Zum Inhalt springen

Wer zahlt Grundsteuer bei Zweifamilienhaus?

Gefragt von: Hilda Fritsch  |  Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2026
sternezahl: 5/5 (59 sternebewertungen)

Die Grundsteuer muss grundsätzlich der im Grundbuch eingetragene Eigentümer der Immobilie bezahlen.

Ist die Grundsteuer für ein Zweifamilienhaus höher als für ein Einfamilienhaus?

Danach richtet sich die Grundsteuermesszahl, welche maßgeblich für die Höhe der zu zahlenden Grundsteuer ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Einfamilienhaus, um ein Zweifamilienhaus oder um ein Reihenhaus handelt, solange das Objekt Wohnzwecken dient.

Wer muss die Grundsteuer bei zwei Eigentümern zahlen?

Besitzen mehrere Personen gemeinsam ein Grundstück, sind folglich auch alle gemeinsam für die Grundsteuer verantwortlich. Das bedeutet, dass grundsätzlich jede/r Eigentümer/-in die gesamte Grundsteuer schuldet. Das heißt aber nicht, dass jede/r Eigentümer/-in den vollen Betrag zahlen muss.

Bin ich als Mieter verpflichtet, Grundsteuer zu zahlen?

Darf die Grundsteuer auf Mieter umgelegt werden? Ja, die Grundsteuer gehört zu den umlagefähigen Betriebskosten (§ 556 Abs. 1 BGB).

Wer muss die Grundsteuer bei mehreren Eigentümern bezahlen?

Gibt es mehrere Eigentümer, also mehrere Gesamtschuldner, muss nur ein Eigentümer die gesamte Steuer bezahlen. Wenn ein Miteigentümer die gesamte Grundsteuer entrichtet hat, müssen die anderen Miteigentümer nichts mehr zahlen.

Property tax reform in euros and cents: How do I calculate the new property tax in Hesse?

24 verwandte Fragen gefunden

Wie wird die Grundsteuer bei Teileigentum berechnet?

In Bezug auf die Grundsteuer bedeutet Teileigentum, dass jeder Teileigentümer einen Anteil an den Kosten der Grundsteuer zu tragen hat, der proportional zu seinem Eigentumsanteil berechnet wird. Diese Aufteilung kann im Grundbuch oder in einer Vereinbarung zwischen den Teileigentümern festgelegt werden.

Hat das Alter des Hauses Einfluss auf die Grundsteuer?

Das Baujahr eines Gebäudes hat direkten Einfluss auf die Ermittlung des Einheitswerts, welcher wiederum die Grundlage für die Grundsteuermesszahl und somit für die gesamte Grundsteuerbelastung bildet.

Welche Kosten dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden?

Auf Mieter dürfen grundsätzlich Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Reparaturkosten sowie Verwaltungskosten nicht umgelegt werden; das beinhaltet Kosten für Dachreparaturen, neue Fenster, Heizungsaustausch, Bankgebühren, Hausverwaltung, Steuerberatung, Rechtsschutz- und Mietausfallversicherungen sowie die Erstellung der Nebenkostenabrechnung. Auch Kosten für Modernisierungen oder grundlegende Instandsetzungen (z.B. Fassadenanstrich) sind nur durch eine separate Mieterhöhung (§ 559 BGB) möglich, nicht als Nebenkosten. Seit dem 1. Juli 2024 dürfen Kabelgebühren ebenfalls nicht mehr umgelegt werden. 

Wie kann ich die Grundsteuer auf meinen Mieter umlegen?

Die Grundsteuer gehört zu den umlagefähigen Betriebskosten und kann vom Vermieter über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden. Die Umlage der Betriebskosten – inklusive Grundsteuer – muss ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart sein.

Wer zahlt Grundsteuer bis zum Grundbucheintrag?

Bei einem Eigentumswechsel ist der bisherige Eigentümer so lange verpflichtet Grundsteuer zu zahlen, bis die steuerliche Zurechnung durch das Finanzamt auf einen neuen Eigentümer erfolgt. Die Zurechnung geschieht frühestens zum 1.1. des auf den Eigentumsübergang folgenden Jahres.

Kann der Vermieter die Grundsteuer an den Mieter weitergeben?

Die Grundsteuer ist grundsätzlich umlagefähig und kann somit über die Nebenkosten an die Mieter:innen weitergegeben werden.

Was ist der Unterschied zwischen Eigentümer und Miteigentümer?

Der Begriff Miteigentum beschreibt anteiliges Eigentum mehrerer Personen an einer Sache oder einem Recht – gibt es also mehrere Eigentümer an einer Immobilie, wird jeder einzelne von ihnen als Miteigentümer bezeichnet.

Wer zahlt die Grundsteuer für ein Mehrfamilienhaus?

Die Grundsteuer geht uns alle an. Sie ist von den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern zu zahlen und aufgrund eines Bundesgesetzes auch auf Mieterinnen und Mieter umlegbar. Die Grundsteuer ist für Hamburg unverzichtbar, um öffentliche Aufgaben finanzieren zu können.

Ist ein Haus mit 2 Wohnungen ein Zweifamilienhaus?

