Wie finde ich heraus ob mein Konto gepfändet wurde?
Gefragt von: Gerhard Rauch MBA. | Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026sternezahl: 4.3/5 (12 sternebewertungen)
Eine Kontopfändung erkennen Sie daran, dass Ihr Konto gesperrt wird, Sie kein Geld abheben oder überweisen können und Lastschriften fehlschlagen. Offiziell erhalten Sie eine Benachrichtigung von Ihrer Bank und einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vom Gericht. Auf Kontoauszügen können Vermerke wie "Pfändung" oder "Einbehalt" erscheinen, und der Dispokredit wird gekündigt.
Wie kann ich sehen, ob mein Konto gepfändet wurde?
Eine Kontopfändung erkennen Sie an einer schriftlichen Benachrichtigung Ihrer Bank, der Sperrung Ihres Kontos (keine Kartenzahlung, keine Auszahlungen), Hinweisen wie „Pfändung“ auf Kontoauszügen oder der Ablehnung von Lastschriften/Überweisungen; um Gewissheit zu bekommen, wenden Sie sich direkt an Ihre Bank, die Ihnen Auskunft über den Pfändungsbeschluss und Gläubiger gibt, besonders wenn Sie ein P-Konto haben.
Wird man informiert, wenn man eine Kontopfändung hat?
Eine Kontopfändung wird nicht direkt mit „Achtung, Pfändung kommt!“ angekündigt, aber dem Schuldner gehen zuvor Mahnungen, Vollstreckungsbescheide oder Vollstreckungstitel zu, die die Pfändung vorbereiten und ankündigen, auch wenn manche Schuldner die Relevanz erst durch die tatsächliche Sperrung des Kontos erkennen; das Finanzamt kann jedoch unter bestimmten Umständen (nach Mahnung oder Bescheid) direkt pfänden, oft ohne vorherige Ankündigung der Kontosperrung.
Wie lange dauert es, bis ein Konto gepfändet wird?
Eine Kontopfändung tritt nicht sofort ein, sondern nach Zustellung eines gerichtlichen Beschlusses an die Bank, wobei dem Konto ein 4-wöchiger Schutz gewährt wird, damit Sie Ihr Konto in ein P-Konto umwandeln oder den Betrag ausgleichen können; danach wird der pfändbare Teil des Guthabens freigegeben, und die Pfändung dauert an, bis die Schuld beglichen ist, was je nach Schuldhöhe Monate bis Jahre dauern kann, wenn nur der geschützte Sockelbetrag (P-Konto) verbleibt.
Wie wird eine Kontopfändung angekündigt?
Eine Kontopfändung ohne Ankündigung ist also in der Praxis nicht möglich. Dem Schuldner wird die bevorstehende Pfändung spätestens durch die Zustellung eines Vollstreckungsbescheides angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt muss dem Schuldner klar sein, dass eine Kontopfändung demnächst möglich ist.
Kontopfändung: Kann dein Gläubiger dein Konto leer räumen? 😥
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Wird ein Konto ohne Ankündigung gepfändet?
Keine Kontopfändung ohne Ankündigung
Die wohl wichtigste Sache vorweg: Eine Kontopfändung ohne vorherige Ankündigung ist in Deutschland gesetzlich nicht vorgesehen. Das deutsche Vollstreckungsrecht verlangt, dass Sie als Schuldner:in über jede bevorstehende Zwangsvollstreckung informiert werden müssen.
Wie erfährt man, dass ein Bankkonto gesperrt ist?
Wenn ein Konto gesperrt wird, hält die Bank alle ausgehenden Gelder zurück. Das bedeutet, dass Sie keine Überweisungen tätigen, kein Bargeld online oder an Geldautomaten abheben und keine Rechnungen bezahlen können. Auch Ihre geplanten Zahlungen werden ausgesetzt. Kurz gesagt: Sie haben keinen Zugriff auf Ihr Geld, bis die Situation geklärt ist.
Kann man Pfändungen online einsehen Sparkasse?
Ja, bei den meisten Sparkassen können Sie eine Kontopfändung online im Online-Banking oder in der Sparkassen-App einsehen und auch direkt einen Zahlungsauftrag stellen oder ein P-Konto einrichten, um den unpfändbaren Freibetrag zu sichern. Die genauen Schritte und Optionen (wie z.B. Teilzahlung, P-Konto-Umwandlung) variieren je nach Sparkasse, aber Sie finden die Informationen meist unter den Konto-Details oder im Servicebereich Ihres Online-Banking-Zugangs.
Wie läuft eine Kontopfändung ab?
Der Ablauf einer Kontopfändung beginnt mit dem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (PfÜB) des Gläubigers, der dem Schuldner und der Bank zugestellt wird, woraufhin das Konto gesperrt wird. Innerhalb von vier Wochen nach Zustellung muss die Bank das pfändbare Guthaben an den Gläubiger überweisen, wobei Sie durch die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) Ihren Freibetrag sichern können. Die Pfändung endet erst, wenn die Schuld vollständig beglichen ist, kann aber durch frühzeitiges Handeln (z. B. P-Konto) abgemildert werden, da ohne P-Konto das gesamte Guthaben pfändbar ist.
