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Wie hoch ist das Bürgergeld und wer bekommt es?

Gefragt von: Christin Neubauer-Runge  |  Letzte Aktualisierung: 5. Juni 2026
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Bürgergeld erhalten Bedürftige, deren Einkommen unter dem Existenzminimum liegt – darunter Arbeitslose, Geringverdiener (Aufstocker) und Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht sichern können, inklusive Geflüchteter. Die Höhe hängt von der Bedarfsgemeinschaft ab: Stand 2026 sind es 563 € für alleinstehende Erwachsene, 506 € pro Partner, 471 € für 14-17-Jährige, 390 € für 6-13-Jährige und 357 € für Kinder bis 5 Jahre, plus angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung.

Wer ist berechtigt, Bürgergeld zu bekommen?

Bürgergeld erhält, wer erwerbsfähig ist und seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken kann.

Wie hoch darf das Einkommen sein, um Bürgergeld zu bekommen?

Das verfügbare Einkommen beträgt laut DGB in diesem Fall 3.907 Euro (2.460 Euro Netto-Gehalt plus 500 Euro Kindergeld plus 498 Euro Kinderzuschlag plus 449 Euro Wohngeld), während die auf das Bürgergeld angewiesene Familie von 2.609 Euro leben müsste.

Wann bekommt jeder Bürgergeld?

Bürgergeld - Auszahlungen und Termine 2026

Das Bürgergeld wird in Deutschland vom Jobcenter jeweils am Ende des Vormonats im Voraus ausgezahlt. Es muss zum ersten Werktag des jeweiligen Monats auf dem Konto sein. Die Auszahlung erfolgt entweder per Kontoüberweisung oder per Scheck an die Anspruchsberechtigten.

Wird beim Bürgergeld auch die Miete bezahlt?

Wohnen zur Miete

Wenn Sie Bürgergeld beziehen, übernimmt Ihr Jobcenter die Kosten für Unterkunft und Heizung in angemessener Höhe.

Wer und wie viel: Wem steht ab sofort Bürgergeld zu?

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Was bekommt man beim Bürgergeld alles bezahlt?

Zu den Bürgergeld-Leistungen gehören der Regelsatz für den Lebensunterhalt, die Warmmiete und eventuelle “Mehrbedarfe”. Ist dein Einkommen niedriger als die Bürgergeld-Leistungen, besteht Hilfebedürftigkeit. Das Jobcenter zahlt dann den Differenzbetrag.

Ist es möglich, Bürgergeld zu beziehen, wenn mein Haus zu groß ist?

Ist für einen Bürgergeld-Anspruch das Haus zu groß, das Sie selbst bewohnen, kann eine Untervermietung oder ein Teilverkauf notwendig sein. Auf diese Weise können Sie weiterhin Bürgergeld beziehen, das Haus behalten und außerdem Einkünfte generieren.

Wer bekommt keine Bürgergeld?

Sie haben keinen Anspruch auf Bürgergeld, wenn Sie

das Renteneintrittsalter erreicht haben. nicht dauerhaft in Deutschland wohnen. nicht wenigstens drei Stunden am Tag arbeiten können (zum Beispiel durch eine Krankheit) und hilfebedürftig sind oder das gesetzliche Rentenalter schon erreicht haben.

Wie viel Geld darf man auf dem Konto bei Bürgergeld haben?

Beim Vermögen gibt es einen Freibetrag (Absetzbetrag). Dieser ist nach Ablauf der Karenzzeit maßgeblich und beträgt 15.000 Euro für jede Person, die in der Bedarfsgemeinschaft lebt.

Was ist der Unterschied zwischen Hartz 4 und Bürgergeld?

Laut Gesetz gibt es für die Begriffe Bürgergeld, Arbeitslosengeld II und Hartz IV nur einen Begriff, und zwar das zum 01. Januar 2023 eingeführte „Bürgergeld“. Dabei meinen die bekannten Bezeichnungen Bürgergeld, Arbeitslosengeld II und Hartz 4 umgangssprachlich alle dasselbe.

Wie viel Geld darf man verdienen, wenn man Bürgergeld bekommt?

Monatlich darfst du bis zu 100 Euro dazuverdienen, ohne, dass dir dadurch etwas vom Bürgergeld abgezogen wird.

Wann wird Bürgergeld abgelehnt?

Bürgergeld wurde abgelehnt: Mögliche Gründe

Oftmals begründet das Jobcenter diese Entscheidung mit einem zu hohen Einkommen oder der fehlenden Hilfebedürftigkeit. Des Weiteren müssen Sie weitere Sozialleistungen vorher abschöpfen. Dazu zählen zum Beispiel Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Wohngeld.

