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Wie Fahrtenschreiber auslesen?

Gefragt von: Nico Wulf  |  Letzte Aktualisierung: 26. Februar 2026
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Um Fahrtenschreiber auszulesen, benötigt man spezielle Auslesegeräte (Download-Keys), eine Unternehmenskarte und muss die gesetzlichen Fristen beachten: Die Daten der Fahrerkarte müssen alle 28 Tage, die des Massenspeichers (im Fahrzeug) alle 90 Tage ausgelesen und archiviert werden, um hohe Bußgelder zu vermeiden. Moderne Lösungen ermöglichen auch das automatische Fernauslesen über Telematikboxen.

Wie kann ich Fahrerkarten aus meinem Tachographen auslesen?

der Fahrerkarte. Zum Auslesen der Msasenspeicherdaten Ihres Tachographen benötigen Sie ein Downloadtool, welches direkt in die 6-Pin Frontschnittstelle des elektronischen EG-Kontrollgerätes gesteckt wird. Auf diesem Weg können auch die bereits gesteckten Fahrerkarten ausgelesen werden.

Wie analysieren Sie die Daten Ihrer digitalen Fahrtenschreiber?

Lösung: Nutzen Sie die fortschrittlichen Tachographenanalyse-Tools, die in digitaler Tachographensoftware verfügbar sind . Diese Tools vereinfachen die Auswertung, indem sie klare, detaillierte Berichte erstellen und wichtige Bereiche wie Fahrzeiten, Ruhezeiten und mögliche Verstöße hervorheben.

Wie oft muss man Fahrtenschreiber auslesen?

Der Fahrtenschreiber (Massenspeicher) muss spätestens alle 90 Tage ausgelesen werden, die Fahrerkarte mindestens alle 28 Tage durch den Unternehmer, um die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sicherzustellen und Bußgelder zu vermeiden. Die Daten müssen gesichert und mindestens ein Jahr archiviert werden. Bei intensiver Nutzung oder kürzeren Fahrten können kürzere Ausleseintervalle (z.B. wöchentlich) sinnvoll sein. 

Wie kann ich Fahrerdaten auswerten?

Das Auslesen der Daten ist alleinige Pflicht des Unternehmens. Der Fahrer muss lediglich seine Fahrerkarte gemäß der Anforderung durch das Unternehmen aushändigen. Das Unternehmen kann die Fahrerkarten natürlich auch in deutlich kürzeren Fristen als den gesetzlichen auslesen, im Zweifel täglich.

Auslesen eines digitalen Tachographen DTCO 1381 (Tutorial) | it-TELEMATICS GmbH

38 verwandte Fragen gefunden

Was passiert, wenn ich meine Fahrerkarte nicht auslesen lasse?

Damit sich die Lenk- und Ruhezeiten eines einzelnen Fahrers überprüfen lassen, muss dieser bei jeder Fahrt eine sogenannte Fahrerkarte in den Fahrtenschreiber (auch als Tachograph oder Kontrollgerät bezeichnet) seines Fahrzeuges stecken. Versäumt er dies, droht ein Bußgeld wegen Fahrens ohne Fahrerkarte.

Wo kann ich Fahrerkarten auslesen lassen?

Sie möchten Fahrerkarten und Tachographen smart auslesen? Das Auslesen im Netz der öffentlichen Tacho-Stationen kann von jedem Unternehmen genutzt werden. Es ist lediglich eine Anmeldung der Firma bei der DAKO GmbH oder einem Ihrer Partnerunternehmen erforderlich.

Wie kann ich die Fahrerkarte für 56 Tage auslesen?

Seit dem 31. Dezember 2024 müssen Berufskraftfahrer ihre Lenk-, Ruhe-, Arbeits- und Bereitschaftszeiten für die aktuellen 56 Tage (plus den aktuellen Tag) nachweisen können, was eine Verlängerung der bisherigen 28-Tage-Regelung darstellt. Neue Fahrerkarten speichern diese 56 Tage, aber auch ältere, noch gültige Karten mit 28-Tage-Speicher bleiben bis zum Ablaufdatum verwendbar, da sie bereits jetzt oft mehr als 28 Tage speichern, bis der Speicher voll ist. Der Arbeitgeber muss die Daten regelmäßig auslesen und mindestens ein Jahr archivieren, wobei die neuen 56 Tage die aktuelle gesetzliche Anforderung sind. 

