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Wie geht Altersteilzeit im öffentlichen Dienst?

Gefragt von: Galina Kirchner-Ackermann  |  Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026
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Altersteilzeit im öffentlichen Dienst ermöglicht einen gleitenden Übergang in die Rente, indem die Arbeitszeit halbiert wird und der Arbeitgeber das Gehalt aufstockt und Rentenbeiträge zahlt, wobei Modelle wie das Blockmodell (erst arbeiten, dann Freistellung) oder die gleichzeitige Teilzeit möglich sind, aber immer Einvernehmen mit dem Arbeitgeber nötig ist und der Antrag meist drei Monate vorab schriftlich gestellt werden muss.

Ist Altersteilzeit im öffentlichen Dienst 2025 noch möglich?

Ja, Altersteilzeit (ATZ) ist im öffentlichen Dienst 2025 noch möglich, aber es ist die letzte Chance, einen Antrag zu stellen, um von den alten Regelungen zu profitieren; Anträge müssen bis zum 31. Dezember 2025 bei der zuständigen Stelle eingegangen sein, da danach die Tür für eine Neuverhandlung verschlossen ist und nur noch das allgemeine Altersteilzeitgesetz gilt, was oft weniger vorteilhaft ist. Die bisherigen Tarifverträge (wie der TV FlexAZ) sind Ende 2022 ausgelaufen, aber eine Verlängerung der ATZ-Möglichkeit wurde bis Ende 2025 verlängert, um eine Brücke zu schaffen. 

Wie wird die Altersteilzeit im öffentlichen Dienst berechnet?

Derzeit gibt es keine rechtskräftige Regelung, die Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine Altersteilzeit im öffentlichen Dienst zu ermöglichen. Das Gehalt reduziert sich während der Teilzeitarbeit auf 50 % des regulären monatlichen Entgelts (inklusive einer Aufstockung durch den Arbeitgeber).

Ist ein vorzeitiger Ruhestand im öffentlichen Dienst möglich?

Im öffentlichen Dienst können Beschäftigte früher in Rente gehen, oft durch Altersteilzeit (ab 55 mit Arbeitgeber-Einvernehmen, ab 60 tarifvertraglich möglich) oder durch vorgezogene Altersrenten der gesetzlichen Rentenversicherung (ab 63 mit Abschlägen, abschlagsfrei bei 45 Versicherungsjahren). Für Beamtinnen* gibt es eigene Regeln mit Ruhestand mit 63 (mit Abschlägen) oder 60 (Schwerbehinderte), während bei Angestellten die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) die betriebliche Altersvorsorge ergänzt, oft mit Kürzungen bei Frührente. 

Ist Altersteilzeit ab 60 Jahren möglich?

Ja, Altersteilzeit ist ab 60 möglich, aber auch schon früher ab 55 Jahren, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Mindestens 1.080 Tage sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den letzten fünf Jahren und eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, die bis zum Rentenbeginn läuft. Besonders im öffentlichen Dienst oder bei Tarifverträgen (z.B. Metallindustrie) können spezielle Regelungen existieren, die den Eintritt mit 60 (oder 58) vorsehen. Es gibt jedoch keinen Rechtsanspruch, der Arbeitgeber muss zustimmen. 

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Kann ich mit 60 Jahren in Altersteilzeit gehen?

Ja, mit 60 können Sie in Altersteilzeit gehen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (mindestens 55 Jahre alt, 1.080 sozialversicherungspflichtige Tage in 5 Jahren vor Beginn) und Ihr Arbeitgeber zustimmt; einen Rechtsanspruch gibt es nicht, außer es gibt tarifvertragliche Regelungen, die auch ein höheres Mindestalter (z.B. 60 Jahre) vorsehen können, was den Übergang sanft gestaltet und Arbeitslosigkeit verhindert. 

Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind wichtig, aber nicht für einen „magischen Bonus“, sondern als entscheidende Planungsphase, um die Rentenhöhe zu optimieren und den Übergang finanziell abzusichern, indem Lücken geschlossen, Steuer- und Rentenansprüche geprüft und Vermögen umgeschichtet werden, was den Start in den Ruhestand maßgeblich beeinflusst, auch wenn jedes Berufsjahr mathematisch gleich zählt. 

Wie lange gibt es noch Altersteilzeit im öffentlichen Dienst?

