Wie hoch ist der höchste Augendruck?
Gefragt von: Frau Prof. Birgitta Fleischer MBA. | Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2026sternezahl: 4.2/5 (36 sternebewertungen)
Der maximale Normalwert für den Augendruck liegt bei 21 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule); Werte zwischen 10 und 21 mmHg gelten als normal, aber es gibt keinen starren Maximalwert, da das individuelle Risiko für Glaukom (Grüner Star) stark variiert und manche Menschen schon bei normalem Druck Schaden nehmen (Normaldruckglaukom) oder umgekehrt auch mit höheren Werten gut leben können (okuläre Hypertension). Der Augenarzt legt einen individuellen Zieldruck fest, um eine Verschlechterung zu verhindern, da der Druck tageszeitlichen Schwankungen unterliegt und die Hornhautdicke eine Rolle spielt.
Wie hoch darf der Augendruck höchstens sein?
Der normale Augendruck liegt bei ca. 15,5 mmHg. Kleinere Abweichungen sind noch nicht dramatisch, aber ab einem Abfall auf unter 10 mmHg oder einem Anstieg auf über 21 mmHg spricht man von einer pathologischen Veränderung des Augeninnendrucks.
Welcher Augendruck ist kritisch?
Ein Augeninnendruck über 21 mmHg gilt als erhöht und potenziell gefährlich, da er ab einem bestimmten Wert den Sehnerv schädigen und zu einem Glaukom (Grüner Star) führen kann, was irreversible Sehverlust verursacht. Besonders gefährlich sind langfristig konstant erhöhte Werte (über 21 mmHg), Werte über 25 mmHg mit Glaukom-Verdacht, und akute, extreme Anstiege über 60 mmHg, die mit starken Schmerzen einhergehen (akutes Glaukomanfall) und sofortige Behandlung erfordern.
Was ist ein sehr hoher Augeninnendruck?
Ein Wert über 21 mmHg ist möglicherweise bedenklich und sollte mit einem Augenarzt abgesprochen werden. Dieser kann den Augendruck dann entweder durch Fingerdruck messen, oder andere Methoden anwenden.
Wie schnell führt Glaukom zur Erblindung?
Die Zeit bis zur Erblindung durch Glaukom (Grüner Star) variiert stark, kann aber bei guter Behandlung viele Jahre bis Jahrzehnte dauern, da der Sehverlust schleichend verläuft; ohne Behandlung droht jedoch innerhalb weniger Jahre Erblindung. Entscheidend ist eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie, um das Fortschreiten zu stoppen und Sehverlust zu verhindern.
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Was ist das Endstadium von Glaukom?
Das Glaukom-Endstadium bedeutet die irreversible Erblindung des betroffenen Auges, da der Sehnerv vollständig geschädigt ist und die Verbindung zum Gehirn unterbrochen ist. Zuvor kommt es zu massiven Gesichtsfeldausfällen, oft beginnend mit dem peripheren Bereich (Tunnelblick), bis nur noch ein winziges sichelförmiges Restgesichtsfeld bleibt und schließlich auch das zentrale Sehen ausfällt. Da der Verlauf schleichend ist und Schäden nicht rückgängig gemacht werden können, sind Früherkennung und konsequente Behandlung entscheidend.
Welches Sehvermögen geht bei einem Glaukom zuerst verloren?
Das erste Anzeichen eines Glaukoms ist oft eine Sehverschlechterung – meist im peripheren Gesichtsfeld, auch bekannt als seitliches Sehen oder Tunnelblick . Wenn Sie eine Sehbeeinträchtigung am Rand Ihres Gesichtsfelds bemerken, sollten Sie umgehend einen Termin bei Ihrem Augenarzt vereinbaren.
Kann sich hoher Augendruck wieder normalisieren?
Eine häufige Ursache ist ein zu hoher Augeninnendruck. Den Augeninnendruck zu senken, kann helfen, den schleichenden Sehverlust zu verzögern oder aufzuhalten. Heilen lässt sich ein Glaukom jedoch nicht, da bereits entstandene Schäden am Sehnerv nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Wie fühlt es sich an, wenn der Augendruck zu hoch ist?
