Wer zahlt bei Unfall mit Anhänger?
Gefragt von: Tanja Kohl-Schubert | Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026sternezahl: 4.3/5 (75 sternebewertungen)
Bei einem Unfall mit Anhänger zahlt in der Regel die Kfz-Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeugs, da sie Schäden im fließenden Verkehr abdeckt; die Anhängerversicherung springt ein, wenn der Schaden durch den Anhänger selbst verursacht wurde (z.B. durch einen geplatzten Reifen, eine gelöste Bremse bei abgekoppeltem Anhänger) oder der Anhänger eine "gefahrerhöhende Wirkung" hatte, während die Versicherungen bei gemischter Verursachung oft als Gesamtschuldner agieren.
Wer zahlt bei einem Schäden mit Anhänger?
Wer bei einem Unfall mit Anhänger zahlt, hat der Gesetzgeber 2020 im Zuge einer Gesetzesreform klar geregelt: Verursacht ein Pkw mit Anhänger einen Unfall, leistet die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs.
Ist ein Anhänger mit dem Auto versichert?
Über das Zugfahrzeug sind Anhänger nur im fließenden Straßenverkehr mitversichert. Den Schaden, den ein Fahrer mit Anhänger bei einem Unfall an Dritten verursacht, übernimmt die Haftpflicht seiner Kfz-Versicherung. Bei einem Unfall im ruhenden Verkehr haftet die Anhängerversicherung.
Wer haftet bei Unfall, Fahrer oder Halter?
Bei einem Unfall haften in Deutschland grundsätzlich sowohl der Fahrer als auch der Fahrzeughalter, da beide für Schäden durch den Betrieb eines Fahrzeugs verantwortlich sind (§ 7 StVG) – der Fahrer wegen seines Fehlverhaltens, der Halter wegen der sogenannten Gefährdungshaftung (wenn er das Fahrzeug überlässt, ohne auf Eignung zu achten). Der Halter haftet primär über seine Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden Dritter, während der Fahrer bei Verschulden auch persönlich haftbar gemacht werden kann, insbesondere bei Verstößen. Bei einer „Schwarzfahrt“ (ohne Wissen des Halters) haftet nur der Fahrer.
Wer zahlt den Schäden am geliehenen Anhänger?
Bei Schäden am geliehenen Anhänger zahlt meist die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs bei einem Unfall, da die Haftung beim Zugfahrzeug liegt. Bei selbst verursachten Schäden oder anderen Problemen hängt die Haftung vom Vertrag (Leihe vs. Miete) ab: Bei Miete haftet der Vermieter für Mängel (z.B. defekte Teile), bei Leihe haftet der Verleiher nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Private Haftpflichtversicherungen decken Schäden an geliehenen Sachen oft nicht ab, aber manche haben Klauseln dafür.
Versicherung für Gespanne - Welche Versicherung wann zahlt
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Ist mein Anhänger versichert, wenn ich es verleihe?
Versicherung für Anhänger mit Vermietung. Die Versicherungspflicht gilt, wie für fast jedes Kfz, auch für Anhänger mit Vermietung. Allerdings, anders als bei privat genutzten PKW´s, gibt es für die Versicherer keinen Zwang hier eine Kfz-Haftpflichtversicherung anbieten zu müssen.
Wer zahlt, wenn ich ein geliehenes Auto beschädige?
Bei Schäden am geliehenen Auto zahlt grundsätzlich der Verursacher, aber die Absicherung hängt stark von den Versicherungen des Halters ab: Die Kfz-Haftpflicht des Halters deckt Schäden an Dritten, während der Halter für Schäden am eigenen Wagen eine Kaskoversicherung benötigt, die auch einen Fahrer wie Sie (als berechtigter Fahrer) absichert, oft mit Selbstbeteiligung und Rückstufung der Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse). Ihre Private Haftpflichtversicherung zahlt meist nicht bei Schäden am Fahrzeug selbst, kann aber bei manchen Policen Schäden am geliehenen Auto abdecken, falls der Halter eine Rückstufung erleidet (z.B. die VHV).
