Wie bekomme ich ein Erstgespräch?
Gefragt von: Konstanze Simon | Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2026sternezahl: 4.4/5 (55 sternebewertungen)
Um ein Erstgespräch zu bekommen, kontaktieren Sie die Terminservicestelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117 (auch online unter 116117.de oder per App), die Ihnen innerhalb von vier Wochen einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde vermittelt. Alternativ rufen Sie direkt bei Psychotherapeut*innen an und fragen nach einem Termin für die Sprechstunde, nutzen die Online-Therapeutensuche, um Praxen zu finden, oder bitten Ihren Hausarzt um eine Überweisung, um einen Termin bei einem Facharzt zu erhalten.
Wie komme ich an ein psychologisches Erstgespräch?
Für einen Termin in einer Psychotherapie-Praxis rufen Sie die 116117 an oder vereinbaren Sie online einen Termin für eine Sprechstunde. Mit einem Vermittlungscode können Sie eine Akutbehandlung oder probatorische Sitzung mit anschließender Psychotherapie vereinbaren.
Wie viele psychologische Erstgespräche zahlt die Krankenkasse?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel bis zu fünf sogenannte probatorische Sitzungen (Erstgespräche) pro Krankheitsfall, die dazu dienen, Therapeut und Patient kennenzulernen und die Behandlung zu planen, wobei auch mehrere Therapeuten getestet werden können, ohne dass sofort eine Therapie beantragt werden muss. Diese Probesitzungen gehen der eigentlichen Kurz- oder Langzeittherapie voraus und werden vollständig von der Kasse bezahlt, oft auch in Kombination mit den ersten sechs Psychotherapeutischen Sprechstunden (je 25 Minuten) zur ersten Abklärung.
Wie schnell kommt ein Erstgespräch in der Psychotherapie?
Lange Wartezeiten auf den Beginn einer Psychotherapie sind für viele Patient*innen eine tagtägliche Realität. Die durchschnittliche Wartezeit vom Erstgespräch bis zum Therapiebeginn beträgt durchschnittlich 142,4 Tage.
Was sollte man dem Psychotherapeuten nicht sagen?
Man sollte dem Psychotherapeuten nichts verheimlichen, was die Therapie behindert, wie eigene Fehler, Überreaktionen oder Gefühle, die man als beschämend empfindet, denn gerade diese "negativen" Aspekte sind für Fortschritte entscheidend; es gibt kaum etwas, das man nicht sagen sollte, außer vielleicht banale Alltagsdetails, die keine tiefere Bedeutung haben, während der Therapeut umgekehrt keine unrealistischen Versprechungen machen oder das Vertrauen ausnutzen darf.
Psychotherapie: Wie finde ich schnell einen Therapieplatz?
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Was sind Fangfragen von einem Psychologen?
Manchmal hat der Gutachter den Eindruck, dass man sich eine Antwort gerade erst ausgedacht hat. Dann kann es sein, dass er diese Frage zu einem späteren Zeitpunkt, mit einem anderen Wortlaut, noch mal stellt. Erhält er nun eine andere Antwort, kommen Zweifel auf. Das könnte man dann als Fangfrage bezeichnen.
Was mögen Psychotherapeuten nicht?
Vor allem negative Gefühle (zum Beispiel Frustration, Enttäuschung) werden gegenüber den Patienten verschwiegen. Auch gaben viele Therapeuten es nicht offen zu, wenn sie etwas, das ein Patient erzählt hatte, vergaßen, oder wenn sie daran zweifelten, einem Patienten helfen zu können.
Was fragt ein Psychologe beim Erstgespräch?
Ein Psychologe fragt beim Erstgespräch nach Ihrem aktuellen Anliegen, Ihren Symptomen, der Entstehung der Probleme, bisherigen Bewältigungsversuchen und Ihren Zielen für die Therapie, um eine erste Einschätzung zu erhalten und die Rahmenbedingungen (Ablauf, Kosten, Methode) zu klären. Typische Fragen sind: "Wie geht es Ihnen?", "Was führt Sie her?", "Was haben Sie bisher versucht?", "Welche Ziele haben Sie?".
Was ist höher, Psychologe oder Psychotherapeut?
Viele Psychologen werden nach Ihrem Studium psychotherapeutisch tätig, entweder mit einer Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz oder mit entsprechender Weiterbildung als Psychologische Psychotherapeuten. Seit 2020 kann man mit einem Bachelor in Psychologie einen Master in Psychotherapie erwerben.
Wie fragt man nach einem Therapieplatz?
Wohin kann ich mich bei der Therapieplatz-Suche wenden?
- Suche über das Psychotherapeuten-Suchportal www.therapie.de.
- Anruf in einer psychotherapeutischen Praxis.
- Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV)
- Die eigene Hausärztin, den eigenen Hausarzt fragen.
Welche Krankenkasse unterstützt Psychotherapie?
Die gesetzliche Krankenversicherung. Psychotherapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, das heißt, die gesetzlichen Kassen übernehmen grundsätzlich die Kosten für eine Psychotherapie. Sie können direkt in die Sprechstunde einer Psychotherapeut*in gehen.
Wie viele Stunden Psychotherapie pro Woche?
Dies gilt ebenso für Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Ausbildungsinstitute und in bestimmten Fällen auch für er- mächtigte Ärzte. Umfang: Therapeuten haben pro Woche mindestens 100 Minu- ten für Sprechstunden zur Verfügung zu stellen, bei hälftigem Versorgungsauftrag mindestens 50.
