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Wer zahlt den Strom für Elektroautos?

Gefragt von: Jens Moritz B.Eng.  |  Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026
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Den Strom für Elektroautos zahlt grundsätzlich der Fahrzeughalter, entweder über den normalen Haushaltsstromtarif zu Hause, der je nach Anbieter und Tarif variiert, oder über unterschiedliche Tarife an öffentlichen Ladesäulen (AC-Laden günstiger, DC-Schnellladen teurer). Bei Firmenwagen übernimmt der Arbeitgeber oft die Kosten, entweder direkt, steuerfrei per Pauschale oder durch eine genaue Abrechnung der Ladevorgänge.

Wie wird der Strom für Elektroautos abgerechnet?

Pauschale Abrechnung.

Die erste Möglichkeit ist eine pauschale Abrechnung der Stromkosten. Das bedeutet, dass Sie dem Arbeitnehmer monatlich eine Pauschale zahlen, die bis zu einer gewissen Höhe steuerfrei ist. Bei einem E-Auto sind das 70 Euro im Monat, wenn am Arbeitsplatz keine Lademöglichkeit besteht.

Wie hoch ist die Stromkostenpauschale für ein Elektroauto?

Ab 2026 fallen die alten Ladepauschalen für E-Dienstwagen weg und werden durch neue Regeln ersetzt: Arbeitgeber können entweder die tatsächlichen Stromkosten (mit Nachweis über Zähler) erstatten oder eine neue, vom BMF festgelegte Strompreispauschale zahlen, die 34 Cent/kWh beträgt und eine genaue Verbrauchsaufzeichnung erfordert, was zu einem höheren Dokumentationsaufwand, aber auch zu größeren Erstattungen führen kann, da die Pauschalen von 70 € (E-Auto) und 30 € (E-Auto mit Lademöglichkeit am Arbeitsplatz) entfallen sind.
 

Ist Strom für Elektroautos kostenlos?

Die Stromkosten bei einem Elektroauto

Zuhause laden Sie Ihr E-Auto zum Preis Ihres Stromtarifs. Folglich kostet der Strom für ein Elektroauto durchschnittlich rund 33,5 Cent pro kWh (lt. Verivox Stand 11/2025).

Wie hoch ist der Auslagenersatz für Elektrofahrzeuge?

Arbeitgeber können Arbeitnehmern, die ein Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug als Firmenwagen auch privat nutzen und die Stromkosten ganz oder teilweise selbst tragen, einen steuer- und sozialversicherungsfreien Auslagenersatz gewähren (§ 3 Nr. 50 EStG). Zur Vereinfachung gelten bis Ende 2025 monatliche Pauschalen.

Elektroautos für Einsteiger 4 – Wie bezahlt man den Strom?

45 verwandte Fragen gefunden

Warum kauft niemand gebrauchte E-Autos?

Kaum jemand kauft gebrauchte E-Autos wegen großer Unsicherheiten: Hauptgründe sind Sorgen um die Batteriegesundheit und Reichweite, eine schlechte Ladeinfrastruktur, hohe Preise (oft nur wenig günstiger als Neuwagen) und der schnelle Wertverlust, was zu Misstrauen gegenüber der Technologie führt. Es fehlen verlässliche Erfahrungswerte zur Langzeit-Haltbarkeit des Akkus, und die Angst vor teuren Reparaturen oder Austauschkosten ist groß. 

Wie hoch ist die Ladestrompauschale im Jahr 2025?

Die bisher geltenden Pauschalen für Ladestrom werden zum 31. Dezember 2025 ersatzlos gestrichen.

Warum haben Elektrofahrzeuge keine Zukunft?

Kritiker argumentieren, Elektroautos (E-Autos) hätten keine Zukunft wegen hoher Anschaffungskosten, begrenzter Reichweite, unzureichender Ladeinfrastruktur, Rohstoffproblemen (Batterien) und der Belastung der Stromnetze, wobei Befürworter dagegenhalten, dass Technologie, Infrastruktur und Kosten sich verbessern und E-Autos mit erneuerbarem Strom eine bessere Ökobilanz haben, aber es gibt weiterhin Bedenken hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Netzstabilität. 

Warum ist Strom für Elektroautos so teuer?

Der Gleichrichter zum Umwandeln des Wechselstroms in Gleichstrom ist hier direkt in der Ladestation verbaut und wird mit höherer Leistung gespeist. Deswegen erfolgt das Aufladen des Akkus des Elektroautos schneller und daher rühren auch die höheren Ladestrom Preise.

Wie teuer sind 100 km mit dem E-Auto?

Die Kosten pro 100 km für ein Elektroauto liegen je nach Strompreis und Ladeort typischerweise zwischen ca. 4,50 € (günstig zuhause) und 12 € (Schnelllader/Autobahn), bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 15-20 kWh/100 km und Strompreisen von 30-60 Cent/kWh; mit eigenem Solarstrom sind es sogar unter 4 €. 

Ist Strom tanken billiger als Benzin?

Generell ist Strom günstiger als Benzin für die Fortbewegung, insbesondere wenn Sie zu Hause mit günstigen Tarifen oder eigener Solaranlage laden können, was die Kosten pro 100 km deutlich senkt. Während Benzinautos deutlich höhere Kraftstoffkosten verursachen, haben E-Autos im Betrieb oft niedrigere Ausgaben für Wartung und Steuern, auch wenn die Anschaffung teurer sein kann und das Laden an öffentlichen Schnellladesäulen teurer wird. 

Was kostet eine Ladung E-Auto zuhause?

