Wie hoch ist die Durchfallquote bei Jura?
Gefragt von: Wilhelm Stumpf | Letzte Aktualisierung: 1. November 2026sternezahl: 5/5 (8 sternebewertungen)
Die Durchfallquoten im Jurastudium variieren stark je nach Prüfung (Erstes oder Zweites Staatsexamen) und Bundesland, aber generell liegt die Durchfallquote beim Ersten Staatsexamen oft zwischen 20 % und 30 % (teilweise bis über 40 % je nach Bundesland und Jahr), während sie beim Zweiten Staatsexamen tendenziell niedriger bei etwa 10 % bis 15 % liegt, wobei hier auch viele endgültig scheitern. Viele Studierende brechen das Studium nach einem Fehlversuch ab, was die offizielle Quote verzerrt.
Wie viele fallen endgültig durch Jura?
Die meisten schaffen es beim zweiten Mal. Doch die Statistik zeigt: Einige scheitern endgültig. 2025 liegt die endgültige Durchfallquote im 1. Examen bundesweit bei etwa 3–4 %, in manchen Bundesländern sogar bei über 6 %.
Wie viel Prozent schaffen Jurastudium?
2022 haben 8.765 Studierende nach durchschnittlich 10,6 Semestern erfolgreich die Erste Juristische Prüfung absolviert. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2021 (8.730) dar. Die bundesweite Bestehensquote beim staatlichen Prüfungsteil beträgt 73,8 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (75,3 % ) gesunken.
Ist Jura das schwerste Studium?
Ja, Jura gilt als eines der schwierigsten Studienfächer in Deutschland, was an der enormen Stoffmenge, den langen Studiendauern und vor allem an den extrem anspruchsvollen Staatsexamen mit hohen Durchfallquoten liegt, aber auch an der geforderten Denkweise und dem hohen Zeitaufwand. Ob es das schwierigste ist, hängt von persönlichen Fähigkeiten ab, wird aber oft in einem Atemzug mit Medizin, Physik und MINT-Fächern genannt.
Wie viel Prozent brechen Jura ab?
Die Abbrecherquote im Jurastudium liegt übrigens bei 24 % – und damit unter der durchschnittlichen Abbruchquote aller Studiengänge (32 %). Durchschnittlich erfolgt der Abbruch des Jurastudiums nach dem 7. Semester, etwa 25 % der Jurastudierenden brechen das Studium sogar erst nach dem 10. Semester ab.
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Wie viel Prozent bricht Jura ab?
Um 400 Volljuristen auszubilden, braucht man 1.000 Studienanfänger. Die anderen 60 % verschwinden irgendwann unterwegs. Teils während des Studiums, teils im ersten Examen; manche treten das Referendariat nicht mehr an, nur noch wenige bestehen das zweite Examen nicht.
Ist Jura schwerer als Medizin?
Beide Studiengänge, Jura und Medizin, gelten als extrem anspruchsvoll und gehören zu den schwierigsten in Deutschland, wobei die Schwierigkeit subjektiv ist und stark vom Typus des Lernenden abhängt. Jura fordert vor allem strukturelles Denken und das Bewältigen hoher Durchfallquoten in den Staatsexamen, während Medizin ein breites, naturwissenschaftliches Wissen mit enormer Lernbelastung kombiniert. Es gibt keinen klaren "Gewinner" bei der Frage, welcher schwerer ist; beide erfordern Disziplin, aber auf unterschiedliche Weise.
Welches Studium hat die höchste Durchfallquote?
Die höchsten Durchfallquoten im Studium finden sich traditionell in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, insbesondere bei Mathematik, Bauingenieurwesen, Informatik, Chemie und Physik, sowie oft auch in Medizin und Architektur, wobei Mathematik häufig als absoluter Spitzenreiter genannt wird (oft über 40%, teilweise 80% Abbruchquote), gefolgt von technischen Fächern wie Bauingenieurwesen (über 50%) und Luft- und Raumfahrttechnik (bis 65%).
Ist Jura viel auswendig lernen?
Das müsst ihr alles auswendig können? Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: Nein! Der Inhalt des Jurastudiums besteht natürlich nicht darin, möglichst viele Gesetze auswendig aufsagen zu können. Stattdessen darf man sie während den Klausuren sogar benutzen.
Was ist der schwierigste Teil eines Jura-Studiums?
Die Herausforderungen des Jurastudiums
Die Anforderungen akademischer Präzision und detaillierter Arbeit schaffen schwierige Lernbedingungen . Jura-Studierende werden darin geschult, kritisch und analytisch zu denken. Sie müssen Details aus Fällen herausarbeiten und die wesentlichen Punkte identifizieren, bevor sie für jede Situation rationale Argumente entwickeln können.
Was für ein Abi-Durchschnitt für Jura?
Zulassungsvoraussetzungen. Für das Studium der Rechtswissenschaften brauchst du ein gutes, besser ein sehr gutes Abitur. Die Zulassung zum Jurastudium unterliegt einem Numerus Clausus, (NC). 2023 lag der NC für Rechtswissenschaften im Hauptfach zwischen 1,2 und 2,1.
Welche Prüfung gilt als die schwierigste der Welt?
Die "schwerste Prüfung der Welt" ist subjektiv, aber oft werden Chinas Gaokao (Hochschulaufnahmeprüfung) und die Prüfung zum Master Sommelier genannt; auch das deutsche Wirtschaftsprüferexamen und die ESA-Astronauten-Auswahl gelten als extrem herausfordernd, wobei der Gaokao aufgrund der riesigen Teilnehmerzahl und des enormen Leistungsdrucks für viele als härteste gilt.
