Wie führt man eine Bilanz durch?
Gefragt von: Heino Sommer-Fröhlich | Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2026sternezahl: 4.1/5 (74 sternebewertungen)
Eine Bilanz führt man durch, indem man Vermögenswerte (Aktiva) und deren Finanzierung (Passiva) gegenüberstellt, wobei beide Seiten immer gleich sein müssen; dazu sammelt man Belege, erfasst Geschäftsvorfälle in einer GoBD-konformen Buchhaltungssoftware, erstellt eine Inventur, gliedert die Posten nach HGB (Anlage- und Umlaufvermögen vs. Eigen- und Fremdkapital) und gleicht die Bilanzsummen aus, idealerweise mit elektronischer Übermittlung (E-Bilanz).
Wie macht man eine Bilanz?
Eine Bilanz zu erstellen bedeutet, Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Unternehmens gegenüberzustellen, wobei beide Seiten immer gleich groß sein müssen, um die finanzielle Lage abzubilden, was in mehreren Schritten erfolgt: Inventur durchführen, Konten abschließen, Inventurergebnis mit den Konten abstimmen, Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) und Rückstellungen bilden, um dann Aktiva und Passiva in einer übersichtlichen Tabelle darzustellen.
Wie funktioniert eine Bilanzierung?
Die Bilanzierung umfasst das Abbilden sämtlicher Vermögens- und Kapitalgegenstände eines Unternehmens, die während des Geschäftsjahres gekauft oder veräußert wurden. Außerdem sind dort auch die offenen Forderungen des Unternehmens aufzulisten, sowie dessen offene Verbindlichkeiten.
Wie kann ich eine Bilanz einfach erklären?
Eine Bilanz liest man, indem man links die Aktiva (was das Unternehmen besitzt, also Vermögen) und rechts die Passiva (wie es finanziert ist, also Eigen- und Fremdkapital) gegenüberstellt; beide Seiten müssen immer gleich hoch sein (Bilanzsumme), da jede Anschaffung auf der Aktivseite eine Finanzierungsquelle (passiv) auf der anderen Seite hat. Man schaut sich die Gliederung in Anlage- und Umlaufvermögen (Aktiva) sowie Eigen- und Fremdkapital (Passiva) an, um die Vermögensstruktur und die finanzielle Stabilität (z.B. Eigenkapitalquote, Liquidität) zu bewerten.
Kann man eine Bilanz selber machen?
Obwohl Sie den Jahresabschluss selbst anfertigen können, erfordert dies fundierte Kenntnisse in Buchführung und Bilanzierung. Fehler bei der Erstellung können zu rechtlichen Konsequenzen und finanziellen Nachteilen führen.
Bilanzen einfach erklärt (explainity® Erklärvideo)
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Kann man eine Bilanz ohne Steuerberater erstellen?
Die rechtliche Lage ist dabei eindeutig: Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, einen Steuerberater zu beauftragen. Dies bedeutet, dass die Geschäftsführung grundsätzlich selbst für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen verantwortlich ist.
Ab welchem Gewinn muss man bilanzieren?
Man muss ab einem Jahresgewinn von über 80.000 € oder einem Jahresumsatz von über 800.000 € bilanzieren, wenn man kein Kaufmann ist (z.B. als Einzelunternehmer), wobei diese Grenzen gelten, wenn das Finanzamt zur Buchführung auffordert; Kapitalgesellschaften wie GmbHs und Personengesellschaften wie OHGs sind immer bilanzierungspflichtig. Freiberufler und Kleingewerbetreibende können die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nutzen, müssen aber bei Überschreiten dieser Grenzen oder bei Betriebsaufgabe wechseln.
Wie kann man eine Bilanz einfach erklären?
Eine Bilanz ist ein finanzielles Dokument, das die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag darstellt. Sie ist eine der Grundkomponenten des Jahresabschlusses und bietet eine Momentaufnahme der finanziellen Situation des Unternehmens.
Ist Bilanz gleich Gewinn?
Bilanzgewinn ist im Rechnungswesen der in der Bilanz von Kapitalgesellschaften ausgewiesene Teil des Gewinns. Gegensatz ist der Bilanzverlust. Unterstellt man nach dieser Aufstellung einen Jahresfehlbetrag und lediglich eine diesen übersteigende Entnahme aus der Gewinnrücklage, so wird ein Bilanzgewinn ausgewiesen.
Was sind Passiva und aktiva?
Aktiva und Passiva sind die zwei Seiten einer Unternehmensbilanz: Aktiva (links) zeigen das Vermögen (was das Unternehmen besitzt, z.B. Maschinen, Gebäude, Geld). Passiva (rechts) zeigen die Kapitalquellen (wie dieses Vermögen finanziert wurde, z.B. Eigenkapital und Schulden/Fremdkapital). Beide Seiten müssen sich immer die Waage halten (Bilanzsumme).
Soll und haben Eselsbrücke?
Die beste Eselsbrücke für Soll und Haben ist der Buchungssatzbau „per Soll an Haben“: Wo ein „per“ steht, kommt der Betrag ins Soll (links), wo ein „an“ steht, kommt er ins Haben (rechts). Merke dir: „Wo das Geld hin soll, ist Soll“ und „Was du jetzt hast, ist Haben“ – bei Aktivkonten (wie Kasse) kommt Geld ins Soll (Zugang), bei Passivkonten (wie Verbindlichkeiten) ins Haben (Zugang), aber die Regeln hängen von der Kontenart ab.
Wie erkenne ich den Gewinn in einer Bilanz?
Um den Gewinn aus einer Bilanz zu lesen, schaut man auf den Bilanzgewinn auf der Passivseite (Eigenkapital), der durch den Jahresüberschuss (aus G+V) plus/minus Vorträge und Rücklagen entsteht und die Mittel für Ausschüttungen oder Thesaurierung zeigt; wichtig ist auch die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme, die die Finanzkraft beurteilt.