Erhöhter Augendruck fühlt sich oft lange Zeit gar nicht an, bis er schleichend zu unscharfem Sehen, Lichtringen, Kopfschmerzen oder Gesichtsfeldausfällen führt; ein akuter Anfall (Glaukomanfall) äußert sich mit starken Schmerzen, Rötung, Übelkeit, Erbrechen und dem Gefühl eines steinharten Auges, was sofortige ärztliche Hilfe erfordert.
Welche Medikamente sollte man bei Glaukom meiden?
Bei Glaukom sollten Sie Kortison, bestimmte Psychopharmaka (wie trizyklische Antidepressiva, Benzodiazepine, Topiramat), pupillenerweiternde Medikamente, einige Anti-Migränemittel, Antihistaminika, Antibiotika und abschwellende Nasentropfen meiden, da sie den Augeninnendruck erhöhen können, besonders bei einem Engwinkelglaukom. Es ist entscheidend, dass Sie niemals verordnete Medikamente eigenmächtig absetzen, sondern dies immer mit Ihrem Arzt besprechen, der die Risiken abwägen kann, so die Ärzte Zeitung und Luzerner Kantonsspital.
Kann Aufregung den Augendruck erhöhen?
Ja, Stress kann den Augeninnendruck nachweislich erhöhen, da er das Nervensystem beeinflusst, den Blutdruck steigert und die Durchblutung des Auges negativ beeinflussen kann, was wiederum den Druck im Auge beeinflusst und Risikofaktor für Augenerkrankungen wie Glaukom (Grüner Star) sein kann. Entspannungstechniken können helfen, den Druck zu senken, so eine Studie.
Ist ein hoher Augendruck ein Notfall?
Steigt der Druck etwa plötzlich an, so spricht man von einem Glaukom-Anfall, welches einen augenärztlichen Notfall darstellt. Bemerkbar macht sich dieser durch eine plötzliche Sehverschlechterung, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Welche Symptome treten bei einem Glaukomanfall auf?
Ein Glaukomanfall (akutes Winkelblockglaukom) ist ein medizinischer Notfall mit plötzlichen, starken Symptomen: >>Starke Schmerzen in einem Auge und Kopfschmerzen<<!, >>gerötetes Auge<<!, >>Sehstörungen (verschwommenes Sehen, farbige Ringe um Lichtquellen)<<!, Übelkeit und Erbrechen<<!, ein Verhärten des Auges<<! und manchmal eine erweiterte Pupille<<! sind typisch. Wegen der Gefahr der Erblindung muss sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.
Was senkt schnell den Augendruck?
Um den Augendruck schnell zu senken, sind sofortige medizinische Maßnahmen durch Augentropfen oder ggf. Laser/OP entscheidend, kombiniert mit Lebensstiländerungen wie stressreduzierender Bewegung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr (Wasser/grüner Tee), Vermeidung von Koffein/Alkohol, kohlenhydratarmer Ernährung und Omega-3-Fettsäuren; aber immer zuerst den Augenarzt aufsuchen, da nur dieser die richtige Diagnose und Therapie einleiten kann.
Wie oft sollte man den Augendruck messen lassen?
Wie oft der Augendruck gemessen wird, hängt vom Alter und Risikofaktoren ab: Für Erwachsene ohne Risiken wird eine Messung alle 2-3 Jahre ab 40 empfohlen, ab 60 jährlich oder alle 1-2 Jahre; bei familiärer Vorbelastung oder Diabetes ab 35-40 jährlich. Bei diagnostiziertem Grünem Star sind engmaschigere Kontrollen und ein Tagesdruckprofil (mehrmals täglich messen) zur Therapiekontrolle nötig, oft jährlich. Kinder sollten ebenfalls regelmäßig untersucht werden.
Hat der Blutdruck Einfluss auf den Augendruck?
Der Augeninnendruck steht aber nicht in direktem Zusammenhang zum Blutdruck. Normalerweise ist der Augeninnendruck in den frühen Morgenstunden am höchsten. Bei Glaukompatienten kann diese Tagesrhythmik aufgehoben sein.
