Wie hoch darf der untere Blutdruckwert sein?
Gefragt von: Frau Prof. Dr. Ingeborg Hirsch | Letzte Aktualisierung: 30. September 2026sternezahl: 4.4/5 (55 sternebewertungen)
Der untere Blutdruckwert (diastolisch) sollte idealerweise unter 80 mmHg liegen, wobei Werte bis 84 mmHg als normal gelten; ab 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Werte zwischen 80 und 89 mmHg gelten als „hochnormal“ und sollten ärztlich beobachtet werden, während ein Wert von < 60 mmHg (oder < 70 mmHg bei Frauen) auf niedrigen Blutdruck hindeutet.
Wann ist der untere Blutdruck gefährlich?
Ein unterer Blutdruckwert (diastolisch) wird ab über 90 mmHg als erhöht (Hypertonie Grad 1) eingestuft, wobei schon Werte über 80 mmHg als „hochnormal“ gelten und bei über 120/70 mmHg das Risiko für Organschäden langsam steigt. Besonders gefährlich sind Werte über 120 mmHg diastolisch, besonders mit anderen Risikofaktoren, da dies auf einen hypertensiven Notfall hinweisen kann und intensive Behandlung erfordert.
Was tun, wenn der untere Blutdruckwert zu hoch ist?
Wenn der untere Blutdruckwert (Diastole) zu hoch ist, sollten Sie Ruhe bewahren, entspannen (z.B. durch tiefe Atmung) und leichte Bewegung wie einen Spaziergang machen, danach erneut messen. Langfristig helfen gesunde Ernährung (viel Obst, Gemüse, Vollkorn, wenig Salz), regelmäßige Bewegung, Stressabbau (z.B. Meditation) und bei anhaltenden Werten (Diastole über 85 mmHg) die Rücksprache mit dem Arzt für mögliche Medikamente oder Therapien.
Was sagt der zweite Blutdruckwert aus?
Der zweite, niedrigere Blutdruckwert (diastolischer Wert) misst den Druck in den Arterien, wenn sich das Herz zwischen zwei Herzschlägen entspannt und wieder mit Blut füllt. Er gibt den Ruhedruck in den Gefäßen an und ist wichtig, da er die Druckverhältnisse im Gefäßsystem während der Ruhephase des Herzens darstellt und die Durchblutung des Herzmuskels selbst beeinflusst.
Was ist ein tiefer unterer Blutdruckwert?
Ein zu niedriger unterer Blutdruckwert (diastolisch) liegt meist unter 60 mmHg und kann Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder kalte Hände verursachen, ist oft harmlos (Hypotonie), kann aber auch auf Herzprobleme, Flüssigkeitsmangel, Medikamente oder andere Erkrankungen hinweisen, weshalb bei wiederkehrenden Beschwerden ein Arztbesuch zur Abklärung wichtig ist, besonders da sehr niedrige Werte das Herz belasten können.
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Was ist der niedrige untere Blutdruckwert?
Das passiert bei Hypotonie (niedriger Blutdruck)
Ist der Blutdruck zu niedrig, liegt der systolische Wert bei Frauen unter 100 mmHg und bei Männern unter 110 mmHg. Der diastolische Wert sinkt auf unter 60 mmHg ab.
Wie tief darf der untere Blutdruckwert sinken?
Die Untergrenze für den diastolischen Blutdruck liegt bei Werten unter 60 mmHg, was als niedriger Blutdruck (Hypotonie) gilt und bei Beschwerden wie Schwindel ärztlich abgeklärt werden sollte, da ein zu niedriger Wert die Durchblutung der Organe beeinträchtigen kann. Während Normwerte oft bei etwa 60–84 mmHg liegen, können Werte darunter, insbesondere unter 60 mmHg, auf eine Hypotonie hinweisen, die auch durch Medikamente, Flüssigkeitsmangel, Herzprobleme oder andere Ursachen bedingt sein kann.
Ist es schlimm, wenn der zweite Wert beim Blutdruck hoch ist?
Ja, ein zu hoher zweiter Wert (diastolischer Blutdruck, z.B. über 90 mmHg) kann gefährlich sein, da er das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Nierenschäden erhöht, insbesondere wenn er dauerhaft erhöht ist oder in Kombination mit Risikofaktoren auftritt, auch wenn der erste Wert noch im "Normalbereich" liegt; bei Werten über 120 mmHg diastolisch liegt oft ein Notfall vor, der sofortige Behandlung erfordert.
