag (KV) für Pensionisten in Österreich wird ab 1. Juni 2025 von 5,1 % auf 6 % der Bruttopension erhöht, wobei für Bezieher der Ausgleichszulage bis Ende 2025 eine Übergangsregelung von 5,1 % galt, die nun ebenfalls auf 6 % ansteigt. Dieser Beitrag wird direkt von der Pension abgezogen und ist für alle Pensionsbezieher in Österreich mit Wohnsitz hierzulande fällig. 

Sozialversicherung wird teurer - So viel zahlt man ab 2025

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Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag für Pensionisten?

Der Krankenversicherungsbeitrag (KV) für Pensionisten in Österreich wird ab 1. Juni 2025 von 5,1 % auf 6 % der Bruttopension erhöht, wobei für Bezieher der Ausgleichszulage bis Ende 2025 eine Übergangsregelung von 5,1 % galt, die nun ebenfalls auf 6 % ansteigt. Dieser Beitrag wird direkt von der Pension abgezogen und ist für alle Pensionsbezieher in Österreich mit Wohnsitz hierzulande fällig. 

Welche Abzüge hat ein pensionierter Beamter?

Bei Beamtenpensionen gibt es Abzüge für den vorzeitigen Ruhestand (0,3 % pro Monat, max. 14,4 %), Steuern (ab 2040 volle Versteuerung), Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (PKV/GKV), aber auch Freibeträge wie den Versorgungsfreibetrag und Zuschläge, die die Steuerlast mindern; die wichtigsten Abzüge sind also der Versorgungsabschlag bei Frühpensionierung sowie die Sozialversicherungsbeiträge und die Einkommensteuer. 

Wie hoch sind die Abzüge in der Pension?

Abzüge bei der Pension umfassen in Deutschland hauptsächlich Steuern (Einkommensteuer, die durch den Versorgungsfreibetrag reduziert wird) und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung; bei vorzeitiger Pensionierung (besonders für Beamte) kommt ein dauerhafter Versorgungsabschlag hinzu (meist 3,6 % pro Jahr), der die Brutto-Pension lebenslang kürzt, plus ggf. Abzüge für Hinterbliebene (Witwen/Waisen). 

Was bleibt von 2000 Euro Pension übrig?

Ab 2058 (Zeitpunkt des Rentenbeginns) muss die Rente zu 100% versteuert werden. Zusätzlich fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. 2000 Euro Bruttorente ergeben in unserem Beispiel 1593,58 Euro Nettorente nach Steuern (vor Inflation).

Sind Pensionäre sozialversicherungspflichtig?

Ja, Renten und Pensionen können sozialversicherungspflichtig sein, abhängig von der Art der Pension (z.B. Beamtenpension vs. Betriebsrente) und ob eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, wobei für Beamtenpensionäre die Kranken- und Pflegeversicherungspflicht oft entfällt, während Versorgungsbezüge oft einen Freibetrag haben, der überschritten werden muss, damit Beiträge fällig werden. Grundsätzlich sind Versorgungsbezüge der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung unterworfen, aber nur der Teil, der einen monatlichen Freibetrag (2026: 197,75 €) übersteigt, ist beitragspflichtig. 

Welche Abzüge gibt es als Pensionär?

Pensionäre müssen ihre Bruttopension bis auf einen steuerfreien Pensionsfreibe- trag komplett versteuern und Beiträge zur privaten Krankenversicherung sowie zur Pflicht-Pflegeversicherung zahlen.

Welche Steuerklasse hat ein Pensionär?

Pensionäre sind verpflichtet, eine jährliche Einkommensteuererklärung abzugeben. In dieser erklären sie ihre Pensionseinkünfte und können entsprechende Freibeträge und Abzüge geltend machen. Für Pensionäre gelten dieselben Steuerklassen wie für Arbeitnehmer.

Wie hoch ist der Sozialversicherungsbeitrag von der Rente?

Rentner zahlen Sozialversicherungsbeiträge hauptsächlich für die Kranken- und Pflegeversicherung, wobei die Deutsche Rentenversicherung die Hälfte des allgemeinen Krankenversicherungsbeitrags übernimmt, während Rentner den Rest und den vollen Pflegebeitrag (3,6 % oder 4,2 % für Kinderlose) zahlen. Bei Arbeitseinkommen fallen auch Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung an, bis die Regelaltersgrenze erreicht ist. 

Wie viel Krankenkasse und Pflegeversicherung wird von der Rente abgezogen?

Für Rentner gelten spezielle Beiträge: Zur Krankenversicherung zahlt man die Hälfte des allgemeinen Satzes (7,3%) plus die Hälfte des kassenindividuellen Zusatzbeitrags, die andere Hälfte übernimmt die Rentenversicherung. Zur Pflegeversicherung trägt man den Beitragssatz (aktuell meist 3,6% bzw. 4,0% für Kinderlose) allein, also den vollen Satz (ohne Arbeitgeberanteil), wobei Kinderlose einen Aufschlag zahlen und für Eltern mit mehreren Kindern Abschläge möglich sind. 

Wie hoch sind die Sozialabgaben auf meiner Rente?

