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Wie heißt die giftigste Schnecke der Welt?

Gefragt von: Else Schott-Held  |  Letzte Aktualisierung: 15. März 2026
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Die giftigste Schnecke der Welt ist der Landkartenkegel (Conus geographus) aus der Familie der Kegelschnecken, dessen Gift zu den stärksten im Tierreich zählt und potenziell tödlich für den Menschen ist, obwohl es hauptsächlich für die Jagd auf Fische genutzt wird. Diese Meeresschnecke nutzt eine spezielle Harpune, um ihr komplexes Gift zu injizieren, das Lähmungserscheinungen verursacht und bei Berührung starke Schmerzen auslösen kann.

Wie heißt die gefährlichste Schnecke der Welt?

Der Landkartenkegel oder Geographenkegel, auch die Landkarten-Kegelschnecke (Conus geographus), ist eine Schnecke aus der Familie der Kegelschnecken (Gattung Conus). Das Gift dieser fischfressenden Kegelschnecke, die im Indopazifik weit verbreitet ist, gilt als eines der gefährlichsten im Tierreich.

Wie giftig ist das Gift von Kegelschnecken?

Vom Toxin der Kegelschnecken sind nur 12-30 µg/kg tödlich für 50 % der Versuchstiere, hingegen braucht man 10 000 µg/kg Natriumcyanid um 50 Mäuse von 100 zu töten. Das Gift der Kegelschnecken ist – je nach Nahrungstyp – nur bei der typischen Beute wirksam (entweder bei Fischen oder Schnecken oder Würmern).

Kann man das Gift von Kegelschnecken überleben?

Die Vergiftung durch Kegelschnecken ist eine seltene, aber potenziell tödliche Erkrankung, die durch giftige Meeresschnecken der Gattung Conus verursacht wird, die häufig in tropischen Meeren vorkommen. Diese räuberischen Schnecken injizieren ihr Gift mit einem spezialisierten, harpunenartigen Zahn, der Beutetiere innerhalb von Augenblicken lähmen oder töten kann.

Ist der Marmorkegel tödlich?

Wie andere Kegelschnecken setzt der Marmorkegel seine giftige Harpune nicht nur zum Beutefang, sondern auch zur Verteidigung ein. Sein Giftzahn kann so dem Menschen schmerzhafte Wunden zufügen. Das Gift ist für Mollusken tödlich, nicht jedoch für Säugetiere. Gelegentlich wird der Marmorkegel von Menschen gegessen.

DIE GEFÄHRLICHSTEN TIERE DER WELT - Giftige "Muschel" | National Geographic

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Ist Schnecken töten strafbar?

Streng geschützte Schnecken töten oder verletzen

Wer es dennoch tut, muss mit hohen Strafen rechnen. Je nach Bundesland wird diese Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 65.000 Euro geahndet.

Gibt es in Deutschland giftige Schnecken?

Nein, in Deutschland gibt es keine giftigen Land- oder Süßwasserschnecken, die für Menschen gefährlich sind; die bekannten giftigen Schneckenarten, wie die extrem gefährlichen Kegelschnecken, leben ausschließlich in tropischen Meeren, aber auch die heimischen Schnecken können durch Parasiten oder schlechten Kontakt indirekt gefährlich sein, weshalb man sich nach dem Anfassen die Hände waschen sollte.
 

Was passiert, wenn man eine Schnecke verschluckt?

Die Larven des Parasiten finden sich in Rattenkot, der von den Schnecken gefressen wird. Werden die Larven vom Menschen aufgenommen, wandern sie ins Gehirn. Dort können sie sich für eine lebensgefährliche Gehirnschwellung oder eine Entzündung verantwortlich zeichnen.

Wie jagen Kegelschnecken?

Die langsame Schnecke bedient sich dabei einer effizienten Technik, um die viel beweglicheren Fische zu erbeuten: Sie harpuniert sie mit einem Giftpfeil, der die Beute beinahe augenblicklich lähmt und so bleibt ihnen ausreichend Zeit, um sie als Ganzes zu verschlucken.

Wie wirkt das Gift der Kegelschnecke auf die Synapsen?

Das κ-Conotoxin wirkt auf die spannungsgesteuerten Kaliumkanäle der motorischen Axone und bewirkt ähnlich wie das δ-Conotoxin eine Verzögerung / Verlängerung der Aktionspotenziale. Eine Kontraktion des verbundenen Muskels ist die Folge. Beim Herzmuskel kann das zu Herzversagen führen.

Was sind die 5 giftigsten Tiere der Welt?

Die 5 giftigsten Tiere der Welt umfassen oft den Inlandtaipan (giftigste Schlange), die Seewespe (Würfelqualle), den Blaugeringelten Krake, die Marmor-Kegelschnecke und den Schrecklichen Pfeilgiftfrosch, die alle extreme Toxizität besitzen, wobei die Seewespe und der Blaugeringelte Krake für ihre schnelle, tödliche Wirkung bekannt sind und der Inlandtaipan das stärkste Schlangengift hat. 

Ist die blaue Ozeanschnecke tödlich?

Die Blaue Ozeanschnecke sieht aus wie ein Mini-Drache. Sie ist ziemlich giftig, denn sie nimmt die giftigen Nesselzellen der Quallen auf, um sich selbst zu schützen.

Soll man Tigerschnegel töten?