Eine Vollladung zu Hause kostet im Schnitt zwischen 10 € und 20 €, je nach Strompreis und Akkugröße. An öffentlichen AC-Ladesäulen liegen die Preise meist bei 40 bis 60 Cent/kWh. Schnellladen (DC) kostet häufig 60 bis 85 Cent/kWh. Bei einigen Supermärkten oder beim Arbeitgeber ist oft auch kostenloses Laden möglich.

Für wen rechnet sich ein Elektroauto?

Elektroautos können sich sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer rechnen. Neben der Kaufprämie bei der Anschaffung der Fahrzeuge sind zudem die steuerlichen Vorteile attraktiv.

Wie bezahlt man den Strom für E-Autos?

Die gängigsten Bezahlmethoden bei Ladesäulenbetreibern sind Kartenzahlung und App-Zahlungen. Die Ladekarte erhalten Sie von dem Elektromobilitäts-Anbieter Ihrer Wahl. Sie enthält einen sogenannten RFID-Chip, der eine kartenbasierte Kostenerfassung ermöglicht. Die Karte halten Sie einfach an die Ladesäule, um zu zahlen.

Ist eine Wallbox für E-Autos einem Arbeitnehmer überlassen?

Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten und schenkt seinem Mitarbeiter eine Wallbox inklusive Installation, wird dies steuerrechtlich als zusätzlicher Arbeitslohn gewertet. Wie beim Dienstwagen auch müssen die Kosten der Wallbox als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Warum kauft keiner gebrauchte E-Autos?

Kaum jemand kauft gebrauchte E-Autos wegen großer Unsicherheiten: Hauptgründe sind Sorgen um die Batteriegesundheit und Reichweite, eine schlechte Ladeinfrastruktur, hohe Preise (oft nur wenig günstiger als Neuwagen) und der schnelle Wertverlust, was zu Misstrauen gegenüber der Technologie führt. Es fehlen verlässliche Erfahrungswerte zur Langzeit-Haltbarkeit des Akkus, und die Angst vor teuren Reparaturen oder Austauschkosten ist groß. 

Warum sind Elektroautos so viel teurer als Verbrenner?

Wichtige Gründe hierfür sind die Rohstoffe, die in der Batterie verwendet werden, sowie kostenintensive Techniken in der Batterieherstellung.

Was ist billiger, tanken oder laden?

Tanken ist teurer - vor allem mit Benzin

So rechnet man hier mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,7 l/100 km. Beim Literpreis von aktuell 1,82 Euro summiert sich das bei jährlichen 11.000 Kilometer auf rund 1.542 Euro Tankkosten.

Was kosten 100 Kilometer mit dem Elektroauto Ende 2025 wirklich?

Ende 2025 kosten 100 Kilometer mit dem E-Auto je nach Lademethode meist zwischen 5 und 10 Euro beim Laden zuhause (bei ~30-40 Cent/kWh), aber auch 10 bis 16 Euro (oder mehr) an teuren Schnellladesäulen, wobei die Kosten stark vom Verbrauch (15-20 kWh/100km) und Strompreis abhängen und E-Autos oft günstiger bleiben als Verbrenner. Effiziente Modelle (z.B. Tesla Model 3) sind bei 36 Cent/kWh schon für ca. 6 €/100km zu haben, während große Modelle mit Schnellladen schnell zweistellige Beträge erreichen können. 

Warum sind Elektroautos nicht umweltfreundlich?

Grund dafür sind die energieintensiven Verfahren zur Herstellung der in Elektroautos verwendeten Lithium-Ionen-Batterien. Es braucht dafür grosse Strommengen. Stellt man Produktion und Betrieb einander gegenüber, schneiden Verbrennungs- und Elektromotor aus ökologischer Sicht also je einmal besser und schlechter ab.

Wie lange darf man Benziner noch fahren?

Sie dürfen Benziner auch nach dem EU-weiten Verbot für Neuzulassungen ab 2035 weiterhin fahren, da es sich nur um ein Verbot für neue Verbrenner-Fahrzeuge handelt. Das bedeutet, alle bereits zugelassenen Benziner dürfen nach 2035 noch gefahren, verkauft und auf dem Gebrauchtwagenmarkt gehandelt werden. Es gibt derzeit kein konkretes Datum, ab dem der Betrieb von Bestandsfahrzeugen untersagt wird.
 

Warum sollte man ein Elektroauto nur bis 80 Prozent laden?

E-Autos lädt man meist nur bis 80 %, um die Batterie zu schonen und ihre Lebensdauer zu verlängern, da hohe Ladezustände (nahe 100 %) die Lithium-Ionen-Zellen stressen und die chemische Alterung beschleunigen; zudem wird der Ladevorgang ab 80 % deutlich langsamer, was die letzten 20 % unverhältnismäßig lange dauern lässt und für den Alltag unnötig ist. Für die meisten Fahrten reichen 80 % völlig aus, während man für lange Strecken bei Bedarf auch auf 100 % laden kann, aber den Akku dann nicht lange so stehen lassen sollte.
 

Wird es 2026 eine E-Auto-Prämie geben?

Ja, es wird 2026 eine neue E-Auto-Prämie geben, die ab dem 1. Januar starten soll und sich auf bis zu 5.000 Euro für E-Autos und Plug-in-Hybride konzentriert, primär für Haushalte mit niedrigerem bis mittlerem Einkommen gedacht, wobei auch Förderungen für Familien und niedrige Einkommen geplant sind, Details aber noch finalisiert werden müssen.
 

Was kostet 1 kW Strom auf der Autobahn?

1 kWh kostet an öffentlichen Ladesäulen in Deutschland zwischen 50 Cent und 60 Cent pro kWh. Die Kosten für das Laden Ihres Fahrzeugs variieren je nach Art des Ladepunkts.

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