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Wie haftet ein Immobilienmakler?

Gefragt von: Herr Karl-Ernst Urban B.Sc.  |  Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2026
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Ein Immobilienmakler haftet für Pflichtverletzungen wie falsche oder unterlassene Aufklärung (z.B. über Mängel) oder fehlerhafte Beratung, wodurch dem Kunden ein finanzieller Schaden entsteht. Die Haftung beschränkt sich meist auf den Vertrauensschaden, also Kosten, die entstanden sind, weil man auf die falschen Angaben vertraut hat (z.B. Notar-, Grundbuch-, Maklerkosten, Grunderwerbsteuer), aber nicht auf den vollen Erfüllungsschaden (z.B. Kosten für eine nachträgliche Sanierung). Voraussetzungen sind vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln (Verschulden) und Kausalität zwischen Pflichtverletzung und Schaden.

Wie lange haftet ein Immobilienmakler?

Gemäß § 11 Maklergesetz (kurz: MaklerG) verjähren Ansprüche aus dem Maklervertragsverhältnis in drei Jahren ab Fälligkeit. Diese Verjährungsregelung betrifft einerseits den Provisionsanspruch des Immobilienmaklers gemäß § 6 MaklerG und andererseits den Aufwandersatzanspruch des Maklers gemäß § 9 MaklerG.

Wann hat Makler Anspruch auf Schadensersatz?

Wenn der Auftraggeber eine oder mehrere Pflichten verletzt und dadurch dem Makler finanzieller Schaden zugefügt wird, so hat der Makler einen Anspruch auf Schadenersatz.

Welche Sorgfaltspflichten hat ein Immobilienmakler?

Sorgfaltspflicht: Der Makler hat die Pflicht, seine Aufgaben mit höchster Sorgfalt auszuführen. Dazu gehören die genaue Recherche und Prüfung von Immobilien, die Identifizierung von potenziellen Käufern oder Mietern sowie die transparente Kommunikation mit allen Parteien.

Wie lange haftet ein Immobilienverkäufer?

Die Mängelhaftung beim Immobilienverkauf ist zeitlich begrenzt. Laut § 438 verjähren die Käuferansprüche bei Sachmängeln in der Regel 5 Jahre nach Übergabe der Immobilie.

Wer haftet bei Mängeln an der Immobilie?

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Wann haftet der Verkäufer einer Immobilie für Mängel?

Grundsätzlich haftet der oder die Verkäufer:in bei Mängeln an der Immobilie, ganz im Sinne der Gewährleistung. Das gilt aber nur bei versteckten oder arglistig verschwiegenen Mängeln, denn die offenen Mängel sind meist im Kaufvertrag angegeben.

Welche Verantwortung hat ein Makler?

Pflichten des Maklers

Ein Makler ist verpflichtet, seine Kunden – sowohl Käufer als auch Verkäufer – vollständig und wahrheitsgemäß zu informieren. Dazu gehört die Bereitstellung aller relevanten Daten zur Immobilie, wie z.B. Lage, Zustand, rechtliche Rahmenbedingungen und eventuelle Mängel.

Was darf der Makler nicht?

Ein Makler darf nicht lügen, falsche Angaben machen, Dinge verschweigen, die er weiß, oder „ins Blaue hinein“ antworten, muss transparent arbeiten (z. B. bei Provisionsansprüchen und Doppelvertretung), darf nicht ohne Auftrag tätig werden, keine verbotenen Fragen stellen (z. B. nach Religionszugehörigkeit), keine Ausweiskopien verlangen und muss die DSGVO beachten. Er darf auch keine überhöhten oder unlauteren Provisionen verlangen. 

Wann ist die Sorgfaltspflicht verletzt?

Laut Paragraph 276 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) „Verantwortlichkeit des Schuldners“ kommt es dann zur Verletzung der Sorgfaltspflicht, wenn: Personen vorsätzlich oder fahrlässig agieren und somit Gegenstände beschädigen oder Personen gefährden.

Kann man sich über einen Immobilienmakler beschweren?

Es gibt keine zentrale Beschwerdestelle für Immobilienmakler. Übt der Immobilienmakler seine Tätigkeit auf selbständiger Basis aus, kann man versuchen, sich beim Gewerbeamt zu beschweren, wobei hier die Aussicht auf Erfolg eher gering ist. Ist der Immobilienmakler Mitglied im IVD, kann man diesen dort melden.

Welche drei Arten von Schadensersatz gibt es?

Es gibt zwei Arten von Schadensersatz: den tatsächlichen und den allgemeinen Schadensersatz . Der tatsächliche Schadensersatz deckt direkte Kosten wie Arztrechnungen und Verdienstausfall ab, während der allgemeine Schadensersatz nicht-monetäre Auswirkungen wie Schmerzen und Leiden umfasst.

Wie lange kann man versteckte Mängel beim Hauskauf geltend machen?

Beim Hauskauf verjähren versteckte Mängelansprüche meist nach fünf Jahren ab Übergabe des Objekts (§ 438 Abs. 1 Nr. 2 BGB), bei Bauleistungen sogar nach Abnahme. ABER: Oft wird die Gewährleistung im Kaufvertrag ausgeschlossen ("Gekauft wie gesehen"), sodass nur bei arglistig verschwiegenen Mängeln (Vorsatz) die dreijährige Verjährungsfrist (§ 195 BGB) ab Entdeckung des Mangels greift. Frühes Handeln und Beweissicherung (Gutachten) sind wichtig!
 

In welcher Höhe Schadensersatz?