Wer Tigerschnegel in seinem Garten sichtet, kann sich freuen: Er ist kein Schädling, sondern wie die Weinbergschnecke ein Nützling – und sollte auf keinen Fall bekämpft werden. Auf seinem Speiseplan stehen Aas, abgestorbene Pflanzenteile und Pilze. Frische Pflanzen lassen die Schnegel allermeist in Ruhe.

Was passiert, wenn man von einer Kegelschnecke gestochen wird?

Ein Stich der Kegelschnecke ruft beim Menschen zunächst Taubheitsgefühle hervor, gefolgt von Lähmungserscheinungen, die sogar die Atmung unterbinden: Das Opfer erstickt. Ein Gegengift gibt es nicht. Diese extremen Wirkungen werden durch einen ganzen Cocktail wirksamer Substanzen hervorgerufen.

Wie viel kostet die teuerste Schnecke der Welt?

„Die teuerste Schnecke kostet weltweit 12.000 Euro“.

Wer ist der Feind der Schnecke?

Viele Tiere fressen Schnecken, darunter Vögel (Amseln, Stare), Säugetiere (Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe), Amphibien (Kröten) sowie Reptilien (Blindschleichen). Auch Insekten wie Laufkäfer, Glühwürmchenlarven und Laufkäferlarven sowie größere Nacktschnecken wie der Tigerschnegel sind natürliche Feinde. Auch Hühner und Laufenten sind passionierte Schneckenjäger.
 

Wo leben giftige Kegelschnecken?

Verbreitung und Lebensraum. Seitenanfang. Kegelschnecken (Conidae) sind weltweit in tropischen und subtropischen Meeren verbreitet, vor allem in den Regionen des Indopazifik, der Karibik sowie entlang der Küsten Westafrikas und Südamerikas.

Wie erlöst man eine Schnecke?

Kriecht eine Schnecke über Salz, wird ihr Flüssigkeit entzogen. Infolgedessen verendet das Tier qualvoll, weswegen der Einsatz von Salz aus moralischer Sicht nicht gänzlich empfohlen werden kann. Das Zerschneiden von Exemplaren, die mit Salz in Kontakt kamen, erlöst sie.

Welche Schnecken darf man essen?

Man kann vor allem die Weinbergschnecke (Helix pomatia) und diverse Meeresschnecken essen, wie Seeohren (Abalonen), Napfschnecken oder Wellhornschnecken, die in verschiedenen Küchen (französisch, italienisch, karibisch, asiatisch) als Delikatesse gelten. Wild gesammelte Landschnecken zu essen ist riskant; es sollten nur Zucht-Schnecken (besonders Weinbergschnecken) konsumiert werden, da freilebende Arten geschützt sind und Wild-Nacktschnecken oft Bitterstoffe oder Gifte enthalten können.
 

Was passiert, wenn man eine Schnecke verschluckt?

Eine Infektion mit Angiostrongylus cantonensis (Rattenlungenwurm) kann durch den Verzehr roher oder unzureichend gekochter Schnecken oder Nacktschnecken erfolgen, seltener auch durch ungewaschenes Obst und Gemüse. Beim Menschen ist A. cantonensis die häufigste Ursache für eosinophile Meningitis oder Meningoenzephalitis.

Wie viele Todesfälle gibt es durch Schnecken?

Todesfälle durch Schnecken sind selten, aber möglich, hauptsächlich durch Tropenkrankheiten, die von Süßwasserschnecken übertragen werden (z.B. Schistosomiasis/Bilharziose, die Tausende tötet). Auch exotische Kegelschnecken können mit ihrem Gift tödlich sein, besonders für Taucher. Selten gibt es Berichte über Todesfälle nach dem Verzehr von rohen Schnecken durch Parasiten, wie den Rattenlungenwurm (z.B. in Australien). 

Welche Schnecke frisst andere Schnecken?

Ja, es gibt Schnecken, die andere Schnecken fressen, insbesondere Raubschnecken wie die Anentome helena (Raubturmdeckelschnecke) im Aquarium, die aktiv andere Schnecken jagt, sowie der Tigerschnegel (Großer Schnegel) im Garten, der Nacktschnecken und deren Eier frisst. Beide sind nützlich, da sie helfen, Schneckenpopulationen zu kontrollieren, wobei Tigerschnegel auch Aas, Pilze und abgestorbene Pflanzen fressen.
 

Warum ist Schnecken sammeln verboten?

Durch den Rückgang der wenig intensiv genutzten Lebensräume und auch durch Umweltgifte ist die Art inzwischen bedroht. Das Sammeln von Weinbergschnecken im Freiland ist deshalb durch die Bundesartenschutzverordnung in Deutschland verboten.

Was bedeutet es, wenn man ein leeres Schneckenhaus findet?

Ein leeres Schneckenhaus bedeutet meist den Tod der Schnecke durch Fressfeinde, Krankheit oder Alter, da die Schnecke ihr Haus nicht verlassen kann, aber es dient auch als schönes Symbol für Erneuerung, Schutz, Rückzug und Wiedergeburt (besonders in der christlichen Symbolik wegen des "Auferstehens" aus dem Haus) und wird von Wildbienen als Nistplatz genutzt. Es ist ein natürlicher Kreislauf des Lebens, der auch für Upcycling und als Wohnraum für andere Tiere steht.
 

Ist die blaue Ozeanschnecke gefährlich?

Giftige Nahrung

Strandbesucher können sich dazu verleiten lassen, die kleinen Schönheiten für einen näheren Blick aufzusammeln, aber das kann zu einem schmerzhaften Stich führen. Anfassen sollten man die kleinen Tiere deshalb nicht. Jede Blaue Ozeanschnecke hat sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane.