Zum Inhalt springen

Wie Gendert man er sie?

Gefragt von: Hans-Ulrich Simon  |  Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2026
sternezahl: 4.5/5 (46 sternebewertungen)

Um "er/sie" zu gendern, verwendet man oft neutrale Umschreibungen ("die Person", "das Team"), neutrale Pronomen wie "xier", die Dopplung ("Arbeiter und Arbeiterinnen"), oder die sogenannten Genderzeichen (Genderstern: "*", Doppelpunkt: ":", Unterstrich: "_", Binnen-I: "I") bei Substantiven, um alle Geschlechter einzuschließen (z.B. "Lehrer*innen", "Schüler:innen"), da es bei den Pronomen selbst weniger klare Regeln gibt, aber neutrale Pronomen wie "xier/xies/xiem/xien" existieren.

Wie gendert man "er" und "sie" im Deutschen?

Bei den Personalpronomen ist das noch recht einfach zu handhaben: Zu «er/seiner/ihm/ihn» (männlich) und «sie/ihrer/ihr/sie» (weiblich) kommen vier genderneutrale Personalpronomen. Am Beispiel von «xier» wären das «xier/xieser/xiem/xien».

Wie gendert man "Teilnehmerinnen" richtig?

Um "Teilnehmerinnen" gendergerecht zu formulieren, gibt es mehrere gängige Formen: die Paarform ("Teilnehmerinnen und Teilnehmer"), die Schrägstrichform ("Teilnehmer/-innen"), das Gendersternchen ("Teilnehmer*innen"), den Doppelpunkt ("Teilnehmer:innen") oder neutrale Alternativen wie "Teilnehmende" (Partizip). Die Wahl hängt vom Kontext und Stil ab; Sternchen und Doppelpunkt sind oft am inklusivsten, während die Partizipialform ("die Teilnehmenden") eine gute neutrale Option darstellt.
 

Wie gendert man Damen und Herren?

„Sehr geehrte Damen und Herren“ wird oft als nicht gendergerecht empfunden, da es nur zwei Geschlechter anspricht; moderne Alternativen sind neutrale Formulierungen wie „Guten Tag“, „Liebes Team“, „Sehr geehrte Anwesende“ oder „Sehr geehrte Beschäftigte“, die alle Geschlechtsidentitäten einbeziehen und so inklusiver sind, wobei die beste Wahl vom Kontext abhängt, ob eine spezifische Anrede möglich ist oder eine allgemeine Formulierung nötig ist, um Diversität zu berücksichtigen. 

Was ist xier und xies?

“ sier und xier: Manche Personen nutzen sier oder xier als Verschmelzung aus sie und er. An sier und der Deklination sier/sies/siem/sien wurde kritisiert, dass sier zu sehr nach sie klinge, dementsprechend wurde xier/xies/xiem/xien entwickelt.

Wie funktioniert Gendern?

43 verwandte Fragen gefunden

Wie ist die Anrede für Gender?

Gendergerechte Anreden umfassen verschiedene Strategien, um alle Geschlechter einzubeziehen, wie die Doppelnennung („Liebe Kolleginnen und Kollegen“), die Verwendung neutraler Begriffe („Liebe Studierende“), die Ansprache mit Namen („Guten Tag Frau Müller“) oder geschlechtsneutralen Begriffen („Guten Tag Person“, „Guten Tag Herr/Frau/Divers“), sowie Genderzeichen wie den Genderstern (*), Doppelpunkt (:) oder Unterstrich (_), etwa „Liebe Kolleg\*innen“. Die Wahl hängt vom Kontext ab: Bei Einzelpersonen ist die Nennung des Namens am besten, bei Gruppen sind neutrale Formen oder Doppelnennungen üblich, während Genderzeichen oft in schriftlicher Kommunikation genutzt werden. 

Was sind die 7 Pronomen?

Die 7 Pronomenarten (Fürwörter) im Deutschen sind Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Relativ-, Demonstrativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen, die Nomen ersetzen oder begleiten, um Wiederholungen zu vermeiden und bestimmte Bedeutungen zu vermitteln, wie z.B. „ich“, „mein“, „sich“, „der“, „dieser“, „wer“, „jemand“.
 