Was kann die Bag während der Fahrt auslesen?

Durch das neue System kann der SKD bereits während der Fahrt Auffälligkeiten am Fahrzeug erkennen. Diese beinhalten z. B. die Vermessung der Höhe und Länge des Fahrzeugs, der Achs-, Rad- und Reifentemperaturen und die Auslesung des intelligenten Fahrtenschreibers oder des Kennzeichens.

Wie lange speichert ein Fahrtenschreiber die Daten?

Der digitale Fahrtenschreiber speichert Daten bei einem durchschnittlichen Betrieb für mindestens 365 Tage. Es speichert die exakte Geschwindigkeit für die letzten 24 Stunden tatsächlicher Fahrzeit.

Was dokumentiert der Fahrtenschreiber?

Fahrtenschreiber (Tachograf) werden in Fahrzeugen für Güter-und Personentransport integriert und dienen der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten, Bereitschaftszeiten und Arbeitsunterbrechungen des Fahrers. Zusätzlich werden Wegstrecke und die Geschwindigkeit protokolliert.

Wer kalibriert Fahrtenschreiber?

Die Einbauprüfung und Kalibrierung kann abweichend von Satz 1 auch durch einen hierfür anerkannten Fahrzeugimporteur durchgeführt werden. Die Einbauprüfung darf nur an einer Prüfstelle durchgeführt werden, die den in Anlage XVIIIb festgelegten Anforderungen entspricht.

Was ist ein intelligenter Fahrtenschreiber?

Der Smart-Tachograph oder auch intelligente Fahrtenschreiber ist eine neuere Version des digitalen Tachographen, dessen Einbau in jeden Bus oder Lkw seit Juni 2019 Pflicht ist. Mit Tachographen dieser Art werden Standortdaten über Satellitensysteme automatisch gespeichert und lassen sich Verstöße leichter entdecken.

Wann darf man mit Out of Scope fahren?

Sie dürfen den Tachographen auf "Out of Scope" stellen, wenn Sie Fahrten durchführen, die von den EU-Sozialvorschriften ausgenommen sind, z.B. auf privatem Betriebsgelände (Rangieren), mit Lkw unter 7,5 Tonnen für Privatfahrten (Umzug) oder bei speziellen Ausnahmen wie Katastrophenschutz oder Landwirtschaft, wobei es immer darauf ankommt, dass keine öffentliche Straße befahren wird und die Fahrt nicht unter die normalen Lenk- und Ruhezeiten fällt. Es bedeutet nicht automatisch, dass Sie die Fahrerkarte weglegen dürfen, nur dass die Fahrt nicht aufgezeichnet werden muss. 

Wie kann ich eine DDD-Datei öffnen?

Eine DDD-Datei ist meist ein Fahrtenschreiber-Datenfile aus dem LKW-Bereich, das spezielle Software zur Auswertung benötigt, wie z.B. TachoTorch oder Lösungen von FleetGO, um Lenkzeiten zu prüfen. Es gibt auch 3D-Modell-Dateien, die mit Viewern wie 3D-Tool geöffnet werden können. Für die LKW-Daten ist ein Kartenlesegerät und die Software nötig, um die Fahrerkarte auszulesen und die .ddd-Datei zu speichern und zu analysieren. 

Kann man die Fahrerkarte über Nacht stecken lassen?

Die Fahrerkarte über Nacht im Kontrollgerät stecken zu lassen, ist nicht empfehlenswert, da sie ein persönliches Dokument ist und gegen Missbrauch geschützt werden muss (z.B. durch einen fremden Fahrer). Es führt zu Lücken in der Aufzeichnung, die manuell nachgetragen werden müssen, was umständlich ist und bei Kontrollen zu Problemen führen kann, da eine im Gerät verbrachte Ruhezeit als verkürzte Wochenruhezeit gewertet werden kann. Es ist besser, die Karte zu entnehmen und die Ruhezeit manuell zu erfassen, um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten und Verstöße zu vermeiden. 

Welche Strafe droht, wenn ich die Fahrerkarte nicht auslesen kann?