Welche Symptome treten bei einem Augendruck von über 60 auf?
Der Augeninnendruck steigt auf Werte von über 60 mmHg. Der Anfall geht mit starken Augenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen einher. Der hohe Augendruck kann zu unmittelbaren und irreparablen Schäden am Sehnerv führen. Ein angeborenes Glaukom kann bei Neugeborenen oder Kleinkindern auftreten.
Wie testet man den Augendruck zu Hause?
Man kann den Augendruck selbst erfühlen, indem man leicht auf den Augapfel drückt. Fühlt dieser sich sehr hart an, sollte man den Augendruck messen lassen. Die Messung erfolgt mit einem Applanationstonometer nach Goldmann. Die Hornhaut wird leicht betäubt und mechanisch berührt.
Was löst hohen Augendruck aus?
Hoher Augendruck entsteht meist durch ein Ungleichgewicht von Produktion und Abfluss des Kammerwassers, was das Auge schädigt, oft verbunden mit dem grünen Star (Glaukom). Risikofaktoren sind Alter, Genetik, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Medikamente (Kortison), Augenverletzungen, schwere Kurzsichtigkeit/Weitsichtigkeit, Rauchen und Stress. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, da Schäden am Sehnerv oft irreversibel sind.
Wie fühlt sich ein zu hoher Augeninnendruck an?
Erhöhter Augendruck fühlt sich oft lange Zeit gar nicht an, bis er schleichend zu unscharfem Sehen, Lichtringen, Kopfschmerzen oder Gesichtsfeldausfällen führt; ein akuter Anfall (Glaukomanfall) äußert sich mit starken Schmerzen, Rötung, Übelkeit, Erbrechen und dem Gefühl eines steinharten Auges, was sofortige ärztliche Hilfe erfordert.
Kann Magnesium den Augeninnendruck senken?
Magnesium dämpft die Überregung der Nerven und verbessert die Durchblutung. Ginkgo und Heidelbeere senken den Augeninnendruck. Arginin verbessert möglicherweise die Durchblutung im Auge. Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil des Auges.
Welcher Augeninnendruck ist gefährlich?
Ein Augeninnendruck über 21 mmHg gilt als erhöht und potenziell gefährlich, da er ab einem bestimmten Wert den Sehnerv schädigen und zu einem Glaukom (Grüner Star) führen kann, was irreversible Sehverlust verursacht. Besonders gefährlich sind langfristig konstant erhöhte Werte (über 21 mmHg), Werte über 25 mmHg mit Glaukom-Verdacht, und akute, extreme Anstiege über 60 mmHg, die mit starken Schmerzen einhergehen (akutes Glaukomanfall) und sofortige Behandlung erfordern.
Wie schnell führt ein Glaukom zur Erblindung?
Die Zeit bis zur Erblindung durch Glaukom (Grüner Star) variiert stark, kann aber bei guter Behandlung viele Jahre bis Jahrzehnte dauern, da der Sehverlust schleichend verläuft; ohne Behandlung droht jedoch innerhalb weniger Jahre Erblindung. Entscheidend ist eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie, um das Fortschreiten zu stoppen und Sehverlust zu verhindern.
Wie Sehen Augen bei Glaukom aus?
Ein Glaukomauge sieht oft lange Zeit normal aus, aber schleichend entstehen blinde Flecken am Rand des Gesichtsfelds (Tunnelblick), bis das Auge gerötet, hart und schmerzhaft wird – besonders bei einem akuten Glaukomanfall, der zu Halos (Ringe um Licht), milchigem Sehen und Übelkeit führt. Die Pupille kann sich nicht mehr richtig verengen und der Augapfel fühlt sich hart an, was eine sofortige Behandlung erfordert.
Wie lange kann man mit Glaukom noch Sehen?
Viele Menschen mit Glaukom können daher beispielsweise auch 20 Jahre nach der Diagnose noch ausreichend sehen – insbesondere, wenn der Grüne Star gut behandelt wurde.
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