Ist es möglich, ein Konto trotz Pfändung zu schließen?
Ja, ein Konto trotz Pfändung zu schließen ist möglich, aber komplex: Ein normales Konto kann gekündigt werden, verliert aber den Schutz, während ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) zwar auch gekündigt oder in ein normales Konto umgewandelt werden kann, aber nur wenn keine Pfändung mehr vorliegt oder die Umwandlung in ein neues P-Konto bei einer anderen Bank erfolgt, um den Schutz zu erhalten und Guthaben nicht an Gläubiger zu verlieren.
Wo kann man eine Pfändung einsehen?
Sie sehen Ihre Pfändungen am besten über Ihr Online-Banking bei Ihrer Bank (oft im Bereich Kontopfändung/P-Konto), erhalten direkt eine Benachrichtigung von Ihrer Bank oder dem Vollstreckungsgericht und können sich an Schuldnerberatungsstellen wenden, die oft Listen bereitstellen oder über das Vollstreckungsportal des Bundes und der Länder Einsicht nehmen können.
Habe eine Pfändung auf mein Konto.?
Wenn Ihr Konto gepfändet wurde, müssen Sie sofort Ihr Konto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen (innerhalb von 4 Tagen) und einen Freibetrag für Existenznotwendiges sichern, sonst wird Ihr gesamtes Guthaben gesperrt. Beantragen Sie eine Bescheinigung für höhere Freibeträge, falls nötig (z.B. für Unterhalt) und zahlen Sie die Pfändung sofort, wenn möglich, um eine Entsperrung zu erreichen.
Wird der Arbeitgeber über die Kontopfändung informiert?
Nein, der Arbeitgeber erfährt bei einer reinen Kontopfändung in der Regel nichts davon, da die Bank als sogenannter Drittschuldner agiert und das Gehalt wie gewohnt auf Ihr Konto überweist. Anders ist es bei einer Lohnpfändung, bei der der Arbeitgeber direkt informiert wird und einen Teil Ihres Gehalts an den Gläubiger überweisen muss – aber auch hier ist der Arbeitgeber verpflichtet, Sie zu informieren.
Werde ich benachrichtigt, wenn mein Konto gepfändet wird?
Eine Kontopfändung wird nicht direkt mit „Achtung, Pfändung kommt!“ angekündigt, aber dem Schuldner gehen zuvor Mahnungen, Vollstreckungsbescheide oder Vollstreckungstitel zu, die die Pfändung vorbereiten und ankündigen, auch wenn manche Schuldner die Relevanz erst durch die tatsächliche Sperrung des Kontos erkennen; das Finanzamt kann jedoch unter bestimmten Umständen (nach Mahnung oder Bescheid) direkt pfänden, oft ohne vorherige Ankündigung der Kontosperrung.
Was passiert mit zu viel Geld auf P-Konto ohne Pfändung?
Wenn Sie zu viel Geld auf Ihrem P-Konto haben, wird der Überschuss nicht sofort gepfändet, sondern auf ein separates Auskehrungskonto verschoben und kann bis zu drei Monate lang angespart werden, um im nächsten Monat wieder auf Ihr P-Konto überwiesen zu werden und dort Ihren Freibetrag zu erhöhen. Erst nach Ablauf dieser drei Monate wird der nicht abgeholte Überschuss für Gläubiger freigegeben. Wenn jedoch keine Pfändung aktiv ist, können Sie über das gesamte Guthaben frei verfügen, da der Freibetrag dann keine Rolle spielt.
Wird eine Kontopfändung der SCHUFA gemeldet?
Ja, eine Kontopfändung führt in der Regel zu einem negativen SCHUFA-Eintrag, der Ihre Bonität herabsetzt und erst drei Jahre nach vollständiger Begleichung der Schuld gelöscht wird, was die Kreditaufnahme erschwert; es ist ratsam, bei drohender Pfändung sofort ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) einzurichten, um den Freibetrag zu sichern, aber die Information über das P-Konto selbst wird auch an die SCHUFA gemeldet.
Woher weiß ich, dass mein Konto gepfändet wurde?
Eine Kontopfändung erkennen Sie daran, dass Ihr Konto gesperrt wird, Sie kein Geld abheben oder überweisen können und Lastschriften fehlschlagen. Offiziell erhalten Sie eine Benachrichtigung von Ihrer Bank und einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vom Gericht. Auf Kontoauszügen können Vermerke wie "Pfändung" oder "Einbehalt" erscheinen, und der Dispokredit wird gekündigt.
Ist es möglich, dass ein Konto ohne Ankündigung gepfändet wird?