Welche Anreden sind nonbinär?

Für die Anrede nicht-binärer Personen gibt es keine einzelne Regel, aber am besten fragt man direkt nach oder verwendet neutrale Formen wie „Guten Tag [Name]“, „Hallo [Name]“, „Lieber [Name]“, „Sehr geehrter [Name]“ oder „Person [Name]“ (kurz: „Pers.“) und vermeidet „Herr“/„Frau“. Manche nutzen spezielle Neopronomen (z. B. „xier“), andere bevorzugen gar keine Pronomen oder einfach ihren Namen, daher ist Nachfragen der beste Weg, um respektvoll zu kommunizieren.
 

Wie schreibe ich beide Geschlechter an?

Hier gilt das Gleiche wie beim Genderstern: Beide Formen nennen, etwa der:die Arzt:Ärztin oder der Arzt oder die Ärztin. Auch mit einem Unterstrich zwischen männlicher und weiblicher Endung werden alle Geschlechter angesprochen: Matros_innen, Künstler_innen, Fahrer_innen. Vorteil: Alle Geschlechter sind gemeint.

Was schreibt man heute statt Damen und Herren?

7 Alternativen für «Sehr geehrte Damen und Herren» – und wann sie sich eignen

  • Guten Tag. ...
  • Grüezi / Grüessech / Allegra. ...
  • Guten Morgen / Guten Nachmittag / Guten Abend. ...
  • Kombination mit «Geschätzte» ...
  • Hallo. ...
  • Sali / Hoi. ...
  • Sehr geehrte Persönlichkeiten.

Ist Kolleg * innen richtig?

„Kolleginnen“ ist nicht ganz korrekt, weil das Sternchen die männliche Endung „-e“ bei „Kollegen“ weglässt; besser sind neutrale Formen wie „Mitarbeitende“, „Team“, „Leute“ oder die Doppelnennung „Kolleginnen und Kollegen“; bei Sonderzeichen wie „Kolleg:innen“ oder „Kolleginnen“, muss man oft auf neutrale Begriffe ausweichen oder beide Formen ausschreiben, da die männliche Pluralform fehlt. 

Was bedeutet Gaestin?

Das Synonymwörterbuch des Dudens (Mannheim 2023) nennt für den heutigen Sprachgebrauch folgende gleichbedeutende Wörter: Besuch, Besucher, Besucherin, Eingeladener, Eingeladene, (gehoben auch) Geladener, Geladene und ordnet Gästin wie folgt ein: »Die männliche Form der Gast wird gewöhnlich auf beide Geschlechter ...

Wie gendert man eine Mehrzahl?

(der/die oder der*die; er/sie oder er*sie). “ Das Hinzufügen eines Gendersterns funktioniert bei Personenbezeichnungen am besten im Plural. Die dazugehörigen Artikel und Pronomen erhalten dann keine Genderzeichen.

Wie gendert man richtig aktuell?

Aktuell gibt es mehrere gängige Formen für gendergerechte Schreibweisen, die alle Geschlechter ansprechen: der Doppelpunkt (z.B. "Professor:innen"), der Genderstern ("Professor\*innen") und der Gender-Gap (Unterstrich, z.B. "Professor\_innen"), wobei der Doppelpunkt oft wegen seiner besseren Barrierefreiheit und Lesbarkeit von Sprachsoftware empfohlen wird. Daneben existieren die neutrale Paarform ("Professorinnen und Professoren") oder geschlechtsneutrale Begriffe ("Lehrkräfte") sowie das (ältere) Binnen-I und der Schrägstrich ("Professor/in"). 

Was sind Dey-Pronomen?

"Dey" ist ein Neopronomen im Deutschen, das von nicht-binären Menschen genutzt wird, um die binären Pronomen "er/ihn" und "sie/ihr" zu vermeiden und eine geschlechtsneutrale Anrede zu ermöglichen; es wird oft wie "they/them" aus dem Englischen eingedeutscht, mit Deklinationen wie dey/dem/deren, um Personen zu repräsentieren, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren, und schafft so Inklusion und Sichtbarkeit. 