Die Altersteilzeit im öffentlichen Dienst wird ab 2026 eingeschränkt, da die alten Tarifverträge (TVöD, TV-FALTER) ausliefen und die neue Regelung nur noch auf dem Altersteilzeitgesetz (AltTZG) basiert, was Arbeitgebern mehr Entscheidungsmacht gibt und oft nur eine verkürzte Bezugsdauer (z.B. max. 3 Jahre) und weniger Lohnausgleich (z.B. 80 % statt 90 %) bedeutet. Individuelle Vereinbarungen sind möglich, aber oft mit kürzerer Laufzeit und weniger Vorteilen, während für bestimmte Gruppen (z.B. Schwerbehinderte in Baden-Württemberg) längere Regelungen bis 2030 bestehen. 

Ist es möglich, nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand zu gehen?

So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.

Was ändert sich für Angestellte im öffentlichen Dienst 2025?

Die Gewerkschaften setzten eine Entgelterhöhung zum 1. April 2025 durch. Die Beschäftigten erhalten 3,0 Prozent mehr Geld. Ergibt sich eine prozentuale Erhöhung unter 110 Euro, erhalten die Beschäftigten trotzdem 110 Euro.

Wie beantrage ich Altersteilzeit im öffentlichen Dienst?

Um Altersteilzeit im öffentlichen Dienst zu beantragen, stellen Sie einen schriftlichen, formlosen Antrag bei Ihrem Arbeitgeber, frühestens ein Jahr, spätestens aber drei Monate vor dem geplanten Beginn, wobei die Zustimmung des Arbeitgebers nötig ist; entscheidend sind die Voraussetzungen (z.B. 55 Jahre alt, 1080 Tage versicherungspflichtig in den letzten 5 Jahren) und der Übergang in die spätere Regelaltersrente. Wichtig: Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch, und die Regelungen hängen von den aktuellen Tarifverträgen ab, die auslaufen oder neu verhandelt werden.
 

Was sind die Nachteile von Altersteilzeit?

Nachteile der Altersteilzeit sind vor allem geringere Rentenansprüche und weniger Nettogehalt (trotz Aufstockung), ein abrupter Übergang ins Rentenleben beim Blockmodell und das Risiko bei Insolvenz des Arbeitgebers, wenn Wertguthaben nicht ausreichend gesichert sind; auch können Sonderleistungen wie Dienstwagen wegfallen. 

Wann wird die Altersteilzeit abgeschafft?

Nein, die Altersteilzeit (ATZ) wurde in Deutschland nicht komplett abgeschafft, aber die staatliche Förderung läuft aus und tarifvertragliche Regelungen (wie im öffentlichen Dienst) enden, was sie für Arbeitgeber unattraktiver macht; ab 2026 können Anträge nur noch mit Zustimmung des Arbeitgebers frei vereinbart werden, da der Rechtsanspruch entfällt, und in Österreich wird das Blockmodell schrittweise bis 2029 beendet. 

Welche Modelle der Altersteilzeit gibt es im öffentlichen Dienst?

Zwei Modelle stehen für die Altersteilzeit im Öffentlichen Dienst grundsätzlich laut Altersteilzeitgesetz zur Verfügung: Das Blockmodell und das Teilzeitmodell.

Was ändert sich 2026 bei der Altersteilzeit?

Ab 2026 gibt es in Österreich deutliche Kürzungen bei der Altersteilzeit: Die maximale Bezugsdauer wird schrittweise von fünf auf drei Jahre verkürzt (2026: 4,5 Jahre, 2027: 4 Jahre, 2028: 3,5 Jahre). Zudem gibt es strengere Zugangsvoraussetzungen (17 statt 15 Beschäftigungsjahre), einen reduzierten staatlichen Lohnausgleich (80 % statt 90 % für neue Verträge 2026-2028) und ein grundsätzliches Verbot zusätzlicher Nebentätigkeiten während der Altersteilzeit. Eine neue Teilpension wird eingeführt, die ab 2026 eine reduzierte Arbeitszeit mit anteiliger Pension erlaubt, aber Arbeitgeberzustimmung erfordert. 

Kann ich mit 63 Jahren noch in Altersteilzeit gehen?