Sind Halter und Fahrer Gesamtschuldner?
Die betroffenen Fahrzeughalter haften insoweit im Außenverhältnis als Gesamtschuldner. Dies gilt sowohl für die Halterhaftung nach § 7 Abs. 1 StVG wie auch die Fahrerhaftung nach § 18 Abs. 1 und 2 StVG.
Wer haftet für Parkverstöße in Deutschland, der Fahrer oder der Halter?
Grundsätzlich haftet in Deutschland nicht der Halter eines Fahrzeugs für Verkehrsverstöße, sondern der eigentliche Fahrer.
Ist der Halter verpflichtet, den Fahrer zu nennen?
Ja, als Fahrzeughalter müssen Sie grundsätzlich den Fahrer angeben, wenn Sie einen Anhörungsbogen erhalten, da Sie verpflichtet sind, zur Aufklärung mitzuwirken; Ausnahmen bestehen nur bei nahen Angehörigen (Zeugnisverweigerungsrecht), wobei Sie bei Nichtbenennung eine Fahrtenbuchauflage oder andere Konsequenzen riskieren, aber niemals falsche Angaben machen dürfen, da dies strafbar ist.
Ist ein Pkw-Anhänger vollkaskoversichert?
Eine Vollkasko-Versicherung für Ihren PKW-Anhänger deckt zusätzlich zur gesetzlichen Haftpflicht und optionalen Teilkasko auch selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Anhänger sowie Schäden durch Vandalismus (mutwillige Beschädigung) ab, was sie besonders umfassend macht, aber oft nur über den direkten Kontakt zum Versicherer (nicht online) abschließbar ist. Die Kosten sind meist überschaubar, oft ab ca. 100 € pro Jahr, und sie beinhaltet alle Leistungen der Teilkasko (Diebstahl, Hagel etc.).
Was deckt die Teilkasko bei Anhänger ab?
Die Teilkasko sichert Sie zum Beispiel gegen Schäden durch Diebstahl, Sturm- und Hagelschaden oder Glasbruch ab – die Vollkasko wiederum übernimmt die Kosten für Schäden an Ihrem Anhänger, die Sie selbst verursacht haben.
Was zahlt die gegnerische Versicherung bei Unfall?
Bei einem unverschuldeten Unfall zahlt die gegnerische Versicherung alle Kosten, die durch den Schaden entstehen, darunter Reparaturkosten (bis 130 % des Wiederbeschaffungswerts bei Totalschaden), Sachverständigenkosten, Wertminderung, Nutzungsausfallentschädigung (oder Mietwagenkosten), Anwaltskosten, Abschleppkosten und eine Unkostenpauschale. Es gilt: Je unschuldiger Sie sind, desto mehr muss die gegnerische Kfz-Haftpflicht zahlen.
Ist ein Auto mit Anhänger versichert?
Wenn Sie ein Auto auf dem Anhänger transportieren, übernimmt die Versicherung keine Schäden, die während der Fahrt am Pkw entstehen. Befördern Sie zum Beispiel Ihren historischen VW Käfer mit H-Kennzeichen zu einer Rallye, müssen Sie auch den Oldtimer versichern.
Hat man bei Vollkasko einen Unfall frei?
Die Vollkaskoversicherung erklärt
Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Versicherung für Ihr Fahrzeug. Sie deckt alle Leistungen der Teilkasko ab. Zusätzlich sind Schäden am Fahrzeug durch einen selbst verschuldeten Unfall sowie Vandalismus versichert.
Welche Regelung zur Haftung im Schadensfall?
Schadensersatzpflicht. § 823 BGB ist die Grundnorm des Haftungsrechtes. Sie regelt, was jeder weiß: „Wer einen anderen schädigt, muss zahlen“.
Wer haftet bei einem Unfall, Halter oder Fahrer?