Wie viel Arbeitslosengeld bekomme ich bei 1500 € netto?

Ausgehend von einem durchschnittlichen Brutto-Gehalt von 2047 Euro, würde Lisa der Selbstberechnung der Bundesagentur für Arbeit zufolge bei einem Netto-Gehalt von 1500 Euro Arbeitslosengeld in Höhe von monatlich 900,60 Euro bekommen.

Wie lange kann ich Bürgergeld beziehen?

Bürgergeld bekommen Sie normalerweise für 12 Monate. Unter bestimmten Voraussetzungen wird Bürgergeld nur für 6 Monate gewährt, zum Beispiel wenn … die Kosten für Ihre Unterkunft und deren Heizung unangemessen sind.

Was ist der Unterschied zwischen Bürgergeld und Grundsicherung?

Der entscheidende Unterschied ist die Frage der Erwerbsfähigkeit. Bürgergeld ist eine Grundsicherung für erwerbsfähige Personen, die Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit und im Alter für Personen, die nicht erwerbsfähig sind. Mehr zu diesem Unterschied lesen Sie an dieser Stelle.

Wie hoch ist der monatliche Grundbedarf für Rentner?

Die Grundsicherung für alleinstehende Rentnerinnen und Rentner geht derzeit (Stand März 2025) von einem Grundbedarf von 563 Euro im Monat aus. Zusätzlich werden unter anderem angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen.

Ist es möglich, Bürgergeld und Rente gleichzeitig zu erhalten?

Als Empfänger von Altersrente können Sie kein Bürgergeld bekommen. § 7 SGB II legt fest, dass nur Erwerbsfähige Leistungen vom Jobcenter bekommen und dazu gehören Sie mit Erreichen des Rentenalters offiziell nicht mehr. Der Bezug von Altersrente und Bürgergeld schließt sich also gegenseitig aus.

Kann man zu viel Geld auf dem Girokonto haben?

Wie viel Geld darf maximal auf dem Girokonto sein? Grundsätzlich kann man – abhängig von dem bei der Bank geführten Girokonto – ein beliebig hohes Guthaben führen. Das Geld auf dem Konto unterliegt der EU-weit harmonisierten Einlagensicherung, die Guthaben bis 100.000 € pro Person und Bank absichert.

Kann ein Eigenheimbesitzer Bürgergeld beantragen?

Kann ein Hausbesitzer Bürgergeld beantragen? Grundsätzlich ist ein selbst genutztes Eigenheim kein Ausschlusskriterium für den Erhalt von Bürgergeld. Der Wert Ihrer Immobilie spielt keine Rolle, lediglich die Größe ist entscheidend, allerdings erst nach Ablauf der einjährigen Karenzzeit.

Welche Bedingungen muss ich erfüllen, um Bürgergeld zu bekommen?

Ein Anspruch auf Bürgergeld kann bestehen, wenn Sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens 15 Jahre alt und Sie haben die Altersgrenze für Ihre Rente noch nicht erreicht.
  • Sie wohnen in Deutschland und haben hier Ihren Lebensmittelpunkt.
  • Sie sind erwerbsfähig.

Wie viel Erspartes darf man bei Bürgergeld haben?

Einen Anspruch auf Bürgergeld haben Sie nur, wenn Sie bedürftig sind. Neben dem Einkommen berücksichtigt das Jobcenter auch das jeweilige Vermögen. Dieses darf einen Freibetrag von 15.000 Euro nicht überschreiten.

Kann ich Bürgergeld beantragen, wenn mein Mann arbeitet?

Ja. Stellen Sie einen Antrag auf Bürgergeld und der Ehepartner arbeitet, so wird sein Einkommen angerechnet, wenn das Jobcenter ermittelt, ob Sie überhaupt einen Anspruch auf die Leistung haben. Auch Vermögenswerte des Ehepartners werden berücksichtigt.

Wie viel Quadratmeter braucht man für ein Person Bürgergeld?

Auch bei der Größe der Wohnung gibt es für die Bezieher von Bürgergeld, wie bei Mietkosten, ein paar Vorgaben. Auch hier spricht das Jobcenter von der sogenannten Angemessenheit. So hat eine einzelne Person üblicherweise einen Anspruch auf eine Wohnung mit einer Größe von circa 45 Quadratmetern.

Kann das Sozialamt mich zwingen, mein Haus zu verkaufen?

Das ist nicht zwingend der Fall, denn selbst genutzte Immobilien gehören zum sogenannten Schonvermögen nach § 90 SGB XII. Dem zufolge darf das Sozialamt nicht den Verkauf eines Hausgrundstücks verlangen, das der Pflegebedürftige selbst oder sein Ehepartner beziehungsweise eingetragener Lebenspartner selbst bewohnt.