Welcher Blutdruckwert ist wichtiger, der obere oder der untere?
Beide Blutdruckwerte (systolisch/oben und diastolisch/unten) sind wichtig, aber der systolische Wert (oben) wird oft stärker beachtet, da ein isoliert hoher Wert (alleinstehend) häufiger bei älteren Menschen auftritt und ein guter Indikator für Herz-Kreislauf-Risiken wie Schlaganfall und Herzinfarkt ist, während der diastolische Wert (unten) bei jüngeren Menschen eine größere Rolle spielen kann und ebenfalls ein unabhängiger Risikofaktor ist. Man muss beide Werte im Auge behalten, da sie unterschiedliche Informationen über die Herzgesundheit liefern, sagt die Deutsche Herzstiftung.
Ist ein Blutdruck von 115 zu 82 normal?
Bei der Frage, wie hoch der Blutdruck sein darf, spielen beide Werte eine wichtige Rolle. Für Erwachsene gelten Blutdruckwerte von zwischen 120-129 mmHg systolisch und etwa 80-84 mmHg diastolisch als normal. Von einem optimalen Blutdruck spricht man bei Werten unter 120/80 mmHg.
Wie bekomme ich den unteren Blutdruck wieder hoch?
Besonders geeignet sind Wasser, Apfelschorle und andere Fruchtschorlen, alkoholfreies Weizen oder auch isotonische Sportgetränke. Kaffee, schwarzer und grüner Tee können am Morgen helfen, den Blutdruck zu steigern, Alkohol hingegen wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus.
Welches Organ regelt den Blutdruck?
Die Nieren sind das zentrale Organ für die langfristige Blutdruckregulation, indem sie Wasserausscheidung und Salzhaushalt steuern, aber auch das Gehirn (Hypothalamus), das Herz und das vegetative Nervensystem wirken zusammen, um den Blutdruck zu regeln, z.B. durch Freisetzung von Hormonen wie Angiotensin und Aldosteron, die Gefäße verengen oder Flüssigkeitsaufnahme beeinflussen.
Ist ein Blutdruck von 124/87 normal?
Ein Blutdruck von 124 zu 87 mmHg liegt im Bereich "normal erhöht" oder "hoch-normal" und wird als leicht erhöht eingestuft, aber noch nicht als klinische Hypertonie (Bluthochdruck) angesehen, der bei 140/90 mmHg beginnt. Der Wert signalisiert, dass eine regelmäßige Beobachtung ratsam ist, da er ein Risikofaktor für zukünftige Herz-Kreislauf-Probleme sein kann, auch wenn viele Menschen dabei keine Symptome spüren.
Warum ist mein unterer Blutdruckwert so hoch?
Ein hoher unterer Blutdruckwert (diastolisch) deutet oft auf eine erhöhte Steifigkeit der Blutgefäße hin, was bei jüngeren Menschen häufig vorkommt und durch Lebensstilfaktoren wie Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, hohen Salzkonsum, Alkoholkonsum und Rauchen verursacht wird, aber auch auf Nierenprobleme, Schilddrüsenerkrankungen oder Schlafapnoe hindeuten kann und eine Abklärung durch den Arzt erfordert.
Bei welchem Blutdruck droht Schlaganfall?
Man gilt ab einem Blutdruck von über 140/90 mmHg als gefährdet, einen Schlaganfall zu erleiden, da dies das Risiko erheblich steigert; Werte von 120-139/70-89 mmHg gelten bereits als erhöht, während Werte ab 180/110 mmHg ein lebensbedrohlicher Notfall sind, der sofortige ärztliche Hilfe erfordert. Hoher Blutdruck schädigt die Gefäße und ist der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfälle, weshalb eine konsequente Behandlung wichtig ist.
Warum ist der untere Blutdruckwert so wichtig?
Die Studie zeigt, dass Menschen mit einem diastolischen Blutdruck unter 60 mmHg ein um 50% höheres Risiko für Herzschäden haben. Auch äußere Faktoren wie Kälte können den Blutdruck beeinflussen. Sprich mit deinem Arzt, wenn deine Werte regelmäßig unter 60 mmHg liegen.
Wie kann ich meinen unteren Blutdruck senken?