Die Höhe des Schadensersatzes hängt stark vom Einzelfall ab und wird durch die Differenz zwischen Vermögen mit und ohne Schaden berechnet, wobei konkrete Schäden (Reparaturkosten, Arztkosten) oder immaterielle Schäden (Schmerzensgeld) berücksichtigt werden. Schmerzensgeldtabelle helfen bei Verletzungen, wobei leichte Schleudertraumata z.B. 100–1.000 € bringen können, schwere Schädel-Hirn-Traumata aber 75.000 € erreichen. Auch bei Urheberrechtsverletzungen gibt es Orientierungswerte (z.B. 200 € für ein Lied, 900–1.000 € für ein Computerspiel). 

Welche drei Arten von Haftung gibt es?

Es gibt kurzfristige, langfristige und Eventualverbindlichkeiten . Kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten sind die häufigsten Verbindlichkeiten in Ihrem Unternehmen. Zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten zählen beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aufgelaufene Aufwendungen und erhaltene Anzahlungen.

Was ist beim Hausverkauf ein versteckter Mängel?

Typische versteckte Mängel beim Hauskauf sind Schimmel/Feuchtigkeit hinter Wänden, Hausschwamm/Holzbock, Asbestbelastung, vergrabene Altlasten (z.B. Öltank), undichte Leitungen, veraltete Elektrik/Heizung, fehlende Baugenehmigungen für Anbauten sowie verschwiegene Rechtsmängel (Grunddienstbarkeiten, Mietverträge), die erst nach dem Kauf sichtbar oder bekannt werden und oft erst nach der Übergabe entdeckt werden. 

Was tun, wenn man mit Makler nicht zufrieden ist?

Sollten Sie unzufrieden sein mit den Leistungen Ihres Maklers oder das Gefühl haben, dass er seinen Pflichten nicht richtig nachkommt, sollten Sie als erstes das Gespräch mit ihm suchen. Ist er uneinsichtig oder kann Ihr Vertrauen nicht zurückgewinnen, sollten Sie über eine Kündigung des Vertrags nachdenken.

Wann verletzt man die Sorgfaltspflicht?

Eine Verletzung der Sorgfaltspflicht liegt vor, wenn jemand die im Verkehr oder in einer bestimmten Situation erforderliche Umsicht und Achtsamkeit missachtet und dadurch einen Schaden verursacht, was oft als Fahrlässigkeit (§ 276 Abs. 2 BGB) eingestuft wird und zivilrechtliche (Schadensersatz) sowie strafrechtliche (Geld-/Freiheitsstrafe) Konsequenzen haben kann, z.B. bei Ärzten (Behandlungsfehler), im Straßenverkehr oder bei Geschäftsführern. Der Maßstab ist dabei immer der eines durchschnittlich besonnenen und gewissenhaften Menschen in der konkreten Situation.
 

Was sind Beispiele für eine Pflichtverletzung?

Personen verletzen ihre Pflichten häufig dann, wenn sie etwas unterlassen, was eine vernünftige Person unter den gegebenen Umständen getan hätte. Beispielsweise verletzt eine Grundstückseigentümerin ihre Sorgfaltspflicht zur Instandhaltung eines sicheren Grundstücks, wenn sie (oder ihr Angestellter) es versäumt, verschüttete Flüssigkeiten und andere Gefahrenquellen zu beseitigen .

Was sagt der 242 BGB aus?

§ 242 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt den Grundsatz von Treu und Glauben und verpflichtet Schuldner, ihre Leistungen so zu erbringen, wie es die Fairness und die Verkehrssitte (übliche Gepflogenheiten) verlangen; er dient als wichtige Generalklausel zur Korrektur und Ergänzung des Zivilrechts, um unbillige Ergebnisse zu verhindern und faire Verhaltensweisen zu gewährleisten. 

Welche Verantwortung hat ein Immobilienmakler?

Was sind die Aufgaben eines Immobilienmaklers?

  • Ermittlung des Verkaufswertes der Immobilie.
  • Behördengänge.
  • Vermarktung.
  • Organisation von Besichtigungen.
  • Regelmäßige Reports.
  • Vertragsverhandlungen.
  • Aufsetzen des Kaufvertrages.
  • Begleitung zum Notartermin.

Was ist der größte Fehler beim Hausverkauf?

Unrealistische und marktfremde Preisvorstellungen gehören jedoch zu den häufigsten Fehlern beim Immobilienverkauf und wirken sich negativ auf den Verkaufserfolg aus. Dabei gilt generell: Jede Immobilie muss individuell bewertet werden.

Wann haftet Makler?

Ein Makler haftet, wenn er schuldhaft seine Pflichten verletzt hat, insbesondere durch falsche Angaben, verschwiegene Informationen oder unrichtig beantwortete Fragen. Voraussetzung ist, dass Ihnen dadurch ein messbarer finanzieller Schaden entstanden ist.

Wer haftet für Mängel nach Hausverkauf?

Geht es um die Frage nach der Haftung für versteckte Mängel oder Schäden, gilt generell: Bei einem Immobilienverkauf haftet der Verkäufer im Sinne der Gewährleistung für Mängel.

Wann haftet ein Versicherungsmakler?

Der Makler haftet sowohl für fehlenden als auch für unpassenden Versicherungsschutz. Soll etwa ein Gebäude versichert werden, dann muss der Makler etwa dafür sorgen, dass die Versicherung mit der richtigen Versicherungssumme zustande kommt, um eine Unterversicherung zu verhindern.

Welche Neutralitätspflichten hat ein Makler im Immobiliengeschäft?

Doppeltätigkeit bedeutet Unparteilichkeit

Ist ein Immobilienmakler für beide Parteien vermittelnd tätig, ist er zur Unparteilichkeit gegenüber beiden Parteien verpflichtet. Diese Neutralitätspflicht verbietet es dem Makler, zugunsten einer der Parteien in die Verhandlungen über den Kaufpreis einzugreifen.

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