Die beiden Hausarten werden per Definition nicht anhand ihrer Größe oder Form, sondern hinsichtlich der Nutzung unterschieden. Ein Zweifamilienhaus ist für zwei Familien gedacht, es bietet daher maximal zwei separate Wohneinheiten. Ein Mehrfamilienhaus hingegen bietet mindestens drei voneinander getrennte Wohnungen.

Wie viel Grundsteuer zahle ich für 100 Quadratmeter?

Die Basiswerte für die Grundsteuer ermitteln: Pro Quadratmeter Wohnfläche werden 50 Cent berechnet. (bei einem 100 m² großem Haus also 50 Euro). Und pro Quadratmeter Grundstücksfläche 4 Cent (bei 1000 m² also 40 Euro).

Ist ein Zweifamilienhaus in der Regel mehr wert als ein Einfamilienhaus?

Ein Einfamilienhaus ist in der Regel günstiger als ein Zweifamilienhaus, da es nur eine Wohneinheit gibt. Die Kosten für den Kaufpreis, die Renovierung und die Instandhaltung sind somit niedriger.

Kann die Grundsteuer zu 100% auf den Mieter umgelegt werden?

Die Grundsteuer gehört zu den umlegbaren Betriebskosten und kann zu 100 % auf die Mieter:in umgelegt werden. Die Umlage erfolgt anhand eines entsprechenden Verteilerschlüssels. Für eine Umlage ist es dringend notwendig, dies entsprechend im Mietvertrag festzuhalten bzw.

Kann man Grundsteuer und Gebäudeversicherung auf Mieter umlegen?

In den Nebenkosten darf die Gebäudeversicherung also angesetzt werden; sie gehört damit zu den sogenannten umlagefähigen Kosten. Neben der Gebäudeversicherung zählen auch eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sowie eine Öltank- und die Glasversicherung zu den umlagefähigen Versicherungen.

Wie viel Grundsteuer muss ich als Mieter bezahlen?

Grundsteuer auf Mieter umlegen – ein Beispiel

Ein Haus mit fünf Wohnparteien umfasst insgesamt 500 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungen sind unterschiedlich groß, von 45 bis 200 Quadratmeter Wohnfläche. Auf den Mieter der 1-Zimmer-Wohnung können also neun Prozent der Grundsteuerschuld umgelegt werden.

Was darf der Vermieter nicht in Rechnung stellen?

Auf Mieter dürfen grundsätzlich Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Reparaturkosten sowie Verwaltungskosten nicht umgelegt werden; das beinhaltet Kosten für Dachreparaturen, neue Fenster, Heizungsaustausch, Bankgebühren, Hausverwaltung, Steuerberatung, Rechtsschutz- und Mietausfallversicherungen sowie die Erstellung der Nebenkostenabrechnung. Auch Kosten für Modernisierungen oder grundlegende Instandsetzungen (z.B. Fassadenanstrich) sind nur durch eine separate Mieterhöhung (§ 559 BGB) möglich, nicht als Nebenkosten. Seit dem 1. Juli 2024 dürfen Kabelgebühren ebenfalls nicht mehr umgelegt werden. 

Kann ein Vermieter Anwaltskosten auf den Mieter umlegen?

Rechts- und Beratungskosten: Kosten für Rechtsberatung, Anwaltskosten oder Gerichtskosten kann der Vermieter nicht auf den Mieter umlegen. Kosten für die Durchführung von Eigenleistungen: Wenn der Vermieter selbst Arbeiten am Gebäude durchführt, können die Kosten dafür nicht auf den Mieter umgelegt werden.

Welche Betriebskosten zahlt der Mieter nicht?

Nicht umlagefähige Nebenkosten sind alle Ausgaben des Vermieters, die nicht direkt mit der Bewirtschaftung und Nutzung der Mietsache zusammenhängen, wie Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Verwaltungskosten (z. B. Bankgebühren, Hausverwaltung), Kosten für Leerstand, Rücklagen und einmalige Investitionen (z. B. Einbau von Rauchmeldern). Diese Kosten trägt der Vermieter selbst, da sie nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen. 

Ist die Grundsteuer für ein Zweifamilienhaus höher?

Bei Einfamilienhäusern beträgt sie aktuell zwischen 2,6 und 10 Promille (0,26 bis 1 Prozent), bei Zweifamilienhäusern zwischen 3,1 und 10 Promille (0,31 bis 1 Prozent).

Ist es in Ordnung, ein 100 Jahre altes Haus zu kaufen?

Es kommt auf Ihre Prioritäten, Ihr Budget und Ihre Bereitschaft an, in Instandhaltung und mögliche Renovierungen zu investieren. Ein 100 Jahre altes Haus – oder sogar ein noch älteres – muss nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein . Viele dieser Immobilien wurden liebevoll gepflegt und sogar mit modernen Annehmlichkeiten ausgestattet, wobei ihr ursprünglicher Charme erhalten blieb.

Für wen wird Grundsteuer teurer?

Mit Inkrafttreten der Grundsteuerreform ab 2025 gilt für alle bebauten und unbebauten Grundstücke eine Grundsteuermesszahl von 0,34 ‰, Eine Ausnahme bilden Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum - hier beträgt die einheitliche Grundsteuermesszahl 0,31 ‰.