Wer seine Fahrerkarte nicht rechtzeitig ausliest oder bereitstellt, riskiert empfindliche Strafen, die sich schnell summieren können: Für den Fahrer drohen Bußgelder von 75 € (Kontrolle verzögert) bis 250 € (Karte nicht vorgelegt), während der Unternehmer für die nicht erfolgte Archivierung sogar 750 € pro 24-Stunden-Zeitraum zahlen muss. Bei vorsätzlicher Manipulation können die Strafen noch höher ausfallen, bis hin zu Geld- oder sogar Freiheitsstrafen. 

Was darf die BAG alles kontrollieren?

Was wird überprüft?

  1. das Mitführen der nach dem Güterkraftverkehrsrecht vorgeschriebenen Dokumente und Nachweise.
  2. die ordnungsgemäße Nutzung der Fahrtenschreiber sowie die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten.
  3. bestimmte Vorschriften des Aufenthalts-, Arbeitsgenehmigungs- und Sozialversicherungsrechts.

Wird die Geschwindigkeit auf der Fahrerkarte gespeichert?

Diese Daten werden auf dem Tachographen sowie auf der eingelegten Fahrerkarte gespeichert. Die Geschwindigkeit der letzten 24 Stunden werden sogar in Sekundenschritten gespeichert, wohingegen Geschwindigkeitsüberschreitungen dauerhaft auf dem digitalen Tachographen hinterlegt werden.

Wie lange werden Vergehen auf der Fahrerkarte geahndet?

Verstöße auf der Fahrerkarte, wie Lenk- und Ruhezeiten-Verletzungen, werden durch Auslesen der Karte und des Massenspeichers (bis zu 365 Tage/länger je nach Gerät) geahndet und können hohe Bußgelder für Fahrer und Unternehmen nach sich ziehen; das Fahren ohne gültige Karte wird sogar mit hohen Bußgeldern (ab ca. 750 € pro Tag) bestraft, da dies eine Straftat (§ 21 StVG) sein kann, aber die Verfolgung von konkreten Verstößen hängt von den Auslesefristen ab, meist werden die Daten monatlich geprüft und Verstöße bis zu 28 Tage (bald länger) oder länger bei seltenen Fahrten verfolgt. 

Warum muss die Fahrerkarte ausgelesen werden?

Da die Speicherkapazität dabei begrenzt ist, werden bestehende Daten mit der Zeit überschrieben. Um dennoch sicherzustellen, dass die Informationen nicht verloren gehen, müssen Unternehmen die Fahrerkarte regelmäßig auslesen.

Wie lange muss man Fahrerdaten aufheben?

Wie lange muss ich als Unternehmer Daten über die Lenk- und Ruhezeiten meiner Fahrer aufbewahren? Die Schaublätter müssen Sie ein Jahr aufbewahren (§ 4 Abs. 3 Satz 7 Fahrpersonalgesetz). Die von den Fahrerkarten und den Massenspeichern kopierten Daten sind ab dem Zeitpunkt des Kopierens ein Jahr zu speichern (§ 4 Abs.

Wann muss die Fahrerkarte nicht gesteckt werden?

Man darf ohne Fahrerkarte fahren, wenn das Fahrzeug unter 3,5 t zGM ist (privat oder gewerblich, wenn nicht Haupttätigkeit), bei Handwerkerfahrten (bis 7,5 t, 100 km Radius, Werkzeuge/Material), Land-/Forstwirtschaft/Fischerei (100 km Radius), Pannenhilfe, oder bei Verlust/Defekt der Karte für max. 15 Tage (Ersatzantrag innerhalb 7 Tagen, Fahrten lückenlos manuell protokollieren). Auch im Linienverkehr (unter 50 km) oder auf Privatgelände (z.B. Rangieren) gilt die Ausnahme; der Tachograph muss auf „Out of Scope“ gestellt werden.
 

Wie kann ich meine Fahrerkarte mit der DAKO TachoStation auslesen?

Fahrerkarte auslesen

  1. Um Ihre Fahrerkarte auszulesen, stecken Sie diese in die dafür vorgesehene Öffnung an der rechten oberen Seite der TachoStation.
  2. Folgen Sie den interaktiven Anweisungen auf dem Touch-Display.

Was tun, wenn man die Fahrerkarte vergessen hat?

Der Verlust der Fahrerkarte ist der zuständigen Behörde des ausstellenden Staates, in dem Sie Ihren gewöhnlichen Wohnsitz haben, zu melden.

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