So hoch sind die Rentenabzüge in Form von Sozialabgaben

Rentnerinnen und Rentner, die gesetzlich krankenversichert sind, zahlen aktuell 7,3 Prozent der Bruttorente als Beitrag zur Krankenversicherung. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag (durchschnittlich rund 2,5 Prozent).

Wie hoch sind die Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten?

Der Krankenversicherungsbeitrag (KV) für Pensionisten in Österreich wird ab 1. Juni 2025 von 5,1 % auf 6 % der Bruttopension erhöht, wobei für Bezieher der Ausgleichszulage bis Ende 2025 eine Übergangsregelung von 5,1 % galt, die nun ebenfalls auf 6 % ansteigt. Dieser Beitrag wird direkt von der Pension abgezogen und ist für alle Pensionsbezieher in Österreich mit Wohnsitz hierzulande fällig. 

Was wird bei der Pension noch abgezogen?

Abzüge bei der Pension umfassen in Deutschland hauptsächlich Steuern (Einkommensteuer, die durch den Versorgungsfreibetrag reduziert wird) und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung; bei vorzeitiger Pensionierung (besonders für Beamte) kommt ein dauerhafter Versorgungsabschlag hinzu (meist 3,6 % pro Jahr), der die Brutto-Pension lebenslang kürzt, plus ggf. Abzüge für Hinterbliebene (Witwen/Waisen). 

Wie hoch sind die Krankenkassenbeiträge für Pensionäre?

Für Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 % plus ein kassenindividueller Zusatzbeitrag (2026 ca. 2,9 %), wobei Rentenversicherung und Rentner je die Hälfte tragen. Bei Versorgungsbezügen (Pensionen, Betriebsrenten) über dem Freibetrag (2026: 197,75 €) zahlt der Rentner den vollen Satz selbst. Pensionäre mit Beihilfe zahlen in der privaten Krankenversicherung (PKV) nur für die Restkosten, was oft günstiger ist.
 

Was bleibt netto von meiner Pension?

Um deine Netto-Pension zu berechnen, ziehst du von der Bruttopension (berechnet nach Dienstjahren und letzten Bezügen, z.B. 71,75 % nach 40 Jahren) die Steuern (abzüglich Versorgungsfreibetrag, Pauschalen) und Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherung) ab; der genaue Netto-Betrag hängt von deinem Einkommen, Steuerklasse und Bundesland ab, weshalb Online-Rechner wie von Finanz.at, beamten-infoportal.de oder krankenkassenservice24.de für eine individuelle Schätzung nützlich sind.
 

Wie viele Pensionäre bekommen mehr als 3000 € Pension?

Wenige gesetzliche Rentner bekommen über 3000 € brutto (eher eine Ausnahme, nur 0,35 % der Männer, 0,03 % der Frauen), während Pensionäre (Beamte) deutlich höhere Beträge erhalten, oft über 3000 €; im Bundesbereich waren es Anfang 2023 z.B. 3480 € für Männer und 2980 € für Frauen (brutto), wobei hier noch Steuern und Abgaben folgen, aber die Beamtenversorgung generell höher liegt. 

Welche Abgaben zahlt man auf Pension?

Pensionen gelten als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG und werden vollständig besteuert. Je nach Höhe Ihrer Pension zahlen Sie zwischen 14 % und 42 % Einkommensteuer.

Warum sind Pensionen in der Regel höher als Renten?

Pensionen sind oft höher als Renten, weil sie auf dem letzten Gehalt basieren (oft höher qualifizierte Jobs), eine Art betriebliche Altersvorsorge beinhalten, nicht in die Rentenversicherung einzahlen (stattdessen direkt aus Steuern finanziert), und Beamte oft eine längere, ununterbrochene Beschäftigungszeit haben, was zu einer höheren Versorgung führt, wobei Pensionen auch voll steuerpflichtig sind. 

Warum müssen Beamte keine Sozialabgaben zahlen?

Beamte zahlen keine Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung), weil sie keine Arbeitnehmer, sondern Staatsdiener sind, die durch den Dienstherrn (Staat) abgesichert werden; statt Beiträgen erhalten sie Beihilfe bei Krankheit und eine Pension, die aus Steuermitteln finanziert wird, anstatt einer Rente. Ihre Absicherung ist ein historisch gewachsenes System, das den Beamten Status, Unkündbarkeit (dadurch Wegfall der Arbeitslosenversicherung) und eine eigene Altersvorsorge (Pension) garantiert, finanziert durch ihre Steuern und die Staatskasse. 

Wann kann ein Beamter ohne Abzüge in Pension gehen?

Als Beamter können Sie abschlagsfrei in Pension gehen, wenn Sie entweder die Regelaltersgrenze (aktuell 67 für nach 1964 Geborene) erreichen oder die „45-Jahre-Regel“ erfüllen (mit 65 Jahren und 45 anrechenbaren Dienstjahren), oder für besondere Berufsgruppen wie Polizei/Feuerwehr/Justiz (oft früher) sowie bei Schwerbehinderung (ab 60). Die 45-Jahre-Regel erlaubt einen Ruhestand ab 65 ohne Abschläge, wobei Kindererziehungs- und Pflegezeiten angerechnet werden.