Welche Pronomen werden traditionell für Männer verwendet?

"Er" (Nominativ) und "ihn" (Akkusativ) sind Personalpronomen der 3. Person Singular Maskulinum, die sich auf eine männliche Person beziehen: "Er" ist Subjekt des Satzes, während "ihn" das Objekt ist (Wer? Was? -> er; Wen? Was? -> ihn), etwa in "Er sieht ihn". Sie stehen für Personen, die sich als männlich identifizieren, und sind Teil der traditionellen binären Geschlechtszuordnung in der deutschen Sprache, obwohl es heute auch geschlechtsneutrale Pronomen wie "dey" oder "xier" gibt.
 

Wie schreibt man, dass man auf Gendern verzichtet?

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.

Wie spreche ich einen diversen an?

Eine Anrede für "divers" wird am besten durch Vermeidung geschlechtsspezifischer Begriffe (z. B. "Guten Tag, [Vorname Nachname]"), durch direkte Nachfrage ("Wie möchte ich Sie ansprechen?") oder neutrale Formulierungen wie "Guten Tag" oder "Liebe alle" gelöst, da "divers" im Personenstandsregister steht, aber keine direkte Anrede ist, wobei Formulare oft eine Zusatzoption oder ein Freifeld anbieten sollten. Bei Online-Formularen, die "Herr/Frau" verlangen, kann dies diskriminierend sein, und Alternativen wie das Weglassen der Anrede oder der volle Name sind oft die beste Lösung.
 

Wie gendert man "Cousins" auf Deutsch?

Cousine/Cousin: Couse, Cousen (oder: Cousenge, Cousi)

Wie lautet die neutrale Anrede?

die geschlechtliche Identität einer Person bekannt, spricht nichts dagegen, sie mit „Sehr geehrte Frau Musterperson“ bzw. „Sehr geehrter Herr Musterperson“ anzusprechen. Ist die von Adressat*innen gewünschte Anredeform nicht bekannt, bietet sich eine geschlechtsneutrale Form an wie „Guten Tag Maro Musterperson“.

Was sind Pronomen LGBTQ?

Pronomen im LGBTQ+-Kontext sind die Wörter (wie „er“, „sie“, „dey“, „xier“, oder auch der Name), mit denen sich eine Person angesprochen fühlt, um ihre Geschlechtsidentität auszudrücken, da die traditionellen binären Pronomen nicht immer passen; die Angabe von Pronomen wie „sie/ihr“, „er/ihm“ oder geschlechtsneutralen Formen wie „dey/denen“ in E-Mails oder Profilen schafft Respekt, Inklusion und Akzeptanz für nicht-binäre, trans* und andere queere Menschen. Sie helfen, die Identität einer Person zu würdigen und machen deutlich, wie sie angesprochen werden möchte, was besonders wichtig ist, weil Pronomen nicht äußerlich erkennbar sind.
 

Was sind die 11 Wortarten?

Zu den Wortarten gehören Verben (Tätigkeitswörter), Nomen/Substantive (Namenwörter), Adjektive (Eigenschaftswörter), Pronomen (Fürwörter), Numeralia (Zahlwörter), Artikel (Begleitwörter), Adverbien (Umstandswörter), Präpositionen (Verhältniswörter), Konjunktionen (Bindewörter) und Partikeln (Funktionswörter).

Welches Pronomen ist "mir"?

"Mir" ist ein Personalpronomen der 1. Person Singular (ich) im Dativ (3. Fall), das sich auf die sprechende Person bezieht und oft verwendet wird, wenn jemandem etwas gegeben wird oder etwas passiert. Es wird auch als Reflexivpronomen benutzt, wenn es sich auf das Subjekt des Satzes zurückbezieht, wie in "Ich sehe mir etwas an". 

Vorheriger Artikel
Wann schreiben Frauen zurück?
Nächster Artikel
Warum gibt es so viele Raucher?