Für wen ist eine Psychotherapie geeignet?
Entscheidend ist, dass eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegt. Die Indikation für die Psychotherapie ist umfassender als vielfach angenommen. Dazu gehören einerseits psychische Erkrankungen und Störungen wie etwa Ängste, Zwänge, Phobien, Essstörungen und Depressionen.
Woher weiß ich, ob ich eine Psychotherapie brauche?
Eine Psychotherapie kann notwendig sein, wenn Gedanken, Gefühle und Verhalten Ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Die Beeinträchtigung kann direkt durch die Symptome der Störung, zum Beispiel durch gedrückte Stimmung oder Antriebsminderung, entstehen oder durch die Folgen der psychischen Störung.
Welche Fragen sollte man bei einem Beratungsgespräch mit einem Therapeuten stellen?
Scheuen Sie sich nicht , nach ihren Qualifikationen, ihrer Ausbildung, ihrer Erfahrung, ihren Spezialgebieten und ihren Lizenzen zu fragen, um sicherzustellen, dass sie die richtige Wahl sind. Gängige Qualifikationen sind beispielsweise die Approbation als Ehe- und Familientherapeut/in, als klinische/r Sozialarbeiter/in oder als professionelle/r Berater/in.
Was sind die 3 Cs in der Therapie?
Manche Klienten kennen möglicherweise die „3 Cs“, ein formalisiertes Verfahren zur Anwendung der beiden oben genannten Techniken ( Erkennen, Überprüfen, Verändern ). Falls ja, üben Sie mit ihnen und ermutigen Sie sie, die 3 Cs auf selbststigmatisierende Gedanken anzuwenden.
Wann geht man zum Psychologen und wann zum Psychiater?
Sie sollten den Psychiater einem Psychologen vorziehen, wenn es um die Behandlung eines seelischen Leidens geht und Sie konkrete Hilfe benötigen. Ein Besuch beim Psychiater ist beispielsweise bei folgenden Erkrankungen oder Symptomen eine gute Idee: Angstzustände. Depressionen.
Was macht ein Psychologe bei Depressionen?
Ein Psychologe hilft bei Depressionen, indem er durch Gespräche und spezifische Methoden (wie die kognitive Verhaltenstherapie) die Ursachen erforscht, negative Denkmuster und Verhaltensweisen erkennt und verändert, die Lebensqualität verbessert und Bewältigungsstrategien vermittelt, um Rückfälle zu verhindern, oft in Kombination mit medikamentöser Behandlung.
Wer steht über einem Psychologen?
Psychiater. Psychiater sind approbierte Ärzte mit abgeschlossener psychiatrischer Facharztausbildung. Sie können psychische Erkrankungen diagnostizieren, Medikamente verschreiben und deren Wirkung überwachen sowie Therapien anbieten.
Was ist das Therapiespiel „20 Fragen“?
20 Fragen: Dieses klassische Spiel hilft Ihnen und Ihrem Klienten, sich etwas auszudenken (z. B. Ort, Gegenstand, Tier), und Sie stellen Fragen, um zu erraten, woran Sie denken .
Was sind die 5 Ps der Therapie?
Eine der am häufigsten verwendeten Formulierungen in der klinischen Psychologie ist das „5 Ps“-Modell, das sich auf prädisponierende Faktoren, Schutzfaktoren, auslösende Faktoren, präsentierende Probleme und aufrechterhaltende Faktoren konzentriert.
Was ist ein Erstgespräch mit einem Therapeuten?
Die meisten Therapeuten bieten vor der ersten Sitzung ein Vorgespräch an. So können Sie als potenzieller Klient mehr Informationen über den Therapeuten und seine Praxis sammeln . Gleichzeitig kann der Therapeut so einschätzen, ob er Ihnen helfen kann.
Welche Nachteile hat Psychotherapie?
Nachteile der Psychotherapie umfassen Zeit- und Energieaufwand, anfängliche Verschlechterung der Symptome durch Auseinandersetzung mit belastenden Themen, mögliche Konflikte im Umfeld durch Verhaltensänderungen, lange Wartelisten, Kosten, die Gefahr einer falschen Erwartungshaltung oder Abhängigkeit vom Therapeuten sowie berufliche Nachteile in bestimmten Berufen.
Worüber sollten Sie mit Ihrem Therapeuten nicht sprechen?
Zu den wenigen Dingen, die Sie Ihrem Therapeuten besser nicht erzählen sollten, gehören die alltäglichen Details Ihres Tages . Vermeiden Sie Themen, die Ihnen keine großen Gefühle oder tiefgründigen Gedanken bereiten, und Gesprächsthemen, mit denen Sie andere in ungezwungenen Situationen beruhigen.
Wie erkenne ich einen guten Psychotherapeuten?
Ein guter Psychotherapeut zeichnet sich durch Empathie, Vertrauen aufbauende Fähigkeiten, eine klare Struktur mit Zielen und Transparenz aus, schafft eine sichere Umgebung, in der sich Patienten öffnen können, nimmt den Patienten ernst (auf Augenhöhe) und konzentriert sich auf seine Stärken und Ressourcen, nicht nur auf die Probleme. Wichtig ist auch eine gute Balance zwischen Nähe und professioneller Distanz und die Bereitschaft, bei Bedarf an Kollegen zu verweisen.
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