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Wer Kontiert Rechnungen?

Gefragt von: Herr Ewald Martin  |  Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2026
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Rechnungen kontieren in der Regel Buchhalter oder die Kreditorenbuchhaltung eines Unternehmens, wobei oft eine Vorkontierung durch Mitarbeiter anderer Abteilungen (z. B. Besteller) oder den Unternehmer selbst erfolgt, die die Belege nach einem Kontenplan den richtigen Sachkonten zuordnet, bevor der Steuerberater oder die Buchhaltung die finale Buchung vornimmt.

Was bedeutet es, Rechnungen zu kontieren?

Kontierung von Rechnungen bedeutet, dass jede Rechnung anhand eines Buchungssatzes korrekt auf die passenden Sachkonten (z.B. Aufwands- oder Ertragskonten) in der Buchhaltung zugeordnet wird, um eine nachvollziehbare und gesetzeskonforme Buchführung sicherzustellen. Dabei werden die Belege geprüft, mit Informationen wie Kostenstelle versehen und schließlich archiviert, um den Überblick über alle Ausgaben und Einnahmen zu behalten und die Steuererklärung zu erleichtern.
 

Wer kontrolliert Rechnungen?

Der Rechnungsprüfer oder die Rechnungsprüferin ist für die inhaltliche und rechnerische Prüfung einer Rechnung zuständig. Die Zuordnung der Verantwortlichkeit und Benennung der betreffenden Personen obliegt der budgetverantwortlichen Person.

Ist Kontieren Pflicht?

Die Kontierung von Belegen ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) und dem Handelsgesetzbuch (§ 257 HGB) müssen alle Geschäftsvorfälle nachvollziehbar und vollständig dokumentiert werden.

Wie kontiert man Eingangsrechnungen?

Eine Eingangsrechnung kann mehrere Konten berühren. Die Eingangsrechnung wird in einem Rechnungseingangsjournal erfasst, zusätzlich wird sie auf dem betroffenen Konto verbucht. In der Bilanz werden Eingangsrechnungen als Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditoren erfasst.

Kontierung | Was du bei deiner Buchführung beachten solltest!

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Was ist eine kontierte Rechnung?

Kontierung (von italienisch conto, „Rechnung“) ist in der Buchhaltung die Festlegung jeweils eines Kontos für die Sollbuchung und für die Habenbuchung zwecks Buchung eines Geschäftsvorfalls.

Wie buche ich eine erhaltene Rechnung?

Der Eingang der Papierrechnung wird im Hauptbuch als kurzfristiges Vermögen in einem System der periodengerechten Rechnungslegung erfasst . Die Finanzabteilung bucht die Zahlung der Rechnungen durch eine Gutschrift auf dem entsprechenden Verbindlichkeitskonto und eine Belastung des Forderungskontos.

Wer darf Kontieren?

Der Buchführungshelfer darf Kontieren. Das heißt, er darf Unterlagen, die bestimmte Geschäftsvorfälle betreffen, sammeln und entscheiden, welche einzelnen Konten innerhalb der Buchhaltung von dem Vorfall betroffen sind sowie den entsprechenden Buchungssatz aufstellen.

Welche Pflichten hat ein Buchhalter?

Buchhalter und Wirtschaftsprüfer erstellen und prüfen Finanzunterlagen, identifizieren potenzielle Chancen und Risiken und bieten Lösungen für Unternehmen und Privatpersonen . Sie stellen sicher, dass die Finanzunterlagen korrekt sind, dass finanzielle und Datenrisiken bewertet werden und dass Steuern ordnungsgemäß entrichtet werden.

Wann muss eine Rechnung verbucht werden?

Bei einer eingehenden Rechnung, bei der die Lieferung oder Leistung erst im nächsten Jahr oder Quartal erbracht wird, wird das Rechnungsdatum verbucht. Der Vorsteuerabzug wird dann in der nächsten Periode angemeldet.

Wie kontrolliert man die Richtigkeit der Rechnung?

Um eine Rechnung auf Richtigkeit zu prüfen, kontrollieren Sie zunächst die formalen Pflichtangaben (§ 14 UStG), dann die sachliche Richtigkeit (Abgleich mit Bestellung/Lieferschein, Mengen, Preise, Qualität) und schließlich die rechnerische Korrektheit (Summen, Steuern), wobei eine Checkliste hilft, um nichts zu übersehen und Fehler wie Doppelzahlungen oder überhöhte Forderungen zu vermeiden. Der Drei-Wege-Abgleich (Bestellung, Lieferschein, Rechnung) ist ein gängiges Verfahren, um die Übereinstimmung zu gewährleisten. 

Wie kann man überprüfen, ob eine Rechnung korrekt ist?

Sie können die Richtigkeit einer Rechnung überprüfen, indem Sie sie mit einer Bestellung, einem Lieferschein oder Ihren Vertragsbedingungen vergleichen . In der Buchhaltung wird dies oft als „Drei-Wege-Abgleich“ bezeichnet. Für eine detailliertere Prüfung empfiehlt sich die Verwendung eines digitalen Rechnungsprüfungstools.

Wer macht die Rechnungsprüfung?

Zuständigkeit: Wer macht die Rechnungsprüfung? Die Rechnungsprüfung wird immer von der Abteilung durchgeführt, die durch interne Regelungen die Verantwortung dafür hat. In den meisten Unternehmen liegt die Zuständigkeit für die Rechnungsprüfung bei der Kreditorenbuchhaltung.