Wie hoch ist die Durchfallquote im 1. Staatsexamen?
Nicht vergessen darf man, dass 30 Prozent der Jurastudierenden nach dem ersten Durchlauf bzw. 10 Prozent auch im zweiten Durchlauf das Examen nicht bestehen. Nach fünf Jahren Studium steht man dann am Ende ohne einen Abschluss da.
In welchem Bundesland ist Jura am leichtesten?
Noten im Ersten Staatsexamen
Mit einem „Ausreichend“ gerade so geschafft haben es in Bremen, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils über 25 % die meisten Prüflinge.
Hat schon mal jemand 18 Punkte in Jura geschrieben?
Ja, 18 Punkte im ersten Staatsexamen sind theoretisch möglich und wurden auch schon von einigen wenigen Kandidaten erreicht, sind aber extrem selten und gelten als absolute Spitzenleistung, die fast nie vergeben wird; oft bleiben selbst Top-Kandidaten bei 16-17 Punkten, während 18 Punkte als fast unerreichbar gelten. Es gibt einzelne Berichte von Studierenden, die 18 Punkte in einzelnen Klausuren (z.B. im Zivil- oder Steuerrecht) erzielt haben, oft in sehr spezifischen oder gut vorbereiteten Klausuren.
Wie viele Juristen haben Doppelprädikat?
Ein Doppelprädikat ist relativ selten. Auf der Basis der von Rechtsanwälten erzielten Noten ist davon auszugehen, dass die Doppelprädikatsquote bei rund 13 % liegt.
Wie lange pro Tag lernen Jura?
Zwei Lerneinheiten täglich, bestehend aus jeweils 90 konzentrierten Minuten, sind ideal. Wenn's nach mir geht, machst du das jeden Tag (auch am Wochenende), womit du auf etwa 20 fokussierte Lernstunden kommst.
Wie viel Geld verdient man mit Jura?
Das Jura-Gehalt variiert stark je nach Berufsweg, Branche und Erfahrung, mit Einstiegsgehältern oft zwischen 45.000 und 60.000 € brutto/Jahr (in Großkanzleien deutlich mehr), während der Durchschnitt bei Volljuristen bei rund 80.000 € liegt, wobei Notare und Legal Counsels zu den Top-Verdienern gehören und Spitzengehälter in Großkanzleien noch höher ausfallen können.
Was ist das Schwierige an Jura?
Jura ist schwer wegen des immensen Lernstoffumfangs, der extrem anspruchsvollen und zeitkritischen Prüfungen (Staatsexamen), dem hohen Leistungsdruck und der Notwendigkeit, komplexe juristische Argumentationsstrukturen zu entwickeln statt nur Fakten auswendig zu lernen. Zudem herrscht oft ein intensiver Konkurrenzkampf unter Studierenden, und das Studium führt über viele Jahre zu hohen Durchfallquoten, was den Druck erhöht.
Was ist das leichteste Studium?
Das "leichteste" Studium ist subjektiv, aber oft werden Geistes- und Sozialwissenschaften (Germanistik, Medien/Kommunikation, Soziale Arbeit, Philosophie, Geschichte) sowie Lehramt und BWL als zugänglich angesehen, da sie weniger Mathematik und eher textlastige, auswendig zu lernende Inhalte haben, während Studiengänge wie Medizin, Jura oder Informatik als schwieriger gelten.
Was ist das härteste Studium in Deutschland?
Die schwersten Studiengänge in Deutschland sind laut verschiedenen Rankings oft Medizin, Jura, Physik, Chemie, Pharmazie und Maschinenbau, da sie hohe Abbruchquoten, komplexe Inhalte und ein enormes Lernpensum aufweisen, wobei auch Mathematik, Elektrotechnik und Architektur zu den anspruchsvollsten zählen. Entscheidend ist aber das persönliche Interesse: Ein Fach wie Physik kann für Interessierte einfacher sein als ein scheinbar leichteres Fach, das keinen Spaß macht.
Welcher Beruf hat die höchste Durchfallquote?
A. : Medizin, Jura, Bauingenieurwesen und Mathematik/ Chemie/ Physik. Welches Studium hat die höchste Durchfallquote? Die höchste Durchfallquote haben die Studiengänge Chemie-Ingenieurwesen, Mechatronik, Bauingenieurwesen, Informatik und Maschinenbau.
Wer verdient mehr, Arzt oder Jurist?
Bestbezahlte Berufe mit Studium
Informatiker:in mit 45.100 € im Jahr. Betriebswirtschaftler:in mit 55.300 € im Jahr. Jurist:in mit 63.900 € im Jahr. Mediziner:in mit 88.300 € im Jahr.
Kann man mit 3.0 Abi Medizin studieren?
Ja, Medizin mit 3,0 Abitur zu studieren ist möglich, aber an staatlichen Unis nur mit viel Anlauf über Quoten wie die Zentrale Eignungsquote (ZEQ) oder TMS (Test für Medizinische Studiengänge), da die Abiturbestenquote (ABQ) Einser-Noten erfordert; Alternativen sind private Hochschulen, das Studium im Ausland (z.B. Ungarn, Polen) oder über die Bundeswehr sowie durch eine Ausbildung/FSJ, die Punkte bringt, aber der TMS ist oft der beste Weg.
Wann darf man kein Jura mehr studieren?
In den ersten vier Semestern beschäftigen sich die Studenten mit Bürgerlichem, Öffentlichem und Straf-Recht und schreiben darüber eine Zwischenprüfung. Wer die nicht besteht, wird exmatrikuliert und kann danach in Deutschland kein Jura mehr studieren.
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