Wer darf die Bilanz erstellen?
Nur ein angestellter Buchhalter darf im Innenverhältnis einen Jahresabschluss vorbereiten. Steuerberater hingegen sind zu Jahresabschlüssen und der Erstellung von Steuererklärungen ermächtigt.
Wie lautet der Buchungssatz?
Ein Buchungssatz folgt dem Prinzip „SOLL an HABEN“, wobei zuerst das Konto genannt wird, das im Soll (links) bebucht wird, dann das Konto, das im Haben (rechts) bebucht wird, und zuletzt der Betrag, wobei die Summe der Soll- und Habenbuchungen immer gleich sein muss. Einfache Buchungssätze betreffen zwei Konten (z.B. Bank 100 € an Kasse 100 €), während zusammengesetzte Sätze mehr als zwei Konten umfassen können.
Wie sieht eine gute Bilanz aus?
Eine gute Bilanz erkennt man daran, dass ein Unternehmen die Aktivposten zahlen kann und gewinnorientiert agiert, beispielsweise durch eine Umsatzrentabilität von über 10%. Dies zeigt, dass das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet.
Ist Bilanzsumme Gewinn oder Umsatz?
Ist Bilanzsumme gleich Gewinn? Nein, die Bilanzsumme ist nicht gleich Gewinn. Die Bilanzsumme gibt den Gesamtwert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt an, während der Gewinn den Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben in einem bestimmten Zeitraum darstellt.
Wie rechnet man Gewinn aus der Bilanz?
Um den Bilanzgewinn zu ermitteln, wird zum Jahresüberschuss der Gewinnvortrag aus dem vorherigen Geschäftsjahr addiert (Verluste werden subtrahiert). Zusätzlich werden die Entnahmen aus Kapital- sowie Gewinnrücklage des gesamten Jahres hinzugerechnet und Einstellungen in die Gewinnrücklagen abgezogen.
Wo stehen Schulden in der Bilanz?
Eine Bilanz beinhaltet zwei Seiten: Aktiv und Passiv. Auf der Aktivseite, die in der Bilanz links steht, wird die Vermögensstruktur dargestellt. Auf der Passivseite rechts stehen die Schulden.
Wie funktioniert eine Bilanz?
Eine Bilanz besteht aus zwei Seiten: Der Aktivseite und Passivseite. Die tabellarische Gegenüberstellung erleichtert den Überblick und die Bilanz bekommt ihre berühmte T-Form. Die Summe der Posten ergibt auf beiden Seiten die Bilanzsumme. Die Summe aller Aktiva muss immer mit der Summe aller Passiva übereinstimmen.
Wie liest man als Anfänger eine Bilanz?
Die linke oder obere Seite der Bilanz listet alle Vermögenswerte des Unternehmens auf: das Vermögen, auch Soll genannt. Die rechte oder untere Seite listet die Forderungen gegen das Unternehmen auf, die Verbindlichkeiten oder Haben genannt werden, sowie das Eigenkapital. Verbindlichkeiten erscheinen Ihnen vielleicht nicht wie Haben, aber das ist kein Tippfehler.
Was ist die goldene Bilanzregel?
Die goldene Bilanzregel ist ein Finanzprinzip, das insbesondere bei der Bilanzanalyse Anwendung findet. Sie besagt, dass das Anlagevermögen eines Unternehmens durch langfristiges Kapital, d. h. Eigenkapital und langfristige Fremdmittel, finanziert werden sollte .
Wie lese ich eine Bilanz richtig?
Eine Bilanz zu lesen bedeutet, Vermögen (Aktiva) mit dessen Finanzierung (Passiva) zu vergleichen; die linke Seite zeigt, was ein Unternehmen besitzt (Anlage- & Umlaufvermögen), die rechte Seite, wie es finanziert ist (Eigen- & Fremdkapital), wobei beide Seiten immer gleich hoch sein müssen (Bilanzsumme). Wichtige Schritte sind, die Gliederung zu verstehen (von liquiden zu illiquiden Mitteln auf der Aktivseite; von Eigen- zu Fremdkapital auf der Passivseite), Schlüsselkennzahlen wie die Eigenkapitalquote oder Liquiditätskennzahlen zu berechnen und die Werte mit Vorjahren zu vergleichen, um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens zu beurteilen.
Was darf man nicht bilanzieren?
Grundsätzlich sind beispielsweise nicht zu bilanzieren: Aufwendungen für die Gründung eines Unternehmens, für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für den Abschluss von Versicherungsverträgen nach § 248 Abs. 1 HGB, Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, die nicht ausdrücklich nach Handelsrecht im § 249 Abs.
Wie sehe ich den Gewinn in einer Bilanz?
Um den Gewinn aus einer Bilanz zu lesen, schaut man auf den Bilanzgewinn auf der Passivseite (Eigenkapital), der durch den Jahresüberschuss (aus G+V) plus/minus Vorträge und Rücklagen entsteht und die Mittel für Ausschüttungen oder Thesaurierung zeigt; wichtig ist auch die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme, die die Finanzkraft beurteilt.
Wie erstelle ich eine Bilanz?
Eine Bilanz zu erstellen bedeutet, Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Unternehmens gegenüberzustellen, wobei beide Seiten immer gleich groß sein müssen, um die finanzielle Lage abzubilden, was in mehreren Schritten erfolgt: Inventur durchführen, Konten abschließen, Inventurergebnis mit den Konten abstimmen, Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) und Rückstellungen bilden, um dann Aktiva und Passiva in einer übersichtlichen Tabelle darzustellen.
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