Um den unteren (diastolischen) Blutdruck zu senken, helfen regelmäßige Bewegung (Ausdauersport), eine salzarme Ernährung mit viel Kalium, Stressabbau (Yoga, Meditation), moderater Alkoholkonsum und ausreichend Schlaf; bei anhaltend hohem Druck sind oft auch Medikamente nötig, die der Arzt verschreibt.
Ist ein oberer Blutdruck hoch, wenn der untere Blutdruck normal ist?
Ein hoher oberer (systolischer) Wert bei normalem unterem (diastolischem) Wert wird als isolierte systolische Hypertonie (ISH) bezeichnet und ist ein Risikofaktor, der oft im Alter auftritt, wenn die Arterien steifer werden, und sollte ärztlich abgeklärt werden, da eine große Druckamplitude (Differenz zwischen den Werten) das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Werte über 140/90 mmHg gelten als Bluthochdruck (Hypertonie).
Wie hoch darf die Blutdruckdifferenz sein?
Die europäischen und US-amerikanischen Leitlinien setzen momentan den Cut-Off bei ≥ 15 mmHg Unterschied. Die Datenbasis dieser Empfehlung ist jedoch recht dünn. Zudem ist noch unklar, ob bereits eine niedrigere Blutdruckdifferenz mit einem höheren kardiovaskulären Risiko assoziiert ist.
Ist ein unterer Blutdruckwert von 95 normal?
Ein unterer Blutdruckwert (diastolisch) von 95 mmHg gilt als Bluthochdruck (Hypertonie) Grad 1, da die Grenze hier bei 90 mmHg liegt; Werte bis 89 mmHg sind noch "hochnormal". Bei wiederholt solch hohen Werten (z. B. 140/90 mmHg und darüber) sollte ein Arzt aufgesucht werden, da dies das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, auch wenn der systolische Wert (oberer Wert) vielleicht noch normal ist.
Was ist ein tiefer unterer Blutdruck?
Ein zu niedriger unterer Blutdruckwert (diastolisch) liegt meist unter 60 mmHg und kann Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder kalte Hände verursachen, ist oft harmlos (Hypotonie), kann aber auch auf Herzprobleme, Flüssigkeitsmangel, Medikamente oder andere Erkrankungen hinweisen, weshalb bei wiederkehrenden Beschwerden ein Arztbesuch zur Abklärung wichtig ist, besonders da sehr niedrige Werte das Herz belasten können.
Was sagt der zweite Wert beim Blutdruck messen?
Der zweite, niedrigere Wert beim Blutdruck (z. B. 80 bei 120/80) ist der diastolische Blutdruck, der den Druck in den Arterien misst, wenn das Herz zwischen zwei Schlägen entspannt und sich wieder mit Blut füllt. Er gibt an, wie viel Druck in den Gefäßen herrscht, wenn das Herz gerade nicht pumpt und sich der Druck in den Arterien senkt, während das Blut zurückfließt.
Welcher unterer Blutdruckwert ist gefährlich?
Ein unterer Blutdruckwert (diastolisch) wird ab über 90 mmHg als erhöht (Hypertonie Grad 1) eingestuft, wobei schon Werte über 80 mmHg als „hochnormal“ gelten und bei über 120/70 mmHg das Risiko für Organschäden langsam steigt. Besonders gefährlich sind Werte über 120 mmHg diastolisch, besonders mit anderen Risikofaktoren, da dies auf einen hypertensiven Notfall hinweisen kann und intensive Behandlung erfordert.
Was ist ein sehr niedriger unterer Blutdruckwert?
Aber ab wann ist der Blutdruck zu niedrig? Gemeinhin sprechen Fachleute bei Männern ab einem systolischen Wert unter 110 mmHg und bei Frauen unter 100 mmHg von Hypotonie. Eine niedrige Diastole steigt dabei nicht über 60 mmHg.
Wann am Tag ist der Blutdruck am höchsten?
Der Blutdruck ist typischerweise morgens nach dem Aufstehen und am späten Nachmittag/frühen Abend am höchsten, mit einem ersten Höhepunkt zwischen 8-9 Uhr und einem zweiten Gipfel um 16-18 Uhr, während er nachts am niedrigsten ist. Diese natürlichen Schwankungen sind normal, aber ein starker morgendlicher Anstieg kann ein Gesundheitsrisiko darstellen und sollte ärztlich abgeklärt werden.
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