Eine Kontopfändung ohne Ankündigung ist in Deutschland unzulässig, aber Betroffene erfahren oft erst durch die Sperrung vom Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, den der Gerichtsvollzieher zustellen muss. Es gibt immer Vorwarnungen, wie Mahnungen oder den Vollstreckungstitel, die das Finanzamt und private Gläubiger vorab verschicken müssen (z.B. Zahlungsaufforderungen, gerichtlicher Mahnbescheid). Wenn Sie keine Ankündigung erhalten haben, sollten Sie sofort Ihre Bank kontaktieren, einen Rechtsanwalt hinzuziehen und Ihr Konto in ein P-Konto umwandeln, um den pfändungsfreien Betrag zu sichern.
Was kommt zuerst, Gerichtsvollzieher oder Kontopfändung?
Wirksam wird die Kontopfändung gemäß § 829 ZPO durch die Zustellung des PfÜB. Die Zustellung erfolgt bei privaten Streitigkeiten durch den Gerichtsvollzieher.
Ist es möglich, eine Kontopfändung in Raten zu bezahlen?
Bei einer Kontopfändung kann eine Ratenzahlung eine Lösung sein, um das Konto freizugeben: Sie vereinbaren mit dem Gläubiger eine monatliche Rate, die Sie zahlen, und im Gegenzug wird die Pfändung "ruhend gestellt" oder aufgehoben, solange Sie zahlen, was bedeutet, dass Ihr Konto wieder verfügbar ist. Wichtig: Wenn die Raten nicht gezahlt werden, lebt die Pfändung wieder auf; oft ist die Zustimmung der Bank für die "Ruhendstellung" nötig, was scheitern kann, weshalb eine direkte Vereinbarung mit dem Gläubiger und eine Aufhebung der Pfändung die beste Lösung ist.
Wie frage ich den Kontostand ab?
Sie können Ihren Kontostand am schnellsten über die Banking-App oder das Online-Banking Ihrer Bank abfragen, aber auch per Telefon-Banking, am Geldautomaten, einem Kontoauszugsdrucker oder direkt in der Bankfiliale, um immer den aktuellen Stand zu sehen, meist mit Echtzeit-Benachrichtigungen und ohne auf Öffnungszeiten warten zu müssen.
Wo sieht man Pfändungen im Online-Banking der Deutschen Bank?
Ja, in der Regel können Sie Pfändungen in Ihrem Deutsche Bank Online-Banking sehen, meist als Mitteilung im Postfach oder durch eingeschränkte Kontofunktionen (Überweisungen blockiert, kein Dispo), aber die Deutsche Bank empfiehlt für Details und Umwandlung ins P-Konto den speziellen telefonischen Pfändungsservice. Dort erhalten Sie auch aktuelle Auskunft über Ihren verfügbaren Freibetrag, falls Sie ein P-Konto haben.
Wird man über eine Kontosperrung informiert?
Eine Kontosperrung wird oft ohne vorherige Ankündigung durch die Bank vorgenommen, besonders bei Verdacht auf Betrug, Geldwäsche oder wenn ein gerichtlicher Pfändungsbeschluss vorliegt, um Schaden abzuwenden; bei drohender Überziehung oder Mahnungen gibt es aber oft Vorwarnungen, und bei einer Pfändung müssen Gläubiger erst den Vollstreckungstitel zustellen, was als Ankündigung gilt. Die Bank informiert meist erst nach der Sperrung, wann und wie diese aufgehoben werden kann.
Wie lange dauert es bis zur Kontopfändung?
Eine Kontopfändung dauert, bis die Schulden vollständig beglichen sind, was Monate oder Jahre dauern kann, je nach Höhe der Forderung und Guthaben. Der Prozess beginnt nach einem gerichtlichen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, den der Gläubiger erwirken muss, wobei der Gläubiger meist kurz nach Erhalt des Vollstreckungsbescheids handelt (oft innerhalb weniger Tage bis Wochen). Sobald der Beschluss bei der Bank ist, wird das Konto gesperrt und das pfändbare Guthaben nach ca. vier Wochen an den Gläubiger überwiesen; es bleibt so lange bestehen, bis die Schuld getilgt ist.
Kann ich trotz Kontopfändung ein neues Konto eröffnen?
Ja, bei einer Kontopfändung können Sie ein neues Konto eröffnen, idealerweise ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto (P-Konto), um Ihr Einkommen zu sichern; Sie müssen dies bei einer Bank beantragen (ggf. als Basiskonto, das auch bei negativer Schufa möglich ist), dürfen aber nur ein P-Konto pro Person führen und sollten den Verdacht einer Umgehung vermeiden, indem Sie das neue Konto schnellstmöglich als P-Konto einrichten und alle Einnahmen dorthin leiten. Banken dürfen die Eröffnung verweigern, müssen dies aber begründen, und Sie können sich an die BaFin wenden.
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