Für wen kommt die Altersteilzeit in Frage? Die Altersteilzeit ist möglich für Arbeitnehmer*innen ab dem 55. Lebensjahr, die in den letzten fünf Jahren vor Beginn der Altersteilzeit wenigstens 1.080 Kalendertage sozialversicherungspflichtig – in Voll- oder Teilzeit – beschäftigt waren.

Ist es möglich, mit 60 Jahren in den Vorruhestand zu gehen?

Ein gesetzlicher Anspruch auf Vorruhestand mit 60 Jahren besteht in Deutschland nicht mehr, aber es gibt betriebliche Regelungen (oft ab 58/60 J.) oder tarifvertragliche Vereinbarungen, sowie die Möglichkeit, über Altersteilzeit oder Erwerbsminderungsrente früher aus dem Job auszusteigen, wobei die reguläre Rente erst später beginnt oder Abschläge drohen. Der früheste gesetzliche Rentenbeginn ist mit 63 Jahren (langjährig Versicherte) oder 65 (besonders langjährig Versicherte), aber immer mit Abschlägen verbunden, außer bei besonders günstigen Voraussetzungen (z.B. Bergbau, Schwerbehinderung). 

Wie viele Dienstjahre braucht man für volle Pension?

Für eine volle Pension (Ruhegehalt) müssen Sie in Deutschland in der Regel 40 Dienstjahre erreichen, um den Höchstsatz von 71,75 % Ihres letzten Gehalts zu erhalten; mit 45 Dienstjahren ist ein abschlagsfreier Ruhestand mit 65 Jahren möglich, während bei früheren Pensionierungen Abschläge anfallen können, aber 40 Jahre der Schlüssel zum vollen Satz sind. 

Wie viel Geld braucht man, um mit 45 in den Ruhestand gehen zu können?

Wie viel müssten Sie sparen, um schon mit 45 in Rente gehen zu können? Eine Faustregel unter Frugalisten lautet: das 25-fache Ihrer jährlichen Ausgaben. Bei monatlichen Kosten von 2000 Euro wären das 600.000 Euro.

Wie lange wird die Altersteilzeit noch geben?

Verbot von Nebenbeschäftigungen (ab 1.1.2026)

Weiters ist neu: Nebenbeschäftigungen bei anderen Arbeitgebern sind bei ab 1.1.2026 beginnenden Altersteilzeiten nicht mehr erlaubt.

Wie kann ich im öffentlichen Dienst früher in Rente gehen?

Beschäftigte im öffentlichen Dienst können im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber ab Vollendung des 55. Lebensjahres in Altersteilzeit gehen. Mit Vollendung des 60. Lebensjahres besteht darüber hinaus ein tarifvertraglicher Anspruch auf Al- tersteilzeit.

Welche Änderungen gibt es bei der Altersteilzeit ab 2026?

⚠️ Achtung: Seit 1. Jänner 2024 wird die geblockte Altersteilzeit nach und nach abgeschafft. Die Förderung für Arbeitgeber:innen (in Form des Altersteilzeitgeldes) wird bis Ende 2028 schrittweise reduziert und ab 2029 vollständig eingestellt. Ab dann ist nur noch das kontinuierliche Modell möglich.

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er der erste ist, für den die volle Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre gilt, aber gleichzeitig noch Übergangsregelungen für eine vorgezogene Rente mit 45 Beitragsjahren (ab 63) existieren, was ihn zu einem "Splitterjahrgang" macht, der genau zwischen älteren Jahrgängen (die noch 65 wurden) und jüngeren (die erst mit 67 abschlagsfrei rein dürfen) steht und somit eine Mischung aus Optionen hat, aber auch die volle Härte der schrittweisen Erhöhung spürt. 

Wie viel Geld sollte man mit 60 auf dem Konto haben?

Mit 60 Jahren solltet ihr demzufolge 400.000 Euro angespart haben. Zum Renteneintritt empfehlen die Experten, dass ihr das Zehnfache eures Jahresgehaltes auf eurem Sparkonto oder Depot haben solltet. Das klingt natürlich erstmal nach sehr viel Geld.

Was ändert sich 2026 in der Rente?

Für diejenigen, die 2026 in Rente gehen, sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Teil der Rente steigt in den kommenden Jahren jeweils um 0,5 Prozentpunkte für jeden neuen Rentnerjahrgang. Die vollständige Besteuerung neuer Renten wird bei einem Rentenbeginn im Jahre 2058 erreicht.