Der Halter oder die Halterin haftet für alles, was sein oder ihr Fahrzeug betrifft – auch für Unfälle oder Verkehrsvergehen, selbst wenn er oder sie nicht am Steuer sitzt. Das kann ihn Punkte in Flensburg kosten und sich auf den Versicherungsbeitrag auswirken.
Wer bekommt die Strafe, Fahrer oder Halter?
In Deutschland gilt die Fahrerhaftung. Dies bedeutet, dass in den meisten Fällen der Fahrer für die Ordnungswidrigkeit belangt wird und nicht der Halter. Nur bei wenigen Verstößen gilt die Halterhaftung und das Bußgeld geht auch auf dem Halter über.
In welchen Ländern gilt die Halterhaftung?
In Deutschland unterscheiden sich die Gesetze von denen des europäischen Auslandes. So gibt es in Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden eine grundsätzliche Halterhaftung. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Blitzer in diesen Ländern das Heck des Fahrzeugs erfassen. Es ist unerheblich, wer gefahren ist.
Was passiert, wenn ein nicht eingetragener Fahrer einen Unfall hat?
Wenn ein nicht eingetragener Fahrer einen Unfall verursacht, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters zwar meist den Schaden Dritter, aber es drohen dem Fahrzeughalter erhebliche Konsequenzen wie Beitragsnachforderungen, Vertragsstrafen und Kündigung, da er seine Obliegenheitspflicht verletzt hat; der nicht eingetragene Fahrer selbst kann ebenfalls belangt werden, besonders wenn es sich um einen Notfall handelte, was einen Strafrahmen bis zu 5000 Euro für Regressforderungen bedeuten kann.
Wer wird bei Unfall hochgestuft, Fahrer oder Halter?
Grundsätzlich gilt bezüglich der Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse), dass, je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs ist und er keinen Schaden am Auto meldet, dieser immer höher eingestuft wird. Im deutschen System der Versicherungen ist die SF-Klasse 35 die beste, während Fahranfänger in der Klasse 0 beginnen.
Kann der Halter gegen den Fahrer Regress nehmen?
Kann die Versicherung den Fahrer oder Halter in Regress nehmen? Bei vorsätzlicher Fahrerflucht kann der Versicherer vom Fahrer bis zu 5.000 Euro zurückfordern. Der Halter muss nur dann mit Regress rechnen, wenn er seine Pflichten grob verletzt – etwa durch fehlende Unfallmeldung oder mangelnde Kooperation.
Wer zahlt den Schäden am geliehenen Anhänger?
Bei Schäden am geliehenen Anhänger zahlt meist die Kfz-Versicherung des Zugfahrzeugs bei einem Unfall, da die Haftung beim Zugfahrzeug liegt. Bei selbst verursachten Schäden oder anderen Problemen hängt die Haftung vom Vertrag (Leihe vs. Miete) ab: Bei Miete haftet der Vermieter für Mängel (z.B. defekte Teile), bei Leihe haftet der Verleiher nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Private Haftpflichtversicherungen decken Schäden an geliehenen Sachen oft nicht ab, aber manche haben Klauseln dafür.
Was passiert, wenn ich mein Auto verleihe und ein Unfall passiert?
Passiert der Unfall, weil Ihr Fahrzeug nicht verkehrstauglich ist, tragen Sie die alleinige Schuld. Hat dagegen die Entleiherin oder der Entleiher Ihres Pkw den Unfall verursacht, weil sie oder er bei Rot über eine Ampel gefahren ist, trifft sie oder ihn eine Mitschuld.
Wer sein Auto verleiht, macht sich strafbar.?
Wer sein Auto verleiht, aber im Versicherungsvertrag nur sich selbst als Fahrer angegeben hat, riskiert Prämienerhöhungen und Strafzahlungen. Verursacht der Entleiher mit dem Fahrzeug einen Unfall, greift die Versicherung des Fahrzeuges, nicht die des Entleihers.
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