Sind PDF-Rechnungen zulässig?

Die sogenannte elektronische Rechnung ist ein standardisiertes maschinenlesbares Rechnungsformat. Zulässig sind Rechnungen im reinen XML-Format oder hybrid (XML nebst PDF).

Wie buche ich eine Rechnung?

Eine Rechnung buchen bedeutet, den Geschäftsfall (Einkauf oder Verkauf) korrekt auf den passenden Konten (z. B. Aufwand/Ertrag, Forderungen/Verbindlichkeiten, Vorsteuer/Umsatzsteuer) im Soll und Haben zu erfassen, um den finanziellen Fluss zu dokumentieren, wobei der Buchungssatz immer "SOLL an HABEN" lautet und der Nettobetrag auf das Aufwands- oder Erlöskonto, der Betrag inklusive Steuer auf das jeweilige Steuerkonto und der Gesamtbetrag auf das Kreditoren- (Eingangsrechnung) oder Debitorenkonto (Ausgangsrechnung) gebucht wird. 

Was macht ein Buchhalter den ganzen Tag?

Buchhalter veranlassen, kontrollieren und dokumentieren alle finanziellen Transaktionen eines Unternehmens. Sie erstellen und prüfen Rechnungen, verwalten Belege und kümmern sich um das Mahnwesen. Zudem stellen sie die fristgerechte Zahlung von Steuern sicher und verwalten materielle Güter wie Firmengebäude.

Was macht ein Buchhalter den ganzen Tag?

Zu den täglichen Aufgaben eines Wirtschaftsprüfers gehören die Erstellung und Prüfung von Finanzdokumenten, die Finanzplanung und die Budgetanalyse . Häufig übernehmen sie auch Beratungs-, Buchhaltungs- und Prüfungsaufgaben für ihre Mandanten. Dies sind jedoch nur die allgemeinen Verantwortlichkeiten eines Wirtschaftsprüfers.

Was sind die 5 wichtigsten Aspekte der Buchhaltung?

Die Buchhaltung wird oft als die Sprache der Wirtschaft bezeichnet – und das aus gutem Grund. Sie bildet den Rahmen für die Messung, Steuerung und Kommunikation der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Im Zentrum dieses Rahmens stehen fünf Kernelemente: Vermögen, Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen .

Wie kontiert man Belege richtig?

Richtig kontieren bedeutet, Geschäftsvorfälle korrekt zu erfassen und ihnen die passenden Konten zuzuordnen (z.B. Aufwand, Ertrag, Aktiv, Passiv) – basierend auf dem Beleg – und so den Buchungssatz "SOLL an HABEN" zu bilden, um eine nachvollziehbare Buchführung zu gewährleisten. Es ist entscheidend, dass jeder Buchung ein Beleg zugrunde liegt und die Kontierung die Regeln der doppelten Buchführung (z.B. Zugang im Soll/Haben) beachtet, wobei digitale Tools helfen können, dies systematisch zu erledigen.
 

Was darf ein Buchhalter nicht?

Folgende Dienstleistungen dürfen Bilanzbuchhalter nicht anbieten: Die Buchführung oder den Kontenrahmen einrichten. Den Jahresabschluss oder die Bilanz aufstellen. Vorbereitende Abschlussbuchungen vornehmen (Abschreibungen, Abgrenzungen, Rückstellungen)

Warum kontiert man Rechnungen?

Rechnungen werden kontiert, um sicherzustellen, dass die darin enthaltenen Geschäftsvorfälle korrekt in der Buchhaltung erfasst werden. Dies ermöglicht eine genaue Finanzübersicht, hilft bei der Steuererklärung und stellt sicher, dass alle Ausgaben und Einnahmen nachvollziehbar dokumentiert sind.

Wie verbuche ich Eingangsrechnungen?

Eine Eingangsrechnung buchen heißt, sie formal, sachlich und rechnerisch prüfen, dann auf die richtigen Konten verteilen: Aufwandskonto/Bestandskonto (Soll) für die Ware/Dienstleistung, Vorsteuer (Soll) für die Umsatzsteuer und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Haben) für die Schuld gegenüber dem Lieferanten – der Grundsatz ist: „Keine Buchung ohne Beleg“, um die Verbindlichkeit zu erfassen und die Vorsteuer geltend zu machen. 

Wie lautet der Buchungssatz für die Rechnungsbuchung?

Lastschrift/Gutschrift

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden üblicherweise als Habenbuchung im Journal erfasst. Beim Erhalt einer Rechnung wird das Konto „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ im Haben gebucht, um die Verbindlichkeit zu erhöhen, und das entsprechende Aufwandskonto im Soll belastet, um die gestiegenen Aufwendungen abzubilden.

Welche drei Rechnungsarten gibt es?

Pro-forma-, Zwischen- und Schlussrechnungen zählen zwar zu den gängigsten Rechnungsarten im Geschäftsleben, es gibt aber noch weitere Arten von Rechnungen für spezifische Zwecke. Dazu gehört beispielsweise die wiederkehrende Rechnung. Diese dient der regelmäßigen Abrechnung von Dienstleistungen wie Strom, Gas und Wasser sowie Abonnements.

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